TV-Tipp für den 6. Juni: Das Versprechen

Juni 5, 2020

ZDFneo, 20.15

Das Versprechen (The Pledge, USA 2000)

Regie: Sean Penn

Drehbuch: Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski

LV: Friedrich Dürrematt: Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman, 1957

Kamera: Chris Menges

Musik: Hans Zimmer

Ein Polizist sucht nach seiner Pensionierung – zunehmend wahnhaft – einen Kindermörder. Als Beute für den Mörder wählt er ein Kind aus.

Grandiose, ruhige Studie über Alter und Einsamkeit. Penn hielt sich bei seiner Version an Dürrematts Buch „Das Versprechen“. Dürrematt schrieb es, nachdem er mit dem optimistischen Ende von „Es geschah am hellichten Tag“ (Deutschland 1958) unzufrieden war. Sogar die notorisch schwer zu begeisternde Ponkie schrieb: „Das Vorhersehbare eines Krimiklassikers – und die Brutal-Details eines grausamen Thrillers: ein respektables, aber nicht zwingend nötiges Remake.“ (AZ, 11. 10. 2001)

Mit Jack Nicholson, Patricia Clarkson, Benicio Del Toro, Mickey Rourke, Helen Mirren, Robin Wright Penn, Vanessa Redgrave, Sam Sheppard, Tom Noonan, Harry Dean Stanton, Aaron Eckhart

Wiederholung: Sonntag, 7. Juni, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Das Versprechen”

Wikipedia über „Das Versprechen“ (deutsch, englisch) und über Friedrich Dürrematt

Meine Besprechung von Friedrich Dürrematts “Die Kriminalromane” (Sammelband)


TV-Tipp für den 26. Mai: Gosford Park

Mai 25, 2020

Servus TV, 22.00

Gosford Park (Gosford Park, Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)

Regie: Robert Altman

Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)

Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.

Sehr gelungene Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.

Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.

Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.

mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant

Wiederholung: Mittwoch, 27. Mai, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Gosford Park“

Wikipedia über „Gosford Park“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Manns Doku „Altman“ (Altman, Kanada 2014)


TV-Tipp für den 14. April: State of Play – Stand der Dinge

April 13, 2020

Servus TV, 21.55

State of Play – Der Stand der Dinge (State of Play, USA/Großbritannien 2009)

Regie: Kevin Macdonald

Drehbuch: Matthew Michael Carnahan, Tony Gilroy, Billy Ray (nach der gleichnamigen TV-Serie von Paul Abbott)

In Washington, D. C., verunglückt die sehr junge Mitarbeiterin eines Kongressabgeordneten tödlich in der U-Bahn. Zur gleichen Zeit wird ein Kleindealer von einem Killer erschossen. „Washington Globe“-Reporter Cal McAffrey beginnt zu recherchieren.

Auf de Insel war der spannende Sechsteiler „State of Play“ von „Cracker“-Autor Paul Abbott, der bei uns eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit als „Mord auf Seite 1“ auf Arte lief (und mal wiederholte werden könnte), ein Riesenerfolg. Natürlich interessierte Hollywood sich für ein Remake. Die guten Politthriller-Autoren Carnahan, Gilroy und Ray machten aus der Vorlage einen hochkarätig besetzten Paranoia-Thriller, der natürlich nie die Komplexität des Originals erreicht und eigentlich perfekte Unterhaltung wäre, wenn Russell Crowe nicht wie der Mann aus den Bergen aussehen würde. Aber anscheinend konnte Hollywood sich 2009 einen investigativen Journalisten nur noch als verspätetes Hippie-Modell aus den Siebzigern vorstellen.

Da waren Robert Redford, Dustin Hoffman, Warren Beatty (okay, die hatten zeitgenössisch ziemlich lange Matten) und John Simm (der Original McAffrey) besser frisiert.

Die Kritiker (vulgo Journalisten) waren von der okayen Kinoversion der BBC-Miniserie begeistert.

mit Russell Crowe, Ben Affleck, Rachel McAdams, Helen Mirren, Robin Wrigth Penn, Jason Bateman, Jeff Daniels, Viola Davis

Wiederholung: Mittwoch, 15. April, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „State of Play“

Wikipedia über „State of Play“ (deutsch, englisch)

Tony Macklin vergleicht Original und Kopie (und hält das Original für etwas besser)

Meine Besprechung von David Yates‘ TV-Serie „State of Play – Mord auf Seite Eins (State of Play, Großbritannien 2003, nach einem Buch von Paul Abbott)

Mene Besprechung von Kevin Macdonalds „Black Sea“ (Black Sea, USA/Großbritannien/Russland 2014)


TV-Tipp für den 1. Februar: Eine offene Rechnung

Februar 1, 2020

RB, 23.30

Eine offene Rechnung (The Debt, USA 2010)

Regie: John Madden

Drehbuch: Matthew Vaughn, Jane Goldman, Peter Straughan (nach dem Drehbuch des Films „Ha-Hov“ von Assaf Bernstein und Ido Rosenblum)

1997 ist Rachel Singer eine Legende. Vor über dreißig Jahren wurde sie mit zwei weiteren Mossad-Agenten nach Berlin geschickt. In ihrem erste Einsatz sollten die drei Agenten den grausamen KZ-Arzt Dieter Vogel identifizieren und nach Israel entführen. Der Einsatz ging teilweise schief. Trotzdem schlossen sie ihn so erfolgreich ab, dass er zum Nationalmythos wurde. Jetzt könnte die Wahrheit über die damaligen Ereignisse herauskommen.

Spannender, hochkarätig besetzter, zum Nachdenken über Schuld und Sühne anregender, auf zwei Zeitebenen spielender Thriller.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Tom Wilkinson, Ciarán Hinds, Jessica Chastain, Marton Csokas, Sam Worthington, Jesper Christensen, Brigitte Kren

Hinweise

Moviepilot über „Eine offene Rechnung“

Metacritic über „Eine offene Rechnung“

Rotten Tomatoes über „Eine offene Rechnung“

Wikipedia über „Eine offene Rechnung“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Maddens Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Meine Besprechung von John Maddens „Eine offene Rechnung“ (The Debt, USA 2010)

Meine Besprechung von John Maddens „Die Erfindung der Wahrheit“ (Miss Sloane, Frankreich/USA 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: „The good Liar – Das alte Böse“ ist quicklebendig

November 29, 2019

Schon in den ersten Minuten sät Bill Condon in „The good Liar – Das alte Böse“ die Saat des Zweifel. Betty McLeish (Helen Mirren) und Roy Courtnay (Ian McKellen) erstellen, jeder für sich, rauchend und Alkohol trinkend, bei einer Online-Agentur ein Dating-Profil. Selbstverständlich sagen sie da nicht immer die Wahrheit. Als sie sich kurz darauf in London in einem noblen Café zu ihrem ersten Date treffen, gestehen sie sich einige der getätigten Schwindeleien. Aber was verbergen McLeish und Courtnay noch? Bei Courtnay wissen wir schnell, dass er ein Berufsgauner ist, dessen Leben aus Trickbetrügereien besteht. Skrupel kennt er nicht. McLeish soll sein nächstes Opfer sein.

Ian McKellen spielt diesen ebenso skrupellosen, wie charmanten, langsam in die Jahre kommenden Trickbetrüger mit sichtlicher Freude. Courtnays einzige Sorge ist, dass er wieder ein Opfer aus einem früheren Betrug trifft und dieses Opfer sich von ihm nicht bequatschen lässt. Aber da gibt es zur Not die U-Bahn.

Was McLeish verbirgt, ist lange, sehr lange, unklar. Klar ist allerdings, dass McLeish nicht die vertrauensselige, leicht tütelige, begüterte alte Dame ist, als die sie auftritt. Das zeigt Helen Mirren mit kleinsten Gesten und minimal irritierenden Gesichtsausdrücken. Außerdem kennen wir sie seit „RED“ und „Fast & Furious“ als Dame, die ohne erkennbare Skrupel ihren Willen durchsetzt. Auch als Alma Reville in „Hitchcock“ hatte sie es faustdick hinter den Ohren. So eine Frau ist nicht das Opfer eines Heiratsschwindlers.

Dieses Duell zwischen Helen Mirren und Ian McKellen steht im Zentrum von „The good Liar – Das alte Böse“. Bill Condon inszenierte das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden alten Herrschaften als betuliches Schauspielerkino, das sich vor allem auf Mirren und McKellen blind verlassen kann und verlässt.

Ihr Spiel ist so unterhaltsam und Condons Regie so souverän unauffällig, dass man gerne über die unglaubwürdigeren Momente der Geschichte hinwegsieht. Diese häufen sich in der zweiten Hälfte, wenn wir mehr über Betty McLeish und ihre Vergangenheit erfahren.

Und, soviel kann verraten werden, es hat einen Grund, weshalb die Geschichte 2009 spielt.

The good Liar – Das alte Böse (The good Liar, USA 2019)

Regie: Bill Condon

Drehbuch: Jeffrey Hatcher

LV: Nicholas Searle: The good Liar, 2016 (Das alte Böse)

mit Helen Mirren, Ian McKellen, Russell Tovey, Jim Carter, Mark Lewis Jones, Laurie Davidson, Phil Dunster, Lucian Msamati, Aleksandar Jovanovic

Länge: 110 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The good Liar“

Metacritic über „The good Liar“

Rotten Tomatoe über „The good Liar“

Wikipedia über „The good Liar“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Condons „Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt“ (Inside Wikileaks, USA 2013)

Meine Besprechung von Bill Condons „Mr. Holmes“ (Mr. Holmes, Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Bill Condons „Die Schöne und das Biest“ (Beauty and the Beast, USA 2016)


TV-Tipp für den 13. August: Eye in the Sky – In letzter Sekunde

August 13, 2019

ARD, 22.45

Eye in the Sky – In letzter Sekunde (Eye in the Sky, Großbritannien 2015)

Regie: Gavin Hood

Drehbuch: Guy Hibbert

Ein über den halben Globus verteiltes Team beobachtet mittels einer Drohne und eines Agenten vor Ort die Zusammenkunft von islamistischen Terroristen in einem Haus in Nairobi. Als sie sehen, dass die Terroristen sich auf einen Selbstmordanschlag vorbereiten, stehen sie vor der Frage, ob sie weiter beobachten oder den vermuteten Anschlag verhindern wollen.

TV-Premiere eine gut besetzten, gut gespielten und zum Nachdenken anregenden Dramas über den Drohnenkrieg, die damit verbundenen Entscheidungen und moralischen Fragen.

Bei uns erschien „Eye in the Sky“ direkt auf DVD.

mit Helen Mirren, Aaron Paul, Alan Rickman, Barkhad Abdi, Jeremy Northam, Iain Glen, Phoebe Fox,Monica Dolan, Michael O’Keefe, Laila Robins, Gavin Hood

Wiederholung: Mittwoch, 14. August, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Eye in the Sky“

Wikipedia über „Eye in the Sky“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Gavin Hoods „Ender’s Game – Das große Spiel“ (Ender’s Game, USA 2013)


TV-Tipp für den 11. August: Hitchcock

August 10, 2019

ARD, 00.05

Hitchcock (Hitchcock, USA 2012)

Regie: Sacha Gervasi

Drehbuch: John J. McLaughlin

LV: Stephen Rebello: Alfred Hitchcock and The Making of Psycho, 1990 (Hitchcock und die Geschichte von „Psycho“)

Biopic über die Dreharbeiten zu „Psycho“ und die Beziehung zwischen Alfred Hitchcock und seiner Frau Alma Reville.

Die Dialoge sind pointiert, der Humor hitchcockian, die Schauspieler grandios, das Zeitkolorit treffend, die Faktentreue – naja, warum soll man bibeltreu bei den Fakten bleiben, wenn sie einer gelungenen Pointe im Weg stehen. Entstanden ist eine Geschichte, die in dieser Version, so meine Vermutung, Alfred Hitchcock gefallen hätte.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Der Sendetermin dieser schon lange überfälligen TV-Premiere ist eine Frechheit, für die es keine Entschuldigung gibt.

mit Anthony Hopkins, Helen Mirren, Scarlett Johansson, Danny Huston, Toni Collette, Michael Stuhlbarg, Michael Wincott, Jessica Biel, James D’Arcy, Kurtwood Smith, Ralph Macchio, Tara Summers

Wiederholung: Montag 12. August, 03.15 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage

Rebello - Hitchcock und die Geschichte von Psycho2

Stephen Rebello: Hitchcock und die Geschichte von „Psycho“

(mit einem neuen Vorwort von Stephen Rebello)

(übersetzt von Lisa Kögeböhn, Bernhatt Matt und Uli Meyer)

Heyne, 2013

416 Seiten

9,99 Euro (nur noch als Kindle)

Erstausgabe

Alfred Hitchcock and The Making of Psycho

Dembner Books, 1990

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Metacritic über „Hitchcock“

Rotten Tomatoes über „Hitchcock“

Wikipedia über „Hitchcock“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über „Psycho“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2″

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks „Mr. und Mrs. Smith“

Meine Besprechung von Thily Wydras “Alfred Hitchcock”

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis auf Stephen Rebellos Buch basierendem Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

Meine Besprechung von Henry Keazors (Hrsg.) “Hitchcock und die Künste” (2013)

Meine Besprechung von Robert Blochs “Psycho” (Psycho, 1959)

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ kloppen und verbrüdern sich

August 1, 2019

Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ ist ein Filmtitel wie eine Produktbeschreibung, die später durch einen richtigen Filmtitel ersetzt werden soll. Aber dann lässt man es, wie bei den anderen Titeln des Franchise, bleiben, weil der Titel „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ die wichtigsten Informationen in der knappsten möglichen Form übermittelt. Das ist ein Film aus dem bekannten, beliebten und sehr erfolgreichen „Fast & Furious“-Actionfranchise. Dieses Mal stehen die Muskelpakete Luke Hobbs (Dwayne Johnson) und Deckard Shaw (Jason Statham) im Mittelpunkt. Johnson und Statham kloppten sich schon durch einige „Fast & Furious“-Filme. Dabei waren ihre Hahnenkämpfe und gegenseitigen Beleidigungen so übertrieben, dass jeder wusste: die beiden verstehen sich bombig.

Jetzt haben sie im Rahmen des „Fast & Furious“-Franchise einen eigenen Film bekommen, der sich wohltuend von den „Fast & Furious“-Filmen unterscheidet und den man auch sehen und verstehen kann, ohne einen der anderen Filme gesehen zu haben. Die Action kann gerade noch so und mit zugedrückten Augen und Hühneraugen als halbwegs realistisch bezeichnet werden. In den „Fast & Furious“-Filmen wurde sie zuletzt immer übertriebener. Die von Chris Morgan, der seit „The Fast and The Furious: Tokyo Drift“ (2006, nicht der beste Film der Serie) dabei ist, und Drew Pearce („Mission Impossible – Rogue Nation“, „Hotel Artemis“) erfundene Story für „Hobbs & Shaw“ geht dann in Richtung „Buddy-Movie meets James Bond“.

Um zu verhindern, dass ein Virus, der die Menschheit innerhalb weniger Stunden vernichten kann, in die falschen Hände gerät, injiziert die MI6-Agentin Hattie Shaw (Vanessa Kirby) sich den Krankheitserreger. Den Bösewichtern, der internationalen Organisation Eteon und ihrem genetisch optimierten und quasi unbesiegbarem Soldaten Brixton Lorr (Idris Elba), gelingt es, die Situation für den MI6 so darzustellen, dass Hattie Shaw ihre Kollegen ermordete und mit dem „Schneeflocke“ genannten Virus flüchtete.

Der amerikanische und der britische Geheimdienst setzen Hobbs und Shaw auf die flüchtige Hattie an. Schnell finden die beiden miteinander verfeindeten Männer heraus, wer der wirkliche Übeltäter ist und dass der Erreger innerhalb weniger Tage aus Hatties Körper extrahiert werden muss. Sonst stirbt sie und „Schneeflocke“ wird freigesetzt.

Weil Deckard Shaw nicht zulassen kann, dass seine Schwester stirbt, beginnen er, Hattie und Hobbs nach dem Erfinder von „Schneeflocke“ zu suchen. Die Jagd beginnt in London und führt sie immer weiter Richtung Osten.

David Leitch, der vorher bei „John Wick“ ungenannter Co-Regisseur war und danach „Atomic Blonde“ und „Deadpool 2“ inszenierte, übernahm die Regie. Sein Film ist ein sich nie sonderlich ernst nehmender Comic, der näher bei „Deadpool“ als bei „Atomic Blonde“ ist. Die meist am helllichten Tag spielende Action ist over the top. Oft ist auch erkennbar, wie viel CGI eingesetzt wurde. Das liegt nicht daran, dass die Spezialeffekt schlecht sind, sondern dass die Szenen anders nicht hätten gedreht werden können. So fährt Brixton Lorr einmal wie ein Terminator durch einen Bus. Danach ist der Bus Schrott. Brixton hat keinen Kratzer abbekommen. Oder Brixton, Hobbs und Shaw kloppen sich auf der Ladefläche eines durch unwegsames Gelände rasenden Lasters. Da hätte der Actionfan gerne etwas mehr handgemachte „John Wick“/„Atomic Blonde“-Action gehabt.

Zwischen den um den Welt verteilten Action-Set-Pieces überziehen die Alphamänner Hobbs und Shaw sich mit Beleidigungen. Dass Dwayne Johnson und Jason Statham diese teils improvisierten Wortgefechte genossen, ist in jeder Sekunde spürbar. Ihre Verbündeten versuchen den Streit zu schlichten. Manchmal mütterlich, manchmal schwesterlich und manchmal im „Deadpool“-Stil. Auch Idris Elba genießt seine Rolle als unbesiegbarer Oberbösewicht sichtbar (Kurze Randnotiz: Ich will sein Motorrad haben!).

Für die Cineasten gibt es einige Anspielungen und mehr oder weniger ausführliche Filmzitate.

Das in den „Fast & Furious“-Filmen von Dom Toretto (Vin Diesel) bis zum Erbrechen wiederholte Mantra von „Wir sind eine Familie“ wird hier anders und weniger penetrant behandelt. Torettos Familie ist eine Wahlfamilie, die bei aller Inklusivität von Ethnien und Geschlechtern, letztendlich utilitaristisch und auch diktatorisch ist. Bei Hobbs und Shaw ist Familie dann wieder durch Blutsbande und eine starke Rolle der Mütter (Lori Tuisano und Helen Mirren) definiert. Es ist, in beiden Fällen, eine Familie, in der die einzelnen Familienmitgliedern letztendlich den anderen Familienmitgliedern uneigennützig helfen und beide Familien sind inklusiv. So werden die Shaw-Geschwister auf Samoa, wo das Finale des Films spielt, ohne große Diskussion in die Hobbs-Familie aufgenommen und gemeinsam kämpfen sie gegen Brixton und seine Eteon-Armee. Es ist ein Kampf von Low Tech gegen High Tech.

Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ ist genau das Actionfeuerwerk, das man bei den beiden Hauptdarstellern in diesem Franchise erwarten konnte.

P. S.: Weil „Hobbs & Shaw“ einen auf Marvel machen, lohnt es sich, beim Abspann sitzen zu bleiben.

Fast & Furious: Hobbs & Shaw (Fast & Furious presents: Hobbs & Shaw, USA 2019)

Regie: David Leitch

Drehbuch: Chris Morgan, Drew Pearce

mit Dwayne Johnson, Jason Statham, Vanessa Kirby, Idris Elba, Helen Mirren, Eiza González, Eddie Marsan, Cliff Curtis, Eliana Sua, Kevin Hart, Ryan Reynolds, Lori Tuisano

Länge: 136 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“

Metacritic über „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“

Rotten Tomatoes über „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“

Wikipedia über „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furious Five“ (Fast Five, USA 2011)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furios 6“ (Furios Six; Fast & Furious Six, USA 2013)

Meine Besprechung von James Wans „Fast & Furious 7“ (Furious 7, USA 2015)

Meine Besprechung von F. Gary Grays „Fast & Furious 8“ (The Fate of the Furious, USA 2017)

Meine Besprechung von David Leitchs „Atomic Blond“ (Atomic Blonde,USA 2017)

Meine Besprehung von David Leitchs „Deadpool 2“ (Deadpool 2, USA 2018)


Neu im Kino/Filmkritik: Luc Besson schickt „Anna“ auf die „Nikita“-Tour

Juli 18, 2019

Im Gegensatz zu den diese Woche ebenfalls startenden Filmen „Der König der Löwen“ und „Child’s Play“ ist „Anna“ kein Remake und auch kein Reboot. Trotzdem ist Luc Bessons neuester Film ein ziemlich liebloses und konfuses Aufwärmen seiner größten Hits.

Im Mittelpunkt des an Action erstaunlich armen Action-Thrillers steht Anna Poliatova (Sasha Luss). Nach Frankreich kommt sie 1990 als Fotomodell. In Wirklichkeit ist sie eine vom KGB ausgebildete und für fünf Jahre verpflichtete Killerin. Während sie emotionslos ihre Aufträge erledigt und eine Affäre mit ihrem Ausbilder Alex Tchenkov (Luke Evans) hat, wird der CIA-Agent Lenny Miller (Cillian Murphy) auf sie aufmerksam. Er versucht sie auf seine Seite zu ziehen.

Und Anna möchte so schnell wie möglich aussteigen. Denn je länger sie als Killerin in chaotische Situationen stolpert – ihr Abschlussprüfung besteht aus dem Mord an einem Oligarchen in einem gut besuchten Nobelrestaurant, das danach eine umfassende Grundsanierung benötigt -, umso mehr schwinden ihre Überlebenschancen.

Man muss wirklich kein Cineast sein, um „Anna“ als inoffizielles Remake von Luc Bessons Klassiker „Nikita“ (1990) zu erkennen. Bei seinen Filmen „Leon – Der Profi“ (1994) und „Lucy“ (2014), das man als Re-Imagination von „Nikita“ sehen kann, bediente er sich ebenfalls. Um nur die Selbstzitate zu erwähnen. Aus diesen Versatzstücken macht Luc Besson allerdings kein visionäres oder aufregendes Kino.

Anna“ ist ein aufgewärmter Agententhriller, der aus keinem ersichtlichen Grund 1990 spielt. Die damaligen weltpolitischen Umbrüche haben für die Filmgeschichte keine Bedeutung.

Die Ausstattung ist beeindruckend anachronistisch. Ständig sind Laptops, Handys, Überwachungskameras, samt dazugehöriger Technik, ein Rollkoffer und ein USB-Stick im Bild. Dass es diese Gegenstände damals nicht oder nicht in der Menge gab, kümmert die Macher nicht. Sie sollen nur ein diffuses Retro-Gefühl heraufbeschwören. Und sie zeigen in jeder Minute, wie wenig Besson sich dieses Mal um Details kümmerte und eine in sich schlüssige und stimmige Welt beschreiben wollte.

Während Besson seine anderen Filme chronologisch erzählte, gibt es in „Anna“ alle paar Minuten eine erklärende Rückblende. So erfahren wir erst nach Annas erstem Mord im Westen, dass sie kein naives Fotomodell, sondern eine eiskalte Killerin ist. Anschließend gibt es eine Rückblende, in der wir erfahren, wie Anna von Alex nach einem fehlgeschlagenen Raub für das KGB-Killerprogramm rekrutiert wird. Die nächste Rückblende gibt es kurz darauf. Dieses Stilmittel kann, sparsam benutzt, für eine überraschende Enthüllung sorgen. Wenn es zu oft angewandt wird, ist es in einem Mainstream-Film schnell nur noch eine nervige, die Handlung bremsende Marotte.

Auf Action verzichtet Besson fast vollkommen. Es gibt nur wenige Actionszenen und diese sind ziemlich lahm. Egal ob man den aktuellen „John Wick“/“Atomic Blonde“-Standard anlegt oder Bessons frühere Filme heranzieht.

Die Hauptrolle besetzte Besson mit Sasha Luss. Er lernte das Model bei seinen Dreharbeiten für sein überflüssiges, sehr teures und an der Kasse geflopptes „Das fünfte Element“-Remake „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ kennen. Da fiel sie in dem bunten Stil-über-Substanz-Kindergeburtstag nicht weiter auf. Als Hauptdarstellerin ist sie eine Fehlbesetzung, die außer ihrem Aussehen nichts zum Film beitragen kann.

Luke Evans, Cillian Murphy und Helen Mirren, die ihre trutschige Rolle als böse Ausbilderin von Anna sichtlich genießt, holen dagegen aus ihren Klischeerollen das meiste heraus. Im Rahmen des gesamten Films ist das ein aussichtsloser Kampf gegen Windmühlen.

Anna (Anna, Frankreich 2019)

Regie: Luc Besson

Drehbuch: Luc Besson

mit Sasha Luss, Helen Mirren, Luke Evans, Cillian Murphy, Lera Abova, Alexander Petrov, Nikita Pavlenko

Länge: 119 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

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Moviepilot über „Anna“

AlloCiné über „Anna“

Metacritic über „Anna“

Rotten Tomatoes über „Anna“

Wikipedia über „Anna“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Luc Bessons „The Lady – Ein geteiltes Herz“ (The Lady, Frankreich/Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Luc Bessons „Lucy“ (Lucy, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Luc Bessons „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ (Valerian and the City of a thousand Planets, Frankreich 2017)

Luc Besson in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 11. Mai: State of Play – Stand der Dinge

Mai 10, 2019

Servus TV, 20.15

State of Play – Der Stand der Dinge (State of Play, USA/Großbritannien 2009)

Regie: Kevin Macdonald

Drehbuch: Matthew Michael Carnahan, Tony Gilroy, Billy Ray (nach der gleichnamigen TV-Serie von Paul Abbott)

In Washington, D. C., verunglückt die sehr junge Mitarbeiterin eines Kongressabgeordneten tödlich in der U-Bahn. Zur gleichen Zeit wird ein Kleindealer von einem Killer erschossen. „Washington Globe“-Reporter Cal McAffrey beginnt zu recherchieren.

Auf de Insel war der spannende Sechsteiler „State of Play“ von „Cracker“-Autor Paul Abbott, der bei uns eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit als „Mord auf Seite 1“ auf Arte lief (und mal wiederholte werden könnte), ein Riesenerfolg. Natürlich interessierte Hollywood sich für ein Remake. Die guten Politthriller-Autoren Carnahan, Gilroy und Ray machten aus der Vorlage einen hochkarätig besetzten Paranoia-Thriller, der natürlich nie die Komplexität des Originals erreicht und eigentlich perfekte Unterhaltung wäre, wenn Russell Crowe nicht wie der Mann aus den Bergen aussehen würde. Aber anscheinend konnte Hollywood sich 2009 einen investigativen Journalisten nur noch als verspätetes Hippie-Modell aus den Siebzigern vorstellen.

Da waren Robert Redford, Dustin Hoffman, Warren Beatty (okay, die hatten zeitgenössisch ziemlich lange Matten) und John Simm (der Original McAffrey) besser frisiert.

Die Kritiker (vulgo Journalisten) waren von der okayen Kinoversion der BBC-Miniserie begeistert.

mit Russell Crowe, Ben Affleck, Rachel McAdams, Helen Mirren, Robin Wrigth Penn, Jason Bateman, Jeff Daniels, Viola Davis

Wiederholung: Sonntag, 12. Mai, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „State of Play“

Wikipedia über „State of Play“ (deutsch, englisch)

Tony Macklin vergleicht Original und Kopie (und hält das Original für etwas besser)

Meine Besprechung von David Yates‘ TV-Serie „State of Play – Mord auf Seite Eins (State of Play, Großbritannien 2003, nach einem Buch von Paul Abbott)

Mene Besprechung von Kevin Macdonalds „Black Sea“ (Black Sea, USA/Großbritannien/Russland 2014)

 


TV-Tipp für den 25. Dezember: Madame Mallory und der Durft von Curry

Dezember 25, 2018

ARD, 23.20

Madame Mallory und der Duft von Curry (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Steven Knight

LV: Richard C. Morais: The Hundred-Foot Journey, 2010 (Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef; Madame Mallory und der Geschmack von Curry)

Madame Mallory betreibt in der südfranzösischen Provinz ein Edelrestaurant. Da eröffnen gegenüber von ihrem Sternerestaurant eine indische Familie ein Restaurant mit indischer Küche – und die Probleme beginnen.

Wunderschönes, top besetztes Feelgood-Movie.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Om Puri, Manisch Dayal, Charlotte Le Bon, Farzana Dua Elahe, Amit Shah, Aria Pandya, Dillon Mitra, Michel Blanc

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Moviepilot über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Metacritic über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Rotten Tomatoes über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Wikipedia über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Homepage von Richard C. Morais

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 Meine Besprechung von Lasse Hallströms “Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht” (Safe Haven, USA 2012)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „Winchester – Das Haus der Verdammten“ und der begeisterten Lebenden

März 17, 2018

Dr. Eric Price (Jason Clarke) ist 1906 in San Francisco ein Arzt, dem man ohne Not keine Operation und auch keine andere Aufgabe anvertrauen würde. Gerade das prädestiniert ihn aus offensichtlichen und weniger offensichtlichen Gründen für diese Aufgabe. Im Auftrag des Unternehmensvorstandes soll er Sarah Winchester (Helen Mirren) begutachten.

Seit dem Tod ihres Mannes William Winchester 1880 gehört der Witwe die Hälfte der Winchester Repeating Arms Company. Die Firma ist auch heute noch vor allem für das Winchester-Gewehr bekannt. Sie lebt in einem riesigen Haus, das sie seit Jahren Tag und Nacht immer wieder umbauen lässt und das inzwischen so verschachtelt ist, dass niemand mehr weiß, wo die verschiedenen Gänge hinführen. Das gleiche gilt für die Zimmer, die man teilweise nicht betreten kann. Das Haus ist ein einziges Escher-Labyrinth. Ihre exorbitant teueren Bauarbeiten rechtfertigt die Spritistin mit den Geistern der von Winchester-Waffen erschossenen Menschen, die hier von ihr mehr oder weniger lange eingesperrt werden. Das könnte man als den Spleen einer reichen Frau abtun, wenn sie nicht auch noch für die Finanzen des Unternehmens zuständig wäre. Die Firmenleitung würde die inzwischen ungefähr 75-jährige Spinnerin gerne von ihren Pflichten entbinden. Price soll mit seiner Begutachtung die dafür nötige Grundlage schaffen.

Ausgewählt wurde er allerdings nicht von seinem Auftraggeber, sondern von Sarah Winchester.

Kurz nachdem Price das malerisch gelengene Winchester-Anwesen betreten hat, gibt es seltsame Vorfälle und Erscheinen, bei denen unklar ist, ob Price, der gerade einen von Sarah Winchester verordneten kalten Drogenentzug durchmachen muss (sie duldet keine Drogen in ihrem Haus), halluziniert oder ob es wirklich die Geister der Ermordeten sind, die sich an ihrem Mörder, also in diesem Fall der Firma, die die Waffe für ihren Tod herstellte, rächen wollen.

Winchester – Das Haus der Verdammten“ ist von dem realen Winchester-Anwesen inspiriert. Es liegt in San José, Kalifornien, und Sarah Winchester ließ es endlos umbauen. Die sich daraus entwickelnde Geschichte ist dann ein altmodischer Grusler, der überraschungsfrei und unblutig, mit den üblichen Schockmomenten, den vertrauten Pfaden folgt. „Winchester“ zeigt nichts, was nicht so auch schon vor dreißig, vierzig, fünfzig Jahren erzählt wurde.

Das ist, nachdem die Brüdern Michael und Peter Spierig mit „Daybreakers“ und „Predestination“ spannende und eigenständige Genrefilme inszenierten, dann doch zu wenig, um wirklich zu begeistern.

Das Winchester House, bzw. Winchester Mystery House, das während des San-Francisco-Erdbebens 1906 (der Film spielt in den Tagen vor dem Erdebeben) teilweise zerstört und teilweise wieder aufgebaut wurde, kann besichtigt werden. Wenn man wieder Urlaub in den USA macht.

Der Film wurde, abgesehen von drei Drehtagen im Originalhaus, in einem Studio in Melbourne gedreht.

Winchester – Das Haus der Verdammten (Winchester, USA 2018)

Regie: Michael Spierig, Peter Spierig (aka The Spierig Brothers)

Drehbuch: Michael Spierig, Peter Spierig, Tom Vaughan

mit Helen Mirren, Jason Clarke, Sarah Snook, Finn Scicluna-O’Prey, Eamon Farren, Angus Sampson, Tyler Coppin, Laura Brent

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Winchester“

Metacritic über „Winchester“

Rotten Tomatoes über „Winchester“

Wikipedia über „Winchester“

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Daybreakers“ (Daybreakers, Australien/USA 2009)

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Predestination (Predestination, Australien 2014)


TV-Tipp für den 27. Januar: State of Play – Der Stand der Dinge

Januar 27, 2018

ZDFneo, 21.45

State of Play – Der Stand der Dinge (USA/Großbritannien 2009, Regie: Kevin Macdonald)

Drehbuch: Matthew Michael Carnahan, Tony Gilroy, Billy Ray (nach der gleichnamigen TV-Serie von Paul Abbott)

In Washington, D. C., verunglückt die sehr junge Mitarbeiterin eines Kongressabgeordneten tödlich in der U-Bahn. Zur gleichen Zeit wird ein Kleindealer von einem Killer erschossen. „Washington Globe“-Reporter Cal McAffrey beginnt zu recherchieren.

Auf de Insel war der spannende Sechsteiler „State of Play“ von „Cracker“-Autor Paul Abbott, der bei uns eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit als „Mord auf Seite 1“ auf Arte lief (und mal wiederholte werden könnte), ein Riesenerfolg. Natürlich interessierte Hollywood sich für ein Remake. Die guten Politthriller-Autoren Carnahan, Gilroy und Ray machten aus der Vorlage einen hochkarätig besetzten Paranoia-Thriller, der natürlich nie die Komplexität des Originals erreicht und eigentlich perfekte Unterhaltung wäre, wenn Russell Crowe nicht wie der Mann aus den Bergen aussehen würde. Aber anscheinend konnte Hollywood sich 2009 einen investigativen Journalisten nur noch als verspätetes Hippie-Modell aus den Siebzigern vorstellen.

Da waren Robert Redford, Dustin Hoffman, Warren Beatty (okay, die hatten zeitgenössisch ziemlich lange Matten) und John Simm (der Original McAffrey) besser frisiert.

Die Kritiker (vulgo Journalisten) waren von der okayen Kinoversion der BBC-Miniserie begeistert.

mit Russell Crowe, Ben Affleck, Rachel McAdams, Helen Mirren, Robin Wrigth Penn, Jason Bateman, Jeff Daniels, Viola Davis

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „State of Play“

Rotten Tomatoes über „State of Play“

Tony Macklin vergleicht Original und Kopie (und hält das Original für etwas besser)

Kriminalakte über die TV-Serie „Mord auf Seite 1″ (State of Play)

Mene Besprechung von Kevin Macdonalds „Black Sea“ (Black Sea, USA/Großbritannien/Russland 2014)


Neu im Kino/Filmkritiken: „Die Spur“ führt „Alte Jungs“ zum „Das Leuchten der Erinnerung“

Januar 4, 2018

Auch wenn die Kinobesucher in den letzten Jahren im Durchschnitt immer älter wurden, sind immer noch fast vierzig Prozent der Kinobesucher unter dreißig Jahre. Immer noch kann bei ihnen das große Geld verdient werden und die Älteren, die Dreißig- bis Fünfzigjährigen (wieder gut vierzig Prozent) gehen dann auch in die Filme. Vielleicht weil ein, zwei Schauspieler dabei sind, die man seit frühester Jugend bewundert. Beispiele finden sich in jedem Superheldenfilm. Vielleicht weil es ein Kinderfilm ist, den man sich mit seinen Kindern ansieht.

Trotzdem gibt es immer mehr Filme, die sich explizit an ein älteres Publikum richten. Und damit meine ich nicht Vierzig- oder Fünfzig-Plus, sondern Sechzig- oder, wenn man dann noch rüstig ist, Siebzig-Plus. In den Filmen steht das Leben rüstiger und nicht mehr so rüstiger Rentner im Mittelpunkt. Mit Schauspielern, deren Sturm- und Drangjahre schon einige Jahre zurückliegen.

Diese Woche starten gleich drei sehenswerte Filme in unseren Kinos, die abgesehen von ihren, ähem, älteren Protagonisten kaum unterschiedlicher sein könnten. „Die Spur“ ist ein Kriminalfilm aus Osteuropa. „Das Leuchten der Erinnerung“ ein US-Roadmovie mit Starbesetzung. Und „Alte Jungs“ eine Komödie aus Luxemburg.

In „Alte Jungs“ beschließen vier Männer zwischen 65 und 84 Jahren, nachdem sie es sich endgültig im Altersheim verscherzt haben, ein Haus zu mieten und dort ein richtig progressives Altersheim für sich und alle anderen Alt-68er einzurichten. Ein Haus, das ihnen die gewohnten Freiheiten gibt, in dem sie nicht bevormundet werden und aus dem sie nicht herausgeworfen werden können.

Das ist der mit viel Schnaps entstandene Plan, für den sie Mitstreiter suchen, ein Anwesen finden und Geld beschaffen müssen. Auch im benachbarten Luxemburg ist das ein Plan, der leichter gedacht, als ausgeführt ist. Vor allem weil die finanziellen Möglichkeiten der alten Jungs begrenzt sind, die Kinder (sofern vorhanden) keine große Hilfe sind und sie nicht den Weg von Lina Braake gehen wollen

Mit seinen ersten Spielfilmen „Troublemaker“ und „A Wopbobaloobop a Lopbamboom“ wurde der luxemburger Regisseur Andy Bausch, der Filme über seine Heimat drehte, auch bei uns bekannt. Danach drehte er Krimis für das deutsche Fernsehen (u. a. „Die Männer vom K3“, „Doppelter Einsatz“, „Balko“), Dokumentarfilme und jetzt „Alte Jungs“.

Es ist eine, dem Alter der Protagonisten entsprechend, ziemlich gemütlich erzählte, sympathische Komödie, in der die meisten Charaktere eine gesunde Abneigung gegen Gesetze und Regeln haben.

Am Ende verwirklichen sich ihre Pläne für ihren letzten Aufenthaltsort (also den vor der letzten Ruhestätte) anders, als sie es planen.

Das Leuchten der Erinnerung“ ist dann Starkino. Immerhin wurden die Hauptrollen mit Helen Mirren und Donald Sutherland mehr als prominent besetzt. Er spielt einen zunehmend dementen, pensionierten Literaturprofessor. Sie seine patente, unheilbar an Krebs erkrankte Frau. Als letzte große Reise plant sie eine Fahrt quer durch die USA zu den Orten, an denen sie früher waren oder schon immer hin wollten. Das Ziel ihrer Reise ist das Haus von Ernest Hemingway in Key West, Florida.

Eines Tages setzt sie ihn, ohne ihren Kindern etwas zu sagen, in Wellesley, Massachusetts, in den (im Original) titelgebenden „Leisure Seeker“ hinter das Steuer. Denn sie kann nicht fahren, aber die Landkarte lesen und sie behält bei dieser Reise in den Süden immer den Überblick. Sie kennt auch jede seiner Marotten und hilft ihm immer wieder, wenn er sich nicht erinnern kann oder vom richtigen Weg abkommt.

Paolo Virzi („Die süße Gier“, „Die Überglücklichen“) inszenierte ein herziges Roadmovie, sozusagen ein „Easy Rider“ für die Silver Ager, das uns einmal quer durch die USA führt, garniert mit Humor, etwas Drama, Sentiment und Erinnerungen. Da kommt alles so herzig zusammen, dass man auch die eine Szene verzeiht, in der der von Sutherland gespielte links-liberale, immer die Demokraten wählende Lehrer, bei einer Wahlkampfveranstaltung, plötzlich zum Trump-Fan mutiert.

Eine andere Art von Schauspielerkino präsentiert Agnieszka Holland in ihrem neuen Spielfilm „Die Spur“, den sie mit ihrer Tochter Kasia Adamik als Co-Regisseurin drehte.

Holland arbeitete zuletzt viel in den USA, wo sie Folgen für TV-Serien wie „House of Cards“, „The Killing“, „Treme“, „The Wire“ und „Cold Case“ und die Miniserie „Rosemary’s Baby“ inszenierte. Cineasten mit einem funktionierendem Langzeitgedächtnis erinnern sich an ihre frühen Spielfilme wie „Eine alleinstehende Frau“, „Bittere Ernte“ (Oscar-nominiert), „Hitlerjunge Salomon“ (Oscar- und Bafta-nominiert, Golden-Globe-Gewinner) und „Der geheime Garten“. Davor war die Polin Regieassistentin von Krzysztof Zanussi und Andrzej Wajda. Und sie schrieb, oft mit Co-Autoren, Drehbücher. Für Wajda schrieb sie unter anderem „Eine Liebe für Deutschland“, „Danton“ und „Korczak“. Für Krzysztof Kieślowskis „Drei Farben: Blau“ und „Drei Farben: Weiß“. Da lohnt sich ein tiefes Eintauchen in die Filmarchive oder Arte präsentiert einmal eine Agnieszka-Holland-Reihe.

Bis dahin kann man sich ihren neuen Film „Die Spur“ ansehen. Er spielt in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Janina Duszejko (Agnieszka Mandat) ist eine pensionierte Bauingenieurin, die allein mit ihren Hunden in einem einsam gelegenem Haus lebt, zum Zeitvertreib Kindern in der Dorfschule Englischunterricht gibt und sich mit Gott und der Welt anlegt. Denn für sie sind Tiere gleichberechtigte Lebewesen. Die Jagd, vor allem wenn die Jäger außerhalb der Jagdsaison Wild schießen, lehnt sie vehement ab. Ihre zahlreichen, erfolglosen Anzeigen bei der Polizei belegen das. Denn die Polizei, der Bürgermeister und auch der Pfarrer halten die Jagd für ein Teil der polnischen Kultur und natürlichen Ordnung.

Als mehrere Jäger bei Jagdunfällen sterben, stellt sich die Frage, ob es Unfälle oder Morde waren. Oder, immerhin inszeniert Holland die polnischen Wälder als traumverlorene, dunkle Landschaft voller Schatten. In der Dämmerung (vulgo: Jagdzeit) verblassen die Farben, die Konturen und damit die Gewissheiten des helllichten Tages. In dieser düster-romantischen Atmosphäre erscheint es auch möglich, dass die Tiere sich an den Jägern rächen.

Auf den ersten Blick ist „Die Spur“ mit seiner Suche nach dem Mörder ein Kriminalfilm. Aber Holland vernachlässigt immer wieder die Mördersuche zugunsten eines eindrucksvollen Porträts ihrer Protagonistin Janina Duszejko und der immer noch archaischen Welt, in der sie lebt. Sie ist die von Kindern geliebte Kräuterhexe und Rebellin gegen die mächtigen Erwachsenen. Die Erwachsenen fürchten und ignorieren sie wegen ihres moralischen Rigorismus. Sie ist die Schreckschraube, die sich von niemandem etwas sagen lässt und keine Probleme damit hat, die halbe Ortschaft, die sehr gut mit, für und durch die Jagd lebt, zum Feind zu haben.

Für Holland ist „Die Spur“ „ein anarchistisch feministischer Ökothriller mit Elementen einer schwarzen Komödie.“

2017 erhielt die starke Charakter- und Milieustudie auf der Berlinale den Alfred-Bauer-Preis. Inzwischen reichte Polen „Die Spur“ als Polens Kandidat für den Oscar als bester fremdsprachiger Film ein. Ihr vorheriger Film „In Darkness“ (2011) war 2012 in der entsprechenden Kategorie für den Oscar nominiert.

Alte Jungs (Rusty Boys, Luxemburg 2017)

Regie: Andy Bausch

Drehbuch: Andy Bausch, Frank Feitler

mit André Jung, Marco Lorenzini, Pol Greisch, Fernand Fox, Josiane Peiffer, Monique Reuter, Myriam Muller, Pitt Simon, Marie Jung

Länge: 112 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Alte Jungs“

Wikipedia über „Alte Jungs“

Das Leuchten der Erinnerung (The Leisure Seeker, USA 2017)

Regie: Paolo Virzi

Drehbuch: Stephen Amidon, Francesca Archibugi, Francesco Piccolo, Paolo Virzi

LV: Michael Zadoorian: The Leisure Seeker, 2009 (Das Leuchten der Erinnerung)

mit Helen Mirren, Donald Sutherland, Christian McKay, Janel Moloney, Dana Ivey, Dick Gregory

Länge: 113 Minuten

FSK: ab 12 Jahre (puh, keine Ahnung warum nicht ab 6 oder 0 Jahre)

Hinweise

Deutche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Das Leuchten der Erinnerung“

Metacritic über „Das Leuchten der Erinnerung“

Rotten Tomatoes über „Das Leuchten der Erinnerung“

Wikipedia über „Das Leuchten der Erinnerung“ (deutsch, englisch)

Die Spur (Pokot, Polen/Deutschland/Tschechische Republik/Schweden/Slowakische Republik 2017)

Regie: Agnieszka Holland (in Zusammenarbeit mit Kasia Adamik)

Drehbuch: Olga Tokarczuk, Agnieszka Holland

LV: Olga Tokarczuk: Prowadź swój pług przez kości umarłych. 2009 (Der Gesang der Fledermäuse)

mit Agnieszka Mandat, Wiktor Zboborowski, Miroslav Krobot, Jakub Gierszal, Patricia Volny, Borys Szyc

Länge: 129 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die Spur“

Moviepilot über „Die Spur“

Rotten Tomatoes über „Die Spur“

Wikipedia über „Die Spur“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Die Spur“


TV-Tipp für den 25. November: Das Versprechen

November 25, 2017

ZDFneo, 21.50

Das Versprechen (USA 2000, Regie: Sean Penn)

Drehbuch: Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski

LV: Friedrich Dürrematt: Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman, 1957

Kamera: Chris Menges

Musik: Hans Zimmer

Ein Polizist sucht nach seiner Pensionierung – zunehmend wahnhaft – einen Kindermörder. Als Beute für den Mörder wählt er ein Kind aus.

Grandiose, ruhige Studie über Alter und Einsamkeit. Penn hielt sich bei seiner Version an Dürrematts Buch „Das Versprechen“. Dürrematt schrieb es, nachdem er mit dem optimistischen Ende von „Es geschah am hellichten Tag“ (Deutschland 1958) unzufrieden war. Sogar die notorisch schwer zu begeisternde Ponkie schrieb: „Das Vorhersehbare eines Krimiklassikers – und die Brutal-Details eines grausamen Thrillers: ein respektables, aber nicht zwingend nötiges Remake.“ (AZ, 11. 10. 2001)

Mit Jack Nicholson, Patricia Clarkson, Benicio Del Toro, Mickey Rourke, Helen Mirren, Robin Wright Penn, Vanessa Redgrave, Sam Sheppard, Tom Noonan, Harry Dean Stanton, Aaron Eckhart

Wiederholung: Sonntag, 26. November, 03.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Friedrich Dürrematt

Deutsche Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über “Das Versprechen”

Wikipedia über „Das Versprechen“ (deutsch, englisch)

Schweizer Fernsehen: Interviews mit Sean Penn, Robin Wright Penn und Aaron Eckhart zu „Das Versprechen“ (Cannes 2001)

Meine Besprechung von Friedrich Dürrematts “Die Kriminalromane” (Sammelband)


TV-Tipp für den 1. Oktober: Gosford Park

Oktober 1, 2017

Arte, 20.15

Gosford Park (Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)

Regie: Robert Altman

Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)

Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.

Tolle Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.

Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.

Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.

mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant

Wiederholung: Montag, 3. Oktober, 14.05 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Gosford Park“

Wikipedia über „Gosford Park“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Manns Doku „Altman“ (Altman, Kanada 2014)


TV-Tipp für den 27. September: Die Frau in Gold

September 26, 2017

RBB, 23.00

Die Frau in Gold (Woman in Gold, GB/USA 2015)

Regie: Simon Curtis

Drehbuch: Alexi Kaye Campbell

Die im Zweiten Weltkrieg in die USA geflohene Jüdin Maria Altmann hätte gerne wieder das titelgebende Klimt-Gemälde von ihre Tante Adele. Dummerweise ist das Jugendstilgemälde inzwischen zu einer Ikone der österreichischen Identität geworden und Österreich denkt gar nicht daran, Altmann das Gemälde zurückzugeben.

Gutes, gefällig inszeniertes, auf einem wahren Fall basierendes britisches Schauspielerkino mit entsprechend pointierten Dialogen und einem noblen Anliegen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Tatiana Maslany, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Charles Dance, Jonathan Pryce, Frances Fisher, Moritz Bleibtreu

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Frau in Gold“
Moviepilot über „Die Frau in Gold“
Metacritic über „Die Frau in Gold“
Rotten Tomatoes über „Die Frau in Gold“
Wikipedia über „Die Frau in Gold“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Die Frau in Gold“
Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „My Week with Marilyn“ (My Week with Marilyn, GB 2011)

Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „Die Frau in Gold“ (Woman in Gold, GB/USA 2015)


TV-Tipp für den 16. Juli: Die Frau in Gold

Juli 15, 2017

Wer den Film am Mitwoch verpasste

One, 20.15

Die Frau in Gold (Woman in Gold, GB/USA 2015)

Regie: Simon Curtis

Drehbuch: Alexi Kaye Campbell

Die im Zweiten Weltkrieg in die USA geflohene Jüdin Maria Altmann hätte gerne wieder das titelgebende Klimt-Gemälde von ihre Tante Adele. Dummerweise ist das Jugendstilgemälde inzwischen zu einer Ikone der österreichischen Identität geworden und Österreich denkt gar nicht daran, Altmann das Gemälde zurückzugeben.

Gutes, gefällig inszeniertes, auf einem wahren Fall basierendes britisches Schauspielerkino mit entsprechend pointierten Dialogen und einem noblen Anliegen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Tatiana Maslany, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Charles Dance, Jonathan Pryce, Frances Fisher, Moritz Bleibtreu

Wiederholung: Samstag, 22. Juli, 10.00 Uhr

Hinweise
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Film-Zeit über „Die Frau in Gold“
Moviepilot über „Die Frau in Gold“
Metacritic über „Die Frau in Gold“
Rotten Tomatoes über „Die Frau in Gold“
Wikipedia über „Die Frau in Gold“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Die Frau in Gold“
Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „My Week with Marilyn“ (My Week with Marilyn, GB 2011)

Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „Die Frau in Gold“ (Woman in Gold, GB/USA 2015)


TV-Tipp für den 12. Juli: Die Frau in Gold

Juli 11, 2017

ARD, 20.15

Die Frau in Gold (Woman in Gold, GB/USA 2015)

Regie: Simon Curtis

Drehbuch: Alexi Kaye Campbell

Die im Zweiten Weltkrieg in die USA geflohene Jüdin Maria Altmann hätte gerne wieder das titelgebende Klimt-Gemälde von ihre Tante Adele. Dummerweise ist das Jugendstilgemälde inzwischen zu einer Ikone der österreichischen Identität geworden und Österreich denkt gar nicht daran, Altmann das Gemälde zurückzugeben.

TV-Premiere. Gutes, gefällig inszeniertes, auf einem wahren Fall basierendes britisches Schauspielerkino mit entsprechend pointierten Dialogen und einem noblen Anliegen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Tatiana Maslany, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Charles Dance, Jonathan Pryce, Frances Fisher, Moritz Bleibtreu

Wiederholung: Donnerstag, 13. Juli, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
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Film-Zeit über „Die Frau in Gold“
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Metacritic über „Die Frau in Gold“
Rotten Tomatoes über „Die Frau in Gold“
Wikipedia über „Die Frau in Gold“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Die Frau in Gold“
Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „My Week with Marilyn“ (My Week with Marilyn, GB 2011)

Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „Die Frau in Gold“ (Woman in Gold, GB/USA 2015)


TV-Tipp für den 10. Juli: Madame Mallory und der Duft von Curry

Juli 9, 2017

ARD, 20.15

Madame Mallory und der Duft von Curry (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Steven Knight

LV: Richard C. Morais: The Hundred-Foot Journey, 2010 (Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef; Madame Mallory und der Geschmack von Curry)

Madame Mallory betreibt in der südfranzösischen Provinz ein Edelrestaurant. Da eröffnen gegenüber von ihrem Sternerestaurant eine indische Familie ein Restaurant mit indischer Küche – und die Probleme beginnen.

Wunderschönes, top besetztes Feelgood-Movie.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Om Puri, Manisch Dayal, Charlotte Le Bon, Farzana Dua Elahe, Amit Shah, Aria Pandya, Dillon Mitra, Michel Blanc

Wiederholung: Dienstag, 11. Juli, 02.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Moviepilot über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Metacritic über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Rotten Tomatoes über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Wikipedia über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Homepage von Richard C. Morais

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 Meine Besprechung von Lasse Hallströms “Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht” (Safe Haven, USA 2012)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)


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