TV-Tipp für den 3. Juli: Kein Sterbenswort

Juli 3, 2018

Tele 5, 20.15

Kein Sterbenswort (Ne le dis à personne, Frankreich 2006)

Regie: Guillaume Canet

Drehbuch: Guillaume Canet, Philippe Lefebvre

LV: Harlan Coben: Tell no one, 2001 (Kein Sterbenswort)

Acht Jahre nach dem Tod seiner Frau erhält der Arzt Alexandre Beck eine Nachricht von ihr. Er will herausfinden, ob sie noch lebt. Dabei gerät er in eine Intrige und unter Mordverdacht.

Spannender, wendungsreicher Thriller, der überall abgefeiert wurde und die deutsche Premiere auf DVD erlebte.

Das Drehbuch war für den Edgar nominiert. Der Film war für neun Césars nominiert und erhielt vier. Unter anderem für die beste Regie und beste Hauptrolle.

mit Francois Cluzet, Kristin Scott Thomas, André Dussolier, Nathalie Baye, Jean Rochefort, Harlan Coben (Cameo als Mann auf dem Bahnhof)

Bonushinweis

Harlan Coben ist ja ein emsiger Autor, der jedes Jahr einen Thriller veröffentlicht, und seine älteren Myron-Bolitar-Romane müssen auch übersetzt werden. Denn der Goldmann-Verlag begann (nachdem die ersten beiden Bolitar-Romane sich nicht so toll verkauften und dann keine weiteren Romane übersetzt wurden) mit Cobens Einzelromanen, die sich gut verkauften, und flocht, mit Pausen, seine älteren Romane ein. Mit „Seine dunkelste Stunde“ (Darkest Fear, 2000) liegt jetzt die spannende, witzige und mit dem Edgar-, Shamus- und Anthony-Preis ausgezeichnete Bolitar-Serie vollständig auf Deutsch vor. Myron Bolitar ist ein Sportagent, der immer wieder auch als Privatdetektiv arbeitet. Meistens weil seine Schützlinge in Schwierigkeiten geraten.

In „Seine dunkelste Stunde“ taucht Bolitars große Liebe wieder auf. Sie bittet ihn, ihr bei der Suche nach einem Knochenmarkspender für ihren Sohn zu helfen. Die Suche wird schnell sehr gefährlich.

Nach dem siebten Bolitar-Roman „Seine dunkelste Stunde“ legte Coben eine sechsjährige Bolitar-Pause ein, die er 2006 mit „Ein verhängnisvolles Versprechen“ (Promise Me) beendete. Seitdem schiebt er zwischen seine Einzelromane immer wieder eine Bolitar-Geschichte.

Vor einigen Tagen erschien sein neuester Einzelroman „In deinem Namen“ (Don’t let go, 2017), der bei mir noch nicht eingetroffen ist, auf Deutsch.

Harlan Coben: Seine dunkelste Stunde

(übersetzt von Gunnar Kwisinski und Friedo Leschke)

Goldmann, 2018

384 Seiten

10 Euro

Originalausgabe

Darkest Fear

Delacorte Press, 2000

Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Das Grab im Wald“ (The Woods, 2007)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Sie sehen dich“ (Hold tight, 2008)

Meine Kurzbesprechung der Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (Ne le dis à personne, Frankreich 2006)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Von meinem Blut“ (Long Lost, 2009)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „In seinen Händen“ (Caught, 2010)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Sein letzter Wille” (Live Wire, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Nur zu deinem Schutz“ (Shelter, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Ich finde dich“ (Six Years, 2013)

Harlan Coben in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Guillaume Canets „Blood Ties“ (Blood Ties, Frankreich/USA 2013)

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TV-Tipp für den 2. Dezember: Kein Sterbenswort

Dezember 2, 2016

3sat, 22.35

Kein Sterbenswort (Frankreich 2006, Regie: Guillaume Canet)

Drehbuch: Guillaume Canet, Philippe Lefebvre

LV: Harlan Coben: Tell no one, 2001 (Kein Sterbenswort)

Acht Jahre nach dem Tod seiner Frau erhält der Arzt Alexandre Beck eine Nachricht von ihr. Er will herausfinden, ob sie noch lebt. Dabei gerät er in eine Intrige und unter Mordverdacht.

Spannender, wendungsreicher Thriller, der überall abgefeiert wurde und die deutsche Premiere auf DVD erlebte.

Das Drehbuch war für den Edgar nominiert. Der Film war für neun Césars nominiert und erhielt vier. Unter anderem für die beste Regie und beste Hauptrolle.

mit Francois Cluzet, Kristin Scott Thomas, André Dussolier, Nathalie Baye, Jean Rochefort, Harlan Coben (Cameo als Mann auf dem Bahnhof)

Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Mein Gespräch mit Harlan Coben über Myron Bolitar und seine Arbeit

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Das Grab im Wald“ (The Woods, 2007)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Sie sehen dich“ (Hold tight, 2008)

Meine Kurzbesprechung der Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (F 2006)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Von meinem Blut“ (Long Lost, 2009)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „In seinen Händen“ (Caught, 2010)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Sein letzter Wille” (Live Wire, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Nur zu deinem Schutz“ (Shelter, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Ich finde dich“ (Six Years, 2013)

Harlan Coben in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Guillaume Canets „Blood Ties“ (Blood Ties, Frankreich/USA 2013)


TV-Tipp für den 23. Februar: Der Uhrmacher von St. Paul

Februar 23, 2014

Arte, 20.15

Der Uhrmacher von St. Paul (F 1974, R.: Betrand Tavernier)

Drehbuch: Jean Aurenche, Pierre Bost, Georges Simenon, Bertrand Tavernier

LV: Georges Simenon: L’Horloger d’Everton, 1954 (Der Uhrmacher von Everton)

Ist sein Sohn ein Mörder? Uhrmacher Michel Descombes will seinen Sohn verstehen.

Hochgelobtes, selten gezeigtes Debüt von Tavernier – psychologisch dicht und packend. Dafür erhielt Tavernier den Silbernen Bären.

Im Anschluß, um 21.55 Uhr, gibt es die einstündige Doku „Das Jahrhundert des Georges Simenon“ (Frankreich 2013).

Mit Philippe Noiret, Jean Rochefort, Jacques Denis, Sylvain Rougerie, Christine Pascal

Wiederholung: Montag, 24. Februar, 14.00 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Der Uhrmacher von St. Paul“ (deutsch, englisch, französisch)

Deutsche Georges-Simenon-Fanseite

Senses of Cinema: Carloss James Chamberlin über Bertrand Tavernier (August 2003)

Meine Besprechung der von Bertrand Tavernier inszenierten James-Lee-Burke-Verfilmung „In the electric mist“ (In the electric mist, USA 2009)

Meine Besprechung von Bertrant Taverniers „Die Prinzessin von Montpensier“ (La Princesse de Montpensier, Frankreich 2010)

Meine ausführliche Besprechung von „Der Uhrmacher von St. Paul“


Neu im Kino/Filmkritik: „Das Mädchen und der Künstler“ und die Einsamkeit der Pyrenäen

Dezember 26, 2013

 

Fernando Truebas neuer Film ist etwas aus der Zeit gefallen. Nicht unbedingt, weil er Schwarz-Weiß ist. Das waren zuletzt unter anderem auch „The Artist“, der sogar ein Stummfilm ist, „Oh Boy“, „Frances Ha“, „A Field in England“ und „Die andere Heimat“ und, demnächst, „Nebraska“. Auch nicht, weil er in der Vergangenheit spielt oder mit Jean Rochefort und Claudia Cardinale zwei seit Jahrzehnten bekannte Schauspieler, Stars des europäischen Kinos, für wichtige Rollen verpflichtete oder das Drehbuch mit Jean-Claude Carriére schrieb, sondern weil Fernando Trueba in „Das Mädchen und der Künstler“ eine Liebeserklärung an die Kunst, die Schönheit und die Weiblichkeit, formuliert, die heute wie das Echo aus einer längst vergangenen Zeit wirkt.

Immerhin ist der berühmte Bildhauer Marc Cros (Jean Rochefort) mit seinen achtzig Jahren nicht mehr der Jüngste. Seine Tage verbringt er, indem er durch die französischen Wälder nahe der spanischen Grenze streift und auf dem Dorfplatz gelangweilt das Geschehen beobachtet. Während sein Blick auf einigen jungen Frauen ruht, paradieren plötzlich Soldaten schneidig ins Bild. Wir sind im von den Deutschen besetzten Frankreich im Kriegsjahr 1943.

Cros‘ Frau Léa (Claudia Cardinale), die ihren Mann vor Jahrzehnten als sein Modell kennenlernte, entdeckt auf dem Dorfplatz das Mädchen Mercè (Aida Folch), eine junge Katalanin, die vor Francos Truppen nach Frankreich flüchtete. Léa bietet ihr einen Unterschlupf in der abgelegen in den Bergen liegenden Werkstatt von ihrem Mann an, wenn sie ihm dafür Modell steht. Mercè geht, auch wenn sie keine Ahnung von der Arbeit als Modell hat, auf das Angebot ein. Marc Cros beginnt sie, als Vorstudien für seine Skulptur, in der Landschaft zu porträtieren, meistens nackt, und auch in seiner Werkstatt beginnt er Modelle von ihr anzufertigen. Sie könnte, nach einer jahrelangen Pause, sein letztes Werk werden, für das er die Ruhe der Berge braucht. Trotzdem durchbricht die Kriegswirklichkeit immer wieder die Käseglocke des Bildhauers.

Fernando Trueba, zu dessen früheren Filmen der mit dem Oscar als bester ausländischer Film „Belle Époque – Saison der Liebe“, die missglückte Donald-E.-Westlake-Verfilmung „Eine Blondine zuviel – Two Much“, „Das Mädchen deiner Träume“ und der Oscar-nominierte Animationsfilm „Chico & Rita“ gehören, beobachtet die sich entwickelnde Freundschaft zwischen dem Künstler und seinem Modell und das Leben im Dorf, wenn beispielsweise die Dorfkinder unbedingt herausfinden wollen, was in der Werkstatt von Cros passiert, mit einem altersmilden Blick, der auch der von Cros ist, der nur noch in seinem Elfenbeinturm lebt. Es ist auch ein Blick, der aus jedem Bild ein Stillleben macht und der sommerlich entspannt in ruhigem Tempo durch die Geschichte schreitet. Immerhin entsteht eine Skulptur nicht in einem furiosen Ausbruch künstlerischer Energie, sondern langsam über mehrere Wochen in einem von der Welt abgeschiedenem Landstrich, in dem – bis auf die wenigen Belästigungen des Krieges, wie über die Berge kommende Flüchtlinge und deutsche Soldaten, von denen der eine, den wir genauer kennen lernen, ein Kunstliebhaber ist, der seine Dissertation über Marc Cros schreiben will – die Welt noch in Ordnung ist.

Das Mädchen und der Künstler - Plakat

Das Mädchen und der Künstler (El artista y la modelo, Spanien 2012)

Regie: Fernando Trueba

Drehbuch: Fernando Trueba, Jean-Claude Carriére

mit Jean Rochefort, Aida Folch, Claudia Cardinale, Götz Otto, Chus Lampreave, Christian Sinniger

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Spanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Das Mädchen und der Künstler“

Moviepilot über „Das Mädchen und der Künstler“

Metacritic über „Das Mädchen und der Künstler“

Rotten Tomatoes über „Das Mädchen und der Künstler“

Wikipedia über „Das Mädchen und der Künstler“ (englisch, spanisch)

 

 


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