Neu im Kino/Kinokritiken (kurz): „Brightburn“, „Tolkien“, „Eine moralische Entscheidung“, „O beautiful Night“, „Tal der Skorpione“, „Inna de Yard – The Soul of Jamaica“ – da dürfte für fast jeden Geschmack etwas dabei sein

Juni 22, 2019

Manchmal hat man weniger Zeit als gedacht und in vollen Zügen zu arbeiten ist auch nicht so prickelnd. Vor allem wenn ein selbsternannter, bierbäuchiger und biertrinkender Männergesangsverein gerade Weihnachtslieder entdeckt.

Daher gibt es jetzt die Kinoneustarts der Woche, leicht geordnet, aber nicht unbedingt in der Reihenfolge des Gefallens und ihrer Bedeutung

Als mitten in der Nacht im ländlichen Kansas ein unbekanntes Objekt vom Himmel herabfällt, unterbrechen Tori und Kyle Breyer ihr Liebesspiel.

Zwölf Jahre später entwickelt sich ihr über alles geliebter Junge Brandon prächtig. In der Schule ist er ungewöhnlich gut, aber er ist auch extrem jähzornig und er interessiert sich für ein in der Scheune vor ihm verstecktes Objekt.

Brightburn: Son of Darkness“, produziert von „Guardians of the Galaxy“ James Gunn, inszeniert von David Yarovesky nach einem Drehbuch von Brian und Mark Gunn, ist ein kleiner SF-Horrorthriller, in dem der vom Himmel herabgefallene Alien Brandon zu Beginn seiner Pubertät kein netter Junge mehr ist, sondern ein richtiger rachsüchtiger Fiesling wird. Sozusagen Bad Superman.

Yarovesky konzentriert sich in dem B-Picture auf wenige Figuren, verzichtet auf epische Subplots und erzählt die Geschichte für heutige Verhältnisse erstaunlich langsam und, immerhin ist James Gunn involviert, humorfrei.

Brightburn“ ist ein kleiner, sympathischer Film für den Genrejunkie. Ein robuster Magen ist empfehlenswert.

Brightburn: Son of Darkness (Brightburn, USA 2019)

Regie: David Yarovesky

Drehbuch: Brian Gunn, Mark Gunn

mit Elizabeth Banks, David Denman, Jackson A. Dunn, Abraham Clinkscales, Christian Finlayson, Jennifer Holland, Emmie Hunter, Matt Jones, Michael Rooker

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Brightburn“

Metacritic über „Brightburn“

Rotten Tomatoes über „Brightburn“

Wikipedia über „Brightburn“

 

Weiter geht es mit einem Biopic über John Ronald Reuel Tolkien, den Autor von „Herr der Ringe“.

Regie führte „Tom of Finland“-Regisseur Dome Karukoski. „Pride“-Autor Stephen Beresford und David Gleeson schrieben das Drehbuch. Nicholas Hoult übernahm die Hauptrolle. Und trotzdem ist das Biopic ein dröges Werk, das chronologisch vor allem Tolkiens Kindheit, Jugend und jungen Erwachsenenjahre abhandelt. Es geht um seine Liebe zu Edith Bratt, die er mit sechzehn Jahren kennenlernte und später heiratete. Edith starb 1971; Tolkien 1973. Es geht um seine künstlerisch und literarisch interessierten Schulfreunden Robert Gilson, Geoffrey Smith und Christopher Wiseman, mit denen er die „Tea Club and Barrovian Society“ (TCBS) gründete. Und es geht um seine Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs in den Schützengräben, die ihn zu seinen Fantasy-Werken inspirierten. Das wird so spannungsfrei erzählt, dass „Tolkien“ vor allem für Fans von „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ ist, die jetzt etwas über den Autor dieser Epen erfahren wollen.

Tolkien (Tolkien, USA 2019)

Regie: Dome Karukoski

Drehbuch: David Gleeson, Stephen Beresford

mit Nicholas Hoult, Lily Collins, Colm Meaney, Derek Jacobi

Länge: 112 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Tolkien“

Metacritic über „Tolkien“

Rotten Tomatoes über „Tolkien“

Wikipedia über „Tolkien“ (deutsch, englisch) und über J. R. R. Tolkien (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood macht den Tolkien-Test

Meine Besprechung von Dome Karukoskis „Tom of Finland“ (Tom of Finland, Finnland 2017)

Meine Besprechung von Peter Jacksons Tolkien-Verfilmung „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ (The Hobbit: The Desolation of Smaug, USA 2013)

 

Dr. Kaveh Nariman ist in Teheran ein äußerst gewissenhafter Gerichtsmediziner. Als er eines Nachts auf dem Heimweg eine vierköpfige, auf einem unbeleuchteten Motorrad fahrende Familie touchiert, verletzt sich deren achtjähriger Sohn Amir leicht am Kopf. Erst nachdem Amirs Vater etwas Geld von ihm annimmt und ihm versichert, dass er seinen Sohn zu einem Krankenhaus fahren wird, lässt Nariman die Familie weiterfahren.

Am nächsten Tag erfährt Nariman, dass der Junge verstorben ist. Er fragt sich, ob er dafür verantwortlich ist. Er ordnet Untersuchungen an und auch als die Obduktion ergibt, dass Amir an einer Lebensmittelvergiftung gestorben ist, lässt er nicht locker.

Vahid Jalilvands „Eine moralische Entscheidung“ ist für mich ein zwiespältiger Film. Auf der einen Seite zeigt Jalilvand mit bitterer Konsequenz, wie eine Handlung eine andere zur Folge hat. Nariman und Amirs Vater verstricken sich dabei in Schuld und Schuldgefühlen. Jalilvand zeichnet außerdem ein hochinteressantes und komplexes Bild der iranischen Gesellschaft, die angesichts der Nachrichtenmeldungen und -bilder aus dem Gottesstaat, erstaunlich westlich ist. Alle Figuren sind vor allem mit weltlichen Problemen beschäftigt. Die Religion ist ihnen da herzlich egal.

Auf der anderen Seite konnte ich Narimans Problem und sein damit verbundenes Tun immer weniger nachvollziehen. Anstatt als rationaler Wissenschaftler das Ergebnis der gründlichen, von einer Kollegin durchgeführten Untersuchung zu akzeptieren, setzt er alle Hebel in Bewegung, um einen Beweis zu finden, der ihn für den Tod des Jungen verantwortlich macht.

Eine moralische Entscheidung (No date, no signature [Internationaler Titel], Iran 2017)

Regie: Vahid Jalilvand

Drehbuch: Ali Zarnegar, Vahid Jalilvand

mit Navid Mohammadzadeh, Amir Agha’ee, Hediyeh Tehrani, Zakiyeh Behbahani, Sa’eed Dakh, Alireza Ostedi

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „Eine moralische Entscheidung“

Metacritic über „Eine moralische Entscheidung“

Rotten Tomatoes über „Eine moralische Entscheidung“

Wikipedia über „Eine moralische Entscheidung

 

Während in „Eine moralische Entscheidung“ Narimans Konflikt immerhin intellektuell nachvollziehbar bleibt, versagt „O beautiful Night“ auf dieser Ebene vollkommen.

Juri ist ein junger Hypochonder, der kaum seine Wohnung verlässt und nach seiner eigenen Erwartung schon lange Tod sein müsste. Als er doch sein Zimmer verlässt, trifft er in einer Bar einen Mann, der behauptet, der Tod zu sein und dass er Juri töten werde. Anstatt sich jetzt mit einem lauten „Endlich, es ist vollbracht!“ seinem Schicksal hinzugeben, lässt Juri sich vom Tod durch ein Panoptikum seltsamer Großstadttypen und -orte schleifen. Immer kurz davor, getötet zu werden.

Eine Geschichte ohne einen Konflikt ist keine Geschichte. So ist Xaver Böhms Debütfilm „O beautiful Night“ eine Ansammlung bizarrer, schnell langweilender Situationen. Immerhin haben sie immer wieder eine morbide Faszination, die wenigstens das Auge erfreut.

Böhms Abschlussfilm „Roadtrip“ an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee war für den First Steps Award und den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert.

O beautiful Night (Deutschland 2018)

Regie: Xaver Böhm

Drehbuch: Xaver Böhm, Ariana Berndl

mit Noah Saavedra, Marko Mandic, Vanessa Loibl, Vincent Rosenow, David Ali Rashed, Elmar Gutmann, Peter Henze

Länge: 86 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Filmportal über „O beautiful Night“

Moviepilot über „O beautiful Night“

Wikipedia über „O beautiful Night“

Berlinale über „O beautiful Night“

 

Für „Tal der Skorpione“ konnte Patrick Roy Beckert etliche prominente Namen, sozusagen die üblichen Verdächtigen des Trash-TV und deutscher Proll-Filme, verpflichten. Dass die Jungs mal für Wolfgang Petersen durch „Das Boot“ liefen muss man angesichts ihrer Leistungen im „Tal der Skorpione“ als Jugendsünde verbuchen. Eine Story ist nicht erkennbar. Wahrscheinlich weil schon in der ersten Minute, bei einer epischen Ballerei in einer Sandgrube, das Drehbuch zerschossen wurde. Danach laufen ein Haufen Männer durch einen Wald, der „Breakdown Forest“ (gleichzeitig der ursprüngliche Filmtitel und internationale Titel) genannt wird. Sie ballern, ballern, ballern und ballern. Viel Blut spritzt. Also sehr viel Blut. Es gibt einige Kloppereien. Dazwischen gibt es Explosionen und tiefergelegte Prollsprüche. Manchmal erkennbar geklaut aus anderen Filmen. Ach ja: und Micaela Schäfer stellt ihre Talente aus.

Die irgendwann erahnbare Story ist eine weitere Variante von „Graf Zaroff – Genie des Bösen“ (The Most Dangerous Game, USA 1932). Wobei die Macher sich wohl eher an „Harte Ziele“ (Hard Target, USA 1993) und „Battle Royale“ (Batoru Rowaiaru, Japan 2000) orientieren, ohne auch nur im Ansatz die Qualität dieser Filme zu erreichen. Es geht also um eine Menschenjagd im Wald, in der – hier ist das nicht vorhandene Drehbuch etwas unschlüssig – reiche Menschen arme Menschen jagen oder die Organisatoren durch Bestenauslese den Über-Soldaten finden wollen.

Weil die Figurenzeichnung sich auf die Anwesenheit des Schauspielers beschränkt, ist es auch egal, wer wann warum stirbt. Oder doch nicht stirbt.

Schlechter als ähnlich gelagerte Billigst-US-Werke ist „Tal der Skorpione“ nicht. Aber das Ziel sollte nicht sein, schlechte Imitate schlechter Filme zu machen.

Tal der Skorpione (Deutschland 2019)

Regie: Patrick Roy Beckert

Drehbuch: Patrick Roy Beckert

mit Patrick Roy Beckert, Thomas Kercmar, Bert Wollersheim, Ralf Richter, Martin Semmelrogge, Claude-Oliver Rudolph, Mathieu Carrière, Elena Carrière, Uwe Fellensiek, Micaela Schäfer, Anouschka Renzi, Taynara Wolf, Bert Wollersheim, Dirc Simpson, Mascha von Kreisler

Länge: 131 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

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Filmportal über „Tal der Skorpione“

Moviepilot über „Tal der Skorpione“

 

Zum Abschluss ein Dokumetarfilm für den Musikfan: Peter Webber beobachtet für seine Doku „Inna de Yard – The Soul of Jamaica“ die Reggae-Urgesteine Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I und Cedric Myton, die es noch einmal wissen wollen. Oberhalb von Kingston proben sie für ein neues Album mit Unplugged-Versionen iher alten Hits und eine Welttournee. Währenddessen porträtiert Peter Webber die Musiker auch privat.

Für Reggae-Fans ist die Doku als Making-of zu dem „Inna de Yard“-Album „The Soul of Jamaica“ natürlich ein Pflichttermin. Für Nicht-Reggae-Fans sind die porträtierten Musiker vor allem eine Ansammlung sympathischer alter Zausel, die immer etwas zu Rauchen griffbereit haben. Über die Geschichte der Reggae-Musik und die kulturelle und politische Bedeutung der Musik erfährt man dagegen so gut wie nichts. Dafür gibt es ein Blättern durch alte LPs, begleitet mit vielen zustimmenden Geräuschen und Halbsätzen, in denen immer wieder gesagt wird, wie toll die LP, der Musiker und die Band seien. Das ist dann doch etwas oberflächlich.

Vor allem weil Webber ein bekennender Reggae-Fan ist, der die Musik schon als Teenager in den 70er Jahren in London hörte.

Inna de Yard – The Soul of Jamaica (Inna de Yard – The Soul of Jamaica, Frankreich 2018)

Regie: Peter Webber

Drehbuch: Peter Webber

mit Ken Boothe, Cedric Myton, Kiddus I, Winston McAnuff, Judy Mowatt, Var, Jah9, Kush McAnuff, Derajah, Bo Pee, Steve Newland, Lloyd Park

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

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Rotten Tomatoes über „Inna de Yard“

Meine Besprechung von Peter Webbers „Emperor – Kampf um den Frieden“ (Emperor, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: Peter Jacksons „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ erzählt die weiteren Abenteuer von Bilbo

Dezember 12, 2013

 

Die Tolkien-, „Herr der Ringe“- und „Der Hobbit“-Fans haben sicher schon ihre Kinokarte für „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ gelöst und nichts, was ich sage, wird sie von einem Besuch abhalten.

Die überzeugten Verächter von J. R. R. Tolkien, „Herr der Ringe“, „Der Hobbit“ und allem, wo „Fantasy“ draufsteht, werden sich auch den Mittelteil von Peter Jacksons dreiteiliger „Der Hobbit“-Verfilmung nicht ansehen.

Aber wie sieht es für die Anderen aus?

Nun, „Smaugs Einöde“ erzählt die Geschichte des ersten „Der Hobbit“-Films „Eine unerwartete Reise“ weiter und in einem Jahr gibt es mit „Hin und zurück“ den wieder gut dreistündigen Abschluss von Peter Jacksons episch langer Verfilmung eines ziemlich dünnen Buches. Eigentlich hat man das Kinderbuch schneller gelesen als gesehen.

Jedenfalls sind jetzt Bilbo Beutlin, Thorin Eichenschild, ihre zwölf Zwergenfreunde und der Zauberer Gandalf auf dem Weg. Sie wollen das Zwergenreich Erebor befreien. In „Smaugs Einöde“ müssen sie durch den Düsterwald, kämpfen gegen riesige Spinnen, werden von den Waldelben gefangen genommen, können dank Bilbo und des ihn unsichtbar machenden Rings flüchten, indem sie sich in Weinfässern durch einen reißenden Fluss treiben lassen, werden vom Fährmann Bard über den See nach Seestadt gefahren und gehen in den Einsamen Berg, um dort den Arkenstein zu holen. Dabei müssen sie gegen den titelgebenden Drachen Smaug, der in dem Berg in einer riesigen, gut gefüllten Schatzkammer lebt, kämpfen.

Das ist so ungefähr die den Tolkien-Fans bekannte Geschichte des gut dreistündigen Films, der im wesentlichen eine Abfolge von Action-Setpieces ist, die einerseits atemberaubend anzusehen sind, andererseits aber auch mit der Zeit langweilen. Denn sie dehnen sich endlos. Es gibt zuerst eine, dann zwei, dann eine gefühlte Hundertschaft riesiger Spinnen, die von den kampferprobten Elben Tauriel und Legolas getötet werden. Es gibt dann noch eine und noch eine und noch eine weitere Flussmündung. Es tauchen Hundertschaften von Orks auf, die Bilbo und seine Freunde umbringen wollen und von den kampferprobten Elben Tauriel und Legolas getötet werden. Gern auch mal enthauptet, aber immer unblutig. Und im Einsamen Berg dauert der Kampf zwischen Smaug und Bilbo verdammt lang. Dann kommen die anderen Zwerge hinzu und es dauert noch länger und der halbe Berg wird zerstört, ehe der Film mit einem Cliffhanger endet, der ganz klar auf ein Publikum zielt, das den ersten Teil kennt und den dritten Teil sehen will.

Denn als Einzelwerk ist „Smaugs Einöde“ nur ein Showcase für die Tricktechniker und für die Qualität von 3D, auch wenn der 3D-Effekt in den ersten Minuten, wenn Gandalf und Thorin Eichenschild sich in einer Gaststätte unterhalten, eher an einen Scherenschnitt erinnern. Aber später entfalten die Bilder auf der großen Leinwand ihre ganze Pracht und, auch wenn sie immer an bekannte Bildwelten anknüpfen, überwältigen sie.

Auch der im ersten Teil kritisierte Eindruck, dass der mit 48 Einzelbildern pro Sekunde aufgenommene Film immer wieder wie eine billige Nachmittags-TV-Sendung wirke, ist nicht vorhanden. Die echten und die am Computer entstandenen Sets wirken atemberaubend realistisch.

Die Schauspieler sind gut. Dafür sind die Dialoge eher lausig. Halt der übliche Schwurbel, den man aus Mittelalter- und Fantasy-Filmen kennt.

Und damit kommen wir zur Eingangsfrage zurück: Lohnt sich „Smaugs Einöde“ für Menschen, die einfach nur einen guten Film sehen wollen?

Nein, denn unter dem Actionfeuerwerk geht jede Charakterentwicklung zugrunde. Wir erfahren in den Actionszenen auch eigentlich nichts über die Charaktere (denn: Action ist Handlung! Handlungen enthüllen den Charakter!), ihre Motivation und was das Ziel der Reise ist. Hier gibt es nur bunt zusammengewürfelte Reiseerlebnisse.

Auch das große Finale im dritten „Der Hobbit“-Film wird nicht vorbereitet. So bleibt unklar, warum die Orks Bilbo und seine Gefährten so hartnäckig verfolgen; warum die beiden Elben sich als unbeteiligte Gruppe so sehr in den Kampf zwischen den Zwergen und den Orks einmischen; welche Rolle Bard im dritten „Der Hobbit“-Film haben könnte. Über ihn erfahren wir nur, dass er ein Seemann und Vater ist und Ärger mit dem Bürgermeister hat. Wir wissen auch nicht wo Gandalf, der Bilbo und seine Schar am Filmanfang für eine andere, wichtige Aufgabe verließ, gefangen gehalten wird und ob und wie seine Gefangenschaft die Ereignisse im dritten Teil beeinflussen könnte.

Das sind natürlich alles Fragen, auf die die „Hobbit“-Fans die Antwort kennen, aber in einem Film sollte die Vorlage filmgerecht aufbereitet werden und natürlich sollten auch Späteinsteiger die nötigen Informationen im Film erhalten (was leidlich funktioniert) und es sollten im zweiten Akt alle nötigen Informationen für den Höhepunkt gegeben werden. Denn die Aufgabe von „Smaugs Einöde“ ist nur, „Hin und zurück“ vorzubereiten.

Der Hobbit – Smaugs Einöde“ ist ein Film für die zahlreichen „Der Hobbit“-/“Herr der Ringe“-Fans, die den ersten Film gesehen haben und den dritten Film sehen werden.

Der Hobbit - Smaugs Einöde - Plakat

Der Hobbit – Smaugs Einöde (The Hobbit: The Desolation of Smaug, USA 2013)

Regie: Peter Jackson

Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro

LV: J. R. R. Tolkien: The Hobbit, 1937 (Kleiner Hobbit und der große Zauberer, Der kleine Hobbit, Der Hobbit oder Hin und zurück)

mit Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Benedict Cumberbatch, Evangeline Lilly, Lee Pace, Luke Evans, Ken Stott, James Nesbitt, Orlando Bloom, Stephen Fry, Mikael Perbrandt

Länge: 161 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Der Hobbit – Smaugs Einöde“

Moviepilot über „Der Hobbit – Smaugs Einöde“

Metacritic über „Der Hobbit – Smaugs Einöde“

Rotten Tomatoes über „Der Hobbit – Smaugs Einöde“

Wikipedia über „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ (deutsch, englisch)

Homepage von J. R. R. Tolkien

Homepage der deutschen Tolkien-Gesellschaft

Freeman? Cumberbatch?


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