TV-Tipp für den 7. Februar: Welcome to New York

Februar 7, 2020

Tele 5, 20.20

Welcome to New York (Welcome to New York, USA/Frankreich 2014)

Regie: Abel Ferrara

Drehbuch: Abel Ferrara, Christ Zois

Das sind jetzt kleine Abel-Ferrara-Festspiele an verschiedenen Orten: heute „Welcome to New York“ im Fernsehen, ab Donnerstag sein neuer Film „Tommaso und der Tanz der Geister“ im Kino und Ende Februar sein allerneuester Film „Siberia“ auf der Berlinale und ab dem 19. März im Kino.

„Welcome to New York“ hat heute nach seiner Videopremiere seine TV-Premiere. Ferrara interpretiert in dem Drama den Fall des französischen Ökonomen, Politikers und damaligen IWF-Direktors Dominique Strauss-Kahn, der 2011 in den USA inhaftiert wurde, weil er verdächtigt wurde, ein Zimmermädchen sexuell genötigt zu haben.

Ein radikales Drama, das mit bedrängender Unmittelbarkeit verschiedene Zustände eines exzessiven Lebens auslotet und die authentische Strauss-Kahn-Affäre zum allegorischen Drama über die politische Klasse verdichtet.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Gérard Depardieu, Jacqueline Bisset, Marie Mouté, Paul Calderon, Paul Hipp, Pamela Afesi

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Welcome to New York“

Wikipedia über „Welcome to New York“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Abel Ferraras “King of New York” (King of  New York, USA 1989)

Abel Ferrara in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 19. Dezember: Cyrano von Bergerac

Dezember 18, 2018

Arte, 22.00

Cyrano von Bergerac (Cyrano de Bergerac, Frankreich 1990)

Regie: Jean-Paul Rappeneau

Drehbuch: Jean-Paul Rappeneau, Jean-Claude Carrière (nach dem Stück von Edmond Rostand)

Frankreich, 17. Jahrhundert: Cyrano, wortgewaltiger Fechtmeister, ist unsterblich in seine schöne Cousine Roxane verliebt. Allerdings hat er einen Pinocchio-würdigen Zinken und deswegen traut er sich nicht, ihr seine Liebe zu gestehen. Also schickt er einen einfältigen, aber gutaussehenden und von ihr begehrten Soldaten an die Liebesfront. Munitioniert mit seien Versen.

Wunderschöne, auf einem Theaterstück basierende, in Versen gesprochene Romanze. „Cyrano von Bergerac“ ist einer der großen Liebesfilme des Kinos. Rappeneaus Version des vielfach verfilmten Stückes könnte sogar die beste Verfilmung sein; in jedem Fall ist es immer noch die bekannteste.

mit Gérard Depardieu, Anne Brochet, Vincent Perez, Jacques Weber, Roland Bertin

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Cyrano von Bergerac“ (schlappe 100 %)

Wikipedia über „Cyrano von Bergerac“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 10. Dezember: 1900 (Teil 1 und 2)

Dezember 10, 2018

Arte, 21.50

1900 – Teil 1: Gewalt, Macht, Leidenschaft; Teil 2: Kampf, Liebe, Hoffnung ((Novecento, Italien 1976

Regie: Bernardo Bertolucci

Drehbuch: Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci, Bernardo Bertolucci

Arte zeigt heute Bernardo Bertoluccis Opus Magnum, den epischen, mit Politik gesättigten Zweiteiler, in einem Stück. Um 21.50 Uhr geht es los; um 3.00 Uhr endet die Geschichte von Alfredo (Robert De Niro) und Olmo (Gérard Depardieu). 1900 werden Alfredo, der Enkel des Großgrundbesitzers, und Olmo, Enkel eines Landarbeiters, am gleichen Tag auf einem norditalienischen Landgut geboren. Trotz des Klassenunterschieds freunden sie sich an. Ihre Freundschaft überdauert die Jahrzehnte und die Wirren des Jahrhunderts. Jedenfalls der ersten Hälfte.

Bernardo Bertolucci (16. März 1941 – 26. November 2018) inszenierte auch „Strategie der Spinne“, „Der große Irrtum“/“Der Konformist“, „Der letzte Tango in Paris“, „Der letzte Kaiser“, „Little Buddha“ und „Die Träumer“.

mit Robert De Niro, Gérard Depardieu, Dominique Sanda, Burt Lancaster, Donald Sutherland, Sterling Hayden, Francesca Bertini, Laura Betti, Werner Bruhns, Stefania Casini, Anna Henkel, Ellen Schwiers, Alida Valli

Hinweise

Rotten Tomatoes über „1900″

Wikipedia über „1900“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 5. Dezember: Frau zu verschenken

Dezember 4, 2018

Arte, 22.40

Frau zu verschenken (Préparez vos mouchoirs, Frankreich/Belgien 1978)

Regie: Bertrand Blier

Drehbuch: Bertrand Blier

Weil Raoul seine Frau Solange glücklich sehen will, sie aber immer apathisch und lustlos ist, schenkt er sie in einem Restaurant spontan einem fremden Mann. Auch er kann Solange nicht aufheitern. Dafür werden Raoul und Stéphane Freunde, die immer noch Solange glücklich sehen wollen. Da trifft sie einen Dreizehnjährigen.

Provozierende, groteske Erotiksatire, die 1979 den Oscar als bester ausländischer Film erhielt.

Blier „möchte der maskulinen Selbstüberschätzung (die immer nur an das eine denkt und meint, die Frauen seien ebenso eingleisig orientiert) eins auswischen. Dem männlichen Chauvinismus gibt er denn auch kräftig eins auf den Deckel.“ (Fischer Film Almanach 1980)

zum Totlachen komische Geschichte“ (Marianne Gray: Gérard Depardieu – Der europäische Superstar, 1992/1995)

mit Gérard Depardieu, Patrick Dewaere, Carole Laure, Riton, Michel Serrault, Eleonore Hirt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Frau zu verschenken“

Wikipedia über „Frau zu verschenken“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 11. März: Endstation Schafott

März 11, 2018

Arte, 20.15

Endstation Schafott (Deux Hommes dans la ville, Frankreich/Italien 1973)

Regie: José Giovanni

Drehbuch: José Giovanni

Starkes Krimidrama über einen Ex-Sträfling, der ein ehrliches Leben führen will, von einem Sozialhelfer unterstützt und einem Polizisten verfolgt wird.

Mit Alain Delon, Jean Gabin, Mimsy Farmer, Michel Bouquet, Bernard Giraudeau, Gérard Depardieu (in einer Nebenrolle als junger Gangster)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Endstation Schafott“

Wikipedia über „Endstation Schafott“ (deutsch, englisch, französisch) und José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni


TV-Tipp für den 28. Mai: Quartett Bestial

Mai 27, 2017

Arte, 20.15

Quartett Bestial (Sept morts sur ordonannce, Frankreich/Deutschland/Spanien 1975)

Regie: Jacques Rouffio

Drehbuch: Georges Concon, Jacques Rouffio, Jean-Louis Chevriér

Dr. Brézé möchte, dass seine vier Söhne, alles lausige Quacksalber, in der Provinz in der von ihm gebauten Klinik gut Geld verdienen. Dafür müssen alle anderen Ärzte aus der Gegend vertrieben werden. Nur Dr. Losseray leistet Widerstand.

Der Film wurde begeistert aufgenommen, und Depardieu erhielt seine erste Nominierung für einen César. (…) Vor dem düsteren Hintergrund eines einsamen Kampfes gegen die Medizinermafia erinnert das Sujet des Films an Geschichten von Balzac. Depardieu und Piccoli wurden von der angesehenen Les Nouvelles Littéraires als beste Schauspieler ihrer jeweiligen Generation bejubelt. Laut Le Figaro hatte Regisseur Jacques Rouffio ‚einen Volltreffer gelandet, indem er uns in den vollklimatisierten Alptraum einer Klinik führt‘. Alle schätzten diesen Film, besonders weil er das korrupte Gesundheitssystem in Frankreich attackierte.“ (Marianne Gray: Gérard Depardieu – Der europäische Superstar, 1992)

Die andere Meinung: „Verworrenes Psychodrama; oberflächlich, langatmig und blutrünstig.“ (Lexikon des internationalen Films)

Rouffio inszenierte auch „Violette und Francois“ und „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“.

Arte zeigt die neue, digital restaurierte Fassung.

mit Michel Piccoli, Gérard Depardieu, Jane Birkin, Marina Vlady, Charles Vanel

Wiederholung: Dienstag, 30. Mai, 13.40 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Quartett Bestial“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 16. März: Der Loulou

März 16, 2017

RBB,00.15

Der Loulou (Frankreich 1980, Regie: Maurice Pialat)

Drehbuch: Arlette Langmann

Die bürgerliche Nelly (Isabelle Huppert) verliebt sich in den Herumtreiber und Ex-Knacki Loulou (Gérard Depardieu – damals noch rank und schlank am Anfang seiner Karriere). Eine problematische Beziehung beginnt.

wird eindringlich nachvollziehbar, wie diese zwei Menschen weder zueinanderfinden noch sich trennen können.“ (Fischer Film Almanach 1982)

Das Lexikon ist etwas weniger begeistert von dem Drama: „Zustandsbeschreibung einer Gruppe von ‚Aussteigern‘, die Motive und soziales Umfeld nicht näher beleuchtet. Durch die weitgehend unkritische Zeichnung der Figuren und seine unentschiedene Haltung verliert der Film an Glaubwürdigkeit.“

mit Isabelle Huppert, Gérard Depardieu, Guy Marchand, Humbert Balsan

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Loulou“

Wikipedia über „Der Loulou“ (deutsch, englisch, französisch)


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