TV-Tipp für den 23. Mai: Super 8

Mai 23, 2017

Pro7 Maxx, 20.15

Super 8 (USA 2011, Regie: J. J. Abrams)

Drehbuch: J. J. Abrams

Ohio, 1979: Als eine filmverrückte Gruppe Jugendlicher nachts auf einer Bahnstation eine Filmszene für ihren Zombiefilm drehen wollen, beobachten sie ein Zugunglück. Am nächsten Tag besetzt das Militär die Stadt.

Spannender Science-Fiction-Film, der durchaus als zeitgemäßes Update von „E. T.“ gesehen werden kann.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Kyle Chandler, Elle Fanning, Joel Courtney, Gabriel Basso, Noah Emmerich, Ron Eldard, Riley Griffiths, Ryan Lee, Zach Mills

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film und noch eine Seite zum Film

Film-Zeit über „Super 8“

Rotten Tomatoes über „Super 8“

Wikipedia über „Super 8“ (deutsch, englisch)

Time: Interview mit J. J. Abrams über “Super 8″ (6. Juni 2011)

Go into the Story: Emotionale und rationale Logik am Beispiel von „Super 8“

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)


TV-Tipp für den 19. April: Super 8

April 18, 2017

Kabel 1, 20.15

Super 8 (USA 2011, Regie: J. J. Abrams)

Drehbuch: J. J. Abrams

Ohio, 1979: Als eine filmverrückte Gruppe Jugendlicher nachts auf einer Bahnstation eine Filmszene für ihren Zombiefilm drehen wollen, beobachten sie ein Zugunglück. Am nächsten Tag besetzt das Militär die Stadt.

Spannender Science-Fiction-Film, der durchaus als zeitgemäßes Update von „E. T.“ gesehen werden kann.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Kyle Chandler, Elle Fanning, Joel Courtney, Gabriel Basso, Noah Emmerich, Ron Eldard, Riley Griffiths, Ryan Lee, Zach Mills

Wiederholung: Donnerstag, 20. April, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

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Film-Zeit über „Super 8“

Rotten Tomatoes über „Super 8“

Wikipedia über „Super 8“ (deutsch, englisch)

Time: Interview mit J. J. Abrams über “Super 8″ (6. Juni 2011)

Go into the Story: Emotionale und rationale Logik am Beispiel von „Super 8“

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „Star Trek Beyond“ absolviert erfolgreich die dritte Runde

Juli 22, 2016

Als Gene Rodenberry vor fünfzig Jahren das Raumschiff Enterprise mit seiner Multikulti-Besatzung auf die Reise zu unerforschten Welten schickte, hätte er nicht gedacht, dass das Raumschiff heute immer noch fliegt in einem ständig expandierendem Universum, das einige Male vor dem Ende stand.

Damals war „Star Trek“ eine Utopie, die heute teilweise Wirklichkeit ist und es war die erste Science-Fiction-TV-Serie, die SF-Fans sich ohne Krampfanfälle ansehen konnten. Es ging immer wieder um ernste und wichtige Themen, Logik und Physik wurden beachtet, während andere SF-Serien sie galant mit einem Fausthieb vollständig ignorierten. Konflikte wurden nicht mit Gewalt, sondern mit friedlichen Mitteln gelöst. Und ernstzunehmende Science-Fiction-Autoren wie Theodore Sturgeon, Harlan Ellison, Norman Spinrad, James Blish, Joe Haldeman und Alan Dean Foster schrieben Drehbücher und Romane für die Serie. Das war und ist deutlich ernsthafter als Flash Gordon oder Kampfstern Galactica (das Original).

2009, als die Serie im Kino und Fernsehen wieder einmal abgeschrieben war und die Fans sich an Wiederholungen und diversen DVD-Ausgaben erfreuten, wagte J. J. Abrams einen Neustart, der von den Trekkies misstrauisch beäugt wurde. Der Film „Star Trek“ wurde ein Erfolg, der die Welt von Raumschiff Enterprise einem neuen, jüngerem und auch größerem Publikum erschloss. Auch J. J. Abrams zweiter, ziemlich misslungener „Star Trek“-Film „Into Darkness“ lief gut. Danach übernahm Abrams beim neuen „Star Wars“-Film die Regie. Justin Lin, der vor allem für seine „Fast & Furious“-Filme bekannt ist, übernahm die Regie bei dem flotten, actionreichen und bildgewaltigen Science-Fiction-Abenteuerfilm, der es mit friedlichen Konfliktlösungen nicht so hat. Im Zweifel ersetzen Kinnhaken und Schusswaffen Argumente.

Das liegt aber auch an Krall (Idris Elba, gut versteckt hinter einer Maske), der unbedingt ein historisches Artefakt will und dafür die Enterprise in eine Falle lockt. Nach einem kurzem Gefecht, muss sie auf dem Planeten Altamid notlanden. Bei der Bruchlandung wird die Enterprise vollständig zerstört. Die meisten Besatzungsmitglieder (die wir vorher in einigen kurzen Szenen aus dem langweiligen Raumschiffleben kennen lernten) sterben. Die bekannte Hauptcrew der Enterprise – Captain James T. Kirk (Chris Pine), Spock (Zachary Quinto), Doktor McCoy (Karl Urban), Lieutenant Uhura (Zoe Saldana), Scotty (Simon Pegg), Sulu (John Cho) und Chekov (Anton Yelchin) – findet sich verstreut auf dem erdähnlichem Planeten, der sich auch gut als Kulisse für einen „Mad Max“-Endzeitfilm eignen würde. Zu Yorktown, dem nächstgelegenem Außenposten der Föderation, haben sie keinen Kontakt und auch untereinander gibt es keine Funkverbindung.

Auf dem Planeten trifft Scotty Jaylah (Sofia Boutella; naja, eher umgekehrt) und die Alien-Kämpferin, die den Planeten in und auswendig kennt, hilft kurz darauf Kirk und seiner Mannschaft im Kampf gegen Krall, der diktatorisch über Altamid herrscht.

Die von Simon Pegg und Doug Jung geschriebene Geschichte liegt zwar nicht über dem Niveau einer x-beliebigen TV-Folge, aber sie wird schwungvoll und mit Anspielungen auf den „Star Trek“-Kosmos, vor allem natürlich auf die Originalserie aus den Sechzigern, präsentiert. In einem durchgehend humorvoll-optimistischer Tonfall, der Lust auf Abenteuer im Weltraum und auf fremden Welten macht.

Und es gibt reichlich Action. Auch mit, da schlägt Lins „Fast & Furious“-Schule durch, einem Motorrad/-rädern auf Altamid und einem epischen Schlusskampf, der in Yorktown endet, dieser fantastisch aussehenden Weltraumstation, die als lichtdurchflutete Metropole ein vertraut-fremdes Escher-Gefühl hervorruft. Es gibt auch einige Worte zu Kralls Motivation, die früher (also in der Original-TV-Serie) sicher ausführlicher thematisiert worden wäre. In „Star Trek Beyond“ ist sie nur das Sahnehäubchen eines humorvollen, niemals langweiligen Actionfilms mit einer erfreulich stringenten Handlung.

Im Abspann wird sich von Original-„Spock“-Darsteller Leonard Nimoy, dessen Tod im Film sanft angesprochen wird, und „Chekow“-Darsteller Anton Yelchin, verabschiedet. Yelchin starb am 19. Juni 27-jährig bei einem absurden Autounfall. Deshalb wird er in dem bereits jetzt angekündigtem vierten „Star Trek“-Film mit dieser Besatzung nicht dabei sein.

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Star Trek Beyond (Star Trek Beyond, USA 2016)

Regie: Justin Lin

Drehbuch: Simon Pegg, Doug Jung (basierend auf der TV-Serie „Star Trek“ von Gene Roddenberry)

mit Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Zoe Saldana, Simon Pegg, John Cho, Anton Yelchin, Idris Elba, Sofia Boutella, Joe Taslim, Lydia Wilson, Jeff Bezos (Yep, genau der)

Länge: 123 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Star Trek Beyond“

Metacritic über „Star Trek Beyond“

Rotten Tomatoes über „Star Trek Beyond“

Wikipedia über „Star Trek Beyond“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furious Five“ (Fast Five, USA 2011)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furios 6“ (Furios Six; Fast & Furious Six, USA 2013)

Meine Besprechung von Justin Lins „True Detective – Die komplette zweite Staffel“ (True Detective – Season 2, USA 2015; Lin führte bei zwei Folgen die Regie)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Trek“ (Star Trek, 2009 – Roman zum Film)

Pressekonferenz zum Film, bestehend aus zwei Podien. Zuerst mit den Schauspielern Chris Pine, Simon Pegg, Zachary Quinto, Zoe Saldana, John Cho und Karl Urban; dann mit den Machern J.J. Abrams (Produktion), Justin Lin (Regie), Simon Pegg (Drehbuch), Doug Jung (Drehbuch) und Lindsey Weber (Produktion)


„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ – jetzt auch als Roman zum Film, einmal für Erwachsene, einmal für Jugendliche

Mai 30, 2016

Im Kino war J. J. Abrams‘ Neustart-Fortführung von „Star Wars“, – „Krieg der Sterne“ für die Älteren -, enorm erfolgreich. Auf DVD und Blu-ray wird es für Das Erwachen der Macht“ ähnlich sein und die nächsten Filme aus der „Krieg der Sterne“-Welt sind schon in Arbeit.

Dreißig Jahre nach dem Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ kehren wir wieder in die weit, weit entfernte Galaxis zurück. Der damalige Sieg war nur von kurzer Dauer. Luke Skywalker verschwand spurlos. Han Solo tat wieder das, was er am Besten kann: windige Geschäfte an entlegenen Orten der Galaxie machen. Und auf dem Wüstenplaneten Jakku entdeckt die junge Schrottsammlerin Rey den herrenlosen Roboter BB-8, der den Teil einer Sternenkarte hat, die den Weg zu Luke Skywalker weisen soll. Die Bösewichter, die früher Imperium, jetzt Erste Ordnung heißen, wollen die Sternenkarte ebenfalls haben und schon entspinnt sich im Film eine witzige, kurzweilige und actionhaltige Odyssee durch die Galaxis. Auf ihrer Reise mit dem desertierten, in sie verliebten Erste-Ordnung-Strumtruppler Finn begegnet Rey auch Han Solo und seinem haarigen Freund Chewbacca.

Jetzt, mehr oder weniger zum DVD-Start, liegen zwei Romane vor, die sich im Cover kaum (es wurde selbstverständlich das Filmplakat verwandt), im Umfang beträchtlich unterscheiden.

Michael Kogge schrieb den „Jugendroman zum Film“, der, wie es sich für einen Filmroman gehört, brav der Filmgeschichte folgt. Allerdings ist der für Jugendliche, – in den USA wird er für 8 bis 12-jährige empfohlen -, geschriebene Roman auch arg einfach und dröge geschrieben.

Alan Dean Foster schrieb die Version für Erwachsene, die auch für jüngere Leseratten eindeutig die bessere Wahl ist. Foster schrieb, neben zahlreichen eigenen Science-Fiction-Romanen, auch die Filmromane zum allerersten „Krieg der Sterne“-Film (unter dem Pseudonym George Lucas), für die „Alien“-Filme, den ersten neuen „Star Trek“-Film und jeder seiner Filmromane ist äußerst lesenswert. Das gilt auch für seine Romanfassung von „Das Erwachen der Macht“, in der er selbstverständlich in erster Linie die Filmgeschichte nacherzählt, sie auch vertieft und, soweit möglich, erweitert. Denn bei jedem Satz muss er aufpassen, dass er nicht schon Dinge für die nächsten Filme festlegt. Das gilt natürlich vor allem für die Frage, wer jetzt die Eltern von Rey sind. Denn, das können wir aus den vielen Andeutungen lesen: sie wird in den kommenden „Star Wars“-Filmen eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Erste Ordnung sein.

Gleichzeitig füllt Foster im Roman einige der Lücken, die im Film zwar für Überraschungen sorgten (wie Poe Damerons Überleben) oder die man einfach hinnahm, weil die Geschichte sich flott genug vorwärts bewegte. In dem Roman wird daher schlüssiger erklärt, wie die Personen von A nach B kommen, warum Han Solo die gefährlichen Rathars in seinem Raumschiff hat und wie der Widerstand von der Anwesenheit von Han Solo, Chewbacca, Rey und Finn auf Takodana erfuhr. Im Film tauchen die X-Flügler einfach aus heiterem Himmel, äh, Weltall auf.

(Eine vollständige Auflistung der Unterschiede bzw. Fragen aus dem Film, die Foster in seinem Roman beantwortet gibt es hier und hier – und, ja, da wird wird munter gespoilert. Hier geht es zu einem Interview mit Alan Dean Foster.)

Ein großes Manko hat Fosters Roman gegenüber Kogges Roman: in der deutschen Ausgabe von Kogges Jugendroman gibt es 16 Seiten mit Fotos aus dem Film – und diese Filmfotos waren früher für mich einer der Kaufgründe für die Filmromane. Neben dem Gefühl, den Film noch einmal erleben zu können oder ihn erleben zu können, solange ich keine Gelegenheit hatte, ihn mir anzusehen, weil er nicht im Kino oder Fernsehen lief.

Star WarsDas Erwachen der Macht von Alan Dean Foster

 

Alan Dean Foster: Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film

(übersetzt von Michaela Link)

Penhaligon, 2016

352 Seiten

14,99 Euro

Originalausgabe

Star Wars: The Force awakens

Del Rey, 2015

Kogge - Star Wars - Das Erwachen der Macht -2

Michael Kogge: Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film

(übersetzt von Andreas Kasprzak und Tobias Toneguzzo)

Panini Books, 2016

192 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe

Star Wars: The Force awakens

Disney Lucasfilm Press, 2016

Die Vorlage

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)
Regie: J.J. Abrams
Drehbuch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt
LV: Charaktere von George Lucas
mit Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o
Länge: 135 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Film-Zeit über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Moviepilot über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Metacritic über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Rotten Tomatoes über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Wikipedia über “Star Wars: Das Erwachen der Macht” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Homepage von Alan Dean Foster

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Trek“ (Star Trek, 2009)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Terminator: Die Erlösung“ (Terminator Salvation: The Official Movie Novelisation, 2009)

Interview mit Alan Dean Foster über seinen Filmroman „Star Wars: Das Erwachen der Macht“


Neu im Kino/Filmkritik: „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ erzählt die Geschichte weiter

Dezember 17, 2015


Zehn Jahre Warten sind vorbei. Wobei nach „Die Rache der Sith“ (dem Abschluss der Vorgeschichte zur originalen „Krieg der Sterne“-Trilogie) eigentlich kein Filmfan und auch kein Science-Fiction-Filmfan wirklich auf einen weiteren „Star Wars“-Film wartete. Denn „Die dunkle Bedrohung“ (1999), „Angriff der Klonkrieger“ (2002) und „Die Rache der Sith“ (2005) waren, obwohl oder weil von „Star Wars“-Erfinder George Lucas inszeniert, auf erzählerischer Ebene einfach zu schlecht, um zu überzeugen. Die Dialoge waren gruselig. Die in anderen Filmen guten Schauspieler agierten hölzern. Dafür waren die Tricks gut. Seitdem konnten die zahlreichen „Star Wars“-Fans sich am ganzen Merchandising, an Bücher, Comics, TV-Serien und den Filmen in verschiedenen DVD/Blu-ray-Ausgaben austoben.
Vor drei Jahren verkaufte George Lucas Lucasfilm und damit „Star Wars“ an Disney. Was ja keine schlechte Entscheidung ist. Die Disney-Filme sind ja durchgehend gelungen und „Star Wars“ ist alles andere als ein düsteres, hochphilosophisches Science-Fiction-Drama. Es ist eine Space-Opera, in der Grautöne auf der Leinwand nur als Farbton existieren.
Schnell wurden Pläne für weitere „Star Wars“-Filme verkündet. In den kommenden Jahren soll es etliche Filme aus dem „Star Wars“-Kosmos geben und die „Krieg der Sterne“-Filmsaga soll, immerhin hat George Lucas schon immer behauptet, dass er ein ganz großes Epos aus neun Spielfilmen plane, in seinem Geist fortgeführt werden. J. J. Abrams, der „Star Trek“ wiederbelebte und mit „Super 8“ seine „E. T.“-Version drehte, wurde zum Regisseur mit klarer Mission ernannt: „Star Wars“ für ein neues Publikum erschließen und die alten Fans befriedigen. Es gab, was in Hollywood nicht ungewöhnlich ist, viele Ideen und Drehbuchversionen, die sich radikal unterscheiden. Am Ende war Lawrence Kasdan, der unter anderem die Drehbücher für „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ schrieb, wieder an Bord. Ebenso die Stars der originalen Trilogie: Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill undsoweiter, auch wenn sie dank ihrer Masken von anderen Menschen gespielt werden könnten. Es gab Bilder und Trailer, die zeigten, dass die Menschen einer weit, weit entfernten Galaxis ihren Schrott ebenfalls in der Landschaft liegen lassen. Die Fans waren entzückt. Der Hype wurde, mal wieder, kräftig angeheizt und jetzt ist das beworbene Produkt, der siebte „Krieg der Sterne“-Film „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (manchmal auch „Star Wars VII“), der Beginn der dritten und (vielleicht) finalen Trilogie, in den Kinos. Natürlich in 3D (was nicht unbedingt nötig wäre, aber gut aussieht) und auch in einer IMAX-Version.
Um die Geschichte wurde ein großes Geheimnis gemacht, was auch daran liegt, dass sie zwar gut unterhält, aber im Wesentlichen nur eine kleine Episode aus dem Kampf zwischen den Guten (den Rebellen, die sich jetzt Resistance nennen) und den Bösen (die jetzt nicht mehr Imperium, sondern Erste Ordnung [First Order] heißen) erzählt.
Kampfpilot Poe Dameron (Oscar Isaac) soll einen Hinweis beschaffen, der die Rebellen zu dem seit Ewigkeiten spurlos verschwundenen Luke Skywalker (Mark Hamill) führen soll. Diese Mission wird durch das Auftauchen von Darth-Vader-Nachfolger Kylo Ren (Adam Driver) verhindert. Poe versteckt den Hinweis, der sich einer Art USB-Stick befindet, in seinem Roboter. Der kugelförmige BB-8-Droid kann entkommen. Poe wird von den Stormtroopern gefangen genommen. Weil Stromtrooper Finn (John Boyega) bei dem Einsatz, der ältere Zuschauer an Bilder aus dem Vietnam-Krieg erinnert, sein Gewissen entdeckt, flüchtet er mit Poe aus dem Erste-Ordnung-Raumschiff. Sie werden von anderen Raumschiffen verfolgt und legen auf dem nächstbesten Planeten eine Bruchlandung hin.
Inzwischen hat die taffe Rey (Daisy Ridler), die als Schrottsammlerin auf Jakku lebt, BB-8 gefunden. Kurz darauf treffen Rey und Finn aufeinander und, während eines Luftangriffs der Ersten Ordnung, können sie in dem gerade in der Wüste herumstehendem Millenium Falke flüchten und von Jakku flüchten.
Rey, Finn und BB-8 verstecken sich in einem größeren Raumschiff. Dort – Zufälle gibt es – treffen sie auf Han Solo (Harrison Ford) und seinen haarigen Gefährten Chewbacca (Peter Mayhew). Gemeinsam und nach einer weiteren Action-Szene (ja, es gibt viel Action, wenn die Macht erwacht) machen sie sich auf den Weg zu den von Leia Organa (Carrie Fisher) geführten Rebellen. Denn Poes Mission muss beendet werden.
Natürlich ist dieser Weg gefährlich, weshalb es weiterhin viele Kämpfe und wenige Dialoge gibt. Am Ende, auch das ist keine große Überraschung, gibt es wieder eine große Schlacht, in der Lichtschwerter gekreuzt werden und ein Todesstern der Bösewichter zerstört wird. Mein Eindruck war (ich habe den 1977er „Krieg der Sterne“ schon sehr lange nicht mehr gesehen), dass J. J. Abrams sich deutlich von der Schlussschlacht um den damaligen, viel kleineren Todesstern inspirieren ließ.
Sowieso stellt sich Abrams mit seinem Film hundertprozentig, bewusst und freudig in der Tradition der vorherigen „Krieg der Sterne“-Filme. Deshalb ist seine Revitalisierungsmission vor allem ein zurück zu den Ursprüngen, also zu der in „Krieg der Sterne“ (1977), „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) etablierten Welt, den Charakteren, dem Humor und auch dem Zeitgeist. Abrams erzählt in „Das Erwachen der Macht“, das dreißig Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ spielt, die Geschichte von Han Solo, Leia Organa, Luke Skywalker und ihren Freunden bruchlos weiter. Dabei sind sie, obwohl Harrison Ford eine überraschend große Rolle hat, nur Nebenfiguren, deren Auftritte oft kaum über größere Cameos hinauskommen. Im Mittelpunkt steht, immerhin ist der Film ein Blockbuster, der sich an ein junges Publikum richtet, Rey (Daisy Ridley), die als taffes Mädchen schnell den Respekt von Han Solo erwirbt. Auch ihr in sie verliebter Begleiter Finn (John Boyega) hat eine größere Rolle.
Die Geschichte, die die Autoren Lawrence Kaskan, J. J. Abrams und Michael Arndt erfanden, ist dann, zwischen all den Reminiszenzen an die originale Trilogie, ähnlich der Geschichte in „Planet der Affen: Revolution“ (2014), eigentlich eine auf Spielfilmlänge gestreckte TV-Serienepisode; naja, von der Länge her ist „Das Erwachen der Macht“ eine Doppel- und eine Einzelfolge. Diese Geschichte bewegt sich, dank des reichlich vorhandenen Humors und der Auftritte der altbekannten Charaktere (die mal mehr, mal weniger pompös inszeniert sind und das Herz des Fans streicheln), zügig von einer gut inszenierten Action-Szene zur nächsten. Die Special-Effects überzeugen. Die Schauspieler ebenso und entsprechend glaubwürdig sind die Charaktere. Die Dialoge sind, nachdem sie in den zwischen 1999 und 2005 entstandenen Filmen gruselig waren, wieder schmerzfrei anhörbar. Die Dialogwitze sind gut und auf den philosphischen Überbau, der uns in früheren Filmen von den Jedis arg verschwurbelt erklärt wurde, wird nicht weiter eingegangen. Inzwischen weiß jeder, was die „Macht“ ist. Sie ist, auch für die Charaktere, ein Teil ihres Lebens und wenn sie sie haben, sind sie nicht erstaunt darüber.
Es gibt viele neue Wesen und die Stormtrooper, diese maskierten Soldaten in ihrer weißen Plastikmontur, werden menschlicher; was auch für einige Lacher sorgt. Dafür hat Kylo Ren die merkwürdige Angewohnheit, während seiner Wutanfälle nicht seine Soldaten und Offiziere zu töten, sondern mit dem Lichtschwert die Einrichtung zu zerstören.
Insgesamt gefällt „Das Erwachen der Macht“ als poppiges Science-Fiction-Abenteuer und als würdige, aber auch nicht besonders eigenständige Fortsetzung von, nun, „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Es ist sozusagen „Die Rückkehr der Jedi-Ritter – Dreißig Jahre später“.
P. S.: Ob, wie ich hier vermutete, Rey und Kylo Ren Geschwister sind, wird in „Das Erwachen der Macht“ nicht endgültig geklärt. Das muss dann wohl Luke Skywalker im nächsten „Star Wars“-Film machen, der am 26. Mai 2017 in Deutschland starten soll.

Star Wars - Das Erwachen der Macht - Plakat

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)
Regie: J.J. Abrams
Drehbuch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt
LV: Charaktere von George Lucas
mit Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o
Länge: 135 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Film-Zeit über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Moviepilot über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Metacritic über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Rotten Tomatoes über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Wikipedia über “Star Wars: Das Erwachen der Macht” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)


TV-Tipp für den 23. Oktober: Diabolisch

Oktober 23, 2015

3sat, 22.30
Diabolisch (USA 1996, R.: Jeremiah S. Chechik)
Drehbuch: Don Roos
LV: Pierre Boileau/Thomas Narcejac: Les diaboliques: Celle qui n´etait pas, 1952 (Die Teuflischen; Tote sollen schweigen)
Mia und Nicole bringen das Ekel Guy um. Als seine Leiche verschwindet und eine neugierige Polizistin auftaucht, beginnt die brüchige Partnerschaft von Mia und Nicole merklich zu bröckeln.
Boileau/Narcejacs Thriller wurde 1954 von Henri-Georges Clouzot genial verfilmt unter dem Titel „Les Diaboliques“/“Die Teuflischen“. Hollywood versuchte vierzig Jahre später diesen Film zu toppen; jedenfalls bezog sich Drehbuchautor Dan Roos explizit auf Clouzots Film – und scheiterte. Da hilft auch die gute Besetzung nicht.
J.J. Abrams, der Erfinder von „Alias“ und „Lost“ und Regisseur von „Mission Impossible 3“, „Super 8“, den letzten beiden „Star Trek“-Filmen und dem neuen „Star Wars“-Film, hat eine kleine Rolle als Kameramann.
Mit Sharon Stone, Isabelle Adjani, Chazz Palminteri, Kathy Bates, J.J. Abrams
Wiederholung: Samstag, 24. Oktober, 03.10 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Diabolisch“
Wikipedia über „Diabolisch“ (deutsch, englisch)


Der Cast von „Star Wars: Episode VII“ wurde bekannt gegeben

April 29, 2014

Das Rätselraten hat ein Ende. Die Macher vom neuen „Star Wars“-Film (für die Älteren wird es immer „Krieg der Sterne“ sein) haben heute den Cast für den neuen Film bekannt gegeben und es sind auch einige alte Bekannte aus den ersten drei „Krieg der Sterne“-Filmen (den einzig wahren „Krieg der Sterne“-Filmne) dabei.

Hier die Pressemitteilung des den Film produzierenden Walt Disney Studios:

Schauspieler John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow  werden den Original Stars der Saga Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker im neuen Film zur Seite stehen.

Regisseur J.J. Abrams sagt: “Wir freuen uns sehr, endlich die Schauspieler von Star Wars: Episode VII bekannt geben zu können. Es ist aufregend und surreal zugleich, die beliebten Schauspieler der Original Saga und die großartigen neuen Darsteller dabei zu beobachten, wie sie diese Welt erneut zum Leben erwecken. Wir beginnen in einigen Wochen mit den Dreharbeiten und alle geben ihr Bestes, um die Fans stolz zu machen.“

Star Wars: Episode VII wird unter der Regie von J.J. Abrams, nach einem Drehbuch von Lawrence Kasdan und J.J. Abrams entstehen und wird von Kathleen Kennedy, J.J. Abrams und Bryan Burk produziert. John Williams kehrt als Komponist zurück. Der Film startet in Deutschland am 17. Dezember 2015.

Und auf der Facebook-Seite kann man den Cast diskutieren.

Ich hoffe jedenfalls, dass die „Original Stars“ mehr als einen kurzen Gastauftritt haben.


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