TV-Tipp für den 2. Juli: American Ultra

Juli 1, 2020

Vox, 22.15

American Ultra (American Ultra, USA 2015)

Regie: Nima Nourizadeh

Drehbuch: Max Landis

Mike lebt dauerbekifft und wunschlos glücklich mit seiner Freundin Phoebe in einer Kleinstadt. Das friedliche Leben endet, als eine Frau wirres Zeug zu ihm sagt und zwei Männer an seinem Auto herumfummeln. Mit der Hilfe von einem Kaffeebecher und einem Plastiklöffel bringt er sie um. Kurz darauf wimmelt es in der Kleinstadt von schießwütigen CIA-Agenten, die Mike aufgrund seiner Vergangenheit als gemeingefährliche Killermaschine umbringen wollen. Aber Mike hat nichts verlernt und einiges neues gelernt.

Herrlich abgefahrene, brutal durchgeknallte Kiffer-Actionkomödie.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Topher Grace, Connie Britton, Walton Goggins, John Leguizamo, Bill Pullman, Tony Hale, Stuart Greer

Hinweise
Moviepilot über „American Ultra“
Metacritic über „American Ultra“
Rotten Tomatoes über „American Ultra“
Wikipedia über „American Ultra“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Nima Nourizadeh „American Ultra“ (American Ultra, USA 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: Ein Treffen mit vielen alten Bekannten in „Zombieland: Doppelt hält besser“

November 9, 2019

Mit dieser Fortsetzung hat keiner mehr wirklich gerechnet. Vor zehn Jahren, so ungefähr auf dem Höhepunkt der Zombiewelle, war „Zombieland“ eine Überraschung. Da wurden gleichzeitig die Regeln der Zombiefilme befolgt und durch den Kakao gezogen. Von einem spielfreudigen Ensemble und mit mehr als einer Portion schlagkräftigem Humor und kunstvoll über die Leinwand spritzender Zombiehirne. Der Film kam bei den Horrorfans gut an. Schnell wurde über eine Fortsetzung gesprochen. Und jetzt ist sie da. Wieder geschrieben von Rhett Reese und Paul Wernick, wieder inszeniert von Ruben Fleischer und wieder mit Jesse Eisenberg als Columbus, Woody Harrelson als Tallahassee, Emma Stone als Wichita und Abigail Breslin als Little Rock. Sogar Bill Murray, der im ersten Teil als Bill Murray das Zeitliche segnete, ist in „Zombieland: Doppelt hält besser“ wieder dabei. Und einige bemerkenswerte Neuzugänge mit unterschiedlich kurzen Lebenserwartungen.

Nachdem Columbus, Tallahassee, Wichita und Little Rock sich im Weißen Haus eingerichtet haben, beginnen sie ein fast schon normales WG-Leben. Als Columbus der auf ihre Unabhängigkeit bedachten Wichita einen Heiratsantrag macht, verlässt sie empört das Weiße Haus. Ihre jüngere Schwester Little Rock, die endlich gerne andere Männer kennen lernen möchte, ist selbstverständlich dabei.

In einer Shopping-Mall trifft der todunglückliche Columbus auf die auch für eine Klischeeblondine extrem nervige und dumme Madison (Zoey Deutch), die ihn am liebsten sofort vernaschen würde. Schließlich gibt es nach der Zombieapokalypse nicht mehr viele Männer.

Als Wichita ins Weiße Haus zurückkehrt, erwischt sie die beiden Turteltauben und der eh schon schief hängende Haussegen hängt noch schiefer. Sie wollte Columbus und Tallahassee um Hilfe bei der Suche nach ihrer Schwester bitten. Jetzt würde sie Columbus am liebsten umbringen. Und dann noch einmal umbringen.

Um Little Rock vor herumstreunenden Zombies und falschen Liebhabern zu retten, entschließen sie sich, gemeinsam aufzubrechen. Letztendlich sind sie doch eine Familie.

Auf ihrer mit Zombieattacken, Beziehungsproblemen und kleinen Gemeinheiten gepflasterten Reise in Richtung Graceland und später Babylon treffen sie Nevada (Rosario Dawson), die ein Elvis-Presley-Motel bewohnt, Nevads Mitbewohner Flagstaff (Thomas Middleditch) und Albuquerque (Luke Wilson), die Zwillinge von Columbus und Tallahassee sein könnten, Berkeley (Avan Jogia), ein singender Pazifist, der gegenüber Little Rock Bob Dylans Verse als die eigenen ausgibt und viele Zombies, mit teils neuen Fähigkeiten und treffenden Namen, wie Homer und T-800. Selbstverständlich endet alles mit einem großen Kampf zwischen Menschen und Zombies.

Zombieland: Doppelt hält besser“ wiederholt, mit einigen neuen Figuren und neuen Zombies, „Zombieland“ und vermeidet dabei die üblichen Fortsetzungsfallen. Weder wird der erste Film mit mehr Explosionen und Gewalt noch einmal inszeniert, noch wird sich an einer vollkommen neuen Geschichte versucht, die all das ignoriert, was den ersten Teil zu einem Erfolg machte. So erzählt „Zombieland: Doppelt hält besser“ eine sehr vertraute Geschichte mit einigen netten Variationen. Dafür nehmen die Macher sich mehr Zeit als beim ersten Film und es gibt Szenen im und am Ende des Abspanns.

Zombieland: Doppelt hält besser (Zombieland: Double Tap, USA 2019

Regie: Ruben Fleischer

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick

mit Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin, Rosario Dawson, Zoey Deutch, Avan Jogia, Luke Wilson, Thomas Middleditch, Bill Murray

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Zombieland: Doppelt hält besser“

Metacritic über „Zombieland: Doppelt hält besser“

Rotten Tomatoes über „Zombieland: Doppelt hält besser“

Wikipedia über „Zombieland: Doppelt hält besser“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ruben Fleischers „Venom“ (Venom, USA 2018)


TV-Tipp für den 23. März: American Ultra

März 23, 2018

RTL II, 22.50

American Ultra (American Ultra, USA 2015)

Regie: Nima Nourizadeh

Drehbuch: Max Landis

Mike lebt dauerbekifft und wunschlos glücklich mit seiner Freundin Phoebe in einer Kleinstadt. Das friedliche Leben endet, als eine Frau wirres Zeug zu ihm sagt und zwei Männer an seinem Auto herumfummeln. Mit der Hilfe von einem Kaffeebecher und einem Plastiklöffel bringt er sie um. Kurz darauf wimmelt es in der Kleinstadt von schießwütigen CIA-Agenten, die Mike aufgrund seiner Vergangenheit als gemeingefährliche Killermaschine umbringen wollen. Aber Mike hat nichts verlernt und einiges neues gelernt.

Herrlich abgefahrene, brutal durchgeknallte Kiffer-Actionkomödie.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Topher Grace, Connie Britton, Walton Goggins, John Leguizamo, Bill Pullman, Tony Hale, Stuart Greer

Wiederholung: Samstag, 24. März, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „American Ultra“
Moviepilot über „American Ultra“
Metacritic über „American Ultra“
Rotten Tomatoes über „American Ultra“
Wikipedia über „American Ultra“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Nima Nourizadeh „American Ultra“ (American Ultra, USA 2015)


TV-Tipp für den 7. Oktober: Night Moves

Oktober 6, 2017

One, 21.45
Night Moves (Night Moves, USA 2013)
Regie: Kelly Reichardt
Drehbuch: Jon Raymond, Kelly Reichardt
Drei junge Öko-Aktivisten wollen einen Staudamm sprengen.
Insgesamt sehenswerter Arthaus-Thriller, der gelungen die gängigen Thrillerkonventionen unterläuft und ein Nicht-Hollywood-Bild von den USA zeichnet.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, Peter Sarsgaard, Alia Shawkat, Logan Miller, Kai Lennox, Katherine Waterston, James Le Gros

Wiederholung: Montag, 9. Oktober, 03.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Night Moves“

Moviepilot über „Night Moves“

Metacritic über „Night Moves“

Rotten Tomatoes über „Night Moves“

Wikipedia über „Night Moves“ 

Meine Besprechung von Kelly Reichardts “Night Moves” (Night Moves, USA 2013 – mit zahlreichen O-Tönen von Kelly Reichardt und den Schauspielern)

Meine Besprechung von Kelly Reichardts „Night Moves“ (Night Moves, USA 2013 – zur DVD-Veröffentlichung)

Meine Besprechung von Kelly Reichardts „Certain Women“ (Certain Women, USA 2016)


DVD-Kritik: Zauberhaft. „Die Unfassbaren 2 – Now you see me“ im Heimkino

Februar 15, 2017

Inzwischen ist Jon M. Chus „Die Unfassbaren 2 – Now you see me“ auf DVD und Blu-Ray und 4K Ultra HD (wer’s braucht) erschienen und das Bonusmaterial gesichtet. Zum Kinostart des Films schrieb ich (bereinigt um ein, zwei Dusselfehler):

Wie bei dem ebenfalls heute anlaufendem Jason-Statham-Actionfilm „Mechanic: Resurrection“ hat auch bei der Caper-Komödie „Die Unfassbaren“ niemand wirklich eine Fortsetzung erwartet. Denn die Geschichte der Illusionisten „The Four Horsemen“ war erzählt. Sie verwirklichten, im Auftrag von Dylan Rhodes, einen ziemlich elaborierten Racheplan, der natürlich auch deshalb so elaboriert war, um möglichst gut von den wahren Absichten abzulenken und bei dem, wie es sich für einen guten Zauberertrick gehört, fast alles schon vorher geplant war. Die starbesetzte Krimikomödie war ein großer Spaß und das Einspielergebnis war mit weltweit über 350 Millionen Dollar so überzeugend, dass es jetzt die Fortsetzung gibt, die genau daran leidet, dass die Geschichte fertig erzählt war.

Für die Fortsetzung mussten die Macher nun überlegen, wie sie die „Four Horsemen“, die irgendwo zwischen Ruhestand und Shows auf den großen Las-Vegas-Showbühnen leben könnten, wieder zurück bringen: ob sie zu einer „Ocean’s Eleven“-Verbrecherbande werden oder ob sie ihre Fähigkeiten als moderne Robin Hoods, sozusagen als „Leverage“-Team mit Zaubershow, einsetzen.

Mit Ach und Krach entschlossen sich die Macher für eine Mischung aus komplettem Neuanfang und Weitererzählung der Geschichte von „Die Unfassbaren“, weil jetzt die inhaftierten und blamierten Bösewichter des ersten Teils sich rächen wollen und die „Four Horsemen“ in Richtung Verbrechensbekämpfung auf der großen Showbühne gehen, während Dylan Rhodes (Mark Ruffalo) noch immer beim FBI arbeitet und dort fanatisch jede Spur der spurlos verschwundenen Illusionisten verfolgt. Seine Kollegen zweifeln zwar an seinem Verstand, aber so kann er die spurlos verschwundenen „Four Horsemen“ am besten schützen. Denn er ist der Kopf der „Four Horsemen“ und Mitglied des Magier-Geheimbundes „Das Auge“.

Während einer Produktpräsentation geht ein arg amateurhafter Überraschungsauftritt der „Four Horsemen“, bei dem sie die schändlichen Absichten des Veranstalters der Welt verraten wollen, gründlich schief. Die tapferen vier Reiter, bestehend aus Illusionist J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Mentalist Merritt McKinney (Woody Harrelson), Kartentrickser Jack Wilder (Dave Franco) und Neuzugang Lula (Lizzy Caplan), die sich zur Begrüßung schon einmal selbst enthauptet, müssen untertauchen.

Sie alle reisen, mehr oder weniger freiwillig, nach Macau, wo Walter Mabry (Daniel Radcliffe) sie in seinem Penthouse empfängt. Für den zurückgezogen lebenden Milliardär sollen sie einen unvorstellbar leistungsfähigen Computerchip/-software (der MacGuffin des 21. Jahrhunderts) stehlen. Die fünf Illusionisten sind einverstanden. Allerdings wissen sie nicht, dass Mabry der Sohn von Arthur Tressler (Michael Caine), dem Bösewicht des vorherigen Films, ist und Mabry und Tressler sich an ihnen für die damaligen Ereignisse rächen wollen.

Außerdem kann Thaddeus Bradley (Morgan Freeman), der ebenfalls aus „Die Unfassbaren“ bekannte, jetzt inhaftierte Berufsenttarner von Zauberertricks, aus dem Gefängnis entkommen.

Während in „Die Unfassbaren“ noch viel Zeit auf die Tricks der Illusionisten und deren Erklärung verwandt wurde, spielen sie in „Die Unfassbaren 2“ eigentlich keine Rolle mehr. Die meisten Tricks sind so elaboriert und groß, dass die Macher auf jede Erklärung verzichten. Es wäre ihnen auch nicht gelungen. Für den Rest gibt es dann gut versteckte Falltüren und Kartentricks, die keiner Erklärung bedürfen.

Stattdessen konzentriert Regisseur Jon M. Chu sich auf die Action und die Drehbuchautoren Peter Chiarelli und Ed Solomon, einer der Autoren des ersten Films, schrieben eine Geschichte, die in der Tradition der klassischen Pulp-Geschichten und B-Pictures aus den Dreißigern und Vierzigern, wie den „Mr. Moto“-Filmen mit Peter Lorre, steht. Immer wenn es nicht weiter geht, gibt es eine ausgewalzte Actionszene, immer wieder taucht plötzlich jemand aus dem Nichts auf, immer wieder gibt es, wenn man sich gerade in eine erzählerische Sackgasse manövrierte, eine Erklärung, die alle vorherigen Ereignisse auf den Kopf stellt, und es passiert so viel so schnell, dass man über die Geschichte nicht weiter nachdenkt. Denn aus den einzelnen Szenen ergibt sich keine wirklich sinnvolle Geschichte.

Die Action inszenierte Jon M. Chu, der vorher vor allem die „Step Up“-Tanzfilme und das kindische Actiondesaster „G.I. Joe 3D: Die Abrechnung“ (USA/Kanada 2013) inszenierte, in „Die Unfassbaren 2“ nachvollziehbar, mit weniger Schnitten als in „G.I. Joe 3D: Die Abrechnung“ und, wenn unsere Helden gerade einen komplizierten Diebstahl aus einem bestens bewachtem Gebäude unter den wachsamen Augen des Sicherheitspersonals durchführen, mit viel Slo-Mo, wie einen Tanz. Das bringt die Handlung zwar genauso wenig voran wie eine Fred-Astaire-Tanznummer in einem Musical, aber das Auge (vielleicht auch „Das Auge“) verfolgt entzückt die überaus komplizierte Aktion, während das Hirn anmerkt, dass die Zauberer auch leichter und schneller an ihr Ziel kommen könnten.

Als gut gemachte, durchaus familienfreundliche Samstagabendunterhaltung mit gut aufgelegten Schauspielern (und Woody Harrelson in einer Doppelrolle) im Stil eines Vierziger-Jahre-B-Pictures funktioniert „Die Unfassbaren 2“ gut.

Es ist aber auch ein Film, der gerade die besonderen Aspekte des ersten Films – die Tricks der Illusionisten und der große Plan, in dem alles miteinander zusammenhängt (wobei ich immer noch glaube, dass der Plan bei einer genaueren Betrachtung schneller als ein Soufflé in sich zusammenfällt) – zugunsten einer 08/15-Gaunergeschichte links liegen lässt, die noch nicht einmal versucht, die Szenen in eine kohärente Geschichte oder einen großen Zauberertrick, der sich erst am Ende enthüllt, einzufügen.

Schon vor dem US-Kinostart wurde ein dritter „Die Unfassbaren“-Film angekündigt, bei dem Jon M. Chu wieder die Regie übernehmen soll. Über den Plot und die Besetzung ist noch nichts bekannt.

 

Daran hat sich immer noch nichts geändert. Der dritte „Die Unfassbaren“-Film ist für 2019 angekündigt. Weil das Einspielergebnis des zweiten Teils sich mit 334 Millionen Dollar weltweitem Einspiel kaum vom ersten Teil unterscheidet und das Ensemble seinen Spaß hatte, dürfte es dabei bleiben.

Das Bonusmaterial der Blu-ray ist mit einem Audiokommentar und drei Featurettes, die insgesamt eine gute Stunde dauern, umfangreicher als bei der DVD ausgefallen. Die hat nur das viertelstündige Featurette „Guck genau hin!“. Die Featurettes geben einen kurzweiligen Einblick in verschiedene Aspekte des Films und der Dreharbeiten. Jon M. Chus Audiokommentar ist informativ, konzentriert sich aber zu sehr auf Erklärungen über die Drehorte und wie sehr er die verschiedenen Schauspieler bewundert. Interessant sind seine Hinweise auf verschiedene Kürzungen (und warum die Szenen gekürzt wurden) und wie viel von den Tricks der „Four Horseman“ echt ist. Um uns zu zeigen, dass die Schauspieler die Tricks beherrschten und live präsentierten, schnitt er in diesen Szenen sehr wenig.

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Die Unfassbaren 2 – Now you see me (Now you see me 2, USA 2016)

Regie: Jon M. Chu

Drehbuch: Ed Solomon, Peter Chiarelli

mit Jesse Eisenberg, Mark Rufallo, Woody Harrelson, Dave Franco, Daniel Radcliffe, Lizzy Caplan, Jay Chou, Sanaa Lathan, Michael Caine, Morgan Freeman

Blu-ray

Concorde Home

Bild: 1080p HD 2,40:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 7.1, Dolby Digital 2.0), Englisch (DTS-HD Master Audio 7.1)

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Magie von Cast und Crew, Guck genau hin!, Hier kommt Magie, Audiokommentar von Regisseur Jon M. Chu, Deutscher und Original-Kinotrailer, Wendecover

Länge: 129 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Die Unfassbaren 2“

Metacritic über „Die Unfassbaren 2“

Rotten Tomatoes über „Die Unfassbaren 2“

Wikipedia über „Die Unfassbaren 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Louis Letteriers „Die Unfassbaren – Now you see me“ (Now you see me, USA 2013) und der DVD

Meine Besprechung von Jon M. Chus „G.I. Joe 3D: Die Abrechnung“ (G.I. Joe: Retaliation, USA/Kanada 2013)

Meine Besprechung von Jon M. Chus „Die Unfassbaren 2 – Now you see me“ (Now you see me 2, USA 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: Besuchen Sie mit Woody Allen das „Café Society“

November 10, 2016

Der jährliche Woody-Allen-Film entführt uns wieder einmal in die Dreißiger Jahre an die Ost- und Westküste, nach Hollywood und in einen New Yorker Nachtclub, in dem sich die bessere Gesellschaft trifft.

Aber zuerst muss Bobby Dorfman (Jesse Eisenberg als Woody Allen) nach Los Angeles. Der jüdische Junge will nicht im Geschäft seines Vaters arbeiten. Weil die Dorfmans mit Phil Stern (Steve Carell) einen erfolgreichen Hollywood-Agenten in der Familie haben, gibt es auch gleich familiäre Beziehungen, die ausgenutzt werden können. Onkel Phil soll sich um Bobby kümmern. Und wie das so ist mit lästigen Verwandten, hat der großkotzige Agent keine Zeit für das entfernte Familienmitglied. Also lässt er ihn von seiner Sekretärin Vonnie (Kristen Stewart) durch Hollywood kutschieren. Dabei verlieben sich die beiden.

Dummerweise ist Vonnie auch mit Onkel Phil liiert und dieser überlegt jetzt ernsthaft, seine Frau für die Geliebte zu verlassen.

Dieses Liebesgeschichte steht zwar einerseits so halbwegs im Zentrum von „Café Society“, andererseits erzählt der Film, den Woody Allen nach eigenem Bekunden wie einen Roman strukturierte, vor allem ein Jahr aus dem Leben von Bobby, ergänzt um zahlreiche Episoden aus dem Leben seiner Familienmitglieder. Diese Episoden sind durchaus vergnüglich. Oft als Gags. Aber sie bringen den Hauptplot nicht voran. Und auch der Hauptplot ist eher eine Nebensache.

In der Filmmitte beginnt eine vollkommen neue Geschichte, die im Gegensatz zur Hollywood-Filmhälfte lustlos, ziellos und unkonzentriert heruntergespult wird. Bobby zieht zurück nach New York. Er betreibt, was für Ärger sorgen wird, zusammen mit seinem Verbrecher-Bruder einen Nachtclub, verliebt sich in eine andere Frau (Blake Lively) und heiratet sie. Erst als Phil mit seiner neuen Frau im Nachtclub wieder auftaucht, trifft Bobby seine erste Liebe wieder. Beide haben wir, während wir uns fragte, wie die Geschichte enden soll, nicht wirklich vermisst. Aber dann ist Silvester und das Jahr und der Film sind um, ohne dass wir klüger sind. Auch wenn die letzten Bilder eine bestimmte Interpretation nahe legen, hat das abrupte Ende von „Café Society“ nicht die Eleganz des Endes von „Match Point“. Und auch nie dessen erzählerische Stringenz und Eleganz.

Denn „Café Society“ ist ein Desaster. Da helfen auch nicht die stilbewusste Ausstattung, die schönen Hollywood-Locations, fein fotografiert von Vittorio Storaro, der beschwingte Jazz-Soundtrack, und die sympathischen, engagiert spielenden Schauspieler; auch wenn Steve Carell einfach nur wieder den bösen Kapitalisten spielt. Es hilft nicht, weil das Drehbuch einfach nur, zusammengehalten durch einen Erzähler (im Original von Woody Allen gesprochen), Episoden aneinanderreiht. Oft mit dem bekannten Allen-Witz, aber auch vollkommen beliebig austauschbar. Man hätte auch locker die Hälfte der Szenen durch andere Szenen ersetzen können, ohne dass man es bemerken würde. Eisenberg als Woody-Allen-Imitator wird von Szene zu Szene geschoben, ohne dass jemals klar wird, was er den will. Naja, eigentlich will er nichts. Weder in Hollywood, noch in New York. Dabei wiederholt Allen seine vertrauten Themen, die er in früheren Filmen deutlich besser behandelte als in dieser redundanten Abfilmung seiner Notizzettel.

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Café Society (Café Society, USA 2016)

Regie: Woody Allen

Drehbuch: Woody Allen

mit Jesse Eisenberg, Jeannie Berlin, Steve Carell, Blake Lively, Parker Posey, Kristen Stewart, Corey Stoll, Ken Stott

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Café Society“

Metacritic über „Café Society“

Rotten Tomatoes über „Café Society“

Wikipedia über „Café Society“ (deutsch, englisch)

Homepage von Woody Allen

Deutsche Woody-Allen-Seite

Meine Besprechung von Robert B. Weides „Woody Allen: A Documentary“ (Woody Allen: A Documentary, USA 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “To Rome with Love” (To Rome with Love, USA/Italien 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “Blue Jasmine” (Blue Jasmine, USA 2013)

Meine Besprechung von Woody Allens “Magic in the Moonlight” (Magic in the Moonlight, USA 2014)

Meine Besprechung von John Turturros “Plötzlich Gigolo” (Fading Gigolo, USA 2013 – mit Woody Allen)

Meine Besprechung von Woody Allens “Irrational Man” (Irrational Man, USA 2015)

Woody Allen in der Kriminalakte  


Neu im Kino/Filmkritik: „Die Unfassbaren 2 – Now you see me“ im Rückspiel

August 25, 2016

Wie bei dem ebenfalls heute anlaufendem Jason-Statham-Actionfilm „Mechanic: Resurrection“ hat auch bei der Caper-Komödie „Die Unfassbaren“ niemand wirklich eine Fortsetzung erwartet. Denn die Geschichte der Illusionisten „The Four Horsemen“ war erzählt. Sie verwirklichten, im Auftrag von Dylan Rhodes, einen ziemlich elaborierten Racheplan, der natürlich auch deshalb so elaboriert war, um möglichst gut von den wahren Absichten abzulenken und bei dem, wie es sich für einen guten Zauberertrick gehört, fast alles schon vorher geplant war. Die starbesetzte Krimikomödie war ein großer Spaß und das Einspielergebnis waren mit weltweit über 350 Millionen Dollar so überzeugend, dass es jetzt die Fortsetzung gibt, die genau daran leidet, dass die Geschichte fertig erzählt war.

Für die Fortsetzung mussten die Macher nun überlegen, wie sie die „Four Horsemen“, die irgendwo zwischen Ruhestand und Shows auf den großen Las-Vegas-Showbühnen leben könnten, wieder zurück bringen: ob sie zu einer „Ocean’s Eleven“-Verbrecherbande werden oder ob sie ihre Fähigkeiten als moderne Robin Hoods, sozusagen als „Leverage“-Team mit Zaubershow, einsetzen.

Mit Ach und Krach entschlossen sich die Macher für eine Mischung aus komplettem Neuanfang und Weitererzählung der Geschichte von „Die Unfassbaren“, weil jetzt die inhaftierten und blamierten Bösewichter des ersten Teils sich rächen wollen und die „Four Horsemen“ in Richtung Verbrechensbekämpfung auf der großen Showbühne gehen, während Dylan Rhodes (Mark Ruffalo) noch immer beim FBI arbeitet und dort fanatisch jede Spur der spurlos verschwundenen Illusionisten verfolgt. Seine Kollegen zweifeln zwar an seinem Verstand, aber so kann er die spurlos verschwundenen „Four Horsemen“ am besten schützen. Denn er ist der Kopf der „Four Horsemen“ und Mitglied des Magier-Geheimbundes „Das Auge“.

Während einer Produktpräsentation geht ein arg amateurhafter Überraschungsauftritt der „Four Horsemen“, bei dem sie die schändlichen Absichten des Veranstalters der Welt verraten wollen, gründlich schief. Die tapferen vier Reiter, bestehend aus Illusionist J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Mentalist Merritt McKinney (Woody Harrelson), Kartentrickser Jack Wilder (Dave Franco) und Neuzugang Lula (Lizzy Caplan), die sich zur Begrüßung schon einmal selbst enthauptet, müssen untertauchen.

Sie alle reisen, mehr oder weniger freiwillig, nach Macau, wo Walter Mabry (Daniel Radcliffe) sie in seinem Penthouse empfängt. Für den zurückgezogen lebenden Milliardär sollen sie einen unvorstellbar leistungsfähigen Computerchip/-software (der MacGuffin des 21. Jahrhunderts) stehlen. Die fünf Illusionisten sind einverstanden. Allerdings wissen sie nicht, dass Mabry der Sohn von Arthur Tressler (Michael Caine), dem Bösewicht des vorherigen Films, ist und Mabry und Tressler sich an ihnen für die damaligen Ereignisse rächen wollen.

Außerdem kann Thaddeus Bradley (Morgan Freeman), der ebenfalls aus „Die Unfassbaren“ bekannte, jetzt inhaftierte Berufsenttarner von Zauberertricks, aus dem Gefängnis entkommen.

Während in „Die Unfassbaren“ noch viel Zeit auf die Tricks der Illusionisten und deren Erklärung verwandt wurde, spielen sie in „Die Unfassbaren 2“ eigentlich keine Rolle mehr. Die meisten Tricks so elaboriert und groß, dass die Macher auf jede Erklärung verzichten. Es wäre ihnen auch nicht gelungen. Für den Rest gibt es dann gut versteckte Falltüren und Kartentricks, die keiner Erklärung bedürfen.

Stattdessen konzentriert Regisseur Jon M. Chu sich auf die Action und die Drehbuchautoren Peter Chiarelli und Ed Solomon, einer der Autoren des ersten Films, schrieben eine Geschichte, die in der Tradition der klassischen Pulp-Geschichten und B-Pictures aus den Dreißigern und Vierzigern, wie den „Mr. Moto“-Filmen mit Peter Lorre, steht. Immer wenn es nicht weiter geht, gibt es eine ausgewalzte Actionszene, immer wieder taucht plötzlich jemand aus dem Nichts auf, immer wieder gibt es, wenn man sich geade in eine erzählerische Sackgasse manövrierte, eine Erklärung, die alle vorherigen Ereignisse auf den Kopf stellt, und es passiert so viel so schnell, dass man über die Geschichte nicht weiter nachdenkt. Denn aus den einzelnen Szenen ergibt sich keine wirklich sinnvolle Geschichte.

Die Action inszenierte Jon M. Chu, der vorher vor allem die „Step Up“-Tanzfilme und das kindische Actiondesaster „G.I. Joe 3D: Die Abrechnung“ (USA/Kanada 2013) inszenierte, in „Die Unfassbaren 2“ nachvollziehbar, mit weniger Schnitten als in „G.I. Joe 3D: Die Abrechnung“ und, wenn unsere Helden gerade einen komplizierten Diebstahl aus einem bestens bewachtem Gebäude unter den wachsamen Augen des Sicherheitspersonals durchführen, mit viel Slo-Mo, wie einen Tanz. Das bringt die Handlung zwar genauso wenig voran wie ein Fred-Astaire-Tanznummer in einem Musical, aber das Auge (vielleicht auch „Das Auge“) verfolgt entzückt die überaus komplizierte Aktion, während das Hirn anmerkt, dass die Zauberer auch leichter und schneller an ihr Ziel kommen könnten.

Als gut gemachte, durchaus familienfreundliche Samstagabendunterhaltung mit gut aufgelegten Schauspielern (und Woody Harrelson in einer Doppelrolle) im Stil eines Vierziger-Jahre-B-Pictures funktioniert „Die Unfassbaren 2“ gut.

Es ist aber auch ein Film, der gerade die besonderen Aspekte des ersten Films – die Tricks der Illusionisten und der große Plan, in dem alles miteinander zusammenhängt (wobei ich immer noch glaube, dass der Plan bei einer genaueren Betrachtung schneller als ein Soufflé in sich zusammenfällt) – zugunsten einer 08/15-Gaunergeschichte links liegen lässt, die noch nicht einmal versucht, die Szenen in eine kohärente Geschichte oder einen großen Zauberertrick, der sich erst am Ende enthüllt, einzufügen.

Schon vor dem US-Kinostart wurde ein dritter „Die Unfassbaren“-Film angekündigt, bei dem Jon M. Chu wieder die Regie übernehmen soll. Über den Plot und die Besetzung ist noch nichts bekannt.

Die Unfassbaren 2 - Plakat

Die Unfassbaren 2 – Now you see me (Now you see me 2, USA 2016)

Regie: Jon M. Chu

Drehbuch: Ed Solomon, Peter Chiarelli

mit Jesse Eisenberg, Mark Rufallo, Woody Harrelson, Dave Franco, Daniel Radcliffe, Lizzy Caplan, Jay Chou, Sanaa Lathan, Michael Caine, Morgan Freeman

Länge: 130 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Die Unfassbaren 2“

Metacritic über „Die Unfassbaren 2“

Rotten Tomatoes über „Die Unfassbaren 2“

Wikipedia über „Die Unfassbaren 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Louis Letteriers „Die Unfassbaren – Now you see me“ (Now you see me, USA 2013) und der DVD

Meine Besprechung von Jon M. Chus „G.I. Joe 3D: Die Abrechnung“ (G.I. Joe: Retaliation, USA/Kanada 2013)


TV-Tipp für den 11. August: The Social Network

August 11, 2016

Pro 7, 20.15

The Social Network (USA 2010, Regie: David Fincher)

Drehbuch: Aaron Sorkin

LV: Ben Mezrich: The Accidental Billionaires, 2009 (Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook – Eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug)

Fincher und Sorkin (The West Wing, The Newsroom), der für sein Drehbuch einen Oscar erhielt, erzählen die Geschichte von Facebook und Mark Zuckerberg.

Rasantes dialoglastiges Drama, bei dem jeder Satz trifft und einige junge Schauspieler ihr Können zeigen können.

Mit Jesse Eisenberg, Andrew Garfield, Justin Timberlake, Rooney Mara, John Getz, Armie Hammer

Hinweise

Das Drehbuch von Aaron Sorkin

Rotten Tomatoes über „The Social Network“

Wikipedia über „The Social Network“ (deutsch, englisch)

Chasing the Frog vergleicht die Fiktion mit den Fakten

Meine Besprechung von David Finchers “Verblendung” (The Girl with the Dragon Tattoo, USA 2011)

Meine Besprechung von David Finchers „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ (Gone Girl, USA 2014)

David Fincher in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Ben Mezrichs „21“ (Bringing down the House, 2002)


Neu im Kino/Filmkritik: Batman v Superman: Dawn of Justice“ für Superhelden?

März 24, 2016

Beginnen wir mit zwei Informationen: es gibt keine Szene im oder nach dem Abspann. Das macht Marvel. Batman, Superman und noch einige andere Superhelden gehören zu DC Comics.

Laut IMDB kostete der Film 250 Millionen US-Dollar.

Gehen wir zum Geschmäcklerischen über: die durchgehend dunklen Bilder störten mich. Zack Snyder verwechselt hier, wie viele andere Regisseure, dunkle Bilder mit Düsternis und Bedeutung.

Und wo wir gerade bei „Bedeutung“ sind: Zeitlupe ist okay. Zeitlupe kann grandios sein. Sam Peckinpah war ein Meister darin und jeder Actionfilm-Regisseur sollte ein Gespür dafür entwickeln. Allerdings wäre „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (ein Titel wie die Ankündigung für einen Boxkampf) ohne die Zeitlupe nur noch halb so lang. So schafft es die erste filmische Begegnung zwischen Superman (ein grundgütiger Kämpfer für die gute Sache) und Batman (ein etwas schlecht gelaunter Kämpfer für die gute Sache) auf gut 150 Minuten (der Abspann ist relativ kurz geraten). Dass die beiden Jungs sich am Ende vertragen, können wir uns denken. Sind ja beides Superhelden, die sich niemals gegenseitig töten würden. Deshalb endet so ein Zusammentreffen wie ein Boxkampf, der selbstverständlich mit einem ‚Unentschieden‘ oder einem vorzeigen Abbruch endet. Dass die Szene, in der aus den beiden Gegnern Verbündete werden, sich in Snyders Film in ihrer Absurdität schon jetzt für viele Parodien empfiehlt, konnten wir uns dagegen nicht denken. Und dass der Weg dahin so langweilig ist, haben wir nicht erwartet (über diesen Punkt bestand nach der Vorstellung zwischen mit allen, mit denen ich über den Film redete, Konsens). Denn wenn schon das Ende klar ist, sollte wenigstens, wie bei den Marvel-“Avengers“, der Weg dorthin kurzweilig, unterhaltsam und voller Überraschungen sein.

Batman v Superman: Dawn of Justice“ ist nichts davon. Die von Chris Terrio und David S. Goyer geschriebene Filmgeschichte besteht nämlich nur aus der länglichen Einführung der Hauptcharaktere und vielen Set-Ups. Es beginnt, wieder einmal, mit der Schilderung der Ermordung von Bruce Waynes Eltern. Später wird der kleine Bruce Batman. Wir sehen, noch einmal, den Schlusskampf aus Zack Snyders vorherigem, ziemlich schlechten, aber immerhin schön bunten Superman-Film „Man of Steel“. Dieses Mal aus der Perspektive von Bruce Wayne. Und der Milliardär Lex Luthor sucht Kryptonit, um so Superman zu besiegen. Superman hat auch Ärger mit der US-Regierung, die seine letzte Weltrettung wegen der Kollateralschäden nicht so lustig fand. Deshalb will auch Batman Superman besiegen.

Zwischen den Kloppereien – mal real, mal als Alptraum von Mister Bruce Wayne – wird dann etwas Tiefe vorgegaukelt. Dabei erinnert „Batman v Superman“ an Zack Snyders ungleich gelungenere Alan-Moore-Verfilmung „The Watchmen“, in der all die Dinge verhandelt wurden, die in „Batman v Superman“ nur behauptet werden, weil der Film kein Thema, keine Botschaft, kein Anliegen hat, das konsequent zu Ende erzählt wird. Außer die nächsten Superman-Batman-Filme vorzubereiten.

Er macht aus seiner Grundidee, Superman gegen Batman kämpfen zu lassen, erstaunlich wenig, weil die Macher nachdem sie die beiden Superhelden in den Ring stellten, keine weitere Idee hatten, außer sie aufeinander einschlagen zu lassen. Auch der wirkliche Bösewicht des Films, der bekannte Superman-Gegner und LexCorp-Chef Lex Luthor (hier gespielt von Jesse Eisenberg), bleibt blass. Am Ende des Films werden einfach die verschiedenen Handlungsstränge und Storyideen mutwillig zusammengeknüpft zu einem überlangem, lärmendem und vollkommen sinnfreiem Showdown, bei dem dann auch Wonder Woman ihr Kostüm anziehen darf und Supermans irdische Mutter und seine Freundin durchs Bild huschen.

Die Schauspieler machen ihre Sache ganz gut, ohne jemals wirklich gefordert zu werden. Etliche Schauspieler, die bereits bei „Man of Steel“ dabei waren, sind wieder dabei, wie Amy Adams, Diane Lane, Laurence Fishburne und Kevin Costner. Henry Cavill spielt Superman wieder so herrlich blasiert als männliche Barbie-Puppe, dass er seinen treudoofen Blick unmöglich ernst meinen kann. Immerhin hat es, wie die gesamte Inszenierung von Superman, durchaus Camp-Potential. Ben Affleck kann als Batman und Bruce Wayne immer angemessen grimmig gucken, bis er für den Schlusskampf in ein Kostüm schlüpfen muss, das mehr an Robocop als an Batman erinnert. Gal Gadot absolviert ihren ersten Auftritt als Wonder Woman und Jesse Eisenberg darf als Lex Luthor erratische Sätze aufsagen. Weitgehend ohne Glatze. Die wird ihm erst am Filmende verpasst.

Die Tricks sind – verglichen mit den grandiosen Animationen in Jon Favreaus „The Jungle Book“ (Kinostart ist am 14. April) – erbärmlich schlecht. Wahrscheinlich wird deshalb bevorzugt nach Sonnenuntergang in schlecht beleuchteten Räumen gekämpft. Mit vielen Schnitten, Lichtblitzen und Explosionen.

Das Ende ist, wenig überraschend, eine riesige Schlacht, die trotzt eines vermeintlich schockierenden Ereignisses, genug Raum für mehrere Fortsetzungen bietet. Mit dem Zweiteiler „The Justice League“ von Zack Snyder und mehreren begleitenden Solo-Superheldenfilme, wie wir es von Marvel kennen, wird es in den kommenden Jahren auch von DC Comics hoch budgetiertes Superheldenfutter geben.

Für die Heimkinoauswertung hat Zack Snyder schon eine um eine halbe Stunde längere Fassung angekündigt, die – eher unwahrscheinlich – einige Probleme von „Batman v Superman“ beheben könnte oder – viel wahrscheinlicher – einfach nur noch lääänger ist, ohne dass sich die grundlegenden Probleme dieses Slow-Motion-Desasters ändern. Und die liegen in schlecht motivierten Charakteren (vor allem natürlich das Trio Superman, Batman und Lex Luthor) und einer vergessenswerten Geschichte. Eigentlich werden uns nur ein Haufen zusammenhangloser, pompöser, nirgendwohin führender Szenen, garniert mit einigen Traumsequenzen, präsentiert. Der Showdown ist dann auch nicht aus der Geschichte, sondern aus der Laufzeit des Films begründet.

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Batman v Superman: Dawn of Justice (Batman v Superman: Dawn of Justice, USA 2016)

Regie: Zack Snyder

Drehbuch: Chris Terrio, David S. Goyer

mit Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Jesse Eisenberg, Diane Lane, Laurence Fishburne, Jeremy Irons, Holly Hunter, Gal Gadot, Scoot Mnnairy, Callan Mulvey, Kevin Costner, Michael Shannon

Länge: 152 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Batman v Superman: Dawn of Justice“

Metacritic über „Batman v Superman: Dawn of Justice“

Rotten Tomatoes über „Batman v Superman: Dawn of Justice“

Wikipedia über „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 4. Januar: Die Unfassbaren – Now You See Me

Januar 4, 2016

ZDF, 22.15
Die Unfassbaren – Now you see me (Now you see me, USA 2013)
Regie: Louis Leterrier
Drehbuch: Ed Solomon, Boaz Yakin, Edward Ricourt
Vier Illusionskünstler beginnen, im Auftrag eines Unbekannten, als „Die vier Reiter“ (The four Horsemen) verbrecherische Zauberkunststücke mit Robin-Hood-Touch auszuführen. Schnell werden sie vom FBI und einem Ex-Magier verfolgt.
Der Überraschungserfolg „Die Unfassbaren – Now you see me“ ist ein locker-lässiger Popcorn-Film, ein vergnüglicher Comic-Crime-Caper, der Spaß macht, solange man nicht zu genau über die Geschichte nachdenkt und das nach einem fulminanten ersten Trick zunehmend konventioneller wird. Denn ein Las-Vegas-Paris-Bankraub ist viel eindrucksvoller, als ein Geldtransfer von einem Konto zu anderen Konten; auch wenn dies während einer Show geschieht und sich dabei – dank unsichtbarer Schrift – der Kontostand auf den Papieren der Anwesenden verändert.
Die eigentlich überflüssige Fortsetzung (aber ich lasse mich gern überraschen) soll am 18. August in unseren Kinos starten.
mit Jesse Eisenberg, Isla Fisher, Woody Harrelson, Dave Franco, Mark Ruffalo, Mélanie Laurent, Morgan Freeman, Michael Caine, Common, Michael J. Kelly

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Metacritic über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Rotten Tomatoes über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Wikipedia über „Die Unfassbaren – Now you see me“ (deutsch, englisch)

The Wrap: Interview mit den Drehbuchautoren Ed Solomon und Edward Ricourt (31. Mai 2013)

Schnittberichte: Vergleich der Kinofassung und der Extended Edition

Meine Besprechung von Louis Letteriers „Die Unfassbaren – Now you see me“ (Now you see me, USA 2013) und der DVD

Meine Besprechung von Boaz Yakins „Todsicher“ (Safe, USA 2012)

Meine Besprechung von Boaz Yakins „Max“ (Max, USA 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „American Ultra“ – Kiffer, Killer, Chaos

Oktober 16, 2015

Mike Howell hängt dauerbekifft mit seiner Freundin Phoebe in West Virginia in dem Kuhdorf Liman ab. Ob er sich wegen seinem Drogenkonsum oder aus anderen Gründen an nichts erinnern kann, ist da eigentlich egal. Er kann und will auch nicht weg aus Liman. Schon an der Stadtgrenze kriegt er die ersten Panikattacken, die erst wenn er von dem Dorfpolizisten freundlich begrüßt wird, abnehmen. Mit ihm, der sein Vater sein könnte, ist er schon lange per Du. Immerhin sitzt er oft genug wegen des Besitzes und Konsums illegaler Substanzen im Gefängnis. Dazwischen jobt er in der Friedhofsschicht im Supermarkt. Während er so tut, als warte er auf die nicht vorhandene Kundschaft, zeichnet er die Abenteuer des Affen „Apollo Ape“.
Eines Nachts kommt eine Frau an seine Supermarktkasse und redet wirres Zeug. Dass sie von der CIA ist und ihre Worte etwas in ihm auslösen sollen, ahnt er nicht. Auch nicht, als er kurz darauf auf dem Supermarkt-Parkplatz zwei Männer mit den Dingen, die ein Slacker so bei sich hat, wie Plastiklöffel und Pappbecher, innerhalb von Sekunden tötet. Auch nicht, als Sekunden später sein Schrottauto in die Luft fliegt. Er erklärt nur fassungslos seiner Freundin, was er getan hat, ehe schon die nächsten Anschläge auf sein Leben durchgeführt werden.
Denn er steht wegen seiner Fähigkeiten (von denen er nichts ahnt) im Fadenkreuz zweier verfeindeter CIA-Agenten, die sehr gegensätzliche Ansichten über sein weiteres Leben haben.
Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass Liman wenige Stunden später ein von der restlichen Welt abgeschiedenes Schlachtfeld ist und Mike immer wieder Dinge tut, die seine Gegner dem eiskalten Killer niemals zutrauen, weil Kifferlogik der natürliche Feind jeglicher rational-militärischen Logik ist.
Kurz gesagt ist „American Ultra“ die durchgeknallte und gewalttätige Slacker-Version von „Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?“ und genau wie bei den Coen-Brüder, geraten bei Regisseur Nima Nourizadeh („Project X“) und Drehbuchautor Max Landis („Chronicle“, demnächst „Victor Frankenstein“, und der Sohn von „Blues Brothers“ John Landis) schnell die Dinge außer Kontrolle, weil alle kompromisslos ihre eigenen Interessen verfolgen, während Mike nur einen ruhigen Ort zum Entspannen sucht.
„American Ultra“ hat keine Scheu vor abstrusen Wendungen (wobei wir einige Wendungen schon aus anderen Büchern, Comics, Filmen und TV-Serien mehr oder weniger kennen) und Jesse Eisenberg und Kristen Stewart als Paar mit Geheimnissen sind natürlich die halbe Miete bei dieser durchgeknallten Action-Komödie, die durchaus Kultpotential bei den Unter-Dreißigjährigen hat. Obwohl man so etwas ja immer erst mit einigem zeitlichen Abstand sagen kann.

American Ultra - Plakat

American Ultra (American Ultra, USA 2015)
Regie: Nima Nourizadeh
Drehbuch: Max Landis
mit Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Topher Grace, Connie Britton, Walton Goggins, John Leguizamo, Bill Pullman, Tony Hale, Stuart Greer
Länge: 96 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
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Film-Zeit über „American Ultra“
Moviepilot über „American Ultra“
Metacritic über „American Ultra“
Rotten Tomatoes über „American Ultra“
Wikipedia über „American Ultra“ (deutsch, englisch)

Auch schön: das Teaserplakat

American Ultra - Teaser


TV-Tipp für den 28. Mai: Night Moves

Mai 28, 2015

WDR, 23.30
Night Moves (Night Moves, USA 2013)
Regie: Kelly Reichardt
Drehbuch: Jon Raymond, Kelly Reichardt
Drei junge Öko-Aktivisten wollen einen Staudamm sprengen.
Insgesamt sehenswerter Arthaus-Thriller, der gelungen die gängigen Thrillerkonventionen unterläuft und ein Nicht-Hollywood-Bild von den USA zeichnet.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, Peter Sarsgaard, Alia Shawkat, Logan Miller, Kai Lennox, Katherine Waterston, James Le Gros

Hinweise

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Film-Zeit über „Night Moves“

Moviepilot über „Night Moves“

Metacritic über „Night Moves“

Rotten Tomatoes über „Night Moves“

Wikipedia über „Night Moves“ 

Meine Besprechung von Kelly Reichardts “Night Moves” (Night Moves, USA 2013 – mit zahlreichen O-Tönen von Kelly Reichardt und den Schauspielern)

Meine Besprechung von Kelly Reichardts „Night Moves“ (Night Moves, USA 2013 – zur DVD-Veröffentlichung)


DVD-Kritik: „Night Moves“ mit den Öko-Terroristen von nebenan

Februar 20, 2015

Die DVD-Veröffentlichung von Kelly Reichardts hochgelobtem Thriller „Night Moves“ ist natürlich eine gute Gelegenheit, sich diesen Film noch einmal anzusehen. Zum Kinostart schrieb ich:

Leichte Koste ist „Night Moves“ definitiv nicht und gerade zwischen den vielen schreiend bunten Blockbustern und Feelgood-Movies fällt Kelly Reichardts neuer Film, nach dem Anti-Western „Meek’s Cutoff“, wie ein verschrummelter Bio-Apfel in einem prächtig hergerichteten Buffet auf. Denn in ihrem Film wird kaum geredet, die Farben sind fahl, die Bilder meistens sehr dunkel und schon von der ersten Sekunde schwebt ein Hauch von Fatalismus und Verzweiflung über dem Film. In dem Moment stehen Josh Stamos (Jesse Eisenberg) und Dena Brauer (Dakota Fanning) auf einem Staudamm irgendwo in South Oregon. Es ist nicht unbedingt, die Gegend, die man sich für seinen nächsten Sommerurlaub aussucht. Beide haben ein ökologisches Bewusstsein und sie haben einen Plan; – wobei es lange unklar ist, warum sie das Motorboot „Night Moves“ (nicht benannt nach dem Klassiker von Arthur Penn) kaufen und sich im Wald mit Harmon (Peter Sarsgaard) treffen, der überhaupt nicht von Denas Anwesenheit begeistert ist. Er kennt sie nicht und Josh hat ihm nichts über sie gesagt.
Gemeinsam wollen sie mit dem Boot, das sie mit explosiven Düngermischung präparieren, einen Staudamm in die Luft jagen.
In der ersten Stunde, in der die Vorbereitungen des Trios und der Anschlag (den wir nicht sehen) gezeigt werden, herrscht eine atemlose Thrillerspannung, die in der zweiten Stunde nicht durchgehalten wird. Dann zeigt Reichardts die Rückkehr der drei Feierabend-Terroristen, über die wir fast nichts erfahren, in ihren Alltag und wie das Bündnis zerbricht, weil bei dem Anschlag auch ein unterhalb des Staudamms campierender Mann getötet wurde und damit aus dem politischen Fanal etwas anderes wurde. Wobei wir nicht wirklich erfahren, warum Josh, Dena und Harmon den Anschlag verübten und warum Josh und Dena von Jugendlichen mit Öko-Bewusstsein zu Terroristen wurden. Denn während des gesamten Films sehen wir sie nicht einmal bei einer politischen Handlung, wie beispeilsweise bei einer Demonstration oder einer Diskussion. Über den Anschlag diskutieren sie auch nicht untereinander, weil sie das bereits vor längerem getan haben und nach dem Anschlag können sie mit anderen nicht darüber reden. Stattdessen wird viel geschwiegen.
Wir sehen auch nicht, wie der Staudamm zerstört wird (in dem Moment befinden wir uns mit dem Trio auf der Flucht vom Tatort), welche Zerstörung sie an der Umwelt anrichten und die Ermittlungen der Polizei finden ebenfalls vollkommen im Off statt, weshalb nach der Tat für Josh, Dena und Harmon nur eine abstrakte Entdeckungsgefahr besteht, die auch nicht dadurch größer wird, dass Dena sich der Polizei stellen will. Denn das Hören wir nur von Harmon, der das gegenüber Josh behauptet, damit Josh sich um seine Freundin kümmert.
„Night Moves“ ist ein ziemlich düsteres, pessimistisches, minimalistisches Drama mit eher unsympathischen, introvertierten und schweigsamen Charakteren das aufgeschlossene Zuschauer verlangt, die gerne die Lücken ausfüllen.

Beim zweiten Ansehen fällt dieser erzählerische Bruch zwischen den Vorbereitungen und dem Anschlag und den Auswirkungen des Anschlags wieder negativ auf. Denn während die erste Stunde zielgerichtet auf ein Ende zusteuert, ist die zweite Stunde (die keine volle Stunde ist) von der Leere, der Paranoia und auch dem Stillstand nach dem Anschlag geprägt. Vor allem der schweigsame Josh, der hier eindeutig der zentrale Charakter ist, schweigt fast die ganze Zeit. Über seine Tat kann er mit niemandem reden. In seinem bürgerlichen Leben auf dem Bauernhof, das wir jetzt zum ersten Mal sehen, wartet er auf die Polizei, die vielleicht kommt. Oder auch nicht. Diese bleierne Stimmung wird durch die ambientartige Musik von Jeff Grace, der konsequent jede akustische Zuspitzung vermeidet, noch verstärkt.
Und, auch wenn wir in der zweiten Stunde etwas mehr über Josh erfahren, bleibt er, wie Dena und Harmon, ein Enigma. Sowieso besteht das Trio aus drei Menschen, die keine nennenswerte Vergangenheit und einer Zukunft im Untergrund.
„Night Moves“ ist ein sehenswerter Anti-Thriller, dessen zweite Hälfte nicht die Qualität der ersten Hälfte hat und der sich zu sehr auf eine rein beobachtende Position und Andeutungen zurückzieht, was natürlich bei den Vorbereitungen und der Durchführung eines Anschlags kein Problem ist, aber insgesamt zu einem Problem wird. Denn am Ende hat man mehr Fragen als Antworten über die Charaktere.
Nennenswertes Bonusmaterial gibt es nicht.

Night Moves - Plakat - 4

Night Moves (Night Moves, USA 2013)
Regie: Kelly Reichardt
Drehbuch: Jon Raymond, Kelly Reichardt
mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, Peter Sarsgaard, Alia Shawkat, Logan Miller, Kai Lennox, Katherine Waterston, James Le Gros

DVD
MFA Film/Ascot Elite
Bild: 1.78:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Trailer, Wendecover
Länge: 112 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Film-Zeit über „Night Moves“

Moviepilot über „Night Moves“

Metacritic über „Night Moves“

Rotten Tomatoes über „Night Moves“

Wikipedia über „Night Moves“ 

Meine Besprechung von Kelly Reichardts „Night Moves“ (Night Moves, USA 2013 – mit zahlreichen O-Tönen von Kelly Reichardt und den Schauspielern)


Neu im Kino/Filmkritik: Der düster-dunkle Anti-Thriller „Night Moves“

August 14, 2014

Leichte Koste ist „Night Moves“ definitiv nicht und gerade zwischen den vielen schreiend bunten Blockbustern und Feelgood-Movies fällt Kelly Reichardts neuer Film, nach dem Anti-Western „Meek’s Cutoff“, wie ein verschrummelter Bio-Apfel in einem prächtig hergerichteten Buffet auf. Denn in ihrem Film wird kaum geredet, die Farben sind fahl, die Bilder meistens sehr dunkel und schon von der ersten Sekunde schwebt ein Hauch von Fatalismus und Verzweiflung über dem Film. In dem Moment stehen Josh Stamos (Jesse Eisenberg) und Dena Brauer (Dakota Fanning) auf einem Staudamm irgendwo in South Oregon. Es ist nicht unbedingt, die Gegend, die man sich für seinen nächsten Sommerurlaub aussucht. Beide haben ein ökologisches Bewusstsein und sie haben einen Plan; – wobei es lange unklar ist, warum sie das Motorboot „Night Moves“ (nicht benannt nach dem Klassiker von Arthur Penn) kaufen und sich im Wald mit Harmon (Peter Sarsgaard) treffen, der überhaupt nicht von Denas Anwesenheit begeistert ist. Er kennt sie nicht und Josh hat ihm nichts über sie gesagt.

Gemeinsam wollen sie mit dem Boot, das sie mit explosiven Düngermischung präparieren, einen Staudamm in die Luft jagen.

In der ersten Stunde, in der die Vorbereitungen des Trios und der Anschlag (den wir nicht sehen) gezeigt werden, herrscht eine atemlose Thrillerspannung, die in der zweiten Stunde nicht durchgehalten wird. Dann zeigt Reichardts die Rückkehr der drei Feierabend-Terroristen, über die wir fast nichts erfahren, in ihren Alltag und wie das Bündnis zerbricht, weil bei dem Anschlag auch ein unterhalb des Staudamms campierender Mann getötet wurde und damit aus dem politischen Fanal etwas anderes wurde. Wobei wir nicht wirklich erfahren, warum Josh, Dena und Harmon den Anschlag verübten und warum Josh und Dena von Jugendlichen mit Öko-Bewusstsein zu Terroristen wurden. Denn während des gesamten Films sehen wir sie nicht einmal bei einer politischen Handlung, wie beispeilsweise bei einer Demonstration oder einer Diskussion. Über den Anschlag diskutieren sie auch nicht untereinander, weil sie das bereits vor längerem getan haben und nach dem Anschlag können sie mit anderen nicht darüber reden. Stattdessen wird viel geschwiegen.

Wir sehen auch nicht, wie der Staudamm zerstört wird (in dem Moment befinden wir uns mit dem Trio auf der Flucht vom Tatort), welche Zerstörung sie an der Umwelt anrichten und die Ermittlungen der Polizei finden ebenfalls vollkommen im Off statt, weshalb nach der Tat für Josh, Dena und Harmon nur eine abstrakte Entdeckungsgefahr besteht, die auch nicht dadurch größer wird, dass Dena sich der Polizei stellen will. Denn das Hören wir nur von Harmon, der das gegenüber Josh behauptet, damit Josh sich um seine Freundin kümmert.

Night Moves“ ist ein ziemlich düsteres, pessimistisches, minimalistisches Drama mit eher unsympathischen, introvertierten und schweigsamen Charakteren das aufgeschlossene Zuschauer verlangt, die gerne die Lücken ausfüllen.

Night Moves - Plakat - 4

 

Night Moves (Night Moves, USA 2013)

Regie: Kelly Reichardt

Drehbuch: Jon Raymond, Kelly Reichardt

mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, Peter Sarsgaard, Alia Shawkat, Logan Miller, Kai Lennox, Katherine Waterston, James Le Gros

Länge: 117 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Night Moves“

Moviepilot über „Night Moves“

Metacritic über „Night Moves“

Rotten Tomatoes über „Night Moves“

Wikipedia über „Night Moves“ 

Kelly Reichardt spricht bei der Film Society des Lincoln Centers über ihren Film

Andrew Klevan (Universität Oxford) unterhält sich mit Kelly Reichardt (Mai 2014)

Und ein kurzes Q&A mit Kelly Reichardt, Jesse Eisenberg und Dakota Fanning auf dem Toronto Film Festival


TV-Tipp für den 26. Juli: The Social Network

Juli 26, 2014

Pro 7, 20.15

The Social Network (USA 2010, Regie: David Fincher)

Drehbuch: Aaron Sorkin

LV: Ben Mezrich: The Accidental Billionaires, 2009 (Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook – Eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug)

Fincher und Sorkin (The West Wing, The Newsroom), der für sein Drehbuch einen Oscar erhielt, erzählen die Geschichte von Facebook und Mark Zuckerberg.

Rasantes dialoglastiges Drama, bei dem jeder Satz trifft und einige junge Schauspieler ihr Können zeigen können.

Mit Jesse Eisenberg, Andrew Garfield, Justin Timberlake, Rooney Mara, John Getz, Armie Hammer

Hinweise

Das Drehbuch von Aaron Sorkin

Rotten Tomatoes über „The Social Network“

Wikipedia über „The Social Network“ (deutsch, englisch)

Chasing the Frog vergleicht die Fiktion mit den Fakten

Meine Besprechung von David Finchers “Verblendung” (The Girl with the Dragon Tattoo, USA 2011)

David Fincher in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Ben Mezrichs „21“ (Bringing down the House, 2002)


DVD-Kritik: „Die Unfassbaren – Now you see me“ in der längeren Version

Dezember 16, 2013

Als vor einigen Monaten Louis Leterriers „Die Unfassbaren – Now you see me“ im Kino anlief schrieb ich ziemlich begeistert:

Zwischen all den lauten und extrem teuren Sommerblockbustern ist „Die Unfassbaren – Now you see me“ von Louis Leterrier eine willkommene Abwechslung, die in den USA auch überraschend erfolgreich war. Das lag sicher zu einem guten Teil an der Besetzung. Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Isla Fisher und Dave Franco spielen das Zauberer-Quartett „The Four Horsemen“, die mit ihren Tricks in ihren pompösen Shows die Massen verzücken. Dabei waren sie vor einem Jahr noch vier Individualisten, die sich mehr schlecht als recht mit ihren Shows, billigen Tricks und Taschendiebstählen durchschlugen, bis sie eine geheimnisvolle Einladung erhielten und von einem bis zum Schluss im Dunklen bleibendem Mastermind eingeladen wurden, gemeinsam bei einer großen Sache mitzumachen.

Ihr erster gemeinsamer Auftritt im Film ist in Las Vegas im MGM Grand vor 5000 Zuschauern. Sie wählen zufällig einen Mann aus, der Bankdirektor in Paris ist, und rauben mit seiner Hilfe in Paris die Bank aus, während sie in Las Vegas auf der Bühne stehen und die Beute vom Bankraub in den Saal regnen lassen.

Dieser unmögliche Bankraub, der aber dennoch stattgefunden hat, ist nur der Auftakt für weitere Zaubershows in New Orleans und New York. Finanziert werden sie dabei einem Milliardär (Michael Caine), der sich ein großes Geschäft mit den „Four Horsemen“ verspricht. Verfolgt werden sie von einem FBI-Agenten (Mark Ruffalo), einer französischen Polizisten (Mélanie Laurent) und einem Ex-Zauberer, der die Tricks von Zauberer enthüllt (Morgan Freeman).

Allein schon diese Besetzung, und dann noch in einer niveauvollen Heist-Komödie, ist die halbe Miete.

Die andere Hälfte ist das Drehbuch von Ed Solomon, Boaz Yakin und Edward Ricourt, das kunstvoll die falschen Fährten auslegt und dabei, wie eine Zaubershow, die Zuschauer immer wieder von der richtigen Fährte ablenkt, aber auch immer wieder Tricks enthüllt und so auch immer wieder Hinweise auf die weitere Handlung, den Hintermann und die Ablenkungen, die von etwas anderem ablenken sollen, gibt. Das ist ziemlich clever gemacht, aber wenn man das Prinzip der Tricks und Ablenkungen durchschaut hat, wirkt „Die Unfassbaren“ auch etwas vorhersehbar und, nach dem spektakulären Paris-Las-Vegas-Bankraub, sind die weiteren großen Zauberkunststücke der Zauberer weniger spektakulär. Dass die Charaktere, die Guten wie die Bösen (wobei während des Films unklar ist, wer am Ende die Guten und wer die Bösen sind), alle nur Figuren in einem Spiel sind, reflektiert dann wieder den Charakter des Films, der, wie eine Zaubershow, nur vergnügliche Abendunterhaltung sein will. Nicht mehr, aber auch nicht weniger und als intelligente Unterhaltung im Stil von „Ocean’s Eleven“ oder „Topkapi“ (wenn die „Four Horsemen“ Bösewichter sind) oder von „Ihr Auftritt, Al Mundy“ (It takes a Thief) oder „Leverage“ (wenn die „Four Horsemen“ moderne Robin Hoods sind) ist „Die Unfassbaren“ ein kurzweiliger Spaß.

Jetzt habe ich mir, anlässlich der DVD-Veröffentlichung, den Film wieder angesehen. Dieses Mal im etwas längeren Extended-Cut. Große Veränderungen habe ich nicht gesehen, aber nach meinem Eindruck liegt der Fokus jetzt etwas stärker bei der Polizei und ich fand diese Version insgesamt etwas unrunder als die schlanke Kinoversion, was auch daran liegen kann, dass, wie dieser Fassungsvergleich zeigt, viele Szenen einfach etwas verlängert wurden und die wenigen neu eingefügten Szenen die Handlung eher verlangsamen.

Davon abgesehen ist „Die Unfassbaren – Now you see me“ ein locker-lässiger Popcorn-Film, ein vergnüglicher Comic-Crime-Caper, der Spaß macht, solange man nicht zu genau über die Geschichte nachdenkt und das nach einem fulminanten ersten Trick zunehmend konventioneller wird. Denn ein Las-Vegas-Paris-Bankraub ist viel eindrucksvoller, als ein Geldtransfer von einem Konto zu anderen Konten; auch wenn dies während einer Show geschieht und sich dabei – dank unsichtbarer Schrift – der Kontostand auf den Papieren der Anwesenden verändert.

Im Kino war der Film ein Überraschungserfolg. Deshalb soll es eine Fortsetzung geben und die in den Abspann hineingeschnittene Szene, in der die Four Horsemen einen einsam gelegenen, verlassenen Vergnügungspark betreten, könnte ein Witz oder ein Hinweis auf die Geschichte der überflüssigen Fortsetzung sein. Denn eigentlich ist die Geschichte der vier Zauberer und ihres, hm, Auftraggebers zu Ende erzählt.

Das Bonusmaterial

Auf der DVD und Blu-ray sind die Dokumentationen „Die Unfassbaren: Making of“ und „Eine kurze Einführung in die Welt der Magie“, präsentiert von David Kwong, einem Zauberer, der die Filmemacher beriet. Sie geben einen Einblick in den Film und die Zauberei, sind aber beide ziemlich atemlos geschnitten und liefern eher Oberfläche als Inhalt. Halt wie der Film.

Auf der Blu-ray, die beide Fassungen des Films enthält, gibt es – so wurde angekündigt – außerdem eine halbe Stunde „Geschnittene Szenen“ und einen Audiokommentar von Produzent Bobby Cohen und Regisseur Louis Leterrier.

Die Unfassbaren - DVD-Cover

Die Unfassbaren – Now you see me (Now you see me, USA 2013)

Regie: Louis Leterrier

Drehbuch: Ed Solomon, Boaz Yakin, Edward Ricourt

mit Jesse Eisenberg, Isla Fisher, Woody Harrelson, Dave Franco, Mark Ruffalo, Mélanie Laurent, Morgan Freeman, Michael Caine, Common, Michael J. Kelly

DVD (Extended Edition)

Concorde Home Entertainment

Bild: 2,40:1 (16:9)

Sprache: Deutsch (DTS, Deutsch Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Die Unfassbaren: Making-of, Eine kurze Einführung in die Welt der Magie, Easter Eggs, Wendecover

Länge: 116 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Blu-ray (Kinofassung, Extended Edition)

Concorde Home Entertainment

Bild: 1080p High Definition 2,40:1 (16:9)

Sprache: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 7.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Die Unfassbaren: Making-of, Eine kurze Einführung in die Welt der Magie, Entfernte Szenen, Easter Eggs, Audiokommentar, Wendecover

Länge: 115 Minuten (Kinofassung), 127 Minuten (Extended Edition)

Hinweise

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Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Metacritic über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Rotten Tomatoes über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Wikipedia über „Die Unfassbaren – Now you see me“ (deutsch, englisch)

The Wrap: Interview mit den Drehbuchautoren Ed Solomon und Edward Ricourt (31. Mai 2013)

Schnittberichte: Vergleich der Kinofassung und der Extended Edition

Meine Besprechung von Louis Letteriers „Die Unfassbaren – Now you see me“ (Now you see me, USA 2013)

Meine Besprechung von Boaz Yakins „Todsicher“ (Safe, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: „Die Unfassbaren – Now you see me“, aber kannst Du deinen Augen trauen?

Juli 11, 2013

 

Zwischen all den lauten und extrem teuren Sommerblockbustern ist „Die Unfassbaren – Now you see me“ von Louis Leterrier eine willkommene Abwechslung, die in den USA auch überraschend erfolgreich war. Das lag sicher zu einem guten Teil an der Besetzung. Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Isla Fisher und Dave Franco spielen das Zauberer-Quartett „The Four Horsemen“, die mit ihren Tricks in ihren pompösen Shows die Massen verzücken. Dabei waren sie vor einem Jahr noch vier Individualisten, die sich mehr schlecht als recht mit ihren Shows, billigen Tricks und Taschendiebstählen durchschlugen, bis sie eine geheimnisvolle Einladung erhielten und von einem bis zum Schluss im Dunklen bleibendem Mastermind eingeladen wurden, gemeinsam bei einer großen Sache mitzumachen.

Ihr erster gemeinsamer Auftritt im Film ist in Las Vegas im MGM Grand vor 5000 Zuschauern. Sie wählen zufällig einen Mann aus, der Bankdirektor in Paris ist, und rauben mit seiner Hilfe in Paris die Bank aus, während sie in Las Vegas auf der Bühne stehen und die Beute vom Bankraub in den Saal regnen lassen.

Dieser unmögliche Bankraub, der aber dennoch stattgefunden hat, ist nur der Auftakt für weitere Zaubershows in New Orleans und New York. Finanziert werden sie dabei einem Milliardär (Michael Caine), der sich ein großes Geschäft mit den „Four Horsemen“ verspricht. Verfolgt werden sie von einem FBI-Agenten (Mark Ruffalo), einer französischen Polizisten (Mélanie Laurent) und einem Ex-Zauberer, der die Tricks von Zauberer enthüllt (Morgan Freeman).

Allein schon diese Besetzung, und dann noch in einer niveauvollen Heist-Komödie, ist die halbe Miete.

Die andere Hälfte ist das Drehbuch von Ed Solomon, Boaz Yakin und Edward Ricourt, das kunstvoll die falschen Fährten auslegt und dabei, wie eine Zaubershow, die Zuschauer immer wieder von der richtigen Fährte ablenkt, aber auch immer wieder Tricks enthüllt und so auch immer wieder Hinweise auf die weitere Handlung, den Hintermann und die Ablenkungen, die von etwas anderem ablenken sollen, gibt. Das ist ziemlich clever gemacht, aber wenn man das Prinzip der Tricks und Ablenkungen durchschaut hat, wirkt „Die Unfassbaren“ auch etwas vorhersehbar und, nach dem spektakulären Paris-Las-Vegas-Bankraub, sind die weiteren großen Zauberkunststücke der Zauberer weniger spektakulär. Dass die Charaktere, die Guten wie die Bösen (wobei während des Films unklar ist, wer am Ende die Guten und wer die Bösen sind), alle nur Figuren in einem Spiel sind, reflektiert dann wieder den Charakter des Films, der, wie eine Zaubershow, nur vergnügliche Abendunterhaltung sein will. Nicht mehr, aber auch nicht weniger und als intelligente Unterhaltung im Stil von „Ocean’s Eleven“ oder „Topkapi“ (wenn die „Four Horsemen“ Bösewichter sind) oder von „Ihr Auftritt, Al Mundy“ (It takes a Thief) oder „Leverage“ (wenn die „Four Horsemen“ moderne Robin Hoods sind) ist „Die Unfassbaren“ ein kurzweiliger Spaß.

Die Unfassbaren - Plakat

Die Unfassbaren – Now you see me (Now you see me, USA 2013)

Regie: Louis Leterrier

Drehbuch: Ed Solomon, Boaz Yakin, Edward Ricourt

mit Jesse Eisenberg, Isla Fisher, Woody Harrelson, Dave Franco, Mark Ruffalo, Mélanie Laurent, Morgan Freeman, Michael Caine, Common, Michael J. Kelly

Länge: 116 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Metacritic über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Rotten Tomatoes über „Die Unfassbaren – Now you see me“

Wikipedia über „Die Unfassbaren – Now you see me“ (deutsch, englisch)

The Wrap: Interview mit den Drehbuchautoren Ed Solomon und Edward Ricourt (31. Mai 2013)

Meine Besprechung von Boaz Yakins „Todsicher“ (Safe, USA 2012)

 

 


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