TV-Tipp für den 10. März: Paris, Texas

März 10, 2018

3sat, 20.15

Paris, Texas (Deutschland/Frankreich 1984)

Regie: Wim Wenders

Drehbuch: Sam Shepard

Nachdem Travis vier Jahre spurlos verschwunden war, kehrt er zurück. Sein achtjähriger Sohn Hunter ist inzwischen bei seinem Bruder in Los Angeles. Seine Frau Jane ist in Houston. Travis macht sich Hunter auf die Suche nach ihr.

In Cannes erhielt Wenders für „Paris, Texas“ die Goldene Palme. Auch an der Kinokasse war „Paris, Texas“, trotz seiner moralisch abstrusen Geschichte, ein Erfolg. In Deutschland sahen sich über eine Million Menschen den Film an.

Ry Cooder schrieb die spartanische Musik. Robby Müller fand die einprägsamen Americana-Bilder, in denen die USA ein Sehnsuchtsort ist und die Mutter-Kind-Zusammenführung von Travis, dem letzten Cowboy, der wortkarg seine Mission erledigt, als logisch erscheint.

Einer von Wim Wenders‘ schönsten und besten Filmen.

Anschließend, um 22.35 Uhr, zeigt 3sat die fünfzigminütige Doku „Harry Dean Stanton“ (Schweiz 2014).

mit Harry Dean Stanton, Natassja Kinski, Hunter Carson, Aurore Clement, Dean Stockwell, Bernhard Wicki

Hinweise

Filmportal über „Paris, Texas“

Rotten Tomatoes über „Paris, Texas“

Wikipedia über „Paris, Texas“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Wim Wenders in der Kriminalakte

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TV-Tipp für den 7. August: Paris, Texas

August 7, 2015

3sat, 22.35
Paris, Texas (Deutschland/Frankreich 1984, Regie: Wim Wenders)
Drehbuch: Sam Shepard
Nachdem Travis vier Jahre spurlos verschwunden war, kehrt er zurück. Sein achtjähriger Sohn Hunter ist inzwischen bei seinem Bruder in Los Angeles. Seine Frau Jane ist in Houston. Travis macht sich Hunter auf die Suche nach ihr.
In Cannes erhielt Wenders für „Paris, Texas“ die Goldene Palme. Auch an der Kinokasse war „Paris, Texas“, trotz seiner moralisch abstrusen Geschichte, ein Erfolg. In Deutschland sahen sich über eine Million Menschen den Film an.
Ry Cooder schrieb die spartanische Musik. Robby Müller fand die einprägsamen Americana-Bilder, in denen die USA ein Sehnsuchtsort ist und die Mutter-Kind-Zusammenführung von Travis, dem letzten Cowboy, der wortkarg seine Mission erledigt, als logisch erscheint.
Einer von Wim Wenders‘ schönsten und besten Filmen.
mit Harry Dean Stanton, Natassja Kinski, Hunter Carson, Aurore Clement, Dean Stockwell, Bernhard Wicki
Hinweise
Filmportal über „Paris, Texas“
Rotten Tomatoes über „Paris, Texas“
Wikipedia über „Paris, Texas“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Wim Wenders in der Kriminalakte


DVD-Kritik: Die „Invasion vom Mars“ in den Achtzigern

November 3, 2014

Als Tobe Hoopers Science-Fiction-Film „Invasion vom Mars“ 1986 in die Kinos kam, hielt sich die Begeisterung der Kritiker in überschauberen Grenzen und so einen richtigen Kultstatus entwickelte er seitdem auch nicht, was nicht daran liegt, dass der Film schlecht ist, sondern dass er ein sehr originalgetreues Remake des gleichnamigen Science-Fiction-Films von William Cameron Menzies ist, der auch kein großartiger Film, aber inzwischen ein kleiner Semi-Klassiker ist. Außerdem war das Original der erste in Farbe gedrehte Alien-Invasions-Film. Auf 3D wurde, entgegen der ersten Pläne, verzichtet.
Hooper und die Drehbuchautoren Dan O’Bannon („Dark Star“, „Alien“, „Total Recall“) und Don Jakoby, die bereits bei „Lifeforce“ (ein ziemlich durchgeknallter Science-Fiction-Invasionsfilm) zusammenarbeiteten, nahmen den alten Film und transportierten ihn, ohne nennenswerte Änderungen, in die Gegenwart.
Entsprechend bekannt ist die Geschichte, die schon 1953 nicht besonders originell war: Als der Kleinstadtjunge David (Hunter Carson, „Paris, Texas“) eines Nachts aufwacht, sieht er ein Ufo hinter dem Hügel landen. Niemand glaubt ihm, aber schon bald bemerkt er, wie sich seine Eltern, Lehrer und Klassenkameraden verändern. In Linda Magnusson (Karen Black) findet er dann doch eine Verbündete und die beiden entdecken die Invasoren, die in einem unterirdischen Raumschiff-/Höhlensystem sind.
Klingt bekannt?
Aus heutiger Sicht ist „Invasion vom Mars“ als alptraumhafter Gegenentwurf zu „E. T.“ gar nicht so schlecht. Die Atmosphäre des aus Davids Sicht erzählten Films ist ziemlich gruselig, vor allem wenn Louise Fletcher (die Oberschwester aus „Einer flog über das Kuckucksnest“) den kleinen David als Inkarnation der bösen Lehrerin, die schon damals sehr altmodisch gekleidet war, gehässig durch die Schule und die Kleinstadt verfolgt und auch mal einen lebenden Frosch verspeist. Die Invasoren sehen gruselig lächerlich aus. Die Effekte machen Spaß; – vor allem weil sie handgemacht sind.
Am Ende gibt es ein großes Finale, bei dem das Militär mal wieder alles auffährt, was es hat, um die Marsianer in die nächste Galaxie zu schicken.
Für den Filmfan hat die Besetzung einiges zu bieten. Neben den schon erwähnten Schauspielern sind Bud Cort (Harold aus „Harold und Maude“), Timothy Bottoms (der mit „Johnny zieht in den Krieg“ und „Die letzte Vorstellung“ einen grandiosen Einstand in Hollywood hatte) und Jimmy Hunt (der im Original David war und hier, nach einer jahrzehntelangen Leindwandpause, den Polizeichef spielte) dabei.
Nur die Story war schon in den Fünfzigern schwach und dreißig Jahre später hatte die „Invasion vom Mars“ gegen zeitgleich im Kino gezeigte Science-Fiction-Filme wie „Aliens – Die Rückkehr“, „Die Fliege“ (noch ein Remake) und „Nummer 5 lebt!“ keine Chance. Was ist schon etwas Teenage Angst in einer typischen All-American-Kleinstadt gegen einen echen Body Horror?
Das Bonusmaterial fällt insgesamt überzeugend aus. Es gibt zusätzlich zum originalen Ende das Ende der damaligen deutschen Kinofassung (damals wurde uns, wie schon beim Original, die Schlusspointe vorenthalten) und zwei Featurettes, die einen Blick hinter die Kulissen werfen und zum damaligen Filmstart entstanden. Wie üblich bei Koch-Media gibt es den Trailer (deutsch und englisch) und eine Bildergalerie.
Über das Bild und den Ton kann auch nicht gemeckert werden.

Die zweite Meinung
„Dieser Film ist ein teures, unnötiges Remake von William Cameron Menzies‘ Klassiker aus dem Jahr 1953, überladen mit – ugegebenermaßen – exzellenten Special Effects und sehr schleppend in seiner Hartnäckigkeit, dem Original treubleiben zu wollen.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science-Fiction-Filmenzyklopädie, 1998)

Invasion vom Mars - DVD-Cover

Invasion vom Mars (Invaders from Mars, USA 1986)
Regie: Tobe Hopper
Drehbuch: Dan O’Bannon, Don Jakoby (nach dem Drehbuch von Richard Blake)
mit Hunter Carson, Karen Black, Louise Fletcher, Timothy Bottoms, Laraine Newman, James Karen, Bud Cort

DVD
Koch Media
Bild: 2,35:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bonusmaterial: Deutscher und Englischer Kinotrailer, Deutscher Vorspann, Alternatives Ende der deutschen Fassung, Making-of-Featurette (ca. 15 Minuten), Promotion-Featurette (ca. 8 Minuten), Bildergalerie, Wendecover
Länge: 96 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Rotten Tomatoes über „Invasion vom Mars“
Wikipedia über „Invasion vom Mars“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Tobe Hoopers „Blutgericht in Texas“ (The Texas Chainsaw Massacre, USA 1974)

Okay, hier ist das Original. Zuerst der Trailer, dann der Film. Zuerst die Original-, dann die deutsche Fassung

 


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