TV-Tipp für den 18. September: Tatort: Berlin – Beste Lage

September 17, 2017

RBB, 22.15

Tatort: Berlin – Beste Lage (Deutschland 1993, Regie: Matti Geschonneck)

Drehbuch: Rainer Berg, Matti Geschonneck

Musik: Ulrich Gumpert

Auf einem Laster, der Schrott nach Polen transportieren soll, wird die Leiche eines Tischlers gefunden, der im Scheunenviertel lebte. Das Wohn- und Gewerbegebiet in Berlin-Mitte soll luxussaniert werden. Deshalb wollen der Besitzer des Hauses und ein Makler die alten Mieter aus dem Wohnblock vertreiben. Kommissar Markowitz glaubt, dass der Tote etwas gegen sie in der Hand hatte.

Dichte Milieustudie, die die Veränderungen im Nachwendeberlin reflektiert. Denn schon damals wurde gnadenlos gentrifiziert.

Die acht Markowitz-“Tatorte“ sind immer noch ein Rätsel. Denn der SFB (heute RBB) produzierte von 1991 bis 1995 eine Reihe hochkarätiger „Tatorte“, die die damaligen Veränderungen in Berlin reflektierten. Und das in einer Qualität, die davor und danach nicht erreicht wurde. Denn davor ermittelte Heinz Drache als Kommissar Bülow (Gähn!), danach Winfried Glatzeder als Kommissar Roiter (Grusel! Zwei Giftschrankfolgen und „Ein Hauch von Hollywood“, der so schlecht war, dass er an einem Montag um 23.00 Uhr versendet wurde).

mit Günther Lamprecht, Hans Nitschke, Claudia Balko, Thomas Schendel, Renate Küster

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Franz Markowitz

Berliner Morgenpost: Interview mit Günther Lamprecht über Kommissar Markowitz

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TV-Tipp für den 11. September: Tatort: Blutwurstwalzer

September 11, 2017

RBB, 22.15
Tatort: Blutwurstwalzer (Deutschland 1991, Regie: Wolfgang Becker)
Drehbuch: Horst Sczerba
Markowitz (Günter Lamprecht) versucht den Mord an einem Jugendlichen aufzuklären und Alex (Jürgen Vogel), der seinen toten Freund rächen will, von der Tat abzuhalten. Im Zentrum seiner Ermittlungen steht dabei ein Lokal, in dem ehemalige Fremdenlegionäre sich umfassend um erlebnishungrige Jugendliche kümmern.
Dritter, gewohnt überzeugender Auftritt von Kommissar Franz Markowitz, der in den Neunzigern in Berlin ermittelte und dabei auch die Veränderungen Berlins nach der Wiedervereinigung nachzeichnete. Dieses Mal durfte er sogar – heute undenkbar – zwei Stunden ermitteln.
Wolfgang Becker inszenierte auch „Kinderspiele“, „Das Leben ist eine Baustelle“ und „Good Bye Lenin!“.
mit Günter Lamprecht, Hans Nitschke, Jürgen Vogel, Harald Kempe, Ralf Richter, Iris Disse, Heinz Hoenig
Hinweise
Filmportal über „Blutwurstwalzer“
Tatort-Fundus über Kommissar Markowitz

Meine Besprechung von Wolfgang Beckers Daniel-Kehlmann-Verfilmung „Ich und Kaminski“ (Deutschland/Belgien 2015)


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