TV-Tipp für den 20. Mai: Happy End

Mai 19, 2020

Arte, 20.15

Happy End (Happy End, Frankreich/Deutschland/Österreich 2017)

Regie: Michael Haneke

Drehbuch: Michael Haneke

Bitterböses Porträt einer Bauunternehmerfamilie, in der der Patriarch sich umbringen will, die Tochter die Geschäfte führt, der Sohn fremdgeht und ihre Kinder sich so überhaupt nicht für die Firmennachfolge empfehlen.

Böswillig gesagt ist „Happy End“ ein Haneke Best-of. Schlecht ist das nicht, aber halt nicht so wahnsinnig innovativ und nicht so grandios, wie seine besten Werke.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant, Mathieu Kassovitz, Fantine Harduin, Franz Rogowski, Laura Verlinden, Toby Jones, Hassam Ghancy, Nabiha Akkari

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

AlloCiné über „Happy End“

Filmportal über „Happy End“

Moviepilot über „Happy End“

Metacritic über „Happy End“

Rotten Tomatoes über „Happy End“

Wikipedia über „Happy End“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Thomas Assheuers Interviewbuch “Nahaufnahme: Michael Haneke” (2010)

Michael Haneke in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Liebe“ (Amour, Frankreich/Deutschland/Österreich 2012)

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Happy End“ (Happy End, Frankreich/Deutschland/Österreich 2017)

Buchtipp

Schon vor über einem Jahr erschienen und mit deutlich über eintausendreihundert Seiten kein leichtes Buch: „Die Drehbücher“ von Michael Haneke. Es enthält die Drehbücher der Kinofilme von Michael Haneke. Das sind „Der siebente Kontinent“ (1989), „Benny’s Video“ (1992), „71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls“ (1994), „Der Kopf des Mohren“ (1995, verfilmt von Paulus Manker), „Funny Games“ (1997, US-Remake 2008), „Code: Unbekannt“ (2000), „Die Klavierspielerin“ (2001), „Wolfzeit“ (2003), „Caché“ (2005), „Das weiße Band“ (2009), „Liebe“ (2012), „Flashmob“ (noch nicht verfilmt) und „Happy End“ (2017).

Für Cineasten ein Pflichtkauf.

Michael Haneke: Die Drehbücher

Hoffmann und Campe, 2019

1344 Seiten

54 Euro


TV-Tipp für den 9. Dezember: Der Clou von Paris

Dezember 9, 2019

Arte, 22.10

Der Clou von Paris (Le Voyou, Frankreich/Italien 1970)

Regie: Claude Lelouch

Drehbuch: Claude Lelouch, Claude Pinoteau, Pierre Uytterhoeven

Ein sympathischer Berufsverbrecher entführt einen fünfjährigen Jungen. Während der Lösegeldverhandlungen bemerkt er, dass er sich sehr gut mit dem Jungen versteht. Und danach beginnen seine wirklichen Probleme.

Eine seit Ewigkeiten nicht mehr, falls überhaupt jemals im TV gezeigte Gaunerkomödie.

Erfrischend gespielte Krimi-Komödie mit einem hervorragenden Hauptdarsteller. Die eleganten formalen Spielereien können auf Dauer aber nicht die Banalität der Handlungs- und Typenklischees verdecken.“ (Lexikon des internationalen Films)

Lelouch ist vor allem für seine Liebesfilme bekannt. Er inszenierte u. a. „Ein Mann und eine Frau“, „Ein glückliches Jahr“, „Ein Hauch von Zärtlichkeit“, „Der Mann, der mir gefällt“ und „Die Entführer lassen grüßen“.

mit Jean-Louis Trintignant, Charls Denner, Danièle Delorne, Christine Lelouch, Yves Robert, Sacha Distel

alternative Titel: „Voyou – Der Gauner“, „Voyou oder ein Strolch in Paris“

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Clou von Paris“

Wikipedia über „Der Clou von Paris“ (englisch, französisch)


TV-tipp für den 23. September: Drei Farben: Rot

September 22, 2019

Arte, 21.45

Drei Farben: Rot (Trois couleurs: Rouge, Frankreich/Polen/Schweiz 1994)

Regie: Krzysztof Kieslowski

Drehbuch: Krzysztof Kieslowski, Krzysztof Piesiewicz

Eine Studentin überfährt die Schäferhündin eines misanthropischen, ehemaligen Richters, der illegal die Telefongespräche seiner Nachbarn abhört. Trotzdem fühlt sie sich, auch wegen ihrer persönlichen Situation, von ihm angezogen.

Fulminante Abschluss von Kieslowskis Drei-Farben-Trilogie. „’Drei Farben: Rot‘ ist Höhepunkt, Krönung und Abschluss der Drei-Farben-Trilogie, die die Farben der Trikolore – Blau, Weiß, Rot – zu den Idealen der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – in spannungsvolle Beziehung setzt und ihre Wertigkeiten für die heutige Zeit untersucht.“ (Fischer Film Almanach 1995)

mit Irène Jacob, Jean-Louis Trintignant, Frédérique Feder, Jean-Pierre Lorit

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Drei Farben: Rot“

Wikipedia über „Drei Farben: Rot“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 21. August: Ich bin wie ich bin

August 20, 2019

One, 22.00

Ich bin wie ich bin (Col cuore in gola/Le Coeur aux Levres, Italien/Frankreich 1967)

Regie: Tinto Brass

Drehbuch: Pierre Lévy, Francesca Longo, Sergio Donati

LV: Sergio Donati: Il sepolcro di carta, 1955

Ein junger Mann will eine junge Frau beeindrucken, indem er einen Mord aufklärt. Böser Fehler.

Kunterbunter Sixties-Giallo, der inzwischen einen gewissen Kultstatus hat. Damals urteilte das Lexikon des internationalen Films unerbittlich: „bei einer oberflächlichen Mischung aus Sex und Crime bleibt.“

Später inszenierte Tinto Brass „Salon Kitty“ (1976) und „Caligula“ (1979).

Mit Jean-Louis Trintignant, Ewa Aulin, Roberto Bisacco, Charles Kohler, Luigi Bellini, Vira Silenti

Wiederholung: Donnerstag, 22. August, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Ich bin wie ich bin“

Wikipedia über „Ich bin wie ich bin“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 24. Juli: Rendez-vous

Juli 23, 2019

Arte, 22.00

Rendez-vous (Rendez-vous, Frankreich 1985)

Regie: André Téchiné

Drehbuch: André Téchiné, Olivier Assayas

Die junge Nina verlässt die Provinz, um in Paris Schauspielerin zu werden. Vor der großen Karriere trifft sie allerdings auf zwei Männer: den Immobilienmakler Paulot und seinen von Todessehnsucht getriebenen Mitbewohner Quentin, der als Maître de Plaisir in einem Hardcore-Pornotheater arbeitet.

Eine zeitgenössische Kritik: „Aus einer vielschichtigen, komplizierten Geschichte wird durch die beherrschte Inszenierung Téchinés, die hervorragende Kameraarbeit und die mitreißende schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller ein Film von bruchloser Einheitlichkeit und morbider Schönheit.“ (Fischer Film Almanach 1986)

Klingt doch nach dem perfekten Sommerfilm

mit Juliette Binoche, Lambert Wilson, Wadeck Stranczak, Jean-Louis Trintignant, Dominique Lavanant

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Rendez-vous“

Wikipedia über „Rendez-vous“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 24. Januar (+ Buchtipp: Michael Haneke: Die Drehbücher): Liebe

Januar 24, 2019

RBB, 23.30

Liebe (Amour, Frankreich/Deutschland/Österreich 2012)

Regie: Michael Haneke

Drehbuch: Michael Haneke

Georges pflegt seine Frau Anne, mit der er seit Jahrzehnten verheiratet ist – und Michael Haneke beobachtet diesen Weg in den Tod mit der ihm eigenen Präzision.

Der grandiose Film erhielt unter anderem die Goldene Palme (kurz nach seiner Weltpremiere), den Oscar als bester ausländischer Film (er war auch nominiert als bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch und beste Hauptdarstellerin), mehrere Césars und viele weitere Preise.

Warum ich den Film so gut finde, obwohl er nicht unproblematisch ist, habe ich hier erklärt.

mit Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva, Isabelle Huppert, Alexandre Tharaud, William Shimell, Ramón Agirre, Rita Blanco

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Liebe“

Metacritic über „Liebe“

Rotten Tomatoes über „Liebe“

Wikipedia über „Liebe“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Thomas Assheuers Interviewbuch “Nahaufnahme: Michael Haneke” (2010)

Michael Haneke in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Liebe“ (Amour, Frankreich/Deutschland/Österreich 2012)

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Happy End“ (Happy End, Frankreich/Deutschland/Österreich 2017)

Buchtipp

Kürzlich erschienen und mit deutlich über eintausendreihundert Seiten kein leichtes Buch: „Die Drehbücher“ von Michael Haneke. Es enthält die Drehbücher der Kinofilme von Michael Haneke. Das sind „Der siebente Kontinent“ (1989), „Benny’s Video“ (1992), „71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls“ (1994), „Der Kopf des Mohren“ (1995, verfilmt von Paulus Manker), „Funny Games“ (1997, US-Remake 2008), „Code: Unbekannt“ (2000), „Die Klavierspielerin“ (2001), „Wolfzeit“ (2003), „Caché“ (2005), „Das weiße Band“ (2009), „Liebe“ (2012), „Flashmob“ (noch nicht verfilmt) und „Happy End“ (2017).

Für Cineasten ein Pflichtkauf.

Michael Haneke: Die Drehbücher

Hoffmann und Campe, 2019

1344 Seiten

54 Euro


TV-Tipp für den 5. April: Liebe

April 5, 2018

MDR, 23.35
Liebe (Amour, Frankreich/Deutschland/Österreich 2012)
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Georges pflegt seine Frau Anne, mit der er seit Jahrzehnten verheiratet ist – und Michael Haneke beobachtet diesen Weg in den Tod mit der ihm eigenen Präzision.
Der grandiose Film erhielt unter anderem die Goldene Palme (kurz nach seiner Weltpremiere), den Oscar als bester ausländischer Film (er war auch nominiert als bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch und beste Hauptdarstellerin), mehrere Césars und viele weitere Preise.
Warum ich den Film so gut finde, obwohl er nicht unproblematisch ist, habe ich hier erklärt.
mit Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva, Isabelle Huppert, Alexandre Tharaud, William Shimell, Ramón Agirre, Rita Blanco

 

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Liebe“

Metacritic über „Liebe“

Rotten Tomatoes über „Liebe“

Wikipedia über „Liebe“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Thomas Assheuers Interviewbuch “Nahaufnahme: Michael Haneke” (2010)

Michael Haneke in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Liebe“ (Amour, Frankreich/Deutschland/Österreich 2012)

Meine Besprechung von Michael Hanekes „Happy End“ (Happy End, Frankreich/Deutschland/Österreich 2017)


%d Bloggern gefällt das: