Neu im Kino/Filmkritik: „Avengers: Endgame“ im Kampf um die Klunker, das Universum und den ganzen Rest

April 24, 2019

Nachdem die Fans in den vergangenen Monaten jedes Standfoto und Bild aus den verschiedenen Trailern vorwärts und rückwärts analysierten und mit wilden Vermutungen garnierten, wie denn nun das „Endgame“ der Avengers endet und die Vorverkaufszahlen astronomisch sind, läuft der Superheldenfilm jetzt in unseren Kinos an. Der US-Start ist erst am 26. April. Die Prognosen für das weltweite Einspielergebnis liegen aktuell für das Startwochenende bei 850 bis 900 Millionen US-Dollar. In den USA wird damit gerechnet, dass „Endgame“ am Startwochenende mehr einspielt als der vorherige Avengers-Film „Infinity War“. Und der spielte über 257 Millionen US-Dollar ein. Die meisten Prognosen liegen bei über 270 Millionen US-Dollar, einige sogar bei über 300 Millionen US-Dollar. Etliche US-Kinos werden den Film, um die Nachfrage zu befriedigen, mehrere Tage ohne Unterbrechung zeigen. Damit dürfte „Endgame“ „Infinity War“ in vielen Listen auf den zweiten Platz verdrängen. Schon bevor ein Zuschauer den Film gesehen hat, gehört der Film zu den erfolgreichsten Filmen. An der Kinokasse.

Der Film ist der 22. Film des Marvel Cinematic Universe (MCU). Er ist der lange angekündigte und vorbereitete Höhepunkt und das Ende der bisherigen Marvel-Filme. Es begann 2008 mit „Iron Man“, der im Kino ein Überraschungserfolg und der Beginn des Marvel Cinematic Universe war. In den nächsten Filmen wurden verschiedene, aus Comics bekannte Marvel-Helden vorgestellt. Sie traten auch in anderen MCU-Filmen auf. So entstand schnell über die wiederkehrenden Figuren der Eindruck, dass die Filme miteinander zusammen hängen. Auch wenn der Auftritt manchmal nur kurz war. Im vierten MCU-Film „Thor“ wurden erstmals die Infinity-Steine erwähnt. Diese sechs Steine entstanden aus den Singularitäten, die vor der Entstehung des Universums existierten. Mit jedem Stein kann man einen grundlegenden Aspekt des Universums manipulieren. Wer alle Steine besitzt, kann das Universum vernichten. Damit das nicht geschieht, wurden sie vor Ewigkeiten an verschiedenen Orten im Universum versteckt. Thanos will sie alle haben und, weil Thanos das Universum vor der Überbevölkerung retten will, will er mit Hilfe der Steine die Hälfte allen Lebens auslöschen. Mit einem Fingerschnippen. In „Avengers: Infinity War“, dem ersten Teil des großen Finales, kämpften all die aus den vorherigen Superheldenfilmen bekannten Charaktere gegen Thanos. Sie verloren den Kampf. Thanos vernichtete die Hälfte von allem Leben – und etliche Superhelden zerfielen zu Staub.

Schon damals schrieb ich über das schockierende Ende, dass ich einige Tote seltsam fand. So starben unter anderem Dr. Strange und Spider-Man, die gerade in neuen Filmen als Superhelden etabliert wurden, während Captain America und Iron Man, die von Anfang an dabei waren, überlebten.

Vor dem Filmstart unkte ich noch herum, wie unsere tapferen Superhelden die Welt retten und wer wirklich stirbt. Meine Vermutung lag ziemlich nah an der Filmgeschichte und daher wäre sie ein Spoiler.

Aber soviel kann verraten werden, – auch weil man es durch die Trailer, die Besetzungsliste und verschiedene Gerüchte über kommende Filme (Ja, es gibt einen weiteren „Guardians of the Galaxy“-Film und James Gunn ist wieder als Regisseur an Bord. Ja, es gibt den schon lange erwarteten „Black Widow“-Film; der soll allerdings 2005 und damit vor „Iron Man“ spielen), schon ahnt: ungefähr alle aus den bisherigen Filmen bekannten und beliebten Charaktere sind wieder dabei. Teilweise nur mit Mini-Auftritten, teilweise sogar ohne Dialog.

Die Filmgeschichte beginnt unmittelbar nach dem Ende von „Infinity War“. Die überlebenden Helden treffen sich auf der Erde und sie können Thanos sogar besiegen. Dummerweise hat er die Steine vernichtet. Damit kann seine Tat nicht rückgängig gemacht werden. Bis, fünf Jahre später, Ant-Man eine verwegene Idee hat: wenn sie in der Zeit zurückreisen zu Zeitpunkten, an denen sie wussten, wo die Steine sind, können sie sie holen und Thanos‘ Tat ungeschehen machen. „Captain America“ Steve Rogers (Chris Evans), „Iron Man“ Tony Stark (Robert Downey Jr.), „Black Widow“ Natasha Romanoff (Scarlett Johansson), „Hulk“ Bruce Banner (Mark Ruffalo, jetzt als großer Teddybär), „War Hammer“ James Rhodes (Don Cheadle), Thor (Chris Hemsworth, im Lebowski-Modus, allerdings nicht so cool), Nebula (Karen Gillan), „Hawkeye“ Clint Barton (Jeremy Renner, mit gruseliger Frisur), „Ant-Man“ Scott Lang (Paul Rudd, zurück aus der subatomaren Dimension) und Rocket (im Original mit der Stimme von Bradley Cooper) machen sich auf den Weg in die Vergangenheit.

Mit dieser Zeitreiseidee können die MCU-erfahrenen Regisseure Anthony und Joe Russo alle bekannten Charaktere auftreten lassen, ohne dass die Besetzungsliste eine Spoilerliste ist. Gleichzeitig können sie wichtige Szenen aus den älteren Filmen aus einer anderen Perspektive zeigen, einige Überraschungen einbauen und das Gefühl vermitteln, dass wirklich alles von langer Hand geplant wurde. Also, dass es sich nicht um viele Einzelfilme, sondern um eine zusammenhängende Geschichte handelt, die in den vergangenen Jahren in vielen Filmen erzählt wurde.

Auch später, beim Schlusskampf, gibt es zahlreiche Momente, die das Fanherz höher schlagen lassen. In dem Moment gibt es auch reichlich Action. Der in dunklen Bildern gehaltene Schlusskampf ist zu sehr eine lustlose Wiederholung des Endkampfs von „Infinity War“, um wirklich zu begeistern. Auch die anderen Actionszenen sind mehr Pflicht als Kür.

Insgesamt ist „Endgame“ ein ruhiger, fast schon kontemplativer und meditativer Film, in dem die verbliebenen Avengers vor allem ausführlich trauern und an sich selbst und ihren Fähigkeiten zweifeln.

Die verbliebene Hälfte der Menschheit ist ebenfalls auch Jahre nach der Tat von Thanos immer noch in einer kollektiven Schockstarre ist. Die Welt sieht fünf Jahre nach der Katastrophe aus, als sei sie gestern gewesen.

‚Captain Marvel‘ Carol Danvers (Brie Larson), die erst vor wenigen Wochen mit ihrem eigenen Film als „mächtigste Figur im Marvel Cinematic Universe“ (Produzent Kevin Feige) etabliert wurde, ist in „Endgame“ auch dabei. Aber ihre wenigen Auftritte sind kurz und, ausgehend von der geschürten Erwartung, dass sie die mächtigste Superheldin ist und von Nick Fury (Samuel L. Jackson) gerufen wurde, um den Avengers beim Retten der Welt zu helfen, erstaunlich uninteressant. Die meiste Zeit rettet sie off-screen andere Welten.

Der Film selbst ist mit über drei Stunden der längste Marvel-Film bislang. Trotzdem vergeht die Zeit bis zum Abspann ziemlich schnell. In dem Moment geht eine Reise zu Ende. Die Verluste sind nicht so hoch, wie es zur Halbzeit aussah (Yep, nicht alle Avengers überleben) und es hat sich nicht so viel verändert, wie die Werbemaschine vorher versprach. Letztendlich ist das Universum nach dem Endgame nicht viel anders als vor dem Infinity War.

Und die nächsten Marvel-Filme sind schon, teils mit Titel und Startdatum, angekündigt.

Avengers: Endgame (Avengers: Endgame, USA 2019)

Regie: Anthony Russo, Joe Russo

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely (basierend auf den Marvel-Comics von Stan Lee und Jack Kirby und dem Comic von Jim Starlin)

mit Robert Downey Jr., Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Chris Evans, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Brie Larson, Paul Rudd, Don Cheadle, Lupity Nyong’o, Karen Gillan, Josh Brolin, Tessa Thompson, Evangeline Lilly, Pom Klementieff, Tom Holland, Jon Favreau, Elizabeth Olsen, Dave Bautista, Sebastian Stan, Michelle Pfeiffer, Tilda Swinton, Gwyneth Paltrow, Chadwick Boseman, Danai Gurira, Winston Duke, Frank Grillo, Benedict Wong, Michael Douglas, Robert Redford, Paul Bettany, Tom Hiddleston, Benedict Cumberbatch, Zoe Saldana, Samuel L. Jackson, Bradley Cooper (Stimme im Original) (hoffe, dass ich niemand vergessen habe)

Länge: 182 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Avengers: Endgame“

Metacritic über „Avengers: Endgame“

Rotten Tomatoes über „Avengers: Endgame“

Wikipedia über „Avengers: Endgame“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Anthony und Joe Russos „The Return of the First Avenger“ (Captain America: The Winter Soldier, USA 2014)

Meine Besprechung von Joe und Anthony Russos „The First Avenger: Civil War“ (Captain America: Civil War, USA 2016)

Meine Besprechung von Anthony und Joe Russos „Avengers: Infinity War“ (Avengers: Infinity War, USA 2018)

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TV-Tipp für den 14. Dezember: Minority Report

Dezember 14, 2016

Kabel 1, 20.15

Minority Report (USA 2002, Regie: Steven Spielberg)

Drehbuch: Scott Frank, Jon Cohen

LV: Philip K. Dick: The Minority Report, 1956 (erstmals erschienen in Fantastic Universe, Januar 1956, Der Minderheiten-Bericht, Kurzgeschichte)

Schöne neue Welt: 2054 werden in Washington, D. C., Verbrecher bereits vor der Tat, aufgrund der Prognose von Precogs, verhaftet. Ein perfektes System, bis die Precogs sagen, dass der Polizist John Anderton bald einen Mann, den er überhaupt nicht kennt, umbringen wird. Anderton glaubt nicht an die Prognose. Er flüchtet und versucht herauszufinden, warum er zum Mörder werden soll.

Guter, etwas zu lang geratener Science-Fiction-Thriller, der für den Bram-Stoker-, Nebula- und Hugo-Preis nominiert war und den Saturn-Preis erhielt.

Danach, um 23.05 Uhr, gibt es mit „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ einen weiteren Spielberg-Film.

mit Tom Cruise, Colin Farrell, Samantha Morton, Max von Sydow, Lois Smith, Peter Stormare, Frank Grillo

Wiederholung: Donnerstag, 15. Dezember, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Minority Report“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Minority Report“

Homepage von Philip K. Dick

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Bonushinweis

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Am 18. Dezember wird Steven Spielberg siebzig Jahre. Für die TV-Sender ist das natürlich ein hochwillkommener Anlass, wieder einmal, eine Auswahl seiner bekannten Filme zu zeigen, wie „A. I. – Künstliche Intelligenz“ (Kabel 1, 8. Dezember, 20.15 Uhr), „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (Kabel 1, 12. Dezember, 20.15 Uhr), „Der Soldat James Ryan“ (Kabel 1, 12. Dezember, 22.35 Uhr), „Minority Report“ (Kabel 1, 14. Dezember, 20.15 Uhr), „Die Farbe Lila“ (Kabel 1, 15. Dezember, 20.15 Uhr), „Sugarland Express“ (ZDF, 18. Dezember, 01.45 Uhr) und „Terminal“ (Kabel 1, 21. Dezember, 20.15 Uhr).

Den Filmgenuss kann und sollte man mit Georg Seeßlens „Steven Spielberg und seine Filme“ vervollständigen. In der brandaktuellen Neuauflage seines Buches beschäftigt er sich, gewohnt wortgewaltig, gewohnt kundig, auf gut dreihundert, mit einigen Fotos illustrierten, engbedruckten Seiten mit all seinen Filmen von den Anfängen beim Fernsehen bis hin zum „Big Friendly Giant“. Er ordnet sie ein, stellt Querverbindungen her und lädt zum wiederholten Sehen der Filme ein.

Georg Seeßlen Steven Spielberg und seine Filme

(2., überarbeitete und aktualisierte Auflage)

Schüren Verlag, 2016

304 Seiten

29,90 Euro

Hinweise

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „George A. Romero und seine Filme“(2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Detektive (Grundlagen des populären Films)“ (2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Western (Grundlagen des populären Films)“ (2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Abenteuer (Grundlagen des populären Films)“ (2011)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Thriller (Grundlagen des populären Films“ (2013)


TV-Tipp für den 3. Dezember: Zero Dark Thirty

Dezember 2, 2016

ZDFneo, 22.00

Zero Dark Thirty (Zero Dark Thirty, USA 2012)

Regie: Kathryn Bigelow

Drehbuch: Mark Boal

Gut versteckte TV-Premiere von Kathryn Bigelows nicht unproblematischen Film über die Jagd auf Osama Bin Laden, erzählt aus der Sicht der Geheimdienste mit einer CIA-Analytikerin als Protagonistin.

Zum Kinostart schrieb ich unter anderem: „Nach dem gelungenen „The Hurt Locker“, der ersten Zusammenarbeit von Mark Boal und Kathryn Bigelow, ist „Zero Dark Thirty“ eine ziemlich herbe Enttäuschung, die unter einem unfokussiertem Drehbuch und der Absicht, den Menschen im Schatten, die Osama bin Laden jagten und töteten ein Denkmal zu setzen, leidet. Für ein solches Heldenporträt muss man nicht gleich den gesamten Film ausschließlich und ohne jegliche Distanz aus der Perspektive der CIA-Agenten und Soldaten erzählen.“

mit Jessica Chastain, Jason Clarke, Jennifer Ehle, Fares Fares, James Gandolfini, Kyle Chandler, Harold Perrineau, Reda Kateb, Mark Strong, Edgar Ramirez, Frank Grillo, Mark Valley

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Zero Dark Thirty“

Metacritic über „Zero Dark Thirty“

Rotten Tomatoes über „Zero Dark Thirty“

Wikipedia über „Zero Dark Thirty“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Kathryn Bigelows „Zero Dark Thirty“ (Zero Dark Thirty, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: „The Purge: Election Year“ jetzt wird gewählt

September 15, 2016

Es ist wieder Purge-Nacht und Leo Barnes ist zurück. In dem zweiten „The Purge“-Film „Anarchy“ hieß der von Frank Grillo kongenial verkörperte Kämpfer nur Sergeant und, obwohl er die Nacht eigentlich für eine private Rachemission benutzen wollte, beschützte er eine erkleckliche Zahl von Menschen. Denn in der von James DeMonaco erfundenen Welt, einer grellen Satire auf die USA und die religiös erweckte Tea-Party-Bewegung und rechtslastige Waffenlobby, haben die New Founding Fathers of America (NFFA) als Regierung eine friedliche Welt erschaffen, in der die Bürger einmal im Jahr, in einer Nacht, der Purge-Nacht, alles das Tun können, was sonst unter Strafe steht. Die Purge-Nacht ist also ein Aufruf, eine Nacht lang zu rauben, morden und marodieren. Als Katharsis für die reuigen Sünder. als Programm, um die Kriminalität zu reduzieren und als Karneval des Tötens.

Politisch subtil war das in den beiden vorherigen „The Purge“-Filmen „The Purge“ (ein Home-Invasion-Thriller) und „The Purge: Anarchy“ (ein Quasi-Western im John-Carpenter-Modus) nicht, aber unmissverständlich und mit viel grimmigem Humor effektiv erzählt.

In „The Purge: Election Year“ spielt die actionhaltige Geschichte, wie der Titel schon andeutet, während eines Wahlkampfs und damit steht die Politik im Mittelpunkt der Geschichte.

Barnes arbeitet als Bodyguard für Senator Charlie Roan, die die Purge-Nacht abschaffen will. Die beliebte Politikerin könnte die Wahl gewinnen und damit das Regime der NFFA brechen. Deshalb verändern die Herrschenden die Regeln: in dieser Purge-Nacht wird die Immunität für Politiker aufgehoben. Jetzt können alle Menschen straffrei getötet werden.

Noch vor Sonnenuntergang schicken sie ein Killerteam los, das Roan in ihrer gut gesicherten Privatwohnung töten soll.

Barnes kann das verhindern und sie sind in Washington, D. C., auf der Flucht vor dem Killerteam und mehr oder weniger allen anderen mordlustigen Bewohnern der Hauptstadt.

Diesen Thrillerplot, den DeMonaco mit einem Verschwörungsthriller mixt, erzählt er gewohnt effektiv als gradliniges B-Movie. Dabei wird die Kritik an der Gewalt der Purge-Nacht zunehmend durch eine Faszination an der Gewalt und einer sensationsgierigen Inszenierung von ihr überlagert.

Das war schon in den vorherigen „The Purge“-Filmen eine Gratwanderung, die den Thrillern immer auch ein soziales und politisches Gewissen verpasste und, auch weil die Idee der Purge-Nacht so absurd, einfach und menschenverachtend ist, für Diskussionen sorgte und zum Nachdenken anregte. Immerhin wurde in „Anarchy“ gesagt und gezeigt, dass die Oberklasse von der Purge-Nacht profitiert, sie schon lange zu einem Spektakel wurde, bei dem man seine Mordgelüste straffrei befriedigen konnte und, weil die normale Bevölkerung nicht genug Menschen umbrachte, die NFFA eigene Killerkommandos losschickte, die schnell einige Obdachlose und Afroamerikaner tötete. Es ging, ganz platt aus der Sicht der NFFA, um die Auslöschung von lebensunwertem Leben und Festigung ihrer Macht gegen jegliche Opposition.

In „Election Year“ wird diese Diskussion in den Film getragen. Es wird über die Idee der Purge-Nacht und die Ideologie der NFFA gestritten. Zwei politische Parteien und konträre Gesellschaftsbilder stehen sich gegenüber. Und die schon aus den vorherigen Filmen bekannten Revolutionäre wollen jetzt die Nacht für einen Anschlag gegen die NFFA-Führer benutzen. Es geht also auch um die Art und Mittel des Kampfes gegen ein verbrecherisches Regime.

Trotzdem, oder vielleicht sogar gerade deswegen, ist „Election Year“ der unpolitischste Film der Trilogie, die natürlich eine Trilogie aus vier, fünf oder mehr Teilen werden kann. Das liegt einerseits daran, dass in „Election Year“ die Politik eher pflichtschuldig präsentiert wird, während viel mehr Energie auf das spekulative Zeigen der Purge-Nacht verwendet wird. Andererseits, und das ist das viel größere Problem von „Election Year“, wirkt der Film wie eine beliebige Dystopie, die nichts mit dem gesellschaftlichen Klima der USA zu tun hat. Der Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton wird nicht thematisiert. Die NFFA-Führer sind ein Kreis honoriger alter Männer. Der von Kyle Secor gespielte Minister Edwidge Owens, der Hauptbösewicht des Films, ist ein typischer christlich erweckter Tea-Party-Konservativer fernab jeglicher populistischer Anwandlungen eines Donald Trump.

Und so ist „The Purge: Election Year“ nicht das erwartete politische Statement zur Lage der Nation, sondern eine in ihrer politischen Zuspitzung arg gedämpfte Version von „The Purge: Anarchy“, die sich mehr auf das Darstellen von Gewalt und die Beziehungen der Charaktere untereinander konzentriert. Letztendlich kämpft eine extrem multikulturelle, grundehrliche Truppe gegen Anzugträger, Kapitalisten und Nazis.

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The Purge: Election Year (The Purge: Election Year, USA/Frankreich 2016)

Regie: James DeMonaco

Drehbuch: James DeMonaco

mit Frank Grillo, Elizabeth Mitchell, Edwin Hodge, Betty Gabriel, Joseph Julian Soria, Mykelti Williamson, Kyle Secor, Terry Serpico

Länge: 109 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Purge: Election Year“

Metacritic über „The Purge: Election Year“

Rotten Tomatoes über „The Purge: Election Year“

Wikipedia über „The Purge: Election Year“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Die Säuberung“ (The Purge, USA 2013)

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Anarchy“ (The Purge: Anarchy, USA 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „The First Avenger: Civil War“ – mal wieder munteres Superheldengekloppe

April 28, 2016

Fast alle aus den vorherigen Avengers-Filmen bekannten Charaktere sind wieder dabei. Ergänzt um einige Neuzugänge wie Black Panther und Spider Man, die in den kommenden Jahren im Marvel Cinematic Universe, der erzählerischen Klammer der Marvel-Filme, eine größere Rolle bekommen sollen. Einzelfilme inclusive.

Die Kloppereien sind gewohnt episch und dieses Mal kämpfen sie wieder gegeneinander. Der Grund dafür ist etwas kompliziert.

Nachdem bei ihren vorherigen Aktionen einiges zu Bruch ging und es auch etliche Kollateralschäden gab, sollen in „The First Avenger: Civil War“ die freischaffend und von niemandem kontrollierten Avengers unter eine UN/US-Aufsicht gestellt werden. Ihr Handeln soll kontrolliert werden. Sie sollen Befehlsempfänger werden. Dann dürfen sie weitermachen. Falls jemand von ihnen dieses Angebot ablehnt, so erklärt ihnen ihr künftiger Chef, General Ross, soll er als Gesetzloser verfolgt werden. Einige der Avengers halten das für eine gute Idee. Einige nicht.

Und dann gibt es noch die Bedrohung durch den Winter Soldier, einer im Ostblock hochgezüchteten Kampfmaschine, die in Wirklichkeit Bucky Barnes, der Jugendfreund von Captain America Steve Rogers ist. Captain America war immer das golden glänzende patriotisch-aufrechte Herz der USA. Zunächst kämpfte der All-American-Boy gegen Nazis. Später gegen andere, nicht minder böse Bösewichter.

Bucky wird, wenn ihm eine bestimmte Abfolge von Worten gesagt wird, zu einer eiskalten Killermaschine, die sich danach nicht an ihre Taten erinnert. Weil einige seiner Taten den Weltfrieden gefährden, sollen die Avengers ihn aufhalten. Tot oder lebendig.

Steve glaubt allerdings, dass Bucky unschuldig ist.

Und dann ist da noch Baron Zemo, ein geheimnisvoller Bösewicht, der den Winter Soldier für seine Ziele einspannen will. Er hat sogar ein sehr nachvollziehbares Motiv für seine Taten. Weil wir das erst am Ende von „Civil War“ erfahren, ist er bis dahin einfach nur ein gefährlicher Bösewicht, der im Film nur die Aufgabe hat, etwas Böses zu tun, damit die Avengers sich gegenseitig verkloppen. Wie in den anderen Marvel-Filmen ist auch in „Civil War“ der Bösewicht blass. Dabei hätten die Macher dieses Mal einen einprägsamen Bösewicht schaffen könne. Aber vielleicht darf Baron Zemo in einem weiteren Marvel-Film auftreten. Dann als vollwertiger Gegner der Avengers.

Im Mittelpunkt von „Civil War“ steht nämlich der episch ausgebreitete Kampf der Avengers gegeneinander und so flott, unterhaltsam und auch witzig der über zweistündige Film ist, so unbefriedigend ist die auch in diesem Superheldenfilm geführte Diskussion über Verantwortung, die kaum das Niveau einer gepflegten Kaffeekonversation erreicht. Anstatt sich in tiefere moralphilosophische Diskussion zu wagen, den Utilitarismus zu problematisieren, die Frage zu diskutieren, ob der Zweck die Mittel heiligt, ob man durch sein Handeln erst die Probleme schafft, die dann mühselig beseitigt werden müssen und über die Verantwortung des Einzelnen für sein Handeln zu reden, wird einfach, wieder einmal, auf Grundschulniveau erklärt, dass man tat, was man tun musste.

Nachdem das Thema in einem Gespräch abgehandelt wurde – der Film ist sowieso sehr redselig -, teilen sich die Avengers in zwei Gruppen auf, die in ihrer Zusammensetzung nie besonders glaubwürdig wirken. Da soll auf der einen Seite der egozentrische, niemand gehorchende Milliardär und notorische Unruhestifter Tony Stark (aka Iron Man) sich plötzlich zum fügsamen Befehlsempfänger wandeln, weil er nach dem Kampf gegen Ultron über sein Handeln nachdachte. Auf der anderen Seite steht der immer folgsame Soldat Captain America. Steve Rogers. Der niemals an seinen Vorgesetzten und der US-Regierung zweifelnde Befehlsempfänger, soll jetzt den Befehl verweigern. Er will nämlich keine Befehle von einer neu gegründeten, ihn und die Avengers beaufsichtigende und auch mit Aufträgen versehenden Behörde erhalten. Die könnte sich ja irren. Deshalb will er vollkommen unkontrolliert arbeiten. Das wirkt nie besonders glaubwürdig. Auch nicht durch die nachgeschobene Erklärung, dass er eigentlich nur seinem Jugendfreund helfen will.

Genauso bemüht wie die Begründung für die Teilung der Avengers in zwei sich bekämpfende Gruppen, ist dann der sich zwischen ihnen entwickelnde Kampf, der an ihrer Intelligenz und über mehrere Filme und gemeinsame Kämpfe gegen etliche Bösewichter gewachsene Freundschaft zweifeln lässt. Anstatt miteinander zu reden, wird sich gekloppt in einer niemals auch nur halbwegs glaubwürdigen, dafür unnötig verkomplizierten Geschichte, die eher pointillistisch nach ihren Schauwerten zusammengefügt ist. Wegen des Humors und dem durchgehend spielfreudigem Ensemble fällt das dann gar nicht so sehr auf.

Und als Berliner freut man sich über die zahlreichen Berlin-Aufnahmen, in denen die Gegend um das ICC und den Bundestag ausführlich und auch gut erkennbar gezeigt werden.

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The First Avenger: Civil War (Captain America: Civil War, USA 2016)

Regie: Anthony Russo, Joe Russo

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

mit Chris Evans, Robert Downey Jr., Anthony Mackie, Sebastian Stan, Paul Rudd, Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Scarlett Johannsson, Don Cheadle, Chadwick Boseman, Paul Bettany, Emily VanCamp, Tom Holland, Daniel Brühl, Frank Grillo, William Hurt, Martin Freeman, Marisa Tomei, Stan Lee (selbstverständlich)

Länge: 148 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „The First Avenger: Civil War“

Metacritic über „The First Avenger: Civil War“

Rotten Tomatoes über „The First Avenger: Civil War“

Wikipedia über „The First Avenger: Civil War“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Anthony und Joe Russos „The Return of the First Avenger“ (Captain America: The Winter Soldier, USA 2014)

Die europäische Pressekonferenz mit dem Avengers-Team, Kevin Feige, Anthony und Joe Russo


Neu im Kino/Filmkritik: „The Purge: Anarchy“ und ein bisschen Totschlag

August 1, 2014

The Purge Anarchy - Teaser

Das ist der Spring Break für die Tea Party: eine Nacht lang dürfen sie ohne Bestrafung mit dem ganzen Abschaum aufräumen. Ist das nicht paradiesisch?

Nun, nicht so ganz, wie James DeMonaco in seiner dystopischen „The Purge“-Welt zeigt. In naher Zukunft werden die Vereinigten Staaten von Amerika von den New Founders of America (NFA) regiert. Zur Kriminalitätssenkung haben sie die Purge-Night (also, gerne mit einem pathetisch-religiösen Unterton gesprochen, die „Nacht der Reinigung“) erfunden. Einmal im Jahr gelten eine Nacht lang keine Regeln. Mord ist erlaubt und diese Freiheit, sich einmal im Jahr bei seinen Mitmenschen schadlos zu halten, wird auch reichlich ausgenutzt. Immerhin ist so die Kriminalitätsrate auf Null gesunken.

Letztes Jahr stellte DeMonaco (Drehbuch für „Verhandlungssache“ und „Assault on Precinct 13“ [das gelungene Remake]) in seinem Spielfilm „The Purge – Die Säuberung“ diese Vision erstmals vor. Sie war der schemenhaft skizzierte politische Hintergrund für einen spannenden und an der Kinokasse enorm erfolgreichen, in einer Gated Community spielenden Home-Invasion-Thriller mit Ethan Hawke und Lena Headey in den Hauptrollen.

Mit „The Purge: Anarchy“ legt DeMonaco jetzt den zweiten im „Purge“-Universum spielenden Film vor, der mit neuen Charakteren eine komplett neue Geschichte erzählt, die wieder während der Purge-Nacht spielt. Aber dieses Mal ist die Großstadt Los Angeles das Spielfeld, auf dem fünf Menschen versuchen, die Nacht zu überleben.

Es sind das Pärchen Shane (Zach Gilford) und Liz (Kiele Sanchez), die sich auf dem Heimweg befinden. Auf einem Parkplatz wurde die Tankleitung an ihrem Auto durchschnitten. Als sie das entdecken, taucht schon eine Gruppe maskierter jugendlicher Motorradfahrer auf, die sie diese Nacht einfach so umbringen wollen.

Eva (Carmen Ejogo) und ihre Tochter Cali (Zoe Soul) müssen notgedrungen die Wohnung verlassen, nachdem zuerst der Hausmeister bei ihnen einbricht und Eva vergewaltigen will. Bevor er das tun kann, wird er erschossen von einer Gruppe maskierter Männer, die anscheinend alle Bewohner des Mietshauses umbringen wollen und es dabei abbruchreif schießen.

Als Eva und Cali zu einem Laster, mit dem die Männer kamen, geschleppt werden, werden sie aus dem Hinterhalt von dem Ex-Polizisten Leo (Frank Grillo) erschossen. Mit einem gepanzerten Auto und gut bewaffnet ist er auf dem Weg durch die Stadt zu einem uns unbekanntem Ziel.

Aber jetzt hat er Eva und Cali und Shane und Liz, die heimlich in sein Auto einstiegen, an der Backe. Er wird zu ihrem Führer durch die Nacht, in der wir auch einige weitere Hintergründe über die Purge-Nacht, warum es sie gibt, wer stirbt und die Proteste gegen sie, erfahren.

Schon in „The Purge – Die Säuberung“ war dieser politische Hintergrund ein einziger wütender Angriff auf das konservative Amerika. In „The Purge: Anarchy“ wächst sich dieser mit dem Holzhammer ausgeführte Angriff auf die Tea-Party, die Konservativen und die Neo-Liberalen zu einem deutlich formuliertem politischen Manifest aus, das unter anderem von einem afroamerikanischem Führer, der an einen wütenden Spike Lee erinnert, auch handgreiflich ausgeführt wird. An Deutlichkeit ist James DeMonaco in seiner Wut auf die Verhältnisse nicht zu überbieten. Denn die Folgen der Purge-Nacht für die Armen und die hinter der Nacht stehende politische Agenda sind überspitze Fortschreibungen der Verhältnisse in der heutigen USA.

The Purge: Anarchy“ steht nämlich in der Tradition der kleinen, fiesen, gewalttätigen B-Thriller, die eine spannende Geschichte mit einer eindeutigen gesellschaftlichen Aussage verbinden. Dabei ist DeMonaco zynisch, politisch unkorrekt, überspitzt seine Kritik schamlos und schmeckt es mit einer ordentlichen Portion Gewalt ab. Sein Großstadt-Western erinnert an die ähnlich pessimistischen und düsteren John-Carpenter-Filme „Assault on Precinct 13“ und „Die Klapperschlange“, in denen immer eine latente Bedrohung spürbar war und man keine fünf Cent auf das Überleben eines bestimmten Charakters gewettet hätte.

Die weitgehend vorhersehbare Handlung, die dürftig skizzierten Charaktere und die gerade am Anfang klischeehaften Dialoge sind da ein verzeihbarer Wermutstropfen in dem Thriller, der nach offiziellen Angaben nur neun Millionen gekostet hat und diese inzwischen schon in den USA eingespielt hat. Weiteren Ausflügen in die „Purge“-Welt steht also nichts im Weg.

Und Frank Grillo, der hier den toughen Führer der kleinen Gruppe spielt, empfiehlt sich mit seinem Spiel als neuer „Punisher“; – wenn es denn jemals wieder einen Film mit dem eiskalten Rächer gibt.

The Purge Anarchy - Plakat

 

The Purge: Anarchy (The Purge: Anarchy, USA 2014)

Regie: James DeMonaco

Drehbuch: James DeMonaco

mit Frank Grillo, Carmen Ejogo, Zach Gilford, Kiele Sanchez, Michael K. Williams, Zoe Soul

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 18 Jahren

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Purge: Anarchy“

Moviepilot über „The Purge: Anarchy“

Metacritic über „The Purge: Anarchy“

Rotten Tomatoes über „The Purge: Anarchy“

Wikipedia über „The Purge: Anarchy“

Meine Besprechung von James DeMonacos „The Purge: Die Säuberung“ (The Purge, USA 2013)


TV-Tipp für den 1. August: Auftrag Rache

Juli 31, 2014

Als Vorbereitung für „The Expendables 3“, der am 21. August startet und in dem Mel Gibson einen maulfaulen Bösewicht spielt

ZDFneo, 22.00

Auftrag Rache (USA/Großbritannien 2010, Regie: Martin Campbell)

Buch: William Monahan, Andrew Bovell (nach dem Drehbuch von Troy Kennedy Martin)

Vor der Haustür des Polizisten Thomas Craven erschießen Unbekannte seine Tochter. Craven glaubt, dass der Anschlag ihm gegolten hat. Er beginnt ihren Mörder zu jagen.

Nachdem Mel Gibson in den vergangenen Jahren vor allem als Regisseur und wegen anderer Dinge von sich reden machte (Hey, wir haben doch alle kopfschüttelnd die Meldungen auf den Bunten Seiten gelesen.), übernahm nach einer siebenjährigen Schauspielpause für diesen leicht noirischen Politthriller endlich wieder einmal die Hauptrolle und es wurde eine veritable Soloshow.

„Auftrag Rache“ ist das Remake der hochgelobten, sechsstündigen BBC-Serie „Am Rande der Finsternis“ (Edge of Darkness) von 1985, die ebenfalls von Martin Campbell inszeniert wurde und ein mit mehreren BAFTAs (unter anderem „Beste TV-Serie“) ausgezeichneter „Meilenstein der Fernsehgeschichte“ (Martin Compart: Crime TV) ist. Dagegen ist das Remake nur austauschbare 08/15-Kost.

„Simpler Thriller, der das Spannungspotential seiner Actionszenen inszenatorisch nicht sonderlich ausschöpft und dessen politische Hintergründe eher konfus gezeichnet sind.“ (Lexikon des internationalen Films)

William Monahan schrieb auch die Drehbücher für die ungleich gelungeneren Thriler „Departed – Unter Feinden“,Der Mann, der niemals lebte“ und „London Boulevard“ (auch Regie).

Martin Campbell inszenierte auch die James-Bond-Filme „GoldenEye“ und „Casino Royale“ (zweimal gut) und „Green Lantern“ (Gähn!).

mit Mel Gibson, Ray Winstone, Danny Huston, Bojana Novakovic, Shawn Roberts, Frank Grillo

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Auftrag Rache“

Metacritic über „Auftrag Rache“

Rotten Tomatoes über „Auftrag Rache“

Wikipedia über „Auftrag Rache“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Martin Campbells TV-Serie “Am Rande der Finsternis” (Edge of Darkness, GB 1985 – DIE Vorlage für “Auftrag Mord”)

Meine Besprechung von William Monahans Ken-Bruen-Verfilmung „London Boulevard“ (London Boulevard, USA/GB 2010)

Meine Besprechung von Martin Campbells „Green Lantern” (Green Lantern, USA 2011)

Meine Besprechung von Adrian Grunbergs „Get the Gringo“ (Get the Gringo, USA 2012 – mit Mel Gibson als Verbrecher)


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