TV-Tipp für den 25. Dezember: Madame Mallory und der Durft von Curry

Dezember 25, 2018

ARD, 23.20

Madame Mallory und der Duft von Curry (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Steven Knight

LV: Richard C. Morais: The Hundred-Foot Journey, 2010 (Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef; Madame Mallory und der Geschmack von Curry)

Madame Mallory betreibt in der südfranzösischen Provinz ein Edelrestaurant. Da eröffnen gegenüber von ihrem Sternerestaurant eine indische Familie ein Restaurant mit indischer Küche – und die Probleme beginnen.

Wunderschönes, top besetztes Feelgood-Movie.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Om Puri, Manisch Dayal, Charlotte Le Bon, Farzana Dua Elahe, Amit Shah, Aria Pandya, Dillon Mitra, Michel Blanc

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Moviepilot über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Metacritic über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Rotten Tomatoes über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Wikipedia über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Homepage von Richard C. Morais

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 Meine Besprechung von Lasse Hallströms “Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht” (Safe Haven, USA 2012)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)

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TV-Tipp für den 10. Juli: Madame Mallory und der Duft von Curry

Juli 9, 2017

ARD, 20.15

Madame Mallory und der Duft von Curry (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Steven Knight

LV: Richard C. Morais: The Hundred-Foot Journey, 2010 (Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef; Madame Mallory und der Geschmack von Curry)

Madame Mallory betreibt in der südfranzösischen Provinz ein Edelrestaurant. Da eröffnen gegenüber von ihrem Sternerestaurant eine indische Familie ein Restaurant mit indischer Küche – und die Probleme beginnen.

Wunderschönes, top besetztes Feelgood-Movie.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Om Puri, Manisch Dayal, Charlotte Le Bon, Farzana Dua Elahe, Amit Shah, Aria Pandya, Dillon Mitra, Michel Blanc

Wiederholung: Dienstag, 11. Juli, 02.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Moviepilot über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Metacritic über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Rotten Tomatoes über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Wikipedia über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Homepage von Richard C. Morais

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 Meine Besprechung von Lasse Hallströms “Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht” (Safe Haven, USA 2012)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)


TV-Tipp für den 24. Juni: Lachsfischen im Jemen

Juni 24, 2017

ZDFneo, 20.15

Lachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Simon Beaufoy

LV: Paul Torday: Salmon Fishing in the Yemen, 2006 (Lachsfischen im Jemen)

Dr. Alfred Jones, Lachsexperte und Angestellter des englischen Fischereiministeriums, hält die Idee des Scheichs, Lachse im Jemen heimisch zu machen, für absolut hirnverbrannt. Aber viel Geld und der eiserne Wille der Politik, eine dringend benötige positive anglo-amerikanische Geschichte zu produzieren, zwingen Jones dazu, sich dem idiotischen Projekt zu widmen. Außerdem ist der Scheich sehr sympathisch und die Projektleiterin äußerst liebenswert.

„Lachsfischen im Jemen“ ist ein herrliches Feelgood-Movie mit einem ordentlichen Schuss politischer Satire.

mit Ewan McGregor, Emily Blunt, Kristin Scott Thomas, Amr Waked, Catherine Steadman, Tom Mison, Rachael Stirling, Tom Beard

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Lachsfischen im Jemen“

Rotten Tomatoes über „Lachsfischen im Jemen“

Wikipedia über „Lachsfischen im Jemen“

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ (Safe Haven, USA 2012)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)

 


Neu im Kino/FIlmkritik: Lasse Hallström, „Madame Mallory und der Duft von Curry“

August 22, 2014

Nachbarn. Man muss sich halt irgendwie mit ihnen arrangieren. Aber Madame Mallory fällt das bei den neuen Nachbarn sichtbar schwer. Sie betreibt im südfranzösischen Städtchen Saint-Antonin-Noble-Val seit Jahrzehnten das ländlich gelegene Edelrestaurant „Le Saule Pleureur“. Einen Michelin-Stern hat sie. Einen zweiten will sie seit Jahren für ihren Tempel der französischen Eßkunst bekommen.

Da zieht in das gegenüberliegende Haus, eine Ruine, die mal ein Restaurant war, eine indische Familie ein. Die Kadams mussten aus Mumbai fliehen. Dort betrieben sie ein erfolgreiches und gutes Restaurant. Sie waren in England. Aber die Lebensmittel gefielen ihnen nicht. Jetzt fahren sie durch Europa auf der Suche nach einem Ort, an dem sie sich niederlassen können. Nachdem an ihrem Auto die Bremsen versagen, müssen sie notgedrungen in Saint-Antonin-Noble-Val pausieren. Als sie bei Marguerite essen, ist das Familienoberhaupt begeistert. Diese Lebensmittel haben, wie die indischen, eine Seele.

Kurz darauf entdeckt er ein altes, zum Verkauf stehendes baufälliges Haus und er sieht in ihm sofort den Ort, an den sie das Schicksal geführt hat. Hier werden sie ihr Restaurant eröffnen und die Franzosen für die indische Küche begeistern. Sein Sohn Hassan, selbst ein begeisterter Koch, hält die Idee für wahnsinnig. Immerhin ist doch bekannt, was die Franzosen essen und was sie von nicht-französischer Küche halten.

Dennoch setzt Papa seinen Willen durch. Sie renovieren das Haus, was Madame Mallory überhaupt nicht gefällt und was sie mit zahlreichen kleinen Sticheleien und Beschwerden beim Bürgermeister zu verhindern versucht. Trotzdem gelingt es den Kadams, die „Maison Mumbai“ zu eröffnen und der Kleinkrieg zwischen den beiden Restaurantchefs und ihren gegensätzlichen Philosophien, vor allem hinsichtlich des richtigen Essens, eskaliert.

Zwischen ihnen steht Hassan, der nicht nur ein begeisterter, sondern auch ein begnadeter Koch ist, der auch die Geheimnisse der französischen Küche kennenlernen will. Was am Besten in der auf der anderen Straßenseite liegenden „Le Saule Pleureur“ gehen würde.

Außerdem ist er in Marguerite, Madame Mallorys Sous-Chefin, verliebt, die aber glaubt, dass Köche sich nicht ineinander verlieben sollten.

Und weil „Madame Mallory und der Duft von Curry“ ein romantisches Feelgood-Movie ist, ist auch schon von den ersten Minuten an klar, wie der Film enden wird. Auch der Weg dorthin ist ziemlich offensichtlich, aber dank der guten Besetzung – Helen Mirren als Madame Mallory, Om Puri als Papa, Manish Dayal als Hassan und Charlotte Le Bon als Marguerite -, dem feinen, wohldosiert mit Humor gewürztem Drehbuch von Steven Knight (u. a. „Tödliche Versprechen – Eastern Promises“ und „No Turning Back – Locke“) und der gewohnt feinfühligen Regie von Lasse Hallström, der für solche Feelgood-Movies bekannt und beliebt ist, ist dieser Zusammenprall unterschiedlicher Welten ein Vergnügen. Denn natürlich bedeutet der kurze Weg über die Straße, von einem Haus zu einem anderen Haus, auch den Weg in eine andere Welt und er zeigt, wie die Verständigung zwischen verschiedenen Weltvorstellungen und Kulturen gelingen kann. Durch gegenseitigen Respekt, Anerkennung von Fähigkeiten, Neugierde und Toleranz.

Allerdings sollte man sich den kurzweiligen Feelgood-Film gut gesättigt ansehen. Denn die Kocherei und die vielen, liebevoll präsentierten Gerichte, vor allem natürlich die üppigen indischen Gerichte, die die Tische biegen und herzhaft gegessen werden, machen hungrig und dann würde „Madame Mallory und der Duft von Curry“ zu einem Magenknurren verursachendem Feelbad-Movie werden.

Madame Mallory - Plakat

 

Madame Mallory und der Duft von Curry (The Hundred-Foot Journey, USA 2014)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Steven Knight

LV: Richard C. Morais: The Hundred-Foot Journey, 2010 (Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef; Madame Mallory und der Geschmack von Curry)

mit Helen Mirren, Om Puri, Manisch Dayal, Charlotte Le Bon, Farzana Dua Elahe, Amit Shah, Aria Pandya, Dillon Mitra, Michel Blanc

Länge: 123 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Moviepilot über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Metacritic über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Rotten Tomatoes über „Madame Mallory und der Duft von Curry“

Wikipedia über „Madame Mallory und der Duft von Curry“ 

Homepage von Richard C. Morais

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 Meine Besprechung von Lasse Hallströms “Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht” (Safe Haven, USA 2012)

Ein etwas älteres Interview mit Lasse Hallström (zu „Der Hypnotiseur“, aber auch zu anderen Themen)


TV-Tipp für den 14. August: Lachsfischen im Jemen

August 14, 2014

ZDF, 22.55

Lachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Simon Beaufoy

LV: Paul Torday: Salmon Fishing in the Yemen, 2006 (Lachsfischen im Jemen)

Dr. Alfred Jones, Lachsexperte und Angestellter des englischen Fischereiministeriums, hält die Idee des Scheichs, Lachse im Jemen heimisch zu machen, für absolut hirnverbrannt. Aber viel Geld und der eiserne Wille der Politik, eine dringend benötige positive anglo-amerikanische Geschichte zu produzieren, zwingen Jones dazu, sich dem idiotischen Projekt zu widmen. Außerdem ist der Scheich sehr sympathisch und die Projektleiterin äußerst liebenswert.

Lachsfischen im Jemen“ ist ein herrliches Feelgood-Movie mit einem ordentlichen Schuss politischer Satire.

Kommenden Donnerstag läuft Lasse Hallströms neuer Film „Madame Mallory und der Duft von Curry“ mit der großartigen Helen Mirren an. Wieder ein herrliches Feelgood-Movie.

mit Ewan McGregor, Emily Blunt, Kristin Scott Thomas, Amr Waked, Catherine Steadman, Tom Mison, Rachael Stirling, Tom Beard

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Lachsfischen im Jemen“

Rotten Tomatoes über „Lachsfischen im Jemen“

Wikipedia über „Lachsfischen im Jemen“

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ (Safe Haven, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ oder Nicholas Sparks mit einer kleinen Krimibeigabe

März 8, 2013

Nach seinem verunglückten Krimi „Der Hypnotiseur“ ist Lasse Hallström mit seiner zweiten Nicholas-Sparks-Verfilmung „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ wieder auf vertrautem Territorium. Gefühlskino für Frauen, die eine Liebesgeschichte sehen wollen. Daran ändert auch die in den Film hineingezogene Kriminalgeschichte nichts. Denn sie ist so vorhersehbar, dass ich schon vor dem Filmstart wusste, warum Katie (Julianne Hough) panisch aus Boston flüchtet und wie die Geschichte endet.

Auf ihrer Flucht taucht sie unter falschem Namen in dem Küstenort Southport, North Carolina (den Ort gibt es wirklich und es wurde vor Ort gedreht), unter. Sofort verliebt sich der verwitwete Tante-Emma-Ladenbesitzer Alex (Josh Duhamel), der immer noch seiner vor drei Jahren verstorbenen Frau hinterhertrauert und ihre beiden Kinder liebevoll großzieht, in sie. Und Katie zieht in ein abgelegenes Haus ein, arbeitet als Kellnerin in einem Seelokal, freundet sich mit ihrer Nachbarin (Cobie Smulders) an und – Überraschung! – verliebt sich, nach einem kurzen Anstandszögern, in Alex.

Währenddessen setzt in Boston ein Polizist alle Hebel in Bewegung, um sie zu finden.

Safe Haven“ ist, abgesehen von dem läppischen Krimisubplot, der für etwas Feuer in den letzten Filmminuten sorgt, eine Schnulze, bei der die gut aussehenden Schauspieler in einer ebenso gut aussehenden Kleinstadt vor allem gut aussehen müssen, was ihnen angesichts ihres Aussehens, leicht fällt und Alex und Katie sich, nachdem einige kleinere Problemchen beseitigt wurden, ineinander verlieben dürfen, während sie noch von den Geistern ihrer Vergangenheit belästigt werden.

Lasse Hallström inszenierte das kompetent und es macht durchaus Spaß, den schönen Menschen in der schönen Landschaft beim Posieren zuzusehen. „Safe Haven“ ist halt ein typischer Nicholas-Sparks-Film – und wenn man, gerüstet mit mehreren Packungen Taschentücher, in einen solchen Film geht, weiß man auch, was man bekommt.

In den USA ist der Very-Romantic-Thriller mit einem kleinen Touch Geistergeschichte jedenfalls ein voller Erfolg, der im Moment etwas weniger als das zeitgleich gestartete Big-Budget-Actionfilm-Desaster „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ eingespielt hat. In den nächsten Tagen müsste „Safe Haven“ vor dem neuen „Stirb langsam“-Film liegen. Naja, der sichere Hafen ist auch der bessere Film.

Safe Haven - Plakat

Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht (Safe Haven, USA 2012)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Leslie Bohem, Dana Stevens

LV: Nicholas Sparks: Safe Haven, 2010 (Wie ein Licht in der Nacht; Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht)

mit Josh Duhamel, Julianne Hough, Cobie Smulders, David Lyons, Mimi Kirkland, Noah Lomax

Länge: 115 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Safe Haven“

Metacritic über „Safe Haven“

Rotten Tomatoes über „Safe Haven“

Wikipedia über „Safe Haven“ (deutsch, englisch)

Homepage von Nicholas Sparks

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)

 

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Der Hypnotiseur“ hypnotisiert nicht

Februar 21, 2013

Als ich „Der Hypnotiseur“ sah, dachte ich, dass die Plotschwächen in Lasse Hallströms neuen Film an der Vorlage, einem Kriminalroman von Lars Kepler, liegen und die Macher sich, um keine Fans des Buchs zu verschrecken, einfach viel zu sklavisch an die Vorlage hielten.

Nachdem ich das Buch trotz tödlicher Langeweile überlebt habe, kann ich sagen, dass die Drehbuchautoren Paolo Vacirca und Peter Asmussen und Regisseur Lasse Hallström die Geschichte durchaus kräftig änderten und sie sogar verbesserten, aber es half nichts. „Der Hypnotiseur“ ist ein langweiliger, unlogischer Krimi, der sich kräftig in der Ikea-Klischeeabteilung bediente.

Dabei beginnt es spannend und ohne langes Vorspiel gleich mit dem Mord an einer Familie. Kommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus) hat im winterlichen Stockholm gleich zwei Tatorte: in einer Sporthalle wurde der Sportlehrer Ek brutal erstochen; in seinem Haus wurde etwas später der Rest der Familie ebenso bestialisch ermordet. Nur der Sohn Josef Ek (Jonatan Bökman) überlebte schwerverletzt und liegt jetzt im Koma. Josefs Schwester Evelyn (Emma Mehonic) war nicht da. Linna glaubt jetzt, dass der Mörder auch sie umbringen will und nur Josef Ek kann ihm bei der Fahndung mit einer Beschreibung des Täters helfen. Aber der ist nicht ansprechbar. Da schlägt seine Ärztin eine Hypnose vor. Von dem besten Hypnotiseur, den es in Schweden gibt: Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt). Der will zwar, weil er in der Vergangenheit einen schlimmen Fehler beging, nie wieder jemand hypnotisieren, aber er lässt sich von Linna überreden.

Nach der ersten Hypnose, die schon einige Hinweise auf den Täter brachte, wird der schwer kranke Sohn der Barks, der deshalb in regelmäßigen Abständen seine Medizin braucht, entführt. Der Entführer hat ihnen eine Botschaft hinterlassen: „Schluss mit der Hypnose, oder er stirbt!“

Neben dem Krimiplot beschäftigt der Film sich, wie schon in Lars Keplers Roman, ausführlich mit Barks Eheproblemen. Denn seine Frau Simone (Lena Olin) ist eifersüchtig, hält ihm immer noch einen lange zurückliegenden Seitensprung vor und wirft ihm, mit leidendem Blick, alles Elend der Welt vor. Lena Olin hätte man eine bessere Rolle als die des Heimchens am Herd gewünscht.

Aber auch Mikael Persbrandt kämpft sich hier durch die Untiefen eines lahmen Drehbuchs, das sich nie entscheiden kann, ob es jetzt ein Krimi oder ein Drama der schlechten Sorte sein will. Denn die Familienproblem der Familie Bark interessieren nicht. Auch weil sie mit der Mördersuche nichts zu tun haben. Sowieso wird der Hypnotiseur, der in den polizeilichen Ermittlungen ja nur eine Nebenfigur ist, über eine gewagte Storyvolte (der Täter muss erfahren, dass Josef Ek hypnotisiert wird; glauben, dass er ihn in Hypnose verraten kann und dass er durch die Entführung eines Kindes seiner Bestrafung entkommen kann), in die Geschichte einbezogen.

Und über die Motive des Mörders kann man nur den Kopf schütteln. Aber immerhin im Film weniger als im Buch. Denn im Buch werden die Morde und die Entführung von verschiedenen Tätern mit ebenso verschiedenen Motiven verübt. Im Film ist es immerhin ein Täter (ja, gut, genaugenommen Tätergrüppchen) und damit verändern sich seine Motive erheblich. Aber der Showdown im Schnee, bei dem ein Bus eine wichtige Rolle hat, bleibt gleich.

Somit verbucht „Der Hypnotiseur“ auf der Habenseite nur die kompetente Regie von Lasse Hallström, der zuletzt mit „Lachsfischen im Jemen“ eine wunderschön, satirisch angehauchtes Drama vorlegte und auch dessen nächster Film, die Nicholas-Sparks-Verfilmung „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ (Kinostart 7. März 2013) als vorhersehbare Schmonzette durchaus gefällt, und das hochkarätige Ensemble, das hier allerdings weit unter Wert verkauft wird.

Warum Hallström ausgerechnet dieses Drehbuch für seinen ersten schwedischen Spielfilm nach über 25 Jahren, die er hauptsächlich in Hollywood verbrachte, auswählte, wissen vielleicht die nordischen Götter.

Der Hypnotiseur - Plakat

Der Hypnotiseur (Hypnotisören, Schweden 2012)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Paolo Vacirca (auch Story Adaption), Lasse Hallström (Story Adaption), Peter Asmussen (Mitarbeit Drehbuch)

LV: Lars Kepler: Hypnotisören, 2009 (Der Hypnotiseur)

mit Tobias Zilliacus, Mikael Persbrandt, Lena Olin, Helena af Sandeberg, Oscar Pettersson, Anna Azcarate , Jonatan Bökman, Jan Waldekranz, Eva Melander

Länge: 122 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Die Vorlage

Kepler - Der Hypnotiseur - 2

Lars Kepler: Der Hypnotiseur

(übersetzt von Paul Berf)

Bastei Lübbe Taschenbuch, 2012

656 Seiten

9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Bastei Lübbe, 2010

Originalausgabe

Hypnotisören

2009

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Der Hypnotiseur“

Rotten Tomatoes über „Der Hypnotiseur“

Wikipedia über „Der Hypnotiseur“ (deutsch, englisch, schwedisch)

Homepage von Lars Kepler

Krimi-Couch über Lars Kepler

Wikipedia über Lars Kepler

Buchjournal: Ein Besuch bei Lars Kepler

Meine Besprechung von Lars Keplers „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, 2009)

 


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