TV-Tipp für den 19. Januar: Atemlos vor Angst

Januar 19, 2015

Gestern gab es den „Lohn der Angst“, heute sind wir „Atemlos vor Angst“:

Arte, 21.45

Atemlos vor Angst (USA 1977, Regie: William Friedkin)

Drehbuch: Walon Green

LV: Georges Arnaud: Le salaire de peur, 1952 (Lohn der Angst)

Vier im lateinamerikanischen Dschungel gestrandete Existenzen erhalten die Chance auf einen Neuanfang. Sie müssen nur zwei mit Nitro bepackte Laster durch den unwegsamen Dschungel zu einer Ölbohrstelle fahren. Wer von ihnen wird den Höllentrip überleben?

Georges Arnauds kurzer, spannender Thriller wurde bereits 1952 als „Lohn der Angst“ erfolgreich verfilmt. Friedkins sträflich unterschätztes Remake konzentriert sich in der europäischen Version stärker auf die Spannungsmomente.

Die zeitgenössische Filmkritik verglich das Remake mit dem hochgeschätzten Original und verriss den Film ziemlich einhellig. Das Publikum sah sich lieber Weltraumschlachten an.

Für die europäische Auswertung wurde der Film vom Verleiher CIC um eine halbe Stunde gekürzt. Im Wesentlichen fiel der Prolog, in dem die einzelnen Charaktere vorgestellt werden, weg. Am schlechten Einspielergebnis änderte sich nichts.

Arte zeigt die Originalfassung. Als europäische Premiere (jaja, bis auf Frankreich). Endlich! Denn auf DVD und Blu-ray ist diese Fassung bei uns nicht erhältlich.

Die Musik ist von Tangerine Dream.

Mit Roy Scheider, Bruno Cremer, Francisco Rabal, Amidou

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Atemlos vor Angst“

 Arte über “Lohn der Angst” und “Atemlos vor Angst”

Wikipedia über „Atemlos vor Angst“ (deutsch, englisch)

UrbanCineFile über “Atemlos vor Angst” (Hintergründe zu den Dreharbeiten, den Schnitten und ein Gespräch mit William Friedkin)

Manifest – Das Filmmagazin: William Friedkin im Publikumsgespräch (anlässlich der Aufführung von „Bug“ in München)

Arte: Ein etwas älteres Gespräch mit William Friedkin über „Atemlos vor Angst“ (mit deutschem Voice-Over)

Arte: Ein Brief an Roy Scheider, anläßlich der heutigen Ausstrahlung von „Atemlos vor Angst“

P. S.: Wow, was für ein in die irre führender VHS-Trailer.

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TV-Tipp für den 1. Juli: Tagebuch einer Kammerzofe/Der diskrete Charme des Luis Buñuel/Viridiana

Juli 1, 2013

 

Einen richtig fetten Luis-Buñuel-Themenabend gibt es heute.

Luis Buñuel Portolés (* 22. Februar 1900 in Calanda, Spanien; † 29. Juli 1983 in Mexiko-Stadt, Mexiko) war war ein spanisch-mexikanischer Filmemacher, der in der Frühzeit des Films als surrealistischer Regisseur bekannt wurde. Er zählt zu den wichtigsten Filmregisseuren des 20. Jahrhunderts.

Da widerspreche ich Wikipedia bestimmt nicht.

Arte zeigt um

20.15 Uhr

Tagebuch einer Kammerzofe (Frankreich/Italien 1964, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Octave Mirabeau: Le Journal d’une femme de chambre, 1900 (Tagebuch einer Kammerzofe)

Buñuel verlegte die Geschichte in die späten zwanziger Jahre und lässt die Kammerzofe einen Blick auf die verkommene feine Gesellschaft mit ihren sexuellen Perversionen werfen.

Bösartige Satire

mit Jeanne Moreau, Michel Piccoli, Georges Gèret, Francois Lugagne

21.50 Uhr

Der diskrete Charme des Luis Buñuel (Frankreich 2013, R.: François Lévy-Kuentz)

Doku über den Regisseur.

22.45 Uhr (VPS 22.40)

Viridiana (Mexiko/Spanien 1961,: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Julio Alejandro

Der Film wurde in Spanien sofort verboten, erhielt in Cannes die Goldene Palme, war auch in anderen Ländern ein Skandalfilm und heute zählt diese Abrechnung mit dem Bürgertum und der Kirche zu den wichtigsten und besten Filmen von Luis Buñuel.

mit Silvia Pinal, Fernando Rey, Francisco Rabal

Hinweise

Arte über Luis Buñuel (eigentlich nur eine lieblose Ankündigung der Buñuel-Reihe)

Wikipedia über Luis Buñuel

 


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