TV-Tipp für den 25. November: Mission

November 25, 2019

Arte, 21.35

Mission (The Mission, Großbritannien 1986)

Regie: Roland Joffé

Drehbuch: Robert Bolt

Südamerika, 1750: Pater Gabriel will im Urwald Indios bekehren. Begleitet wird er bei seiner gefährlichen Reise von einem bekehrten ehemaligen Sklavenhändler. Gemeinsam geraten sie in politische Machtkämpfe.

Bildgewaltiges Epos, das in Cannes die Goldene Palme erhielt.

‚Mission‘ ist totales Kino mit Pathos und moralischem Anspruch. Der Film erinnert an ein unrühmliches Kapitel der europäischen Kolonialgeschichte und steht auf Seiten der Missionare und Indianer.“ (Fischer Film Almanach 1988)

Ennio Morricone schrieb einen hochgelobten Soundtrack.

Robert Bolt schrieb auch die Drehbücher für „Lawrence von Arabien“, „Doktor Schiwago“, „Ryans Tochter“ (läuft am Sonntag, den 1. Dezember, um 20.15 Uhr auf Arte) und „Die Bounty“.

mit Robert De Niro, Jeremy Irons, Liam Neeson, Aidan Quinn

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mission“

Wikipedia über „Mission“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 12. Oktober: Silence

Oktober 11, 2019

Tele 5, 20.15

Silence (Silence, USA 2016)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Jay Cocks, Martin Scorsese

LV: Shusaku Endo: Chinmoku, 1966 (Schweigen)

1648: Zwei Jesuitenpater reisen in das gottlose Japan. Dort soll ihr Mentor Gott abgeschworen haben.

TV-Premiere. Alle paar Jahre dreht Martin Scorsese einen seiner religiösen Filme. „Silence“ ist, trotz beeindruckender Bilder, sein schwächster dieser Filme. Das Drama ist ein religiöses Erbauungstraktat, das mit gut drei Stunden Laufzeit auch die Geduld des langmütigsten Zuschauer über Gebühr strapaziert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Andrew Garfield, Adam Driver, Liam Neeson, Tadanobu Asano, Ciarán Hinds, Yosuke Kubozuka, Yoshi Oida, Shin’ya Tsukamoto, Issey Ogata, Nana Komatsu, Ryo Kase

Wiederholung: Montag, 14. Oktober, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Silence“

Metacritic über „Silence“

Rotten Tomatoes über „Silence“

Wikipedia über „Silence“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013) und ein Infodump dazu

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Silence“ (Silence, USA 2016)

Martin Scorsese in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Shusaku Endos „Schweigen“ (Chinmoku, 1966)


TV-Tipp für den 21. September: Five Minutes of Heaven

September 20, 2019

One, 21.45

Five Minutes of Heaven (Five Minutes of Heaven, Großbritannien 2009)

Regie: Oliver Hirschbiegel

Drehbuch: Guy Hibbert

1975 erschoss Alistair Little in Nordirland den etwa gleichaltrigen Jim Griffin. Jims jüngerer Bruder Joe sah die Tat. 33 Jahre später sollen sie vor laufender Kamera eine Versöhnung inszenieren. Aber Joe hat andere Pläne.

TV-Premiere. Fast unbekanntes, aber sehr sehenswertes Kammerspiel von Oliver Hirschbiegel über die Folgen des Nordirlandkonflikts für die Täter und Opfer.

Mehr in einer ausführlichen Besprechung.

mit Liam Neeson, James Nesbitt, Barry McEvoy, Anamaria Marinca

Wiederholung: Montag, 23. September, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Five Minutes of Heaven“

Wikipedia über „Five Minutes of Heaven“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Five Minutes of Heaven“ (Five Minutes of Heaven, GB 2009)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Diana“ (Diana, USA/GB 2013)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Elser“ (Deutschland 2015)  (mit Interviews mit Oliver Hirschbiegel über den Film) (und der DVD)

Meine Besprechung von Oliver Hirschbiegels „Der gleiche Himmel“ (Deutschland 2017)


TV-Tipp für den 20. Juli: Sieben Minuten nach Mitternacht

Juli 19, 2019

Sat.1, 20.15

Sieben Minuten nach Mitternacht (A Monster calls, USA/Spanien 2016)

Regie: J. A. Bayona (bzw. Juan Antonio Bayona)

Drehbuch: Patrick Ness

LV: Patrick Ness: A Monster calls, 2011 (Sieben Minuten nach Mitternacht)

Der zwölfjährige Conor hat mit Mobbing in der Schule und einer todkranken Mutter schon genug Probleme. Da klopft um sieben Minuten ein Baummonster an sein Fenster. Es will ihm einige Geschichten erzählen.

TV-Premiere. Einer der schönsten, vielschichtigsten und überraschendsten „Monsterfilme“ der letzten Jahre.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Lewis MacDougall, Felicity Jones, Sigourney Weaver, Toby Kebbell, Ben Moor, James Melville, Oliver Steer, Geraldine Chaplin, Liam Neeson (als das Monster, was einerseits eine Hauptrolle, aber andererseits eine Trickfigur ist)

Die Vorlage (zum Filmstart erschien der Roman in einer Filmausgabe mit Filmfotos)

Patrick Ness: Sieben Minuten nach Mitternacht

(nach einer Idee von Siobhan Dowd, mit Illustrationen von Jim Kay)

(übersetzt von Bettina Aberbanell)

cbj, 2017

224 Seiten

9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

cbj, 2011

Originalausgabe

A Monster calls

Walker Books Ltd., London, 2011

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Sieben Minuten nach Mitternacht“

Metacritic über „Sieben Minuten nach Mitternacht“

Rotten Tomatoes über „Sieben Minuten nach Mitternacht“

Wikipedia über „Sieben Minuten nach Mitternacht“ (deutsch, englisch)

cbj-Seite zum Buch und zur Verfilmung

Meine Besprechung von Juan Antonio Bayonas „The Impossible“ (Lo imposible, USA/Spanien 2012)

Meine Besprechung von J. A. Bayonas „Sieben Minuten nach Mitternacht“ (A Monster calls, USA/Spanien 2016)

Meine Besprechung von J. A. Bayonas „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ (Jurassic World: Fallen Kingdom, USA 2018)


TV-Tipp für den 29. März: The A-Team

März 29, 2019

Pro7, 20.15

Das A-Team (The A-Team, USA 2010)

Regie: Joe Carnahan

Drehbuch: Joe Carnahan, Skip Wood, Brian Bloom

Eine Gruppe von unschuldig verurteilten Elite-Soldaten, das A-Team, will seine Unschuld beweisen und verursacht dabei beträchtliche Kollateralschäden.

Die kurzweilige Kinoversion der gleichnamigen 80er-Jahre-Serie „Das A-Team“ ist natürlich in jeder Beziehung einige Nummern größer als das Original und passt sich den zeitgenössischen Sehgewohnheiten an.

Joe Carnahan, der zuvor den düsteren Cop-Thriller „Narc“ und das krachige Jungskino „Smokin’ Aces“ inszenierte, nahm den Job an, weil er mit seinen beiden anderen Projekten, dem Pablo-Escobar-Biopic „Killing Pablo“ und der James-Ellroy-Verfilmung „White Jazz“, nicht weiterkam. „Das A-Team“ richtet sich, wenig überraschend, vor allem an die „Smokin’ Aces“-Fans.

Ebenfalls wenig überraschend ist, dass „Das A-Team“ jahrelang in Hollywood entwickelt wurde und wahrscheinlich jeder bekannte Regisseur und Schauspieler irgendwann im Gespräch war.

Mit Liam Neeson arbeitete Joe Carnahan auch bei seinem nächsten Film “The Grey – Unter Wölfen” zusammen.

mit Liam Neeson, Bradley Cooper, Jessica Biel, Quinton ‘Rampage’ Jackson, Sharlto Copley, Patrick Wilson, Gerald McRaney

Wiederholung: Samstag, 30. März, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das A-Team“

Wikipedia über „Das A-Team“ (deutsch, englisch)

IndieLondon: Interview mit Joe Carnahan (kurz, nach der Premiere in London)

Meine Besprechung von Joe Carnahans “The Grey – Unter Wölfen” (The Grey, USA 2012)


Neu im Kino/Filmkritik: Noch ein Remake: „Einer nach dem anderen“ heißt jetzt „Hard Powder“

März 1, 2019

Auch im Remake funktioniert die Geschichte: Kyle wird ermordet. Die Polizei geht von einer Überdosis aus. Nels Coxman, der Vater des Toten, Fahrer des örtlichen Schneepflugs und seit kurzem „Bürger des Jahres“, glaubt nicht daran. Sein Sohn habe keine Drogen genommen. Kurz darauf sagt ihm Kyles bester Freund, dass sie in den lokalen Drogenschmuggel involviert waren und auf dem Flughafen einige Kilo Drogen für sich abgezweigt hatten. Sie hatten angenommen, dass der Diebstahl dem örtlichen Mafiaboss nicht auffällt.

Coxman, der sich in dem Moment gerade umbringen wollte, hat jetzt eine Mission. Er wird die Männer, die für Tod seines Sohnes verantwortlich sind, töten. Einen nach dem anderen.

Und das ist auch der Titel, unter dem Hans Peter Molands Film „Kraftidioten“ 2014 in unseren Kinos lief. Stellan Skarsgard spielte den Vater, der bei seinem gnadenlos lakonischen Rachefeldzug einen Gangsterkrieg auslöst. Für das Remake hat Liam Neeson die Hauptrolle übernommen. Aus Nils Dickman wurde Nels Coxman. Dieser Namenswechsel verrät ungefähr den Grad der Unterschiede zwischen Original und Remake.

Hans Peter Moland übernahm wieder die Regie. Etliche seiner damaligen Crewmitglieder, wie Kameramann Philip Øgaard, sind wieder dabei. Das alte Drehbuch von Kim Fupz Aakeson wurde von Frank Baldwin fast unverändert übernommen. Die Geschichte spielt nicht mehr in Südnorwegen, sondern in dem friedlichen Skiresort Kehoe, Colorado. Weitere Änderungen müssen mit der Lupe gesucht werden.

Wie das Original ist das Remake ein schwarzhumoriger, sarkastischer, lakonisch erzählter Gewaltexzess. Alles ist jetzt etwas polierter und, gefühlt, gibt es mehr Leichen. So wird das ikonische Bild von der zur Großstadt führenden Straße öfter und damit leitmotivischer eingesetzt. Es werden wieder viele Leichen im Fluss entsorgt und die Namen der gerade gewaltsam Verstorbenen werden als Texttafel mit weißer Schrift vor einem schwarzen Hintergrund gezeigt. Es ist ein kurzes Innehalten vor dem nächsten Mord. Nach der letzten Schlacht ist die Leinwand dann wegen der vielen dabei verstorbenen Verbrecher mit Namen gefüllt. Der Humor und das Erzähltempo sind, bei allen Erinnerungen an „Fargo“, immer noch sehr untypisch für einen US-Film.

Eine große Änderung fällt einem beim Ansehen kaum auf: im Original verursachte Nils Dickman unbeabsichtigt einen Krieg zwischen norwegischen und serbischen Verbrecherbanden, die das Drogengeschäft untereinander aufgeteilt haben. Im Remake wird der Part der Serben von US-amerikanischen Ureinwohnern übernommen. Das führt zu einigen Spitzen über den respektlosen Umgang mit der indigenen Bevölkerung und ihrem Erbe. Die Geschichte, die gegenseitigen Vorurteile, das Misstrauen und die Dynamik des Gangsterkrieges verändern sich dadurch nicht.

Dieser auf mehreren Ebenen, wie in einem alten Stan-Laurel-und-Oliver Hardy-Sketch, eskalierende Krieg zwischen Coxman und den Verbrechern und den Verbrechern untereinander ist natürlich ein großer Spaß für die Freunde des schwarzen Humors.

Allerdings hat man genau diesen Film schon einmal gesehen. Nicht unbedingt besser, aber in keinem Fall schlechter.

Hard Powder (Cold Pursuit, Großbritannien 2019)

Regie: Hans Petter Moland

Drehbuch: Frank Baldwin (nach dem Drehbuch „Kraftidioten“ von Kim Fupz Aakeson)

mit Liam Neeson, Tom Bateman, Tom Jackson, Emmy Rossum, Laura Dern, John Doman, Domenick Lombardozzi, Julia Jones, Gus Halper, Micheál Richardson

Länge: 119 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Hard Powder“

Metacritic über „Hard Powder“

Rotten Tomatoes über „Hard Powder“

Wikipedia über „Hard Powder“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Hans Petter Mollands Jussi Adler-Olsen-Verfilmung „Erlösung“ (Flaskepost fra P, Dänemark/Deutschland/Schweden/Norwegen 2016)


TV-Tipp für den 9. Januar: Schindlers Liste

Januar 9, 2019

Ein Klassiker, der demnächst in einer restaurierten Fassung wieder im Kino gezeigt wird

Kabel 1, 20.15

Schindlers Liste (Schindler’s List, USA 1993)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Steven Zaillian

LV: Thomas Keneally: Schindler’s Ark, 1982 (später Schindler’s List) (Schindlers Liste)

Holocaustdrama über den deutschen Industriellen Oskar Schindler, der in Polen über 1100 Juden vor den Vernichtungslagern rettete, indem er sie als Zwangsarbeiter rekrutierte und dabei alles riskierte.

in jeder Hinsicht bemerkenswert und legt eine künstlerische Strenge und ein unsentimentales Verständnis an den Tag, das es von allen bisherigen Filmen des Regisseurs abhebt. (…) Trotz seiner Länge von über drei Stunden bewegt sich der Film schnell voran und ist keine Minute zu lang für die Geschichte, die er erzählt, und die Menge von Informationen, die er vermittelt.“ (Todd McCarthy, Variety)

Universal Pictures International Germany bringt den Klassiker am 27. Januar 2019, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, in technisch überarbeiteter Version (4K, Dolby Cinema und Atmos) einmalig wieder in die deutschen Kinos.

Steven Spielberg dazu: „Es ist schwer zu glauben, dass es 25 Jahre her ist, seit Schindlers Liste in die Kinos kam. Die wahren Geschichten über das Ausmaß und die Tragödie des Holocaust dürfen nie vergessen werden, und die Lehren des Films über die entscheidende Bedeutung der Bekämpfung des Hasses hallen auch heute noch nach. Ich fühle mich geehrt, dass das Publikum die Reise noch einmal auf der großen Leinwand erleben kann.“

mit Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes, Caroline Goodall, Jonathan Sagalle, Embeth Davidtz

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Schindlers Liste“

Wikipedia über „Schindlers Liste“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


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