TV-Tipp für den 10. Dezember: 1900 (Teil 1 und 2)

Dezember 10, 2018

Arte, 21.50

1900 – Teil 1: Gewalt, Macht, Leidenschaft; Teil 2: Kampf, Liebe, Hoffnung ((Novecento, Italien 1976

Regie: Bernardo Bertolucci

Drehbuch: Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci, Bernardo Bertolucci

Arte zeigt heute Bernardo Bertoluccis Opus Magnum, den epischen, mit Politik gesättigten Zweiteiler, in einem Stück. Um 21.50 Uhr geht es los; um 3.00 Uhr endet die Geschichte von Alfredo (Robert De Niro) und Olmo (Gérard Depardieu). 1900 werden Alfredo, der Enkel des Großgrundbesitzers, und Olmo, Enkel eines Landarbeiters, am gleichen Tag auf einem norditalienischen Landgut geboren. Trotz des Klassenunterschieds freunden sie sich an. Ihre Freundschaft überdauert die Jahrzehnte und die Wirren des Jahrhunderts. Jedenfalls der ersten Hälfte.

Bernardo Bertolucci (16. März 1941 – 26. November 2018) inszenierte auch „Strategie der Spinne“, „Der große Irrtum“/“Der Konformist“, „Der letzte Tango in Paris“, „Der letzte Kaiser“, „Little Buddha“ und „Die Träumer“.

mit Robert De Niro, Gérard Depardieu, Dominique Sanda, Burt Lancaster, Donald Sutherland, Sterling Hayden, Francesca Bertini, Laura Betti, Werner Bruhns, Stefania Casini, Anna Henkel, Ellen Schwiers, Alida Valli

Hinweise

Rotten Tomatoes über „1900″

Wikipedia über „1900“ (deutsch, englisch)

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TV-Tipp für den 5. Dezember: Frau zu verschenken

Dezember 4, 2018

Arte, 22.40

Frau zu verschenken (Préparez vos mouchoirs, Frankreich/Belgien 1978)

Regie: Bertrand Blier

Drehbuch: Bertrand Blier

Weil Raoul seine Frau Solange glücklich sehen will, sie aber immer apathisch und lustlos ist, schenkt er sie in einem Restaurant spontan einem fremden Mann. Auch er kann Solange nicht aufheitern. Dafür werden Raoul und Stéphane Freunde, die immer noch Solange glücklich sehen wollen. Da trifft sie einen Dreizehnjährigen.

Provozierende, groteske Erotiksatire, die 1979 den Oscar als bester ausländischer Film erhielt.

Blier „möchte der maskulinen Selbstüberschätzung (die immer nur an das eine denkt und meint, die Frauen seien ebenso eingleisig orientiert) eins auswischen. Dem männlichen Chauvinismus gibt er denn auch kräftig eins auf den Deckel.“ (Fischer Film Almanach 1980)

zum Totlachen komische Geschichte“ (Marianne Gray: Gérard Depardieu – Der europäische Superstar, 1992/1995)

mit Gérard Depardieu, Patrick Dewaere, Carole Laure, Riton, Michel Serrault, Eleonore Hirt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Frau zu verschenken“

Wikipedia über „Frau zu verschenken“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 11. März: Endstation Schafott

März 11, 2018

Arte, 20.15

Endstation Schafott (Deux Hommes dans la ville, Frankreich/Italien 1973)

Regie: José Giovanni

Drehbuch: José Giovanni

Starkes Krimidrama über einen Ex-Sträfling, der ein ehrliches Leben führen will, von einem Sozialhelfer unterstützt und einem Polizisten verfolgt wird.

Mit Alain Delon, Jean Gabin, Mimsy Farmer, Michel Bouquet, Bernard Giraudeau, Gérard Depardieu (in einer Nebenrolle als junger Gangster)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Endstation Schafott“

Wikipedia über „Endstation Schafott“ (deutsch, englisch, französisch) und José Giovanni (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über José Giovanni


TV-Tipp für den 28. Mai: Quartett Bestial

Mai 27, 2017

Arte, 20.15

Quartett Bestial (Sept morts sur ordonannce, Frankreich/Deutschland/Spanien 1975)

Regie: Jacques Rouffio

Drehbuch: Georges Concon, Jacques Rouffio, Jean-Louis Chevriér

Dr. Brézé möchte, dass seine vier Söhne, alles lausige Quacksalber, in der Provinz in der von ihm gebauten Klinik gut Geld verdienen. Dafür müssen alle anderen Ärzte aus der Gegend vertrieben werden. Nur Dr. Losseray leistet Widerstand.

Der Film wurde begeistert aufgenommen, und Depardieu erhielt seine erste Nominierung für einen César. (…) Vor dem düsteren Hintergrund eines einsamen Kampfes gegen die Medizinermafia erinnert das Sujet des Films an Geschichten von Balzac. Depardieu und Piccoli wurden von der angesehenen Les Nouvelles Littéraires als beste Schauspieler ihrer jeweiligen Generation bejubelt. Laut Le Figaro hatte Regisseur Jacques Rouffio ‚einen Volltreffer gelandet, indem er uns in den vollklimatisierten Alptraum einer Klinik führt‘. Alle schätzten diesen Film, besonders weil er das korrupte Gesundheitssystem in Frankreich attackierte.“ (Marianne Gray: Gérard Depardieu – Der europäische Superstar, 1992)

Die andere Meinung: „Verworrenes Psychodrama; oberflächlich, langatmig und blutrünstig.“ (Lexikon des internationalen Films)

Rouffio inszenierte auch „Violette und Francois“ und „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“.

Arte zeigt die neue, digital restaurierte Fassung.

mit Michel Piccoli, Gérard Depardieu, Jane Birkin, Marina Vlady, Charles Vanel

Wiederholung: Dienstag, 30. Mai, 13.40 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Quartett Bestial“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 16. März: Der Loulou

März 16, 2017

RBB,00.15

Der Loulou (Frankreich 1980, Regie: Maurice Pialat)

Drehbuch: Arlette Langmann

Die bürgerliche Nelly (Isabelle Huppert) verliebt sich in den Herumtreiber und Ex-Knacki Loulou (Gérard Depardieu – damals noch rank und schlank am Anfang seiner Karriere). Eine problematische Beziehung beginnt.

wird eindringlich nachvollziehbar, wie diese zwei Menschen weder zueinanderfinden noch sich trennen können.“ (Fischer Film Almanach 1982)

Das Lexikon ist etwas weniger begeistert von dem Drama: „Zustandsbeschreibung einer Gruppe von ‚Aussteigern‘, die Motive und soziales Umfeld nicht näher beleuchtet. Durch die weitgehend unkritische Zeichnung der Figuren und seine unentschiedene Haltung verliert der Film an Glaubwürdigkeit.“

mit Isabelle Huppert, Gérard Depardieu, Guy Marchand, Humbert Balsan

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Loulou“

Wikipedia über „Der Loulou“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 13. Juli: Den Mörder trifft man am Buffet

Juli 12, 2016

Arte, 22.05

Den Mörder trifft man am Buffet (Frankreich 1979, Regie: Bertrand Blier)

Drehbuch: Bertrand Blier

Alphonse hat Mordfantasien. Als ein Buchhalter mit seinem Messer erstochen wird, kann er sich nicht an die Tat erinnern. Ein Inspektor will den Mord nicht aufklären. Und da geschieht der nächste Mord.

„Ein kleines Meisterwerk des Nonsense, in dem weder Logik noch Zynismus, sondern allein das Absurde zählt, Alice im Wunderland der Mörder auftritt und Jack the Ripper in die Burlesken eines W. C. Fields gerät.“ (Fischer Film Almanach 1993)

Die deutsche Premiere war 1992 im ZDF und seitdem wurde der Film kaum wiederholt.

Blier erhielt für seinen Drehbuch einen César.

Bertrand Blier inszenierte unter anderem „Die Ausgeblufften“, „Frau zu verschenken“, „Abendanzug“, „Zu schön für Dich!“, „Mein Mann – Für deine Liebe mache ich alles“ und „Und wie sehr liebst du mich?“. Immer spielt er in seinen Komödien sehr gelungen mit den gesellschaftlich-bürgerlichen Konventionen, die er lustvoll negiert.

Davor, um 20.15 Uhr, läuft Maurice Pialats „Der Bulle von Paris“ (Frankreich 1985). Ebenfalls mit Depardieu, ebenfalls selten gezeigt, ebenfalls sehenswert. Danach läuft die einstündige Doku „Das Jahrhundert des Georges Simenon“ (Frankreich 2013) (ist auch in der Mediathek).

mit Gérard Depardieu, Jean Carmet, Bernard Blier, Geneviève Page, Michel Serrault, Carole Bouquet

Hinweise

Arte über „Den Mörder trifft man am Buffet“

Wikipedia über „Den Mörder trifft man am Buffet“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 25. Januar: Den Mörder trifft man am Buffet

Januar 25, 2016

Arte, 20.15

Den Mörder trifft man am Buffet (Frankreich 1979, Regie: Bertrand Blier)

Drehbuch: Bertrand Blier

Alphonse hat Mordfantasien. Als ein Buchhalter mit seinem Messer erstochen wird, kann er sich nicht an die Tat erinnern. Ein Inspektor will den Mord nicht aufklären. Und da geschieht der nächste Mord.

„Ein kleines Meisterwerk des Nonsense, in dem weder Logik noch Zynismus, sondern allein das Absurde zählt, Alice im Wunderland der Mörder auftritt und Jack the Ripper in die Burlesken eines W. C. Fields gerät.“ (Fischer Film Almanach 1993)

Die deutsche Premiere war 1992 im ZDF und seitdem wurde der Film kaum wiederholt.

Blier erhielt für seinen Drehbuch einen César.

Bertrand Blier inszenierte unter anderem „Die Ausgeblufften“, „Frau zu verschenken“, „Abendanzug“, „Zu schön für Dich!“, „Mein Mann – Für deine Liebe mache ich alles“ und „Und wie sehr liebst du mich?“. Immer spielt er in seinen Komödien sehr gelungen mit den gesellschaftlich-bürgerlichen Konventionen, die er lustvoll negiert.

Anschließend, um 21.45 Uhr, läuft Maurice Pialats „Der Bulle von Paris“ (Frankreich 1985). Ebenfalls mit Depardieu, ebenfalls selten gezeigt, ebenfalls sehenswert.

mit Gérard Depardieu, Jean Carmet, Bernard Blier, Geneviève Page, Michel Serrault, Carole Bouquet

Hinweise

Arte über „Den Mörder trifft man am Buffet“

Wikipedia über „Den Mörder trifft man am Buffet“ (englisch, französisch)


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