Rockig: Keith Richards & The X-Pensive Winos

November 19, 2020

Damals, als bei den Rolling Stones der Haussegen schief hing, gründete Keith Richards eine eigene Band und spielte auch, 1988, im Hollywood Palladium:

Es spielen Keith Richards (Gitarre, Gesang), Waddy Wachtel (Gitarre), Steve Jordan (Schlagzeug), Charley Drayton (Bass), Ivan Neville (Keyboard), Bobby Keys (Saxophone) und Sarah (Gesang).


Neu im Kino/Filmkritik: „Ronnie Wood – Somebody up there likes me“ und lässt ihn auf Erden in einer Rockband spielen

Juli 10, 2020

Mike Figgis, der Regisseur von „Stormy Monday“, „Internal Affairs“ und, seinem bekanntesten Film, „Leaving Las Vegas“, wollte keine normale Doku über Ronnie Wood drehen. Also kein chronologischer Gang durch das Leben des Porträtierten. Keine Ansammlung sprechender Köpfe, die mehr oder weniger gute Dinge über den Porträtierten erzählen. Kein teils peinlich intimes Ausleuchten privater Details. Keine kritische Bestandsaufnahme des Lebens des Porträtierten. Und keine Interviews mit dem Porträtierten, in denen er, mehr oder weniger hartnäckig, über sein Leben ausgefragt wird.

Das gibt es schon auch in „Ronnie Wood – Somebody up there likes me“. Aber nur in homöopathischen Dosen.

Ronnie Wood, manchmal auch Ron Wood, ist heute vor allem als Mitglied der Rolling Stones bekannt. Im Gegensatz zu den Bandgründern spielt der Gitarrist erst seit 1975 in der Band mit. Offizielles Bandmitglied wurde er 1993. Vor seinem Engagement bei den Stones spielte er in in der Jeff Beck Group, den Faces und in der Band von Rod Stewart.

Neben den „Rolling Stones“-Platten veröffentlichte er mehrere Platten unter seinem Namen und er verwirklicht sich als Maler. Wood war Schüler der Londoner Kunstschule Ealing Art College.

Figgis beobachtet ihn in „Ronnie Wood – Somebody up there likes me“ ausführlich beim Zeichnen. Dazu gibt es Konzertausschnitte, eher kurze Statements von Freunden, früheren und aktuellen Bandkollegen und ausführliche Gesprächsbeiträge von Ronnie Wood, der über sein Leben redet.

Das Ergebnis ist ein von Sympathie getragener, nie sonderlich in die Tiefe gehender oder auch nur ansatzweise kritischer Dokumentarfilm. Damit ist „Ronnie Wood – Somebody ut there likes me“ vor allem für Fans des sympathisch vor sich hin erzählenden Musikers und der stadionrockenden Bluescombo „The Rolling Stones“ interessant.

Die dürfen sich auch auf die neue Platte der Rolling Stones freuen. Sie soll dieses Jahr erscheinen. Und sie soll aus neuen Songs bestehen. Das haben jedenfalls Mick Jagger und Keith Richards vor wenigen Wochen in einem Interview gesagt. Ihre letzte Studio-CD „Blue & Lonesome“ erschien vor vier Jahren und sie enthielt nur Blues-Cover.

Ronnie Wood – Somebody up there likes me (Somebody up there likes me, Großbritannien 2019)

Regie: Mike Figgis

Drehbuch: Mike Figgis

mit Ronnie Wood, Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Damien Hirst, Rod Stewart, Imelda May, Sally Wood

Länge: 72 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Ronnie Wood – Somebody up there likes me“

Rotten Tomatoes über „Ronnie Wood – Somebody up there likes me“

Wikipdia über Ronnie Wood (deutsch, englisch)

Allmusic über Ronnie Wood und die Rolling Stones


TV-Tipp für den 5. April: Chuck Berry

April 4, 2019

Arte, 21.45

Chuck Berry (Chuck Berry, Großbritannien 2018)

Regie: Jon Brewer

Drehbuch: Laura Royko

Spielfilmlange Doku über „Sweet little Rock ’n‘ Roller“ Chuck Berry (1926 – 2017), der mit „Roll Over Beethoven“ eine klare Ansage machte und etliche weitere Klassiker schrieb. Let it Rock

mit Chuck Berry, Steven Van Zandt, Joe Perry, Alice Cooper, Gene Simmons, Keith Richards, Nile Rodgers, Nils Lofgren, George Thorogood, Joe Bonamassa, Johnny Rivers, Taylor Hackford, Jerry Lee Lewis, Wayne Kramer, Martel Rudd

Hinweise

AllMusic über Chuck Berry – The Man Who Invented America (Nachruf)

Wikipedia über Chuck Berry (deutsch, englisch)

Chuck Berry mit einer gar nicht so wahnsinnig unbekannten Begleitband und einem sehr bekannten Song


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