TV-Tipp für den 3. Oktober: Die Blechtrommel

Oktober 2, 2019

BR, 22.45

Die Blechtrommel (Deutschland/Frankreich 1979)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Jean-Claude Carrière, Franz Seitz, Günther Grass (Dialogbearbeitung)

LV: Günter Grass: Die Blechtrommel, 1959

Die Geschichte von Blechtrommler Oskar Matzerath, der am 12. September 1927 als Dreijähriger beschließt, nicht weiter zu wachsen.

Ein Klassiker des deutschen Films, ausgezeichnet, u. a., mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar als bester ausländischer Film und ein Kassenerfolg.

Mit David Bennent, Mario Adorf, Angela Winkler, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach, Heinz Bennent, Andrea Ferréol, Fritz Hakl, Ernst Jacobi, Otto Sander, Charles Aznavour

Hinweise

Filmportal über „Die Blechtrommel“

Rotten Tomatoes über „Die Blechtrommel“

Wikipedia über „Die Blechtrommel“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“, mitten im miserablen Leben zeichnend

April 20, 2019

Vincent van Gogh (geboren am 30. März 1853 in Groot-Zundert, gestorben am 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise) ist ein weltbekannter niederländischer Maler und Zeichner, der sich sein linkes Ohr abschnitt. Als einer der Begründer der modernen Malerei wird er zu den Post-Impressionisten gezählt. Zu Lebzeiten wurden seine Werke kaum verkauft. Inzwischen erzielen sie bei Auktionen astronomische Preise.

Sein heute bekanntes Werk besteht aus über 860 Gemälden und über 1000 Zeichnungen, die alle zwischen 1880 und 1890 entstanden.

Sein Leben wurde in mehreren Spielfilmen erzählt. Zu den bekanntesten gehören Vincente Minnellis „Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft (Lust for Life, 1956, mit Kirk Douglas als Van Gogh), Robert Altmans „Vincent und Theo“ (Vincent and Theo, 1990, mit Tim Roth als Van Gogh), Maurice Pialats „Van Gogh“ (1991, mit Jacques Dutronc als Van Gogh) und, zuletzt, 2017, Dorota Kobiela und Hugh Welchmans animierter Spielfilm „Loving Vincent“.

Angesichts dieser Menge bekannter Regisseure und Schauspieler, die den Maler in den letzten Jahrzehnten bereits spielten, stellt sich natürlich die Frage, ob wir unbedingt einen weiteren Film über den Maler brauchen. Und der dann auch noch von Willem Dafoe gespielt wird. Denn er dürfte der älteste Schauspieler sein, der bis jetzt Vincent van Gogh spielte. Um nicht missverstanden zu werden: Dafoe ist unbestritten ein grandioser Schauspieler. Aber ist er mit 63 Jahren nicht etwas zu alt, um einen Mittdreißiger zu spielen?

Diese auf den ersten Blick berechtigte Frage wird schnell Makulatur. Abgesehen von den bekannten Selbstporträts und einigen unbekannteren Fotos, auf denen er deutlich älter aussieht als er zum Zeitpunkt der Aufnahme war, gibt es keine Bilder von van Gogh. Insofern fällt es leicht, Dafoe als ausgemergelten, vom Leben gezeichneten van Gogh zu akzeptieren. Und wenn er manisch durch das Bild stolpert oder in einem Zimmer hastig ein Bild malt, dann ist er van Gogh.

Für sein Spiel wurde Dafoe unter anderem als bester Schauspieler für den Oscar und den Golden Globe nominiert. In Venedig, wo der Film letztes Jahr seine Premiere hatte, gab es ebenfalls Preise für Dafoe und Julian Schnabel, den Regisseur von „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“.

Schnabel ist selbst ein bekannter Maler, der erst relativ spät mit der Filmregie begann. Sein Debüt war „Basquiat“ (1996, über den Graffiti-Künstler). Danach folgten „Before Night Falls“ (2000), „Schmetterling und Taucherglocke“ (Le scaphandre et le papillon, 2007) „Lou Reed’s Berlin (2007) und „Miral“ (2010).

In seinem neuesten Spielfilm hat er kein Interesse an einem typischen Biopic. Selbstverständlich bemüht er sich, historisch möglichst genau zu sein. Soweit das bei teilweise widersprechenden Geschichten über bestimmte Ereignisse und fehlender Dokumente überhaupt möglich ist. Es muss also immer wieder spekuliert werden und es kann philosophische Gespräche und Begegnungen geben, die so vielleicht niemals stattgefunden haben.

Aber während andere Filme von außen auf den Künstler blicken, nimmt Schabel van Goghs Perspektive ein und erzählt alles aus van Goghs Perspektive. Wir sind in van Goghs Kopf. Wir sehen die Welt durch seine Augen. Wir erfahren unmittelbar, wie er sich zwischen Genie und Wahnsinn fühlte. Schließlich hatte er zeitlebens psychische Probleme und war immer wieder in psychiatrischer Behandlung. Er kämpfte mit Vorwürfen gegen seinen Malstil und immer wieder steigerte er sich in einen wahren Schaffensrausch hinein.

Schnabel konzentriert sich auf die letzten Lebensjahre von Vincent van Gogh. Es sind die Jahren, in denen er sich als Künstler verwirklichte. Nachdem van Gogh in Paris andere Künstler kennen lernt und erfolglos seine Bilder ausstellt, zieht er nach Arles, einem Dorf in Südfrankreich, verbringt einige Zeit in der Nervenheilanstalt Saint-Remy und seine letzten Tage in Auvers. Immer wieder malt er wie im Rausch Bilder von der Landschaft und von Dorfbewohnern. Schnabel zeigt auch die für Vincent von Gogh wichtigen Beziehungen zu seinem Bruder Theo (Rupert Friend), der ihn zeitlebens förderte, und zu seinem Malerkollegen Paul Gauguin (Oscar Isaac), die verschiedene Malstile hatten und darüber diskutierten.

Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“ ist ein beeindruckendes und originäres Porträt eines innerlich zerrissenen Künstlers, der heute als Genie gefeiert wird.

Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit (At Eternity’s Gate, USA/Frankreich 2018)

Regie: Julian Schnabel

Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Julian Schnabel, Louise Kugelberg

mit Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaac, Mads Mikkelsen, Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Niels Arestrup, Anne Consigny, Amira Casar, Vincent Perez

Länge: 111 Minuten

FSK: ab 6 Jahre (ich würde ihn allerdings nicht mit Kindern besuchen)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Van Gogh“

Metacritic über „Van Gogh“

Rotten Tomatoes über „Van Gogh“

Wikipedia über „Van Gogh“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 30. März: Die Blechtrommel

März 30, 2019

Weil Volker Schlöndorff am Sonntag wieder ein Jahr nicht jünger wird und er dieses Jahr sogar einen runden Geburtstag feiert (was alle anderen TV-Sender ignorieren [Pfui!])

RBB, 22.50

Die Blechtrommel (Deutschland/Frankreich 1979)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Jean-Claude Carrière, Franz Seitz, Günther Grass (Dialogbearbeitung)

LV: Günter Grass: Die Blechtrommel, 1959

Die Geschichte von Blechtrommler Oskar Matzerath, der am 12. September 1927 als Dreijähriger beschließt, nicht weiter zu wachsen.

Ein Klassiker des deutschen Films, ausgezeichnet, u. a., mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar als bester ausländischer Film und ein Kassenerfolg.

Mit David Bennent, Mario Adorf, Angela Winkler, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach, Heinz Bennent, Andrea Ferréol, Fritz Hakl, Ernst Jacobi, Otto Sander, Charles Aznavour

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Blechtrommel“

Wikipedia über „Die Blechtrommel“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 19. Dezember: Cyrano von Bergerac

Dezember 18, 2018

Arte, 22.00

Cyrano von Bergerac (Cyrano de Bergerac, Frankreich 1990)

Regie: Jean-Paul Rappeneau

Drehbuch: Jean-Paul Rappeneau, Jean-Claude Carrière (nach dem Stück von Edmond Rostand)

Frankreich, 17. Jahrhundert: Cyrano, wortgewaltiger Fechtmeister, ist unsterblich in seine schöne Cousine Roxane verliebt. Allerdings hat er einen Pinocchio-würdigen Zinken und deswegen traut er sich nicht, ihr seine Liebe zu gestehen. Also schickt er einen einfältigen, aber gutaussehenden und von ihr begehrten Soldaten an die Liebesfront. Munitioniert mit seien Versen.

Wunderschöne, auf einem Theaterstück basierende, in Versen gesprochene Romanze. „Cyrano von Bergerac“ ist einer der großen Liebesfilme des Kinos. Rappeneaus Version des vielfach verfilmten Stückes könnte sogar die beste Verfilmung sein; in jedem Fall ist es immer noch die bekannteste.

mit Gérard Depardieu, Anne Brochet, Vincent Perez, Jacques Weber, Roland Bertin

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Cyrano von Bergerac“ (schlappe 100 %)

Wikipedia über „Cyrano von Bergerac“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 2. Dezember: Borsalino

Dezember 2, 2018

Arte, 20.15

Borsalino (Borsalino, Frankreich/Italien 1970)

Regie: Jacques Deray

Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Claude Sautet, Jacques Deray, Jean Cau

LV: Eugène Saccamano: Bandits à Marseille, 1959

Marseille, 30 Jahre: Die beiden Kleinganoven Siffredi (Alain Delon) und Capella (Jean-Paul Belmondo) wollen die Stadt beherrschen.

Unglaublich erfolgreicher und unterhaltsamer Gangsterfilm. Heute in der restaurierten Fassung.

Morgen zeigt Arte um 22.30 Uhr die vier Jahre später entstandene Fortsetzung „Borsalino & Co.“. Wieder von Deray inszeniert, wieder mit Delon, aber dieses Mal ohne Belmondo.

mit Jean-Paul Belmondo, Alain Delon, Michel Bouquet, Catherine Rouvel, Francoise Christophe

Wiederholung: Freitag, 7. Dezember, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Borsalino“

Wikipedia über „Borsalino“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 6. Oktober: Die Blechtrommel

Oktober 6, 2018

One, 22.10

Die Blechtrommel (Deutschland/Frankreich 1979)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Jean-Claude Carrière, Franz Seitz, Günther Grass (Dialogbearbeitung)

LV: Günter Grass: Die Blechtrommel, 1959

Die Geschichte von Blechtrommler Oskar Matzerath, der am 12. September 1927 als Dreijähriger beschließt, nicht weiter zu wachsen.

Ein Klassiker des deutschen Films, ausgezeichnet, u. a., mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar als bester ausländischer Film und ein Kassenerfolg.

Mit David Bennent, Mario Adorf, Angela Winkler, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach, Heinz Bennent, Andrea Ferréol, Fritz Hakl, Ernst Jacobi, Otto Sander, Charles Aznavour

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Blechtrommel“

Wikipedia über „Die Blechtrommel“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 21. September: Der Swimmingpool

September 20, 2018

3sat, 22.25

Der Swimmingpool (La piscine, Frankreich/Italien 1968)

Regie: Jacques Deray

Drehbuch: Jean-Emmanuel Conil (Pseudonym von Alain Page), Jean-Claude Carrière (Adaption und Dialoge), Jacques Deray (Adaption und Dialoge)

Viel Story hat „Der Swimmingpool“ nicht, aber darum ging es auch nicht. Denn das High Concept hieß: Das ehemalige Liebespaar „Alain Delon und Romy Schneider am Swimmingpool. Und Jane Birkin ist auch dabei.“

Denn der Filmplot ist (wenn man mehr als Delon und Schneider leicht bekleidet am Swimmingpool sehen will) eine arg zähe Dreiecksgeschichte mit Sex und Mord unter der südfranzösischen Sonne. Der Film war ein Kinohit.

mit Alain Delon, Romy Schneider, Maurice Ronet, Jane Birkin

Hinweise

Homepage von Alain Delon

Wikipedia über Alain Delon (deutsch, englisch, französisch)

Wikipedia über „Der Swimmingpool“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von „Der Leopard“ (mit Alain Delon und Burt Lancaster)

Meine Besprechung von „Die Abenteurer“ (mit Alain Delon und Lino Ventura)

Alain Delon in der Kriminalakte

Kriminalakte zum 75. Geburtstag von Alain Delon


Neu im Kino/Filmkritik: Margarethe von Trotta ist „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“

Juli 12, 2018

Ingmar Bergman ist einer der großen Regisseure der Kinogeschichte und etliche renommierte Regisseure bekennen freimütig, wie sehr Bergman sie beeinflusste. Auch Margarethe von Trotta gehört zu seinen Bewunderern. Als Achtzehnjährige sah sie in den frühen sechziger Jahren in Paris „Das siebente Siegel“ und war sofort begeistert. Bergmans Drama unterschied sich vollständig von den Filmen, die normalerweise in deutschen Kinos gezeigt wurden. Sie wurde später wegen diesem Film Schauspielerin und Regisseurin. Ihren Film „Die bleierne Zeit“ nahm Bergman in einer Liste seiner zehn Lieblingsfilme auf.

Heute sind die Filme des am 30. Juli 2007 auf Fårö gestorbene schwedische Regisseur Ingmar Bergman fast unbekannt. Jedenfalls beim breiten Publikum. Im Gegensatz zu den oft im Fernsehen laufenden Filmen von Alfred Hitchcock oder Stanley Kubrick werden Bergmans Filme selten im Fernsehen gezeigt. Auf DVD sind sie zwar erhältlich, aber halt nicht als Stapelware oder Angebot der Woche im nächsten Elektronik-Handel.

Denn Ingmar Bergmans Filme sind schwere Kost. Seine bekanntesten Film – „Das Lächeln einer Sommernacht“ (1956), „Das siebente Siegel“ (1957), „Wilde Erdbeeren“ (1958), „Das Schweigen“ (1963), „Persona“ (1966) und „Die Stunde des Wolfs“ (1968) – entstanden bereits vor über fünfzig Jahren und es sind SW-Filme. „Szenen einer Ehe“ (1973) und „Das Schlangenei“ (1977) waren spätere Erfolge, ehe er mit dem dreistündigen Epos „Fanny und Alexander“ 1982 seinen mit dem Filmstart angekündigten Abschied vom Kino nahm. Er inszenierte danach weitere Filme. Aber für das Kino war er verloren. Es waren TV-Arbeiten, die alle nicht die lange anhaltende Rezeption und Bekanntheit seiner Kinofilme haben.

Seit Mitte der siebziger Jahren inszenierte Bergman vor allem Theaterstücke. Unter anderem arbeitete er viele Jahre am Münchner Residenztheater. Teilweise waren diese Stücke die Grundlage für spätere Filme, wie „Herbstsonate“ (1978) und „Aus dem Leben der Marionetten“ (1980), ein TV-Film mit Robert Atzorn, Rita Russek und Gaby Dohm, die damals zum Ensemble des Residenztheaters gehörten.

Mit Russek und Dohm unterhielt von Trotta sich für ihr Doku-Essay „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“. Ihr erster Dokumentarfilm ist formal mit seiner Mischung aus Filmausschnitten, Archivaufnahmen und sprechenden Köpfen ein konventioneller Dokumentarfilm. Allerdings interessiert sie sich nicht dafür, chronologisch und möglichst umfassend Bergmans Werk vorzustellen. Sie geht auch davon aus, dass man Ingmar Bergmans Werk und seine Bedeutung für die Filmgeschichte wenigstens rudimentär kennt. Sonst hätte sie mehr auf Bergmans Klassiker und weniger auf seine Zeit in Deutschland konzentriert, wohin er 1976 nach einer schnell fallengelassenen Klage wegen Steuerhinterziehung floh und die nächsten Jahre vor allem am Theater arbeitete.

Neben Russek und Dohm unterhielt von Trotta sich für den Film mit anderen Filmschaffenden, wie Jean-Claude Carrière, Olivier Assayas, Carlos Saura und Ruben Östland, Menschen, die mit Bergmann arbeiteten, wie die Schauspielerin Liv Ullmann, seine Assistenten Katinka Faragó und Johannes Kaetzler (am Bayerischen Staatsschauspiel), und Bergmans Kindern Daniel und Ingmar. Insgesamt war Bergman fünfmal verheiratet und er hat neun Kinder. In diesen Gesprächen wird auf Bergmans problematische Persönlichkeit, seine Themen und sein Umgang mit seinen Ehefrauen und Kindern eingegangen. Das eröffnet einen intimen Blick auf Bergman und am Ende des Films will man wieder einen Bergman-Film sehen.

Auf der Suche nach Ingmar Bergman (Deutschland 2018)

Regie: Margarethe von Trotta, Felix Moeller (Co-Regie), Bettina Böhler (Co-Regie)

Drehbuch: Margarethe von Trotta, Felix Moeller

mit Ingmar Bergman (Archivaufnahmen), Margarethe von Trotta, Liv Ullmann, Daniel Bergman, Ruben Östlund, Mia Hansen-Love, Carlos Saura, Olivier Assayas, Stig Björkman, Gunnel Lindblom, Jean-Claude Carriére, Ingmar Bergman Jr., Katinka Faragó, Jan Holmberg, Johannes Kaetzler, Gaby Dohm, Rita Russek, Halfdan Ullman Tøndel, Mia Hansen-Løve, Julia Dufvenius

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Filmportal über „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“

Moviepilot über „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“

Rotten Tomatoes über „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“

Wikipedia über Ingmar Bergman (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Margarethe von Trottas “Hannah Arendt” (Deutschland 2012; DVD-Besprechung)

Ingmar Bergman im TV

Eigentlich ist ein Geburtstag oder Todestag für die TV-Sender eine willkommene Gelegenheit, noch einmal all die wichtigen und weniger wichtigen Filme des Geehrten zu zeigen. Und wenn das wichtige Datum im Sommer während einer Fußball-WM ist, müssen die Programmplaner sich beim Plündern der Archive auch keine Gedanken mehr über die Quote machen.

Aber bei Ingmar Bergman wird wenig gezeigt und bei einem Sender, von dem man es nicht erwartet hätte, scheint ein fanatischer Ingmar-Bergman-Fan zu sitzen, der sein Wunschprogramm sogar ohne Werbepausen präsentieren darf.

Gezeigt werden

Samstag, 14. Juli

3sat, 20.15: Ingmar Bergman – Herr der Dämonen (Dokumentarfilm, TV-Premiere)

3sat, 21.15: Szenen einer Ehe (Schweden 1973)

Tele 5, 20.15: Das siebente Siegel (Schweden 1956)

Tele 5, 21.45: Wilde Erdbeeren (Schweden 1957)

Tele 5, 23.15: Das Schweigen (Schweden 1963)

Sonntag, 15. Juli

Tele 5, 20.15: Fanny und Alexander (Schweden/Deutschland/Frankreich 1983) (Kinofassung)

Tele 5, 23.10: Fanny und Alexander (Schweden/Deutschland/Frankreich 1983) (Vierteilige TV-Fassung)

Tele 5, 04.10: Das siebente Siegel (Schweden 1956)


TV-Tipp für den 11. Mai: Die Blechtrommel – Director’s Cut

Mai 11, 2018

3sat, 23.00

Die Blechtrommel – Director’s Cut (Deutschland/Frankreich 1979)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Jean-Claude Carrière, Franz Seitz, Günther Grass (Dialogbearbeitung)

LV: Günter Grass: Die Blechtrommel, 1959

Die Geschichte von Blechtrommler Oskar Matzerath, der am 12. September 1927 als Dreijähriger beschließt, nicht weiter zu wachsen.

Ein Klassiker des deutschen Films, ausgezeichnet, u. a., mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar als bester ausländischer Film und ein Kassenerfolg. 3Sat zeigt heute den längeren „Director’s Cut“, der möglich wurde, weil 2010 in den Geyer-Kopierwerken Negative von 1979 weggelassenen Szenen entdeckt wurden.

Mit David Bennent, Mario Adorf, Angela Winkler, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach, Heinz Bennent, Andrea Ferréol, Fritz Hakl, Ernst Jacobi, Otto Sander, Charles Aznavour

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Blechtrommel“

Wikipedia über „Die Blechtrommel“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 30. März: Belle de jour – Schöne des Tages

März 30, 2016

Arte, 20.15

Belle de jour – Schöne des Tages (Frankreich/Italien 1967, Regie: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Joseph Kessel: Belle de jour, 1928 (Belladonna; La belle de jour- Die Schöne des Tages)

Arztgattin Séverine langweilt sich. Als Lebemann Husson sie mit Madame Anais und ihrem Etablissement für erotische Wünsche und Fantasien bekannt macht, beginnt Séverine ein Doppelleben.

Einer von Buñuels zugänglichsten Filmen über die Doppelmoral des Großbürgertums. Er erhielt den Goldenen Löwen in Venedig und war bei Kritik und Zuschauern ein Erfolg. Deneuve war danach auf die Rolle der kühlen Blondine festgelegt.

Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Belle de jour”

Wikipedia über “Belle de jour”


TV-Tipp für den 24. Februar: Der Swimmingpool

Februar 24, 2016

Arte, 20.15

Der Swimmingpool (Frankreich/Italien 1968, Regie: Jacques Deray)

Drehbuch: Jean-Emmanuel Conil (Pseudonym von Alain Page), Jean-Claude Carrière (Adaption und Dialoge), Jacques Deray (Adaption und Dialoge)

Viel Story hat „Der Swimmingpool“ nicht, aber darum ging es auch nicht. Denn das High Concept hieß: Das ehemalige Liebespaar „Alain Delon und Romy Schneider am Swimmingpool. Und Jane Birkin ist auch dabei.“

Denn der Filmplot ist eine (wenn man mehr als Delon und Schneider leicht bekleidet am Swimmingpool sehen will) arg zähe Dreiecksgeschichte mit Sex und Mord unter der südfranzösischen Sonne. Der Film war ein Kinohit.

mit Alain Delon, Romy Schneider, Maurice Ronet, Jane Birkin

Hinweise

Arte über die kleine Alain-Delon-Reihe

Homepage von Alain Delon

Wikipedia über Alain Delon (deutsch, englisch, französisch)

Wikipedia über „Der Swimmingpool“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von „Der Leopard“ (mit Alain Delon und Burt Lancaster)

Meine Besprechung von „Die Abenteurer“ (mit Alain Delon und Lino Ventura)

Alain Delon in der Kriminalakte

Kriminalakte zum 75. Geburtstag von Alain Delon


TV-Tipp für den 7. April: Belle de jour – Schöne des Tages

April 7, 2015

ZDFkultur, 23.50

Belle de jour – Schöne des Tages (Frankreich/Italien 1967, Regie: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Joseph Kessel: Belle de jour, 1928 (Belladonna; La belle de jour- Die Schöne des Tages)

Arztgattin Séverine langweilt sich. Als Lebemann Husson sie mit Madame Anais und ihrem Etablissement für erotische Wünsche und Fantasien bekannt macht, beginnt Séverine ein Doppelleben.

Einer von Buñuels zugänglichsten Filmen über die Doppelmoral des Großbürgertums. Er erhielt den Goldenen Löwen in Venedig und war bei Kritik und Zuschauern ein Erfolg. Deneuve war danach auf die Rolle der kühlen Blondine festgelegt.

Davor zeigt ZDFkultur, ebenfalls mit Catherine Deneuve, um 20.15 „Die schönen Wilden“ (Frankreich 1975) und um 21.55 Uhr „Place Vendôme – Heiße Diamanten“ (Frankreich 1998).

Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Belle de jour“

Wikipedia über “Belle de jour”


TV-Tipp für den 16. März: Mord in Barcelona

März 15, 2014

 

Arte, 20.15

Mord in Barcelona (Frankreich 1978, Regie: Jacques Deray)

Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Tonino Guerra, Jacques Deray

LV: John Gearon: The Velvet Well, 1946

Marineoffizier Roland Fériaud will in Barcelona nur drei Tage mit seiner Frau verbringen. Er wird er in seinem Hotelzimmer niedergeschlagen und als er in einem Sanatorium erwacht, befindet er sich in einem Alptraum. Denn er soll einen Mord beobachtet haben, seine Frau wird entführt und ein Koffer spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Toller, selten gezeigter atmosphärischer Thriller, der anscheinend mit der Vorlage nur wenig zu tun und ein durchaus umstrittenes Ende hat.

Ein dichter, spannender Film, der in manchem an Hitchcock erinnert: Die Ordnung der Welt ist zerbrechlich, durch ihre Risse bricht unversehens das Grauen über die Bürger. Ein Film von großer Präzision und stilistischem Können.“ (Zoom-Filmbeobachter)

mit Lino Ventura, Claudine Auger, Paul Crauchet, Jean Bouise, Nicole Garcia, Roland Bertin

Wiederholungen

Dienstag, 18. März, 13.50 Uhr

Freitag, 28. März, 13.50 Uhr

Mittwoch, 2. April, 13.45 Uhr

Hinweise

Arte über „Mord in Barcelona“

Wikipedia über „Mord in Barcelona“

Jacques Deray in der Kriminalakte

Meine Besprechung des Films “Die Abenteurer” (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura)

Lino Ventura in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Das Mädchen und der Künstler“ und die Einsamkeit der Pyrenäen

Dezember 26, 2013

 

Fernando Truebas neuer Film ist etwas aus der Zeit gefallen. Nicht unbedingt, weil er Schwarz-Weiß ist. Das waren zuletzt unter anderem auch „The Artist“, der sogar ein Stummfilm ist, „Oh Boy“, „Frances Ha“, „A Field in England“ und „Die andere Heimat“ und, demnächst, „Nebraska“. Auch nicht, weil er in der Vergangenheit spielt oder mit Jean Rochefort und Claudia Cardinale zwei seit Jahrzehnten bekannte Schauspieler, Stars des europäischen Kinos, für wichtige Rollen verpflichtete oder das Drehbuch mit Jean-Claude Carriére schrieb, sondern weil Fernando Trueba in „Das Mädchen und der Künstler“ eine Liebeserklärung an die Kunst, die Schönheit und die Weiblichkeit, formuliert, die heute wie das Echo aus einer längst vergangenen Zeit wirkt.

Immerhin ist der berühmte Bildhauer Marc Cros (Jean Rochefort) mit seinen achtzig Jahren nicht mehr der Jüngste. Seine Tage verbringt er, indem er durch die französischen Wälder nahe der spanischen Grenze streift und auf dem Dorfplatz gelangweilt das Geschehen beobachtet. Während sein Blick auf einigen jungen Frauen ruht, paradieren plötzlich Soldaten schneidig ins Bild. Wir sind im von den Deutschen besetzten Frankreich im Kriegsjahr 1943.

Cros‘ Frau Léa (Claudia Cardinale), die ihren Mann vor Jahrzehnten als sein Modell kennenlernte, entdeckt auf dem Dorfplatz das Mädchen Mercè (Aida Folch), eine junge Katalanin, die vor Francos Truppen nach Frankreich flüchtete. Léa bietet ihr einen Unterschlupf in der abgelegen in den Bergen liegenden Werkstatt von ihrem Mann an, wenn sie ihm dafür Modell steht. Mercè geht, auch wenn sie keine Ahnung von der Arbeit als Modell hat, auf das Angebot ein. Marc Cros beginnt sie, als Vorstudien für seine Skulptur, in der Landschaft zu porträtieren, meistens nackt, und auch in seiner Werkstatt beginnt er Modelle von ihr anzufertigen. Sie könnte, nach einer jahrelangen Pause, sein letztes Werk werden, für das er die Ruhe der Berge braucht. Trotzdem durchbricht die Kriegswirklichkeit immer wieder die Käseglocke des Bildhauers.

Fernando Trueba, zu dessen früheren Filmen der mit dem Oscar als bester ausländischer Film „Belle Époque – Saison der Liebe“, die missglückte Donald-E.-Westlake-Verfilmung „Eine Blondine zuviel – Two Much“, „Das Mädchen deiner Träume“ und der Oscar-nominierte Animationsfilm „Chico & Rita“ gehören, beobachtet die sich entwickelnde Freundschaft zwischen dem Künstler und seinem Modell und das Leben im Dorf, wenn beispielsweise die Dorfkinder unbedingt herausfinden wollen, was in der Werkstatt von Cros passiert, mit einem altersmilden Blick, der auch der von Cros ist, der nur noch in seinem Elfenbeinturm lebt. Es ist auch ein Blick, der aus jedem Bild ein Stillleben macht und der sommerlich entspannt in ruhigem Tempo durch die Geschichte schreitet. Immerhin entsteht eine Skulptur nicht in einem furiosen Ausbruch künstlerischer Energie, sondern langsam über mehrere Wochen in einem von der Welt abgeschiedenem Landstrich, in dem – bis auf die wenigen Belästigungen des Krieges, wie über die Berge kommende Flüchtlinge und deutsche Soldaten, von denen der eine, den wir genauer kennen lernen, ein Kunstliebhaber ist, der seine Dissertation über Marc Cros schreiben will – die Welt noch in Ordnung ist.

Das Mädchen und der Künstler - Plakat

Das Mädchen und der Künstler (El artista y la modelo, Spanien 2012)

Regie: Fernando Trueba

Drehbuch: Fernando Trueba, Jean-Claude Carriére

mit Jean Rochefort, Aida Folch, Claudia Cardinale, Götz Otto, Chus Lampreave, Christian Sinniger

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Spanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Das Mädchen und der Künstler“

Moviepilot über „Das Mädchen und der Künstler“

Metacritic über „Das Mädchen und der Künstler“

Rotten Tomatoes über „Das Mädchen und der Künstler“

Wikipedia über „Das Mädchen und der Künstler“ (englisch, spanisch)

 

 


TV-Tipp für den 20. Oktober: Belle de jour

Oktober 20, 2013

3sat, 23.35

Belle de jour – Schöne des Tages (F/I 1967, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Joseph Kessel: Belle de jour, 1928 (Belladonna; La belle de jour- Die Schöne des Tages)

Arztgattin Séverine langweilt sich. Als Lebemann Husson sie mit Madame Anais und ihrem Etablissement für erotische Wünsche und Fantasien bekannt macht, beginnt Séverine ein Doppelleben.

Einer von Buñuels zugänglichsten Filmen über die Doppelmoral des Großbürgertums. Er erhielt den Goldenen Löwen in Venedig und war bei Kritik und Zuschauern ein Erfolg. Deneuve war danach auf die Rolle der kühlen Blondine festgelegt.

Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page

Wiederholung: Montag, 21. Oktober, 04.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über “Belle de jour”


TV-Tipp für den 15. Juli: Der diskrete Charme der Bourgeoisie/Dieses obskure Objekt der Begierde

Juli 15, 2013

Arte, 20.15

Der diskrete Charme der Bourgoisie (Frankreich 1972, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

Eine noble Abendgesellschaft will gemeinsam dinieren. Dummerweise geht immer etwas schief.

Luis Buñuel surrealistische Satire auf das genusssüchtige Großbürgertum erhielt unter anderem den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

mit Fernando Rey, Paul Frankeur, Delphine Seyrig, Bulle Ogier, Stéphane Audran, Jean-Pierre Cassel, Julien Bertheau, Michel Piccoli

Wiederholung: Dienstag, 16. Juli, 14.05 Uhr

Hinweise

Arte über „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“

Rotten Tomatoes über „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“

Wikipedia über „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“

Arte, 21.55

Dieses obskure Objekt der Begierde (Frankreich/Spanien, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Pierre Louÿs: La femme et le pantin, 1898 (Das Weib und der Hampelmann; Dieses obskure Objekt der Begierde)

Luis Buñuels letzter Spielfilm: Ein vermögender, verwitweter, älterer Geschäftsmann verliebt sich in sein 18-jähriges Hausmädchen. Dummerweise weist sie seine plumpen Annäherungsversuche standhaft zurück.

Das Objekt der Begierde wird von Carole Bouquet (die kühle Intellektuelle) und Ángela Molina (die sinnliche Verführerin) gespielt. Durch die Aufspaltung der Rolle auf zwei Schauspielerinnen konnte Luis Buñuel auch optisch ihre verschiedenen Charakterzüge zeigen.

Ein würdiger letzter Film

mit Fernando Rey, Carole Bouquet, Ángela Molina, Julien Bertheau, André Weber

Hinweise

Arte über Luis Buñuel (eigentlich nur eine lieblose Ankündigung der Buñuel-Reihe)

Wikipedia über Luis Buñuel

Arte über „Dieses obskure Objekt der Begierde“

Rotten Tomatoes über „Dieses obskure Objekt der Begierde“

Wikipedia über „Dieses obskure Objekt der Begierde“


TV-Tipp für den 8. Juli: Belle de jour – Schöne des Tages/Tristana

Juli 8, 2013

Arte, 20.15

Belle de jour – Schöne des Tages (F/I 1967, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Joseph Kessel: Belle de jour, 1928 (Belladonna; La belle de jour- Die Schöne des Tages)

Arztgattin Séverine langweilt sich. Als Lebemann Husson sie mit Madame Anais und ihrem Etablissement für erotische Wünsche und Fantasien bekannt macht, beginnt Séverine ein Doppelleben.

Einer von Buñuels zugänglichsten Filmen über die Doppelmoral des Großbürgertums. Er erhielt den Goldenen Löwen in Venedig und war bei Kritik und Zuschauern ein Erfolg. Deneuve war danach auf die Rolle der kühlen Blondine festgelegt.

Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page

Hinweise

Wikipedia über “Belle de jour”

Arte, 21.50

Tristana (Spanien/Italien/Frankreich 1970, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Julio Alejandro

LV: Benito Pérez Galdós: Tristana, 1892 (Tristana)

Die junge Tristana begibt sich auf den Wunsch ihrer Mutter in die Obhut des vierzig Jahre älteren Don Lope, der auch ihr Liebhaber sein möchte. Sie flüchtet zu einem jungen Maler und kehrt, als sie schwer erkrankt, zu Don Lope zurück.

Zehn Jahre nach „Viridiana“ drehte Buñuel wieder in Spanien und selbstverständlich nimmt er sich auch in diesem, in Toledo gedrehtem Drama über den Verlust von Unschuld, Abhängigkeiten und Macht die spanische bürgerliche Gesellschaft und die katholische Kirche mit ihrer Doppelmoral vor.

Das dürfte der einzige Film sein, in dem die Blondine Catherine Deneuve braune Haare hat.

mit Catherine Deneuve, Fernando Rey, Franco Nero, Lola Gaos

Hinweise

Arte über Luis Buñuel (eigentlich nur eine lieblose Ankündigung der Buñuel-Reihe)

Wikipedia über Luis Buñuel und über „Tristana“


TV-Tipp für den 1. Juli: Tagebuch einer Kammerzofe/Der diskrete Charme des Luis Buñuel/Viridiana

Juli 1, 2013

 

Einen richtig fetten Luis-Buñuel-Themenabend gibt es heute.

Luis Buñuel Portolés (* 22. Februar 1900 in Calanda, Spanien; † 29. Juli 1983 in Mexiko-Stadt, Mexiko) war war ein spanisch-mexikanischer Filmemacher, der in der Frühzeit des Films als surrealistischer Regisseur bekannt wurde. Er zählt zu den wichtigsten Filmregisseuren des 20. Jahrhunderts.

Da widerspreche ich Wikipedia bestimmt nicht.

Arte zeigt um

20.15 Uhr

Tagebuch einer Kammerzofe (Frankreich/Italien 1964, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Octave Mirabeau: Le Journal d’une femme de chambre, 1900 (Tagebuch einer Kammerzofe)

Buñuel verlegte die Geschichte in die späten zwanziger Jahre und lässt die Kammerzofe einen Blick auf die verkommene feine Gesellschaft mit ihren sexuellen Perversionen werfen.

Bösartige Satire

mit Jeanne Moreau, Michel Piccoli, Georges Gèret, Francois Lugagne

21.50 Uhr

Der diskrete Charme des Luis Buñuel (Frankreich 2013, R.: François Lévy-Kuentz)

Doku über den Regisseur.

22.45 Uhr (VPS 22.40)

Viridiana (Mexiko/Spanien 1961,: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Julio Alejandro

Der Film wurde in Spanien sofort verboten, erhielt in Cannes die Goldene Palme, war auch in anderen Ländern ein Skandalfilm und heute zählt diese Abrechnung mit dem Bürgertum und der Kirche zu den wichtigsten und besten Filmen von Luis Buñuel.

mit Silvia Pinal, Fernando Rey, Francisco Rabal

Hinweise

Arte über Luis Buñuel (eigentlich nur eine lieblose Ankündigung der Buñuel-Reihe)

Wikipedia über Luis Buñuel

 


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