Die Krimibestenliste November 2018

November 4, 2018

Die November-Krimibestenliste der F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur empfiehlt:

1. Mick Herron – Slow Horses. Ein Fall für Jackson Lamb (Platzierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer. Diogenes, 480 Seiten, 24 Euro

2. Fred Vargas – Der Zorn der Einsiedlerin (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Waltraud Schwarze. Limes, 512 Seiten, 23 Euro

3. Louise Penny – Hinter den drei Kiefern (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. Kampa, 496 Seiten, 16,90 Euro

4. Simone Buchholz – Mexikoring (Platzierung im Vormonat: 5)

Suhrkamp, 248 Seiten, 14,95 Euro

5. Tom Franklin – Krumme Type, krumme Type (Platzierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Nikolaus Stingl. Pulp Master, 416 Seiten, 15,80 Euro

6. Jérôme Leroy – Die Verdunkelten (Platzierung im Vormonat: 7)

Aus dem Französischen von Cornelia Wend.Edition Nautilus, 224 Seiten, 18 Euro

7. Bill Beverley – Dodgers (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Hans M. Herzog. Diogenes, 400 Seiten, 24 Euro

8. Ryan Gattis – Safe (Platzierung im Vormonat: 8)

Aus dem Englischen von Ingo Herzke und Michael Kellner. Rowohlt, 412 Seiten, 20 Euro

9. Christoph Peters – Das Jahr der Katze (Platzierung im Vormonat: /)

Luchterhand, 352 Seiten, 22 Euro

10. Susanne Saygin – Feinde (Platzierung im Vormonat: /)

Heyne, 352 Seiten, 12,99 Euro

Mächtig viel Lesestoff. Auch weil anscheinend die Zeiten von Zweihundert-Seiten-Büchern endgültig vorbei sind. Nur Simone Buchholz und Jérôme Leroy erzählen ihre Geschichten in unter Zweihunderfünfzig Seiten. Fred Vargas braucht über fünfhundert Seiten.

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Die Krimibestenliste November 2017

November 7, 2017

Die Zeit, die man auf der Kuschelcouch unter dem Licht einer Lampe mit einem dicken Buch verbringen kann, wird länger und die November-Krimibestenliste (präsentiert von F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur) hat da einige Lesetipps:

1. (-) John le Carré – Das Vermächtnis der Spione

2. (3) Lisa Sandlin: Ein Job für Delpha

3. (2) Friedrich Ani – Ermordung des Glücks

4. (-) Iori Fujiwara – Der Sonnenschirm des Terroristen

5. (-) Norbert Horst – Kaltes Land

6. (-) Dave Zeltserman – Small Crimes

7. (-) Andreas Pflüger – Niemals

8. (9) David Whish-Wilson – Die Ratten von Perth

9. (-) Tanguy Viel – Selbstjustiz

10. (-) Liza Cody – Krokodile und edle Ziele

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Einiges, vor allem aus dem Hardboiled-Bereich, wie Lisa Sandlin und Dave Zeltserman, liegen bei mir rum. Iori Fujiwara in Japan bereits 1998 erschienener Roman über einen japanischen Terroristen, der nach zwei Jahrzehnten im Untergrund in einen Terroranschlag in Tokio verwickelt wird und seine Unschuld beweisen will, liegt auch auf meinem Zu-lesen-Stapel.

Zuletzt habe ich Tom Franklins wüstes Werk „Smonk“ (pulp master) gelesen. Besprechung demnächst. Craig Johnsons Neowestern „Longmire: Bittere Wahrheiten“ lese ich gerade. Die „Longmire“-TV-Serie basiert auf Johnsons Romanen.

Und dazwischen werden die Kurzgeschichten aus „Paris Noir“ (unter anderem von Didier Daeninckx, Jérôme Leroy, Chantal Pelletier und Jean-Bernard Pouy) genossen. Auch dazu demnächst mehr begeisterte Worte. Wenn’s klappt in einer Doppelbesprechung mit „Nighthawks: Stories nach Gemälden von Edgar Hopper“ (von, u. a., Lee Child, Michael Connelly, Jeffery Deaver, Stephen King, Joyce Carol Oates, Joe R. Lansdale und Lawrence Block – herrje, das Buch kann gar nicht schlecht sein).


Die Krimibestenliste April 2017

April 3, 2017

Ostergeschenke? Mordsgeschenke? Jedenfalls empfiehlt die April-Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandradio Kultur zur Lektüre (nicht zur Nachahmung):

1. Jérôme Leroy – Der Block (Platzierung im Vormonat: 4)

2. Wallace Stroby – Geld ist nicht genug (Platzierung im Vormonat: /)

3. Marlon James – Eine kurze Geschichte von sieben Morden (Platzierung im Vormonat: /)

4. Jerome Charyn – Winterwarnung (Platzierung im Vormonat: 2)

5. Reginald Hill – Die letzte Stunde naht (Platzierung im Vormonat: /)

6. Graeme Macrae Burnet – Sein blutiges Projekt (Platzierung im Vormonat: 3)

7. Peter May – Moorbruch (Platzierung im Vormonat: 9)

8. Max Annas – Illegal (Platzierung im Vormonat: 7)

9. Kanae Minato – Geständnisse (Platzierung im Vormonat: /)

10. Denis Johnson – Die lachenden Ungeheuer (Platzierung im Vormonat: 1)

Eine ziemlich männerlastige Liste. Ein deutscher Autor, eine Übersetzung aus dem Französischen und der Rest aus dem Englischen.

Soviel zur Statistik.

Meine Jubelarie zu „Geld ist nicht genug“ von Wallace Stroby erscheint demnächst. Ist ein Buch, das so hundertprozentig in meinem Beuteschema (Hardboiled! Noir! Profidieb!) ist, dass ich es nicht lesen muss, um zu wissen, dass es mir gefällt. Und das genau deshalb gelesen wird.

Danach vielleicht der neue Kristof-Kryszinski-Krimi „Tauchstation“ (Rotbuch Krimi) von Jörg Juretzka. Der kommt nie auf die Bestenliste. Keine Ahnung, was er den Bestenlistenmachern angetan hat.


Die Krimibestenliste März 2017

März 6, 2017

In der frühlingshaften Krimibestenliste (früher KrimiZeit-Bestenliste) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandradio Kultur empfehlen die Damen und Herren Krimikritiker folgende Werke:

1. (-) Denis Johnson: Die lachenden Ungeheuer

2. (2) Jerome Charyn: Winterwarnung

3. (-) Graeme Macrae Burnet: Sein blutiges Projekt

4. (-) Jérôme Leroy: Der Block

5 (1) Tana French: Gefrorener Schrei

6 (9) Mark Douglas-Home: Sea Detective

7 (-) Max Annas: Illegal

8 (3) Paul Mendelson: Die Straße ins Dunkel

9 (-) Peter May: Moorbruch

10 (-) Federico Axat: Mysterium

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Mit Max Annas hat es dieses Mal nur ein deutscher Autor auf die Liste geschafft.

Wird nach der Leipziger Buchmesse bestimmt besser.

Ich lese im Moment Shusaku Endos „Schweigen“, die Vorlage für den neuen Martin-Scorsese-Film „Silence“.

Danach; mal sehen. Vielleicht die „Winterwarnung“. Oder etwas ganz anderes. Aber es wird ein Krimi sein.


Die Krimibestenliste Februar 2017

Februar 10, 2017

In der aktuellen Krimibestenliste (früher KrimiZeit-Bestenliste) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandradio Kultur empfehlen die Damen und Herren Krimikritiker folgende Werke:

1. Tana French – Gefrorener Schrei (Platzierung im Vormonat: 4)

2. Jerome Charyn – Winterwarnung (Platzierung im Vormonat: /)

3. Paul Mendelson – Die Straße ins Dunkel (Platzierung im Vormonat: /)

4. Liza Cody – Miss Terry (Platzierung im Vormonat 2)

5. André Pilz – Der anatolische Panther (Platzierung im Vormonat: /)

6. Bernhard Aichner – Totenrausch (Platzierung im Vormonat: /)

7. Patrick McGinley – Bogmail (Platzierung im Vormonat: 1)

8. Joe Ide – IQ (Platzierung im Vormonat: 6)

9. Mark Douglas-Home – Sea Detective (Platzierung im Vormonat: /)

10. Les Edgerton – Der Vergewaltiger (Platzierung im Vormonat: /)

So viele Neueinsteiger und ich war die vergangenen Tage mit „Timm Thaler“, „Hidden Figures“ und Peter Handke beschäftigt. Und lese jetzt, aus aktuellem Anlass, als Ausgleich zu den Tageszeitungen, Barack Obamas Redensammlung „Worte müssen etwas bedeuten“ (Suhrkamp, schlappe zehn Euro).


Die KrimiZeit-Jahresbestenliste 2016

Dezember 19, 2016

Zum Jahresende gibt es immer die Jahresbestenliste der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio. Auf diese Liste können nur Kriminalromane gelangen, die in den vergangenen Monaten auf einer der Monatslisten waren, was dann das Ergebnis doch etwas vorhersehbar macht:

1 Garry Disher: Bitter Wash Road (Unionsverlag)

2 Simone Buchholz: Blaue Nacht (Suhrkamp)

3 Max Annas: Die Mauer (Rowohlt)

4 Liza Cody: Miss Terry (Ariadne im Argumentverlag)

5 Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht (Tropen)

6 Giancarlo De Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom (Folio)

7 Andreas Pflüger: Endgültig (Suhrkamp)

8 James Grady: Die letzten Tage des Condor (Suhrkamp)

9 Dominique Manotti: Schwarzes Gold (Ariadne im Argumentverlag)

10 Malla Nunn: Tal des Schweigens (Ariadne im Argumentverlag)

Zehn Romane, drei von Suhrkamp, drei von Ariadne. Da scheint es starke biotopische Tendenzen zu geben. Auch weil viele Autoren sattsam bekannt sein. Einige fehlen. Spontan fällt mir Friedrich Ani ein (der ja auf den letzten Monatslisten war). Auch James Lee Burke fehlt. Er wurde letztes Jahr wie der wiederkehrte Heiland in den Himmel hochgejubelt und von dem, neben Neuauflagen (zuletzt „Blut in den Bayous“, Pendragon) auch neue Romane übersetzt wurden. Oder Joe R. Lansdale. Ebenso, sofern die Bücher auf den Monatslisten waren, alles von Pendragon, Polar, pulp master und Golkonda. Von den kleinen Verlagen. Bei den großen Publikumsverlagen, wie Heyne und Goldmann, sieht es nicht viel besser aus.

Trotzdem ist es eine schöne Liste, die mich daran erinnert, endlich mal die hier erwähnten Romane von Garry Disher, James Grady (gerne in Verbindung mit dem ersten Condor-Roman) und Dominique Manotti zu lesen. Bei einigen Werken, vor allem denen von Simone Buchholz und Franz Dobler, spricht mich dagegen schon der Klappentext absolut nicht an.

Liza Codys „Miss Terry“ lese ich gerade und bis jetzt hält sich meine Begeisterung in Grenzen.


Die KrimiZeit-Bestenliste November 2016

November 4, 2016

Wer die Weihnachtsgeschenke vor dem Fest testen möchte, kann sich in punkto „Mord & Totschlag“ von der neuen Bestenliste der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio inspirieren lassen:

1 (-) Franz Dobler: Schlag ins Gesicht

2 (10) Malla Nunn: Zeit der Finsternis

3 (1) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom

4 (-) Peter Temple: Die Schuld vergangener Tage

5 (-) Matthias Wittekindt: Der Unfall in der Rue Bisson

6 (6) Alan Carter: Des einen Freund

7 (2) Friedrich Ani: Nackter Mann, der brennt

8 (7) Benjamin Whitmer: Nach mir die Nacht

9 (-) Candice Fox: Eden

10 (4) Patrícia Melo: Trügerisches Licht

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Einiges liegt auch auf meinem Zu-Lesen-Stapel. Neben, wegen der Verfilmung, Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“, einigen Sachbüchern und Weihnachtskrimis, über die ich vor dem Fest etwas schreiben will. Zu Weihnachten kann ich dann ja Fastnachts- und Osterkrimis lesen.

Und dann gibt es mit „Peripherie“ (The Periphal, 2014) auch einen neuen Roman von William Gibson. Aber der schreibt ja Science-Fiction


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