TV-Tipp für den 10. Dezember: Der Stoff, aus dem die Helden sind

Dezember 10, 2017

Arte, 20.15

Der Stoff, aus dem die Helden sind (USA 1983, Regie: Philip Kaufman)

Drehbuch: Philip Kaufman

LV: Tom Wolfe: The Right Stuff, 1979 (Die Helden der Nation)

Das ist einer der Filme, der trotz der zahlreichen Nominierungen und Preise, nie den Ruhm erhalten hat, den er verdient. „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ war für den Oscar als bester Film nominiert. „Zeit der Zärtlichkeit“ (Wer erinnert sich noch an den Film?) erhielt die Trophäe. Sam Shepard war für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Jack Nicholson erhielt ihn für seine Rolle in „Zeit der Zärtlichkeit“. Als Trost gab es vier Oscars in Nebenkategorien. Beim Directors Guild of America Award und Golden Globe verlor der Film wieder gegen „Zeit der Zärtlichkeit“. Im Rennen um den SF-Preis HUGO ging der Preis für den besten Film wieder nicht an „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ sondern an den dritten „Krieg der Sterne“-Film „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“.

Dabei ist das dreistündige Epos über das gefährliche Testpilotenleben zwischen dem Durchbrechen der Schallmauer (Chuck Yeager tat’s 1947) und dem ersten bemannten Flug in den Weltraum „patriotisches Kino ohne Scheuklappen und mit gelegentlichen Anzeichen von Ironie und Selbstkritik“ (Fischer Film Almanach 1985). „Ein sowohl von spöttischer Ironie als auch von ehrlicher Bewunderung für diese ‚Helden der Nation‘ geprägter Film, der dank der mitreisenden Darstellung der extremen Flüge bis zum Schluss spannend bleibt.“ (Lexikon des internationalen Films) Das ist dann auch das Dilemma das Films: für die Rechten nicht patriotisch genug, für die Linken zu patriotisch. Dass Besetzung und Ausstattung erlesen sind, dass die Bilder nach der großen Leinwand rufen, dass die Vergangenheit lebendig wird, das ist dann unerheblich.

Tom Wolfes gewohnt detaillierte und glänzend geschriebene Reportage „The Right Stuff“ war in den USA ein Bestseller . Wenn Sie das Buch irgendwo finden, kaufen Sie es. Es ist eine faszinierende Lektüre, über Männer, die bereit waren, sich in die Spitze einer Rakete zu setzen, in die Luft schießen zu lassen und dabei vielleicht zu sterben (Tom Wolfe entdeckte 1970 einen Artikel, in dem die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Unfalls für einen Navy-Piloten mit 23 Prozent angegeben wurde. Dazu kam noch der Tod im Gefecht. Wahrscheinlich gab es keinen gefährlicheren Beruf.) und ihren Frauen.

mit Sam Shepard, Barbara Hershey, Charles Frank, Ed Harris, Scott Glenn, Dennis Quaid, Lance Henriksen, Fred Ward, Kim Stanley, Veronica Cartwright, Jeff Goldblum, Chuck Yeager (als Bartender Fred)

Hinweise

Homepage von Tom Wolfe

Mehr über Tom Wolfe in der Kriminalakte

Combustible Celluloid: Interview mit Philip Kaufman über „The Right Stuff“ (20.  Juni 2003)

Rotten Tomatoes über „Der Stoff, aus dem die Helden sind“

Wikipedia über „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ (deutsch, englisch)

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TV-Tipp für den 13. Oktober: Appaloosa

Oktober 13, 2017

Kabel 1 Doku, 20.15/23.00

Appaloosa (USA 2008, Regie: Ed Harris)

Drehbuch: Robert Knott, Ed Harris

LV: Robert B. Parker: Appaloosa, 2005 (Appaloosa)

Die Gesetzeshüter Virgil Cole und Everett Hitch sollen in Appaloosa für Recht und Ordnung sorgen. Denn Farmer Bragg terrorisiert die Einwohner und er hat auch den vorherigen Marshall erschossen.

Gelungene, werkgetreue Verfilmung eines Westerns von Robert B. Parker, dem Autor der Spenser- und Jesse-Stone-Kriminalromane, der seine bekannten Themen von Freundschaft, Loyalität, Recht und Gesetz in einem anderen Setting ausprobiert.

„Appaloosa“ erhielt beim Boston Film Festival den Preis für den besten Film und das beste Drehbuch.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung des Romans.

mit Ed Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons, Lance Henriksen

 Der Roman

Parker - Appaloosa - Europa Verlag 2

Robert B. Parker: Appaloosa

(übersetzt von Emanuel Bergmann)

Europa Verlag AG Zürich, 2012

208 Seiten

22 Euro

Hinweise

Homepage von Robert B. Parker

Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Die blonde Witwe“ (Widow’s walk, 2002)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Alte Wunden” (Back Story, 2003)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der gute Terrorist“ (Now & Then, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Hundert Dollar Baby” (Hundred Dollar Baby, 2006)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Trügerisches Bild“ (Painted Ladies, 2010)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Bitteres Ende” (The Professional, 2009)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Wildnis“ (Wilderness, 1979)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (Appaloosa, 2005) (Übersetzung)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Das dunkle Paradies” (Night Passage, 1997)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Miese Geschäfte“ (Bad Business, 2004)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Resolution“ (Resolution, 2008)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Mord im Showbiz“ (High Profile, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der Killer kehrt zurück“ (Stranger in Paradise, 2008)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Brimstone“ (Brimstone, 2009)

Mein Nachruf auf Robert B. Parker

Robert B. Parker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 2. August: Terminator

August 1, 2017

Kabel 1, 20.15/23.20

Terminator (The Terminator, USA 1984)

Regie: James Cameron

Drehbuch: James Cameron, Gale Anne Hurd

Los Angeles, 1984: Ein Terminator kommt aus der Zukunft. Er hat den Auftrag, Sarah Connor zu finden und zu töten. So soll verhindert werden, dass sie ein Kind bekommt, das in der Zukunft der Anführer des Widerstandes gegen die Roboter wird.

Zur gleichen Zeit wird Kyle Reese aus der Zukunft in die Gegenwart geschickt. Er soll den Terminator zerstören, bevor dieser seine Mission ausführt.

Und schon beginnt eine actionhaltige Menschenjagd durch Los Angeles.

Heute ein Science-Fiction-Klassiker, der etliche Karrieren beförderte.

Damals ein kleines B-Picture, von dem vor dem Kinostart niemand viel erwartete.

Am 29. August läuft die ebenfalls von James „Avatar“ Cameron inszenierte Big-Budget-Fortsetzung „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ in einer restaurierten Fassung in unseren Kinos.

mit Arnold Schwarzenegger, Michael Biehn, Linda Hamilton, Paul Winfield, Lance Henriksen, Rick Rossovich, Bill Paxton

Hinweise

Moviepilot über „Terminator“

Metacritic über „Terminator“

Rotten Tomatoes über „Terminator“

Wikipedia über „Terminator“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 18. Dezember: Unheimliche Begegnung der dritten Art

Dezember 17, 2015

3sat, 22.35
Unheimliche Begegnung der dritten Art (USA 1977, Regie: Steven Spielberg)
Drehbuch: Steven Spielberg
Unglaublich: Anscheinend sind Außerirdische auf der Erde gelandet und sie sind überhaupt nicht böse. Jedenfalls interpretiert Normalbürger Roy Neary die Zeichen so und er macht sich auf die Suche nach ihnen.
Inzwischen ein Science-Fiction-Klassiker.
3sat zeigt heute die 1998er-Schnittfassung.
mit Richard Dreyfuss, Francois Truffaut, Teri Garr, Melinda Dillon, Bob Balaban, Lance Henriksen

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Unheimliche Begegnung der dritten Art“

Wikipedia über „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 1. November: Unheimliche Begegnung der dritten Art

November 1, 2015

Arte, 20.15
Unheimliche Begegnung der dritten Art (USA 1977, Regie: Steven Spielberg)
Drehbuch: Steven Spielberg
Unglaublich: Anscheinend sind Außerirdische auf der Erde gelandet und sie sind überhaupt nicht böse. Jedenfalls interpretiert Normalbürger Roy Neary die Zeichen so und er macht sich auf die Suche nach ihnen.
Inzwischen ein Science-Fiction-Klassiker.
Arte zeigt heute die 1998er-Schnittfassung.
mit Richard Dreyfuss, Francois Truffaut, Teri Garr, Melinda Dillon, Bob Balaban, Lance Henriksen

Wiederholung: Montag, 2. November, 13.55 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Unheimliche Begegnung der dritten Art“

Wikipedia über „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. November: Network

November 22, 2014

ServusTV, 22.40

Network (USA 1976, Regie: Sidney Lumet)

Drehbuch: Paddy Chayefsky

Buch zum Film: Sam Hedrin: Network, 1976 (Network)

Wegen sinkender Quoten soll eine Nachrichtensendung eingestellt werden. Ihr Sprecher Howard Beale kündigt, weil ihm damit seine Daseinsberechtigung genommen wird, in einer der folgenden Sendungen seinen Selbstmord an. Die Quoten steigen und Beale bekommt seine eigene Sendung. Dass damit eine für alle Beteiligten verhängnisvolle Spirale in Gang gesetzt wird, ahnen sie in diesem Moment nicht.

Bitterböse Mediensatire, die heute immer noch so aktuell (in gewissen Aspekten realistischer, in anderen nicht) wie damals ist.

Der Film war für zahlreiche Preise nominiert, erhielt vier Oscars (männliche und weibliche Hauptrolle, weibliche Nebenrolle und Drehbuch) und den Preis der Writers Guild of America (WGA).

mit Peter Finch, Faye Dunaway, William Holden, Robert Duvall, Wesley Addy, Ned Beatty, Ken Kercheval, Lance Henriksen (Miniauftritt als Anwalt), Tim Robbins (ungeannter Kurzauftritt als Mörder; sein Filmdebüt)

Wiederholung: Sonntag, 23. November, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Network“

Wikipedia über „Network“ (deutsch, englisch)

Archive of American Television: Interview mit Sidney Lumet (22. Oktober 1999)

Die Zeit: Katja Nicodemus trifft Sidney Lumet (12. April 2008)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet (25. Juni 1924 – 9. April 2011)

Sidney Lumet in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 2. März: Appaloosa

März 2, 2013

ARD, 22.15

Appaloosa (USA 2008, R.: Ed Harris)

Drehbuch: Robert Knott, Ed Harris

LV: Robert B. Parker: Appaloosa, 2005 (Appaloosa)

Die Gesetzeshüter Virgil Cole und Everett Hitch sollen in Appaloosa für Recht und Ordnung sorgen. Denn Farmer Bragg terrorisiert die Einwohner und er hat auch den vorherigen Marshall erschossen.

Gelungene, werkgetreue Verfilmung eines Westerns von Robert B. Parker, dem Autor der Spenser- und Jesse-Stone-Kriminalromane, der seine bekannten Themen von Freundschaft, Loyalität, Recht und Gesetz in einem anderen Setting ausprobiert.

Appaloosa“ erhielt beim Boston Film Festival den Preis für den besten Film und das beste Drehbuch.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung des Romans.

Fast im Anschluss, um 01.05 Uhr, läuft „Spurlos – Die Entführung der Alice Creed“. Ein sehenswerter Thriller mit Gemma Arterton und Eddie Marsan.

mit Ed Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons, Lance Henriksen

Wiederholung: Sonntag, 3. März, 02.40 Uhr (Taggenau!)

 Der Roman

Parker - Appaloosa - Europa Verlag 2

Robert B. Parker: Appaloosa

(übersetzt von Emanuel Bergmann)

Europa Verlag AG Zürich, 2012

208 Seiten

22 Euro

Hinweise

Homepage von Robert B. Parker

Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Die blonde Witwe“ (Widow’s walk, 2002)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Alte Wunden” (Back Story, 2003)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der gute Terrorist“ (Now & Then, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Hundert Dollar Baby” (Hundred Dollar Baby, 2006)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Trügerisches Bild“ (Painted Ladies, 2010)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Bitteres Ende” (The Professional, 2009)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Wildnis“ (Wilderness, 1979)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (Appaloosa, 2005) (Übersetzung)

Mein Nachruf auf Robert B. Parker

Robert B. Parker in der Kriminalakte

 


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