TV-Tipp für den 25. September: Volver – Zurückkehren

September 25, 2016

Arte, 20.15

Volver – Zurückkehren (Spanien 2006, Regie: Pedro Almodóvar)

Drehbuch: Pedro Almodóvar

Eigentlich kann man einen Almodóvar-Film nicht in wenigen Worten nacherzählen – und das ist gut so. Jedenfalls geht es hier um Frauen aus drei Generationen einer Familie, es gibt einen ermordeten Stiefvater (er hatte es verdient) und eine tote Mutter, deren Geist zurückkehrt.

„Die Hommage an die pragmatische Lebensweisheit der Frauen überzeugt durch die souveräne Kombination widersprüchlicher Elemente, wobei vor allem der gelassene Umgang mit dem Tod angenehm überrascht.“ (Lexikon des internationalen Films)

Und danach, um 22.10 Uhr, gibt es die fünfzigminütige Doku „Pedro Almodóvar und die Frauen“ (Frankreich/Spanien 2015).

mit Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Duenas, Blanca Portillo, Chus Lampreave

Wiederholung: Montag, 26. September, 13.50 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Volver“

Wikipedia über „Volver“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Fliegende Liebende“ (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Julieta“ (Julieta, Spanien 2016)

Pedro Almodóvar in der Kriminalakte

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TV-Tipp für den 16. März: Fliegende Liebende

März 16, 2016

Arte, 20.15
Fliegende Liebende (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)
Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
Pedro Almodóvars Version von „Airport“ (USA 1970) und „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ (Airplane!, USA 1980) ist nach „Die Haut, in der ich wohne“, „Zerrissene Umarmungen“, „Volver – Zurückkehren“, „La Mala Educación – Schlechte Erziehung“ und „Sprich mit ihr“ keine künstlerische Weiterentwicklung, kein neues Meisterwerk, sondern eine leichte Sommerkomödie, eine Rückkehr zu seinen überdrehten ersten Filmen, allerdings mit der lässigen Professionalität eines Altmeisters inszeniert.
Das gefällt. Mit und ohne einen Cocktail.
Danach, um 21.40 Uhr, zeigt Arte mit „Labyrinth der Leidenschaften“ (Spanien 1982) ein Frühwerk des Meisters.
mit Antonio de la Torre, Hugo Silva, Miguel Ángel Silvestre, Laya Marti, Javier Cámara, Carlos Areces, Raúl Arévale, José Maria Yazpik, Guillermo Toledo, José Louis Torrijo, Lola Duenas, Cecilia Roth, Blanca Suárez, Antonio Banderas, Penélope Cruz

Hinweise

Spanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Fliegende Liebende“

Metacritic über „Fliegende Liebende“

Rotten Tomatoes über „Fliegende Liebende“

Wikipedia über „Fliegende Liebende“ (deutsch, englisch, spanisch)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Fliegende Liebende“ (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)

Pedro Almodóvar in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. Januar: Fliegende Liebende

Januar 13, 2016

Arte, 20.15
Fliegende Liebende (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)
Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
Pedro Almodóvars Version von „Airport“ (USA 1970) und „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ (Airplane!, USA 1980) ist nach „Die Haut, in der ich wohne“, „Zerrissene Umarmungen“, „Volver – Zurückkehren“, „La Mala Educación – Schlechte Erziehung“ und „Sprich mit ihr“ keine künstlerische Weiterentwicklung, kein neues Meisterwerk, sondern eine leichte Sommerkomödie, eine Rückkehr zu seinen überdrehten ersten Filmen, allerdings mit der lässigen Professionalität eines Altmeisters inszeniert.
Das gefällt. Mit und ohne einen Cocktail.
Danach, um 21.40 Uhr, zeigt Arte mit „Labyrinth der Leidenschaften“ (Spanien 1982) ein Frühwerk des Meisters.
mit Antonio de la Torre, Hugo Silva, Miguel Ángel Silvestre, Laya Marti, Javier Cámara, Carlos Areces, Raúl Arévale, José Maria Yazpik, Guillermo Toledo, José Louis Torrijo, Lola Duenas, Cecilia Roth, Blanca Suárez, Antonio Banderas, Penélope Cruz
Wiederholung: Samstag, 16. Januar, 00.40 Uhr (VPS 00.35, Taggenau!)

Hinweise

Spanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Fliegende Liebende“

Metacritic über „Fliegende Liebende“

Rotten Tomatoes über „Fliegende Liebende“

Wikipedia über „Fliegende Liebende“ (deutsch, englisch, spanisch)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Fliegende Liebende“ (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)

Pedro Almodóvar in der Kriminalakte

 


DVD-Kritik: „Alleluia“, ein Killerpärchen auf Mördertour

November 16, 2015

Als sie auf ihre Mordtour gingen, ahnten Raymond Fernandez und Martha Beck nicht, wie groß die popkulturellen Nachwirkungen ihrer Taten bis in die Gegenwart sind. Die dicke, eifersüchtige Krankenschwester Martha Beck verliebte sich 1947 in den Heiratsschwindler Ray Fernandez und die beiden, wahrlich ein Pärchen aus der Hölle, taten sich zusammen. Er verführte alleinstehende Frauen, die sie über Zeitungsannoncen für einsame Herzen fanden. Deshalb wurden sie auch „Lonely Hearts Killer“ genannt. Dann ermordeten sie ihre Opfer. Insgesamt wurden ihnen siebzehn Morde vorgeworfen.
1949 wurden sie zum Tode verurteilt und am 8. März 1951 wurde die Todesstrafe vollzogen.
1970 inszenierte Leonard Kastle den Semi-Klassiker „Honeymoon Killers“ über die „Lonely Hearts Killer“. Ein Film, der ungefähr so angenehm wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung ist.
Jetzt ist diese Geschichte die Inspiration für Fabrice Du Welz‘ „Alleluia“, der in einem ortlosen und trostlosen Belgien spielt. Gloria trifft sich mit Michel und aus dem One-Night-Stand wird eine mehr als schräge Liebe. Sie lässt ihre Tochter zurück und gemeinsam machen sie sich als Geschwisterpaar auf die Suche nach Frauen, die in Michel die Liebe ihres Lebens erblicken. Dummerweise ist Gloria so rasend eifersüchtig, dass sie Marguerite schon in der ersten Nacht umbringt. Dabei wollten sie ihr erstes Opfer zuerst finanziell ausnehmen wollten.
Beim zweiten Mal soll die Sache besser laufen. Gloria soll ihr Temperament zügeln.
„Alleluia“ ist kein angenehmer Film. Gloria und Michel sind Menschen, mit denen man nicht länger als nötig zusammen sein will. Fabrice Du Welz inszeniert ihre Geschichte in vier Akten, die alle nach Frauen benannt sind, die Michel verführt. Dabei verfolgt Du Welz, scheinbar teilnahmslos und in extrem kunstlosen Bildern, die Geschichte des gänzlich moralbefreiten Killerpaares. Die Bilder sind die Antithese zu den gelackten Bildern aus Du Welz‘ ebenso stromlinienförmigen, wie langweiligen Polizeithriller „Colt 45“, den er unmittelbar danach inszenierte.
Verglichen mit „Colt 45“, der ebenfalls vor wenigen Tagen ebenfalls auf DVD erschien, ist „Alleluia“ der bessere, der kompromisslosere und auch unangenehmere Film, der wahrscheinlich genau deshalb nur von einem überschaubaren Publikum gesehen wird.

Alleluia - DVD-Cover

Alleluia – Ein mörderisches Paar (Alléluia, Belgien/Frankreich 2014)
Regie: Fabrice Du Welz
Drehbuch: Fabrice Du Welz, Romain Protat, Vincent Tavier
mit Lola Dueñas, Laurent Lucas, Héléna Noguerra, Édith Le Merdy, Anne-Marie Loop, Pili Groyne, Stéphane Bissot, Sorenza Mollica

DVD
Pierrot le Fou
Bild: 2,35:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Französisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial (angekündigt): Trailer, Making of, Kurzfilm, Deleted Scenes, Wendecover
Länge: 89 Minuten
FSK: Ab 16 Jahren

Hinweise
Französische Homepage zum Film
Rotten Tomatoes über „Alleluia“
Wikipedia über „Alleluia“ (englisch, französisch)
Meine Besprechung von Fabrice Du Welz‘ „Colt 45“ (Colt 45, Frankreich/Belgien 2014)


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