TV-Tipp für den 28. April: Inferno

April 27, 2019

RTL, 20.15

Inferno (Inferno, USA 2016)

Regie: Ron Howard

Drehbuch: David Koepp

LV: Dan Brown: Inferno, 2013 (Inferno)

Als Harvard-Symbologe Robert Langdon (Tom Hanks) in Florenz in einem Krankenhaus erwacht, kann er sich an nichts erinnern. Als kurz darauf Heerscharen bewaffneter Bösewichter ihn umbringen wollen, flüchtet er. Schnell kombiniert er, dass das alles etwas mit Dantes Prophezeiung von einem weltvernichtenden Inferno zu tun hat. Langdon hat nur keine Ahnung, ob er mit seinem Wissen die Prophezeiung verhindern kann oder erfüllen wird.

Ron Howards dritte Dan-Brown-Verfilmung ist eine flotte, ziemlich durchgeknallte Räuberpistole voller Schauwerte, die in der richtigen Stimmung ein herrlicher Spaß ist. Die in „The Da Vinci Code“ und „Illuminati“ so länglichen Geschichtsstunden werden in „Inferno“ im Sauseschritt oder gleich in einer Actionszene abgehandelt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung der bislang besten und kürzesten Dan-Brown-Verfilmung.

mit Tom Hanks, Felicity Jones, Irrfan Khan, Omar Sy, Ben Foster, Sidse Babett Knudsen, Anna Ularu

Wiederholung: Montag, 29. April, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Inferno“

Metacritic über „Inferno“

Rotten Tomatoes über „Inferno“

Wikipedia über „Inferno“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Howards „Rush – Alles für den Sieg“ (Rush, USA/Großbritannien/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Ron Howards „Im Herzen der See“ (In the Heart of the Sea, USA 2015)

Meine Besprechung von Ron Howards „Inferno“ (Inferno, USA 2016)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Homepage von Dan Brown

Krimi-Couch über Dan Brown

Perlentaucher über Dan Brown

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TV-Tipp für den 25. April: Darjeeling Limited

April 25, 2019

3sat, 22.25

Darjeeling Limited (The Darjeeling Limited, USA 2007)

Regie: Wes Anderson

Drehbuch: Wes Anderson, Roman Coppola, Jason Schwartzman

Drei Brüder, die seit Jahren nicht mehr miteinander geredet haben, wollen in Indien ihre Mutter besuchen und wieder zueinanderfinden – und wir können uns köstlich bei diesem Versöhnungsversuch mit viel Lokalkolorit amüsieren.

mit Owen Wilson, Adrien Brody, Jason Schwartzman, Amara Karan, Wally Wolodarsky, Waris Ahluwalia, Irrfan Khan, Barbet Schroeder, Bill Murray, Anjelica Huston

Hinweise

Moviepilot über „Darjeeling Limited“

Metacritic über „Darjeeling Limited“

Rotten Tomatoes über „Darjeeling Limited“

Wikipedia über „Darjeeling Limited“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Wes Andersons „The Grand Budapest Hotel“ (The Grand Budapest Hotel, USA/Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Wes Andersons „Isle of Dogs – Ataris Reise“ (Isle of Dogs, USA 2018)


TV-Tipp für den 6. Juni: Jurassic World

Juni 6, 2018

ZDF, 20.15

Jurassic World (Jurassic World, USA 2015)

Regie: Colin Trevorrow

Drehbuch: Rick Jaffa, Amanda Silver, Derek Connolly, Colin Trevorrow

LV: Charaktere von Michael Crichton

Jedes Jahr besuchen Tausende die Isla Nublar, um dort lebendige Dinosaurier zu bestaunen. Eines Tages ergänzen die Urviecher ihren Speiseplan um die Inselbesucher und, nun, drücken wir es mal so aus: die Urlauber erleben einen unvergesslichen Urlaub. Wenn sie ihn überleben.

Unterhaltsamer und an der Kinokasse sehr erfolgreicher Dino-Thriller, der die Geschichte von „Jurassic Park“ weiter erzählt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Heute startet die Fortsetzung „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ (Besprechung folgt) und der dritte Film, der die Trilogie abschließen soll, ist bereits in Arbeit.

mit Chris Pratt, Bryce Dallas Howard, Ty Simpkins, Nick Robinson, Vincent D’Onofrio, Judy Greer, BD Wong, Omar Sy, Jake Johnson, Irrfan Khan, Katie McGrath

Wiederholung: Freitag, 8. Juni, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Andere deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Jurassic World“
Moviepilot über „Jurassic World“
Metacritic über „Jurassic World“
Rotten Tomatoes über „Jurassic World“
Wikipedia über „Jurassic World“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Colin Trevorrows „Jurassic World“ (Jurassic World, USA 2015)

Meine Besprechung von Colin Trevorrows „The Book of Henry“ (The Book of Henry, USA 2017)


TV-Tipp für den 25. Januar: Darjeeling Limited

Januar 25, 2017

Arte, 20.15

Darjeeling Limited (USA 2007, Regie: Wes Anderson)

Drehbuch: Wes Anderson, Roman Coppola, Jason Schwartzman

Drei Brüder, die seit Jahren nicht mehr miteinander geredet haben, wollen in Indien ihre Mutter besuchen und wieder zueinanderfinden – und wir können uns köstlich bei diesem Versöhnungsversuch mit viel Lokalkolorit amüsieren.

mit Owen Wilson, Adrien Brody, Jason Schwartzman, Amara Karan, Wally Wolodarsky, Waris Ahluwalia, Irrfan Khan, Barbet Schroeder, Bill Murray, Anjelica Huston

Wiederholung: Freitag, 27. Januar, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Darjeeling Limited“

Metacritic über „Darjeeling Limited“

Rotten Tomatoes über „Darjeeling Limited“

Wikipedia über „Darjeeling Limited“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Wes Andersons „The Grand Budapest Hotel“ (The Grand Budapest Hotel, USA/Deutschland 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „Inferno“ – Professor Langdon muss wieder die Welt retten

Oktober 13, 2016

Harvard-Professor Robert Langdon wacht in Florenz in einem Krankenhauszimmer auf. Der Symbologe kann sich an nichts erinnert. Auch nicht, wie er nach Italien gekommen ist. Als kurz darauf eine wild um sich schießende Polizistin auftaucht, weiß er, dass er flüchten sollte. Dabei hilft ihm seine Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) – und ungefähr jetzt muss man sich als Zuschauer entscheiden, ob man die dritte Dan-Brown-Verfilmung „Inferno“ rational-kritisch begleiten möchte (und, ja, man wird seine helle Freude am Kritisieren haben) oder ob man „Inferno“ in erster Linie als eine Achter- und Geisterbahnfahrt genießen möchte. Denn selbstverständlich gibt es überhaupt keinen in diesem Moment nachvollziehbaren Grund, warum die hübsche Ärztin den verletzten und vollkommen erschöpften Patienten, nachdem sie ihn vor der schießwütigen Polizistin rettete, aus dem Krankenhaus in ihre Wohnung schleppt.

Dort kann Langdon in einen Anzug von ihrem Ex-Freund schlüpfen und schon tauchen Heerscharen bewaffneter Bösewichter und die schon aus dem Krankenhaus bekannte Polizistin auf. Sie gehören zu mehreren, eher verfeindeten und mächtigen Organisationen, die alle über eine gut gefüllte Kriegskasse verfügen. Anscheinend wollen sie alle Langdon mehr oder weniger schnell töten. Anscheinend verfügt Langdon über Informationen, die irgendetwas mit Dantes Prophezeiung zu tun haben und die die Menschheit vernichten könnten. Unklar ist nur, ob Langdons Wissen das titelgebende Inferno verhindern oder befördern soll.

Langdon reagiert rein instinktiv, während er mit Brooks eine sportliche Sightseeing-Tour durch die historischen Schönheiten von Florenz, Venedig und Istanbul veranstaltet, als sei er eine jugendliche Ausgabe von Jack Bauer. Dabei vermitteln sie uns, wahrscheinlich brav aus der Romanvorlage übernommen, in hölzernen Erklärungen zwischen Fremdenführerlatein, Proseminar und Lexikonartikel das nötige historische Wissen zum Verständnis der Geschichte.

Und wie Jack Bauer nur von Kiefer Sutherland gespielt werden kann, kann Robert Langdon, der Indiana Jones im Anzug, nur von Tom Hanks gespielt werden. Er übernahm, nach „The Da Vinci Code“ (USA 2006) und „Illuminati“ (Angels & Demons, USA 2009) zum dritten Mal die Rolle des Professors, der Dank seines Wissens über alte Symbole, Geheimbünde und Verschwörungen die Welt vor großem Unheil bewahren kann. Ron Howard übernahm wieder die Regie und David Koepp, der bei „Illuminati“ nur Co-Autor war, ist jetzt der einzige Drehbuchautor. Koepp schrieb auch die Bücher für „Jurassic Park“, „Mission: Impossible“, „Spiel auf Zeit“, „Panic Room“, „Spider-Man“ und „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“. Auch das Drehbuch für den nächsten Indiana-Jones-Film hat er geschrieben. Massentaugliche Action mit Hirn kann er. Auch wenn bei „Inferno“ das Hirn aus der Vorlage, dem gut siebenhundertseitigem Schmöker von Dan Brown stammt.

Mit seinem zweiten Langdon-Roman „Sakrileg“ (The Da Vinci Code) landete Brown 2003 einen internationalen Bestseller, der eine Geschichtsstunde mit viel Verschwörungstheorie, – mit sehr viel Verschwörungstheorie -, und Action verband. Ein Erfolgsrezept, das Dan Brown auch nicht für „Inferno“, seinen vierten Langdon-Roman, änderte. Sein nächster Langdon-Roman „Origin“, der für den 26. September 2017 angekündigt ist, wird sicher ebenfalls dem bewährtem Rezept folgen. Der Thriller erscheint gleichzeitig in den USA und in Deutschland. Natürlich wieder bei Bastei Lübbe.

Da bleibt Koepp, wie es sich heutzutage für eine Bestsellerverfilmung gehört, nur noch die Aufgabe, den Wälzer in ein Drehbuch zu übersetzen ohne allzu viel von der Romangeschichte zu ändern. Das gelang ihm, in dem er sich auf die Action konzentriert, die Erklärungen knapp hält, etwas dringend notwendigen Humor integriert und mit knapp zwei Stunden (ohne Abspann) die kürzeste Brown-Verfilmung ablieferte. Angesichts der abstrusen Geschichte, die mehr Wendungen als zwei Sebastian-Fitzek-Romane hat, eine kluge Entscheidung. Denn im Gegensatz zu den Auflösungen in den Fitzek-Romanen ist in „Inferno“ der Plan des Bösewichts größenwahnsinnig, unglaublich kompliziert und vollkommen bescheuert. Er trägt das eigene Scheitern schon in seiner DNA.

Inferno“ ist eine durchgeknallte, aber auch, wenn man in der richtigen Stimmung ist, äußerst unterhaltsame Räuberpistole, die mit den Schauwerten der historischen Gebäude und Gärten, guten Schauspielern, etwas Humor und einem flotten Erzähltempo punkten kann. Es ist auch die bislang beste Dan-Brown-Verfilmung. Allerdings waren „The Da Vinci Code“ und „Illuminati“ überlange, vor Ehrfurcht gegenüber der Vorlage erstarrte, betuliche Verfilmungen, in denen sich viel zu viel Zeit für die Erklärungen der historischen Hintergründe genommen wurde.

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Inferno (Inferno, USA 2016)

Regie: Ron Howard

Drehbuch: David Koepp

LV: Dan Brown: Inferno, 2013 (Inferno)

mit Tom Hanks, Felicity Jones, Irrfan Khan, Omar Sy, Ben Foster, Sidse Babett Knudsen, Anna Ularu

Länge: 122 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Inferno“

Metacritic über „Inferno“

Rotten Tomatoes über „Inferno“

Wikipedia über „Inferno“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Howards „Rush – Alles für den Sieg“ (Rush, USA/Großbritannien/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Ron Howards „Im Herzen der See“ (In the Heart of the Sea, USA 2015)

Homepage von Dan Brown

Krimi-Couch über Dan Brown

Perlentaucher über Dan Brown

Die Vorlage

Leider ohne Filmfotos (das gab es früher öfter in den Filmausgaben), aber mit einem neuen Cover und selbstverständlich nur kurze Zeit im Handel

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Dan Brown: Inferno

(übersetzt von Axel Merz und Rainer Schumacher)

Bastei Lübbe, 2016

688 Seiten

11 Euro

Deutsche Erstausgabe

Lübbe, 2013

Originalausgabe

Inferno

Doubleday, 2013

Das Teaserplakat, das mir besser gefällt

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Neu im Kino/Filmkritik: Herzlich willkommen in der „Jurassic World“

Juni 11, 2015

In „Jurassic Park“ hatte Dr. John Hammond die Vision eines gewaltigen Themenparks, in dem wir uns echte Dinosaurier ansehen können. Er zeigte einigen Wissenschaftlern seine Vision – und die Dinos jagten auf der Insel die Menschen.
Der Film, inszeniert von Steven Spielberg, nach einem Bestseller von Michael Crichton, war 1993 ein Welterfolg. Es folgte „Vergessene Welt: Jurassic Park“, in dem Dinos auf der Insel Menschen jagten und ein Dino sogar – Erinnert ich euch an King Kong? – halb San Diego zertrampeln durfte. In „Jurassic Park III“ jagten die Dinos dann wieder nur auf einer Insel Menschen und, wie schon in den vorherigen Teilen, mussten Erwachsene einige Kinder vor den gefräßigen Tieren retten.
In „Jurassic World“ gibt es jetzt den von Hammond erträumten Themenpark, der auch von Menschenmassen besucht wird. Der zweite und dritte „Jurassic Park“-Film fanden anscheinend in einer anderen Galaxis statt. Denn dass jemand einen Vergnügungspark einrichtet mit Tieren, die Vorstädte verwüsten und die auf einer militärisch abgeschotteten Insel leben, ist, auch wenn wir den Menschen jede Blödigkeit zutrauen, unvorstellbar. Immerhin sind in „Jurassic World“ die Menschen, also vor allem der Genetiker Dr. Henry Wu (BD Wong, bekannt aus dem ersten Film), munter dabei, in der Dinosaurier-DNA herumzupfuschen. Ihre neueste Züchtung ist ein Indominus Rex, eine Kreuzung aus T. Rex, Carnotaurus, Majungasaurus, Rugops, Gigantosaurus undsoweiter; – halt alles, was für Menschen gefährlich und tödlich ist. Er ist besonders stark, blutrünstig und intelligent. Die Macher glauben, dass er bald eine große Attraktion im Dino-Themenpark wird.
Er bricht aus seinem Gehege aus und macht sich auf den Weg zur Vergnügungsmeile des Themenparks. Dabei tötet er alles, was ihm über den Weg läuft.
Der Verhaltensforscher und Ex-Soldat Owen (Chris Pratt), sozusagen der Dino-verstehende Jäger, der es geschafft hat, als Alphatier einiger Velociraptoren anerkannt zu werden, und Claire (Bryce Dallas Howard), eine anfangs ziemlich zickige, nur auf Zahlen fixierte Managerin, jagen ihm hinterher. Denn der Indominus Rex verfolgt Claires Neffen Zach (Nick Robinson) und Gray (Ty Simkins), die nur ein schönes Wochenende auf der Insel verbringen sollten.
Während Masrani (Irrfan Khan), ein Milliardär und Besitzer des Themenparks, die Sache gerne unauffällig bereinigen möchte, sieht InGen-Vertreter Vic Hoskins (Vincent D’Onofrio) die Chance für eine militärische Leistungsschau, inclusive intelligenter, von Owen im Kampf angeführter Dinos.
Und die Themenpark-Besucher dürfen schreiend vor den Dinos davonlaufen.
Gut, wegen der besonders tiefschürenden Geschichte geht niemand in einen „Jurassic Park“-Film. Sondern wegen der Tricks. Und die sind, wieder einmal, beeindruckend.
Auch die Geschichte ist, für einen Blockbusterfilm, gut. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut und am Anfang nehmen die Macher sich viel Zeit, um in die Welt des Themenparks einzuführen und die wichtigen Charaktere vorzustellen. Diese sind durchweg sparsam skizzierte Klischeefiguren: der Tierversteher mit leichter Macho-Attitüde, der egozentrische Kapitalist, der skrupellose Forscher, der das Recht des Stärkeren propagierende Privat-Militär, der sarkastische Witzbold (yeah, die Jeff-Goldblum-Rolle). Die wenigen Frauenrollen sind besonders sparsam skizziert. Eigentlich hat nur Claire eine etwas größere Rolle, die sich letztendlich darauf beschränkt, den strammen Naturburschen Owen zu bewundern und ihrem Chef hinterherzulaufen und ihm Ideen zur Steigerung der Rendite zu präsentieren. Aber dank der guten Schauspieler werden aus ihnen glaubwürdige Charaktere, wobei gerade die beiden Hauptdarsteller Chris Pratt und Bryce Dallas Howard wenig aus ihren Charakteren herausholen können.
Es werden auch – nicht besonders tiefschürend, aber immerhin – einige ethische Fragen gestellt. Es geht um den Kapitalismus (immerhin muss der Vergnügungspark jedes Jahr neue Attraktionen haben, um sein Publikum zu halten und einen größeren Gewinn abzuwerfen), den Machbarkeitswahn des Menschen, den ungeplanten Folgen von Eingriffen in das Erbgut und dem Umgang mit Tieren.
Es gibt viele Hinweise auf „Jurassic Park“ und, auch wenn der Film von Colin Trevorrow (Journey of Love – Das wahre Abenteuer ist die Liebe) inszeniert wurde, steht überall Steven Spielberg. In jedem Charakter, vor allem den Kindern, der Kameraführung, der Musik, der Inszenierung und natürlich der Suche nach der heilen Welt, verstanden als die funktionierende Kernfamilie aus beiden Eltern und ihren Kindern. Claire hat am Filmanfang noch keine Mann. Zach und Gray befürchten am Anfang, dass ihre Eltern sich scheiden lassen.
„Jurassic World“ ist gelungenes, angenehm altmodisches und storyzentriertes Blockbuster-Kino, das für Ältere selbstverständlich „Westworld“ mit Dinos ist. Michael Crichton, der Autor des Romans, der die Grundlage für den ersten „Jurassic Park“-Film (ja, und den zweiten „Jurassic Park“-Film „Vergessene Welt“) war, erfand auch „Westworld“; ein Themenpark, in dem menschenähnliche Roboter entgegen ihrer Programmierung Menschen töteten.
P. S.: Ich habe den Film in 3D im IMAX gesehen – und dieses Mal lohnt es sich wirklich.
Hier in Berlin wird der Film, so die Planung, bis zum 9. Juli, dem Start des neuen „Terminator“-Films „Terminator: Genisys“, im IMAX gezeigt.

Jurassic World - Plakat

Jurassic World (Jurassic World, USA 2015)
Regie: Colin Trevorrow
Drehbuch: Rick Jaffa, Amanda Silver, Derek Connolly, Colin Trevorrow
LV: Charaktere von Michael Crichton
mit Chris Pratt, Bryce Dallas Howard, Ty Simpkins, Nick Robinson, Vincent D’Onofrio, Judy Greer, BD Wong, Omar Sy, Jake Johnson, Irrfan Khan, Katie McGrath
Länge: 123 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Andere deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Jurassic World“
Moviepilot über „Jurassic World“
Metacritic über „Jurassic World“
Rotten Tomatoes über „Jurassic World“
Wikipedia über „Jurassic World“ (deutsch, englisch)


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