TV-Tipp für den 12. Mai: Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

Mai 11, 2019

Arte, 20.15

Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (Three Burials of Melquiades Estrada, USA/Frankreich 2005)

Regie: Tommy Lee Jones

Drehbuch: Guillermo Arriaga

Ein junger Grenzpolizist erschießt irrtümlich den Rancharbeiter Melquiades Estrada. Sein bester Freund, der Vorarbeiter Pete Perkins, will Estradas letzten Wunsch, eine Beerdigung in seiner Heimat Mexiko, erfüllen. Weil die Polizei sich nicht für den Tod eines Illegalen interessiert und Perkins altmodische Vorstellung von Moral und Ehre hat, entführt er den Todesschützen und begibt sich mit ihm und der Leiche auf den Weg zu Estradas Heimatdorf.

Toller noirischer Neo-Western, der leider nie richtig in unseren Kinos lief. In Cannes erhielten Tommy Lee Jones und Guillermo Arriaga die Preise für beste Regie und bestes Drehbuch. Außerdem erhielt „Die drei Begräbnisse des Melquides Estrada“ den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards als bester Kinofilm.

Der Film ist Tommy Lee Jones’ erster Kinofilm. 2014 folgte der Western „The Homesman“.

mit Tommy Lee Jones, Barry Pepper, Julio César Cedillo, Dwight Yoakam, January Jones, Melissa Leo, Levon Helm, Guillermo Arriaga

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über “Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada”

Wikipedia über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ (deutsch, englisch)

Unionsverlag über Guillermo Arriaga

Meine Besprechung von Tommy Lee Jones‘ „The Homesman“ (The Homesman, USA 2014)


TV-Tipp für den 2. März: Good Kill – Tod aus der Luft

März 1, 2019

ZDFneo, 23.45

Good Kill – Tod aus der Luft (Good Kill, USA 2015)

Regie: Andrew Niccol

Drehbuch: Andrew Niccol

Ruhiges, äußerst intensives Drama über die Gewissenskonflikte von einem Ex-Kampfpiloten (Ethan Hawke), der jetzt Drohnenpilot ist und, wie viele Kollegen, seelische Probleme mit dem Töten per Drohne und seinem normalen Leben, nach Feierabend, in Las Vegas (das hätte Hollywood sich nicht besser ausdenken können: die echten Basen sind in der Nähe des Spielerparadieses) hat.

Das Drehbuch ist straff und facettenreich (auch wenn das Militär etwas nachdenklicher, selbtreflexiver und vernünftiger rüberkommt, als es wohl in der Realität der Fall ist), die Schauspieler überzeugend, und Andrew Niccol („Gattaca“, „Lord of War“, beide ebenfalls mit Hawke) zeigt nach dem Totalausfall „Seelen“, dass er nichts verlernt hat. Für einen Kinostart hat es trotzdem nicht gereicht und der Film (es ist der erste Spielfilm über den Drohnenkrieg) ist aufklärerisch im besten Sinne. Unbedingt sehenswert!

Mit Ethan Hawke, Zoë Kravitz, January Jones, Bruce Greenwood, Jake Abel, Dylan Kenin

Hinweise
Moviepilot über „Good Kill“
Metacritic über „Good Kill“
Rotten Tomatoes über „Good Kill“
Wikipedia über „Good Kill“
Meine Besprechung von Andrew Niccols „Seelen“ (The Host, USA 2013)
Andrew Niccol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 30. November: Unknown Identity

November 30, 2017

Vox, 22.50

Unknown Identity (Japan/Kanada/USA/Deutschland 2010, Regie: Jaume Collet-Serra)

Drehbuch: Oliver Butcher, Stephen Cornwell

LV: Didier van Cauwelaert: Hors de moi, 2003 (Unknown Identity)

Berlin: Auf einer Vortragsreise hat der US-Wissenschaftler Martin Harris einen Autounfall. Als er danach mit seiner Frau reden will, behauptet sie, dass sie ihn nicht kennt und irgendwelche Dunkelmänner wollen ihn umbringen. Harris will die Wahrheit herausfinden.

Für die Verfilmung wurde die Handlung von Didier van Cauwelaerts spannendem Pulp-Thriller, dank der hiesigen Filmförderung, von Paris nach Berlin verlegt; die Prämisse, einige Charaktere und die Erklärung für Martin Harris’ Amnesie wurden übernommen. Allerdings ist das Ende im Film wesentlich explosiver und der gesamte Film mit zahlreichen Morden, Schlägereien und Verfolgungsjagden zu Fuß und im Auto viel actionlastiger. Das ist zwar nicht besonders logisch und glaubwürdig (eigentlich sogar noch unglaubwürdiger als der Roman), aber ziemlich unterhaltsam. Und die Berlin-Bilder, inclusive einem Zusammenstoß mit einer Tram und einer Explosion im Hotel Adlon, erfreuen natürlich das lokalpatriotische Herz.

mit Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Bruno Ganz, Sebastian Koch, Frank Langella, Stipe Erceg

Wiederholung: Freitag, 1. Dezember, 03.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Unknown Identity“

Rotten Tomatoes über “Unknown Identity”

Wikipedia über “Unknown Identity” (deutsch, englisch)

Homepage von Didier van Cauwelaert

Meine Besprechung von Didier van Cauwelaerts Roman “Unknown Identity”

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Non-Stop“ (Non-Stop, USA 2013; ebenfalls mit Liam Neeson)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Run all Night“ (Run all Night, USA 2015; dito)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ (The Shallows, USA 2016)

Am 11. Januar startet die nächste Zusammenarbeit von Jaume Collet-Serra und Liam Neeson, auf die ich mich schon sehr freue: The Commuter


TV-Tipp für den 10. Juni: Good Kill – Tod aus der Luft

Juni 10, 2017

ZDFneo, 21.50
Good Kill – Tod aus der Luft (USA 2015, Regie: Andrew Niccol)
Drehbuch: Andrew Niccol
Ruhiges, äußerst intensives Drama über die Gewissenskonflikte von einem Ex-Kampfpiloten (Ethan Hawke), der jetzt Drohnenpilot ist und, wie viele Kollegen, seelische Probleme mit dem Töten per Drohne und seinem normalen Leben, nach Feierabend, in Las Vegas (das hätte Hollywood sich nicht besser ausdenken können: die echten Basen sind in der Nähe des Spielerparadieses) hat.
Das Drehbuch ist straff und facettenreich (auch wenn das Militär etwas nachdenklicher, selbtreflexiver und vernünftiger rüberkommt, als es wohl in der Realität der Fall ist), die Schauspieler überzeugend, und Andrew Niccol („Gattaca“, „Lord of War“, beide ebenfalls mit Hawke) zeigt nach dem Totalausfall „Seelen“, dass er nichts verlernt hat. Für einen Kinostart hat es trotzdem nicht gereicht und der Film (es ist der erste Spielfilm über den Drohnenkrieg) ist aufklärerisch im besten Sinne. Unbedingt sehenswert!
Mit Ethan Hawke, Zoë Kravitz, January Jones, Bruce Greenwood, Jake Abel, Dylan Kenin

Wiederholung: Sonntag, 11. Juni, 04.50 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Moviepilot über „Good Kill“
Metacritic über „Good Kill“
Rotten Tomatoes über „Good Kill“
Wikipedia über „Good Kill“
Meine Besprechung von Andrew Niccols „Seelen“ (The Host, USA 2013)
Andrew Niccol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 14. Oktober: Good Kill – Tod aus der Luft

Oktober 13, 2016

3sat, 22.35
Good Kill – Tod aus der Luft (USA 2015, Regie: Andrew Niccol)
Drehbuch: Andrew Niccol
Ruhiges, äußerst intensives Drama über die Gewissenskonflikte von einem Ex-Kampfpiloten (Ethan Hawke), der jetzt Drohnenpilot ist und, wie viele Kollegen, seelische Probleme mit dem Töten per Drohne und seinem normalen Leben, nach Feierabend, in Las Vegas (das hätte Hollywood sich nicht besser ausdenken können: die echten Basen sind in der Nähe des Spielerparadieses) hat.
Das Drehbuch ist straff und facettenreich (auch wenn das Militär etwas nachdenklicher, selbtreflexiver und vernünftiger rüberkommt, als es wohl in der Realität der Fall ist), die Schauspieler überzeugend, und Andrew Niccol („Gattaca“, „Lord of War“, beide ebenfalls mit Hawke) zeigt nach dem Totalausfall „Seelen“, dass er nichts verlernt hat. Für einen Kinostart hat es trotzdem nicht gereicht und der Film (es ist der erste Spielfilm über den Drohnenkrieg) ist aufklärerisch im besten Sinne. Unbedingt sehenswert!
Mit Ethan Hawke, Zoë Kravitz, January Jones, Bruce Greenwood, Jake Abel, Dylan Kenin
Hinweise
Moviepilot über „Good Kill“
Metacritic über „Good Kill“
Rotten Tomatoes über „Good Kill“
Wikipedia über „Good Kill“
Meine Besprechung von Andrew Niccols „Seelen“ (The Host, USA 2013)
Andrew Niccol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 30. April: Good Kill – Tod aus der Luft

April 30, 2016

ZDFneo, 20.15
Good Kill – Tod aus der Luft (USA 2015, Regie: Andrew Niccol)
Drehbuch: Andrew Niccol
Ruhiges, äußerst intensives Drama über die Gewissenskonflikte von einem Ex-Kampfpiloten (Ethan Hawke), der jetzt Drohnenpilot ist und, wie viele Kollegen, seelische Probleme mit dem Töten per Drohne und seinem normalen Leben, nach Feierabend, in Las Vegas (das hätte Hollywood sich nicht besser ausdenken können: die echten Basen sind in der Nähe des Spielerparadieses) hat.
Das Drehbuch ist straff und facettenreich (auch wenn das Militär etwas nachdenklicher, selbtreflexiver und vernünftiger rüberkommt, als es wohl in der Realität der Fall ist), die Schauspieler überzeugend, und Andrew Niccol („Gattaca“, „Lord of War“, beide ebenfalls mit Hawke) zeigt nach dem Totalausfall „Seelen“, dass er nichts verlernt hat. Für einen Kinostart hat es trotzdem nicht gereicht und der Film (es ist der erste Spielfilm über den Drohnenkrieg) ist aufklärerisch im besten Sinne. Unbedingt sehenswert!
Mit Ethan Hawke, Zoë Kravitz, January Jones, Bruce Greenwood, Jake Abel, Dylan Kenin
Wiederholung: Sonntag, 1. Mai, 01.15 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Moviepilot über „Good Kill“
Metacritic über „Good Kill“
Rotten Tomatoes über „Good Kill“
Wikipedia über „Good Kill“
Meine Besprechung von Andrew Niccols „Seelen“ (The Host, USA 2013)
Andrew Niccol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 7. April: Unkown Identity

April 7, 2016

Vox, 20.15

Unknown Identity (Japan/Kanada/USA/Deutschland 2010, Regie: Jaume Collet-Serra)

Drehbuch: Oliver Butcher, Stephen Cornwell

LV: Didier van Cauwelaert: Hors de moi, 2003 (Unknown Identity)

Berlin: Auf einer Vortragsreise hat der US-Wissenschaftler Martin Harris einen Autounfall. Als er danach mit seiner Frau reden will, behauptet sie, dass sie ihn nicht kennt und irgendwelche Dunkelmänner wollen ihn umbringen. Harris will die Wahrheit herausfinden.

Für die Verfilmung wurde die Handlung von Didier van Cauwelaerts spannendem Pulp-Thriller, dank der hiesigen Filmförderung, von Paris nach Berlin verlegt; die Prämisse, einige Charaktere und die Erklärung für Martin Harris’ Amnesie wurden übernommen. Allerdings ist das Ende im Film wesentlich explosiver und der gesamte Film mit zahlreichen Morden, Schlägereien und Verfolgungsjagden zu Fuß und im Auto viel actionlastiger. Das ist zwar nicht besonders logisch und glaubwürdig (eigentlich sogar noch unglaubwürdiger als der Roman), aber ziemlich unterhaltsam. Und die Berlin-Bilder, inclusive einem Zusammenstoß mit einer Tram und einer Explosion im Hotel Adlon, erfreuen natürlich das lokalpatriotische Herz.

mit Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Bruno Ganz, Sebastian Koch, Frank Langella, Stipe Erceg

Wiederholung: Freitag, 8. April, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Unknown Identity“

Rotten Tomatoes über “Unknown Identity”

Wikipedia über “Unknown Identity” (deutsch, englisch)

Homepage von Didier van Cauwelaert

Meine Besprechung von Didier van Cauwelaerts Roman “Unknown Identity”

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras “Non-Stop” (Non-Stop, USA 2013; ebenfalls mit Liam Neeson)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Run all Night“ (Run all Night, USA 2015; und noch einmal mit Liam Neeson)


TV-Tipp für den 27. Juli: Good Kill – Tod aus der Luft

Juli 27, 2015

ZDF, 22.15
Good Kill – Tod aus der Luft (USA 2015, Regie: Andrew Niccol)
Drehbuch: Andrew Niccol
Ruhiges, äußerst intensives Drama über die Gewissenskonflikte von einem Ex-Kampfpiloten (Ethan Hawke), der jetzt Drohnenpilot ist und, wie viele Kollegen, seelische Probleme mit dem Töten per Drohne und seinem normalen Leben, nach Feierabend, in Las Vegas (das hätte Hollywood sich nicht besser ausdenken können: die echten Basen sind in der Nähe des Spielerparadieses) hat.
Das Drehbuch ist straff und facettenreich (auch wenn das Militär etwas nachdenklicher, selbtreflexiver und vernünftiger rüberkommt, als es wohl in der Realität der Fall ist), die Schauspieler überzeugend, und Andrew Niccol („Gattaca“, „Lord of War“, beide ebenfalls mit Hawke) zeigt nach dem Totalausfall „Seelen“, dass er nichts verlernt hat. Für einen Kinostart hat es trotzdem nicht gereicht und der Film (es ist der erste Spielfilm über den Drohnenkrieg) ist aufklärerisch im besten Sinne. Unbedingt sehenswert!
Anschließend, um 23.50 Uhr, läuft die okaye 45-minütige Doku „Drohnenkrieg – Tod aus der Luft“, die dem Film erstaunlich wenig hinzufügt.
Mit Ethan Hawke, Zoë Kravitz, January Jones, Bruce Greenwood, Jake Abel, Dylan Kenin
Wiederholung: Mittwoch, 29. Juli, 01.50 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Moviepilot über „Good Kill“
Metacritic über „Good Kill“
Rotten Tomatoes über „Good Kill“
Wikipedia über „Good Kill“
Meine Besprechung von Andrew Niccols „Seelen“ (The Host, USA 2013)
Andrew Niccol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 27. April: Unknown Identity

April 26, 2014

RTL, 20.15/23.15

Unknown Identity (Japan/Kanada/USA/Deutschland 2010, Regie: Jaume Collet-Serra)

Drehbuch: Oliver Butcher, Stephen Cornwell

LV: Didier van Cauwelaert: Hors de moi, 2003 (Unknown Identity)

Berlin: Auf einer Vortragsreise hat der US-Wissenschaftler Martin Harris einen Autounfall. Als er danach mit seiner Frau reden will, behauptet sie, dass sie ihn nicht kennt und irgendwelche Dunkelmänner wollen ihn umbringen. Harris will die Wahrheit herausfinden.

Für die Verfilmung wurde die Handlung von Didier van Cauwelaerts spannendem Pulp-Thriller, dank der hiesigen Filmförderung, von Paris nach Berlin verlegt; die Prämisse, einige Charaktere und die Erklärung für Martin Harris’ Amnesie wurden übernommen. Allerdings ist das Ende im Film wesentlich explosiver und der gesamte Film mit zahlreichen Morden, Schlägereien und Verfolgungsjagden zu Fuß und im Auto viel actionlastiger. Das ist zwar nicht besonders logisch und glaubwürdig (eigentlich sogar noch unglaubwürdiger als der Roman), aber ziemlich unterhaltsam. Und die Berlin-Bilder, inclusive einem Zusammenstoß mit einer Tram und einer Explosion im Hotel Adlon, erfreuen natürlich das lokalpatriotische Herz.

mit Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Bruno Ganz, Sebastian Koch, Frank Langella, Stipe Erceg

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Unknown Identity“

Rotten Tomatoes über “Unknown Identity”

Wikipedia über “Unknown Identity” (deutsch, englisch)

Homepage von Didier van Cauwelaert

Meine Besprechung von Didier van Cauwelaerts Roman “Unknown Identity”

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Non-Stop“ (Non-Stop, USA 2013; ebenfalls mit Liam Neeson)


DVD-Kritik: Madame schießt scharf in „Sweetwater“

April 7, 2014

 

Eine Frau im violetten Kleid mit Revolver und Gewehr – allein schon das Bild zeigt, dass „Sweetwater“ kein gewöhnlicher Western ist. Denn diese Frau, gespielt von „Mad Men“-Betty-Draper January Jones, ist wahrlich keine Damsel in Distress. Mit ihrem Mann Miguel Ramirez betreibt Sarah in der Nähe von Sweetwater eine kleine Farm. Sie haben Probleme mit dem Geistlichen Josiah (Jason Isaacs), dessen Schafe bei ihren Spaziergängen durch die freie Natur immer wieder ihren Acker verwüsten. Außerderm gehört er einer, nun, sehr alttestamentarischen Interpretation der Heiligen Schrift an, die dazu führt, dass er schonungslos Leute umbringt. So auch zwei herumziehenden Strauchdiebe, die behaupten, mit dem Gouverneur von Santa Fé verwandt zu sein.

Kurz darauf taucht Sheriff Jackson (Ed Harris) in Sweetwater auf. Er sucht diese beiden spurlos verschwundenen Strauchdiebe, die die Wahrheit sagten – und mit seinem zwischen Provokation und Durchgeknalltheit schwankendem Verhalten, das gegenüber den Stadtvätern und dem Geistlichen jeden Respekt vermissen lässt, provoziert er die Einwohner von Sweetwater.

Als Josiah Miguel tötet, nimmt Sarah das Gesetz in ihre Hände – und dem Blutbad in Sweetwater steht nichts mehr im Weg.

Diese altbekannte Western-Geschichte von Rache und Vergeltung wird in Logan Millers Western „Sweetwater“ eher mitgeschleift, um einen herrlich schrägen, bitterbösen Western voller absurder Situationen, durchgeknallter Charaktere und prächtiger Postkartenaufnahmen zu präsentieren, der wie die unterkühlte Hollywood-Version von „El Topo“ wirkt.

Das ist definitiv kein Western für die breite Masse, aber in der richtigen Verfassung ist er wirklich spaßige Unterhaltung.

Das „Making of“ ist eine einzige, verzichtbare Ansammlung von Lobhuddeleien.

 

Sweetwater - DVD-Cover

 

Sweetwater – Blut schreit nach Blut (Sweetwater, USA 2013)

Regie: Logan Miller

Drehbuch: Logan Miller, Noah Miller, Andrew McKenzie

mit January Jones, Ed Harris, Jason Isaacs, Eduardo Noriega, Jason Aldean

DVD

Studiocanal

Bild: 1.40:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of, Trailer

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Metacritic über „Sweetwater“

Rotten Tomatoes über „Sweetwater“

Wikipedia über „Sweetwater“

 

 

 


TV-Tipp für den 18. September: Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

September 18, 2013

 

3sat, 22.25

Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (USA/F 2005, R.: Tommy Lee Jones)

Drehbuch: Guillermo Arriaga

Ein junger Grenzpolizist erschießt irrtümlich den Rancharbeiter Melquiades Estrada. Sein bester Freund, der Vorarbeiter Pete Perkins, will Estradas letzten Wunsch, eine Beerdigung in seiner Heimat Mexiko, erfüllen. Weil die Polizei sich nicht für den Tod eines Illegalen interessiert und Perkins altmodische Vorstellung von Moral und Ehre hat, entführt er den Todesschützen und begibt sich mit ihm und der Leiche auf den Weg zu Estradas Heimatdorf.

Toller noirischer Neo-Western, der leider nie richtig in unseren Kinos lief. In Cannes erhielten Tommy Lee Jones und Guillermo Arriaga die Preise für beste Regie und bestes Drehbuch. Außerdem erhielt „Die drei Begräbnisse des Melquides Estrada“ den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards als bester Kinofilm.

Der Film ist Tommy Lee Jones’ bislang einziger Kinofilm.

mit Tommy Lee Jones, Barry Pepper, Julio César Cedillo, Dwight Yoakam, January Jones, Melissa Leo, Levon Helm, Guillermo Arriaga

Hinweise

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Rotten Tomatoes über “Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada”

Wikipedia über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“

Unionsverlag über Guillermo Arriaga


TV-Tipp für den 22. Mai: Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

Mai 22, 2013

RBB, 22.45

Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (USA/F 2005, R.: Tommy Lee Jones)

Drehbuch: Guillermo Arriaga

Ein junger Grenzpolizist erschießt irrtümlich den Rancharbeiter Melquiades Estrada. Sein bester Freund, der Vorarbeiter Pete Perkins, will Estradas letzten Wunsch, eine Beerdigung in seiner Heimat Mexiko, erfüllen. Weil die Polizei sich nicht für den Tod eines Illegalen interessiert und Perkins altmodische Vorstellung von Moral und Ehre hat, entführt er den Todesschützen und begibt sich mit ihm und der Leiche auf den Weg zu Estradas Heimatdorf.

Toller noirischer Neo-Western, der leider nie richtig in unseren Kinos lief. In Cannes erhielten Tommy Lee Jones und Guillermo Arriaga die Preise für beste Regie und bestes Drehbuch. Außerdem erhielt „Die drei Begräbnisse des Melquides Estrada“ den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards als bester Kinofilm.

Der Film ist Tommy Lee Jones’ bislang einziger Kinofilm.

mit Tommy Lee Jones, Barry Pepper, Julio César Cedillo, Dwight Yoakam, January Jones, Melissa Leo, Levon Helm, Guillermo Arriaga

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“

Wikipedia über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“

Unionsverlag über Guillermo Arriaga


TV-Tipp für den 5. Mai: Unknown Identity

Mai 5, 2013

RTL, 20.15

Unknown Identity (Japan/Kanada/USA/Deutschland 2010, R.: Jaume Collet-Serra)

Drehbuch: Oliver Butcher, Stephen Cornwell

LV: Didier van Cauwelaert: Hors de moi, 2003 (Unknown Identity)

Berlin: Auf einer Vortragsreise hat der US-Wissenschaftler Martin Harris einen Autounfall. Als er danach mit seiner Frau reden will, behauptet sie, dass sie ihn nicht kennt und irgendwelche Dunkelmänner wollen ihn umbringen. Harris will die Wahrheit herausfinden.

Für die Verfilmung wurde die Handlung von Didier van Cauwelaerts spannendem Pulp-Thriller, dank der hiesigen Filmförderung, von Paris nach Berlin verlegt; die Prämisse, einige Charaktere und die Erklärung für Martin Harris’ Amnesie wurden übernommen. Allerdings ist das Ende im Film wesentlich explosiver und der gesamte Film mit zahlreichen Morden, Schlägereien und Verfolgungsjagden zu Fuß und im Auto viel actionlastiger. Das ist zwar nicht besonders logisch und glaubwürdig (eigentlich sogar noch unglaubwürdiger als der Roman), aber ziemlich unterhaltsam. Und die Berlin-Bilder, inclusive einem Zusammenstoß mit einer Tram und einer Explosion im Hotel Adlon, erfreuen natürlich das lokalpatriotische Herz.

mit Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Bruno Ganz, Sebastian Koch, Frank Langella, Stipe Erceg

Wiederholung: Montag, 6. Mai, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Unknown Identity“

Rotten Tomatoes über „Unknown Identity“

Wikipedia über „Unknown Identity“ (deutsch, englisch)

Homepage von Didier van Cauwelaert

Meine Besprechung von Didier van Cauwelaerts Roman „Unknown Identity“


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