Neu im Kino/Filmkritik: „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ über sexuelle Belästigung

Februar 13, 2020

Eine Vorkämpferin für den Feminismus oder die Gleichberechtigung von Frauen war keine von ihnen. Schließlich arbeiteten sie an einem Ort, der täglich dagegen kämpfte. Und es immer noch tut.

Sie arbeiteten bei Fox News, einem US-TV-Sender, der sich Nachrichtensender nennt, damals mit dem Slogan „fair and balanced“ warb, es nicht war und seit der Wahl von Donald J. Trump zum US-Präsidenten endgültig dessen Haussender und Echokammer ist. Dabei kam schon 2011 eine empirische Studie zu dem Ergebnis, dass Zuschauer von Fox News über das tatsächliche politische Tagesgeschehen am wenigsten wüssten. Zuschauer anderer Sender und sogar US-Amerikaner, die keine Nachrichten sehen, waren besser informiert.

Am 6. Juli 2016 klagte Gretchen Carlson, das hübsche Gesicht der Fox-Morningshow „Fox & Friends“, gegen Roger Ailes, den Gründer und Chef des Senders, wegen sexueller Belästigung. Ihre ehemaligen langjährigen Kollegen erklärten öffentlich auf Fox News, dass das die Vorwürfe einer irregeleiteten Frau seien und die Arbeitsatmosphäre bei Fox News fantastisch sei. Das war eine Lüge. Denn Carlson hatte vor ihrer Klage eifrig Beweise gesammelt und auch andere Frauen berichteten von Belästigungen durch Ailes und andere Männer bei Fox News.

Der Skandal wurde so groß, dass Fox News hohe Entschädigungssummen zahlen musste und Fox-News-Eigentümer Robert Murdoch (und, als treibende Kräfte bei Ailes‘ Entlassung, seine beiden Söhne) Ailes am 21. Juli 2016 entließ.

Davor, bereits im August 2015, hatte Megyn Kelly, die ‚First Lady von Fox News‘ und Gastgeberin der „The Kelly File“, Ärger mit ihrem Chef Roger Ailes. Sie hatte in einer Wahlkampfdebatte den damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf seine sexistischen Äußerungen angesprochen. Ailes-Freund und Fox-Quotenbringer Trump beleidigte sie danach öffentlich und Ailes sagte ihr, sie solle dazu schweigen.

In seinem Spielfilm „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ konzentrieren Regisseur Jay Roach („Trumbo“) und sein Drehbuchautor Charles Randolph („The Big Short“) sich bei ihrem Sittengemälde von Fox News auf Megyn Kelly (Charlize Theron), Gretchen Carlson (Nicole Kidman) und Kayla Pospisil (Margot Robbie). Diese drei Frauenschicksale zeigen verschiedene Facetten des Falls auf; – wobei die Geschichte von Pospisil die schwächste des Films ist. Im Gegensatz zu den realen Fox-News-Moderatorinnen Kelly und Carlson ist sie eine fiktive Figur, die als junge, aufstiegswillige und karrierebewusste Reporterin nichts zum Fortgang der historischen Ereignisse beiträgt.

Stilistisch und erzählerisch orientieren Roach und Randolph an den Werken von Aaron Sorkin („The Social Network“, „Steve Jobs“, „Molly’s Game“) und an Adam McKays „The Big Short“ und „Vice“. Ihr Film ist allerdings bei weitem nicht so dicht wie diese Filme, in denen man jede Sekunde hellwach sein muss, um nicht in der Flut von wichtigen und noch wichtigeren Informationen zu versinken. Da ist der Fall von Fox News und Roger Ailes deutlich einfacher gelagert.

Im Mittelpunkt von „Bombshell“ steht auch nicht das akkurate nacherzählen der verschiedenen Winkelzüge, sondern die intensive Beschreibung eines toxischen Umfelds, in dem sexuelle Belästigung von den Vorgesetzten geduldet und gefördert wird, während die Untergebenen und die Frauen das tolerieren und oft willig mitmachen. Das beginnt schon beim Einstellungsgespräch, wenn Ailes unverhohlen Gefälligkeiten einfordert und die künftigen Fox-News-Moderatorinnen nach ihrem Aussehen – blond, schlank, vollbusig, mit langen Beinen, die im Fernsehen ausführlich präsentiert werden – auswählt. Daneben ist die Firmenkultur von Paranoia, Hass und einer kultischen Gefolgschaft geprägt. Es ist ein Freund-Feind-Denken, das aus einer gefeierten Moderatorin innerhalb weniger Minuten eine Aussätzige macht, die von ihren früheren Kollegen mit Schmutz beworfen wird.

Zum Weitersehen: Am Montag, den 24. Februar, zeigt ZDFinfo um 21.45 Uhr Alexis Blooms spielfilmlange Doku „Sex, Trump & Fox News – Aufstieg und Fall des Roger Ailes“ (Divide and Conquer: The Story of Roger Ailes, 2018). Bloom zeichnet in einer gelungenen Mischung aus aktuellen Interviews und Archivmaterial das Leben des Fox-News-Gründers Roger Ailes nach. Seine Karriere als Politikberater begann er für Richard Nixon. Zuletzt unterstützte er mit seinem Sender die Wahlkampagne von Donald Trump. Er machte ihn zum Präsidenten.

Bombshell – Das Ende des Schweigens (Bombshell, USA/Kanada 2019)

Regie: Jay Roach

Drehbuch: Charles Randolph

mit Charlize Theron, Nicole Kidman, Margot Robbie, John Lithgow, Kate McKinnon, Allison Janney, Connie Britton, Mark Duplass, Nazanin Boniadi, Malcolm McDowell

Länge: 110 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Bombshell“

Metacritic über „Bombshell“

Rotten Tomatoes über „Bombshell“

Wikipedia über „Bombshell“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jay Roachs „Trumbo“ (Trumbo, USA 2015)

Ein Q&A mit Charlize Theron, Nicole Kidman, John Lithgow und Jay Roach (mit arg unruhiger Kamera)

DP/30 unterhält sich mt Drehbuchautor Charles Randolph über den Film

DP/30 unterhält sich mit Regisseur Jay Roach über den Film

Script to Screen unterhält sich mit Jay Roach über den Film

Megyn Kelly spricht mit einigen ehemaligen Fox-News-Kolleginnen über den Film und die damaligen Ereignisse


Neu im Kino/Filmkritik: „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“

Februar 6, 2020

Der Originaltitel des neuen Films aus dem DC Extended Universe ist mit „Birds of Prey (And the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn)“ etwas länger als der ähnlich umständliche deutsche Titel „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“. An der Kinokasse wird wahrscheinlich immer nach dem „Harley Quinn“-Film gefragt werden und so wurde er in erster Linie beworben.

Die „Birds of Prey“ sind im DC-Comicuniversum eine seit 1996 aus wechselnden Frauen bestehende Superheldentruppe. Sie kämpfen gegen das Böse. Das tun sie auch in diesem Film; – wobei sie im Film erst am Ende als Gruppe zusammen kommen. Nur so können sie lebendig aus einer brenzligen Situation herauskommen. Diese aus der Not geborene Ad-hoc-Kampfgemeinschaft nennt sich noch nicht Birds of Prey. Im Film haben die „Birds of Prey“-Mitglieder ‚Huntress‘ Helena Bertinelli (Mary Elizabeth Winstead), die Tochter eines Mafiapaten, die ihre Familie rächen will, ‚Black Canary‘ Dina Lance (Jurnee Smollett-Bell), eine Sängerin mit Superkräften, die sie nicht anwenden will, ‚Cass‘ Cassandra Cain (Ella Jay Basco), eine Taschendiebin, und Renee Montoya (Rosie Perez), ein gesetzestreuer Hardboiled-Detective des Gotham City Police Department, nur Nebenrollen.

Im Mittelpunkt steht Harley Quinn. Sie ist die ziemliche durchgeknallte Freundin des ebenso durchgeknallten Superverbrechers Der Joker und damit eindeutig ein Bösewicht. Außerdem ist Harley Quinn die Erzählerin des Films. Sie wird, wie schon in „Suicide Squad“, von Margot Robbie gespielt. Damals kam sie beim Publikum gut an. Und weil Warner Bros. Pictures mit seinen Superheldenfilmen inzwischen den Weg des erfolgreichen Marvel Cinematic Universe (MCU) einschlägt, gibt es seit „Wonder Woman“ Einzelfilme, in denen einzelne Superhelden im Mittelpunkt stehen. Bei „Aquaman“ und „Shazam!“ funktionierte das gut. Die meisten Kritiken waren positiv, die Fans begeistert und die Buchhalter zählten erfreut die Einnahmen. Auch bei Todd Phillips‘ „Joker“, der nicht zum DC Extended Universe gehört, stimmte das Einspielergebnis. Inzwischen könnte das düstere Drama den Oscar als bester Film des Jahres erhalten. Warum also nicht sein Glück mit einem durchgeknallten, sexy Bösewicht versuchen?

Die Regie wurde Cathy Yan anvertraut. Nach ihren auf Sundance gelaufenen, in Deutschland nur auf einem Festival gezeigten Spielfilmdebüt „Dead Pigs“ ist „Birds of Prey“ ihr zweiter Spielfilm. Das Drehbuch ist von Christina Hodson. Sie schrieb zuletzt das Buch für den rundum erfreulichen und sehr kindgerechten ‚Transformers‘-Film „Bumblebee“. Rundum erfreulich und kindgerecht ist „Birds of Prey“ nicht. Die Story springt ziemlich konfus zwischen den verschiedenen Figuren, ihren von Quinn erzählten Hintergrundgeschichten, Gegenwart und Vergangenheit hin und her.

Harley Quinn wurde von ihrem Freund, dem Joker, verlassen. Jetzt muss sie in Gotham, das wie das vermüllte New York der siebziger und achtziger Jahre aussieht, allein über die Runden kommen. Gegenüber dem egomanischen Gangsterboss Roman Sionis (Ewan McGregor im Gary-Oldman-Neunziger-Jahre-“Leon, der Profi“-Modus) erklärt sie sich bereit, eine junge Taschendiebin, die ihm zufällig einen wertvollen Edelstein mit besonderen Eigenschaften geklaut hat, zu finden und zu ihm zu bringen. Nachdem Harley Quinn Cass geschnappt hat, bekommt sie allerdings leichte Gewissensbisse. Sie findet Cass beim Abhängen in ihrer Bude ganz sympathisch und wer will nicht eine Freundin haben? Deshalb will sie Cass vor Sionis und seinen Schergen beschützen.

Cathy Yan erzählt diese Geschichte als ein monotones Dauerfeuerwerk, in dem Gewalt und Sexismus (jede Frau, die ihren Bauchnabel zeigt, eignet sich für die nächste Playboy-Fotostrecke), soundtechnisch unterlegt mit einer Mischung aus einfallslosen HipHop-Rhythmen, den größten Hits der vergangenen Jahrzehnte (in seligem Gedenken an Quentin Tarantino und die Guardians of the Galaxy) und knackenden Knochen, in Zeitlupe zelebriert werden. Am liebsten zerbricht Quinn mit einem Baseball-Schläger Knochen. Die anderen Bösewichter stehen ihr nicht nach. Sie zerbrechen ebenfalls munter Knochen, schießen herum und ziehen Menschen mit einem Messer die Haut vom Gesicht. Der Endkampf ist eine riesige Schlägerei, die wie die artistische, todernste, zynisch Gewalt zelebrierende Variante einer Klopperei aus einem Bud-Spencer-Film wirkt. Damit das alles goutierbar bleibt, fließt kein Blut, etwaige Schmerzensschreie gehen im Soundtrack unter und die Folgen von Schlägen mit einem Baseballschläger auf einen Kopf werden nie gezeigt. Gewalt ohne Folgen eben. Erzählt von einer keine zwei Sekunden vorausplanenden Psychopathin, die Menschen verstümmeln für witzig hält.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn (Birds of Prey (And the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn, USA 2020)

Regie: Cathy Yan

Drehbuch: Christina Hodson

mit Margot Robbie, Mary Elizabeth Winstead, Ewan McGregor, Jurnee Smollett-Bell, Rosie Perez, Ella Jay Basco, Bojana Novakovic, Chris Messina, Greice Santo

Länge: 109 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“

Metacritic über „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“

Rotten Tomatoes über „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“

Wikipedia über „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 13. Dezember: The Wolf of Wall Street

Dezember 12, 2019

3sat, 22.25

The Wolf of Wall Street (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Terence Winter

LV: Jordan Belfort: The Wolf of Wall Street, 2007 (Der Wolf der Wall Street)

An seinem ersten Arbeitstag an der Wall Street crasht die Börse. Also zieht der nun arbeitslose, selbsternannte „Wolf of Wall Street“ Jordan Belfort 1987 eine Straße weiter und mit dem Verkauf von Pennystocks verdient er ein Vermögen.

Knapp gesagt: „GoodFellas“ und „Casino“ in der Finanzwelt, niemals langweilig und grandios von Martin Scorsese inszeniert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung – und noch mehr im Bonusmaterial zum Film.

mit Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Margot Robbie, Matthew McConaughey, Kyle Chandler, Rob Reiner, Jon Favreau, Jean Dujardin, Jon Bernthal

Die Vorlage

Belfort - Der Wolf der Wall-Street - Movie-Tie-In - 4

Jordan Belfort: Der Wolf der Wall Street – Die Geschichte einer Wall-Street-Ikone

(übersetzt von Egbert Neumüller)

Goldmann Taschenbuch, 2014

640 Seiten

9,99 Euro

Die Originalausgabe erschien 2007.

Die deutsche Erstausgabe 2008 im Verlag Börsenmedien AG.

Hinweise

Moviepilot über „The Wolf of Wall Street“

Metacritic über „The Wolf of Wall Street“

Rotten Tomatoes über „The Wolf of Wall Street“

Wikipedia über „The Wolf of Wall Street“ (deutsch, englisch)

Hollywood vs. Reality über „The Wolf of Wall Street“

Kriminalakte: Tonnen weitergehender Informationen über den Film

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Silence“ (Silence, USA 2016)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Märchenonkel Quentin Tarantino erzählt über „Once upon a Time in…Hollywood“

August 15, 2019

Wer sich den neuen Film von Quentin Tarantino ansehen will, steht seit einigen Tagen vor der Frage, ob er die vielen, vielen Artikel vor dem Kinobesuch liest oder sie bis nach dem Kinobesuch ignoriert.

Denen kann ich nur sagen, dass der offizielle Trailer den Film erstaunlich genau trifft. Die reichlich nebulöse offizielle Synopse, einige Rollennamen und einige Statements der Macher sind dagegen eher irreführend. Das gilt auch für darauf aufbauende Überschriften und Artikel, die sich mit verschiedenen historischen Aspekten und Personen, wie Charles Manson, beschäftigen.

Quentin Tarantinos neunter Spielfilm spielt 1969 und bedient sich einer ähnlichen Struktur wie sein Film „Death Proof“. Im ersten Teil des Films wird endlos lange geredet, ohne dass erkennbar ist, warum diese Gespräche für die Filmgeschichte und das Finale wichtig sein könnten. Im deutlich kürzeren zweiten Teil gibt es dann, wenn einige Frauen gegen einen Mörder und sein todsicheres Auto kämpfen, reichlich Action auf der Landstraße.

Auch „Once upon a Time in…Hollywood“ zerfällt in zwei deutlich unterscheidbare Teile. Allerdings mit einem deutlich befriedigenderem Ergebnis. Der erste, gut zweistündige Teil von „Once Upon a Time in…Hollywood“ begleitet den abgehalfterten TV-Star Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) und seinen langjährigen Stuntman Cliff Booth (Brad Pitt) an zwei Tagen im Februar 1969 durch Hollywood. Der zweite Teil des hundertsechzigminütigen Films spielt sechs Monate später in einer Nacht im August 1969. Nachdem in den ersten beiden Stunden vor allem geredet wurde, gibt es jetzt ein sehr gewalttätiges Finale.

Rick Dalton ist ein Schauspieler, der nach dem von ihm verursachten Ende einer erfolgreichen Western-TV-Serie nach einem Karriereneustart sucht. Bis dahin hält er sich mit viel Alkohol und Gastrollen in anderen TV-Serien über Wasser.

Cliff Booth ist sein langjähriger Stuntman, bester Freund und Mädchen für alles.

Quentin Tarantino begleitet diese beiden Männer an zwei normalen Tagen durch Hollywood. Sie treffen andere Menschen. Sie hängen ab. Sie erinnern sich an ihre Vergangenheit. Dank der guten Schauspieler, den lakonischen Dialogen und Beobachtungen, dem Zeitkolorit und der Musik (die übliche Best-of-Tarantino-Mischung) vergeht die Zeit recht unterhaltsam, ohne dass es eine nacherzählbare Geschichte gibt. Es ist nur das Beobachten einer Freundschaft.

Gleichzeitig ist der Film ein Zeitporträt von Hollywood in den späten sechziger Jahren. Unzählige Stars und Sternchen – unter anderem Steve McQueen und Bruce Lee und, als die neuen Nachbarn von Rick Dalton, Roman Polanski und Sharon Tate – treten auf. Unzählige Filme werden zitiert. Und es wird gezeigt, wie das alte Hollywood gegen das Fernsehen schon abdankte und, wer die Filmgeschichte kennt, New Hollywood am Horizont heraufdämmert. Bis dahin kommen die neuen Trends aus Europa. Stellvertretend dafür werden der von Tarantino verehrte Italo-Western und Roman Polanski, der zwei, dreimal durch das Bild läuft, genannt. Die Stars, die teilweise schon öfter in Tarantinos Filmen mitspielten, geben sich die Klinke in die Hand. Al Pacino, Kurt Russell, Bruce Dern, Timothy Olyphant, Dakota Fanning, Damian Lewis, Lena Dunham, Clu Gulager, Zoë Bell, Michael Madsen und James Remar haben oft nur einen Auftritt.

Bei all dem Vergnügen, das man beim Abhängen mit Rick Dalton und Cliff Booth hat, fallen einige Probleme des gut dreistündigen Films erst mit zunehmender Laufzeit auf.

Once upon a Time in…Hollywood“ ist einer der wenigen Tarantino-Filme ohne einen Afroamerikaner. Und die meisten Frauen, selbstverständlich alles Weiße, sind Staffage. Margot Robbie hat als Sharon Tate bei den Frauen die größte Leinwandzeit, aber sie bleibt das Sternchen, das mit Roman Polanski verheiratet ist und sich im Kino begeistert auf der Leinwand sieht. Die anderen Frauen sind als sexwillige Hippiemädchen reine Männerfantasien.

Denn Tarantinos Nostalgietrip ist ein Film voller weißer Männer. Und, das muss man angesichts des Porträts der Gegenkultur und der Hippies sagen, ‚alter weißer Männer‘, die mental in den Fünfzigern leben. Für sie sind die Hippies ungewaschener, langhaariger Abschaum. Ihre Wohnungen sind noch herunterkommener als die von Cliff Booth, die als archetypische, seit Ewigkeiten nicht mehr aufgeräumte White-Trash-Wohnung präsentiert wird. Die Hauptfiguren Dalton und Booth sind wahrlich keine Geistesgrößen. Ihre Vergangenheit, vor allem bei Booth, ist düster. Trotzdem halten sie sich immer noch für etwas Besseres. Vor allem Dalton trauert seiner großen Zeit, den fünfziger und frühen sechziger Jahren, und einigen verpassten Chancen hinterher. Sie verachten die Jugend. Sie sind reinrassige Reaktionäre. Das fällt dank des Spiels von Leonardo DiCaprio und Brad Pitt und weil die gesellschaftlichen Konflikte und Umbrüche in der US-Gesellschaft noch nicht einmal im Hintergrund angesprochen werden, erst spät auf. Im äußert gewalttätigen Finale können sie dann das tun, was sie in ihrem tiefsten Innern schon lange machen wollten.

Um Sharon Tate (die oft im Bild ist und wenig sagt), Roman Polanski, Charles Manson und Tates Ermordung geht es dagegen in „Once upon a Time in…Hollywood“ nicht. Für sie interessiert sich der Film nicht. Er interessiert sich nur für den TV-Schauspieler Rick Dalton und seinen Stuntman Cliff Booth und ihre Freundschaft, die hier eingebettet wird in eine Verklärung des Hollywoods der sechziger Jahre.

Das hat unbestritten seinen Reiz und unterhält über eine große Strecke, dank der vielen Anspielungen und den Auftritten bekannter Schauspieler, sehr kurzweilig. Allerdings wird das Spiel mit den Zitaten zunehmend redundant. Erst am Ende knüpft Tarantino einige Episoden zusammen, ohne dass eine erzählerische Notwendigkeit erkennbar ist. Das Finale ist im Film das überraschende und durch nichts vorbereitete, zufällige Ereignis. Tarantino hätte sich genausogut, und ohne dass man etwas vermisst hätte, auf die beiden Tage im Februar 1969 beschränken können.

Insgesamt ist Quentin Tarantinos neunter Kinofilm (wenn man „Death Proof“ weglässt oder „Kill Bill“ als einen Film zählt) ein prächtig ausgestatteter, top besetzter und gespielter, sehr unterhaltsamer, aber auch problematischer Film.

Tarantino hat bereits eine längere Schnittfassung für die Fernsehauswertung angekündigt. Dann sollen auch die mit Tim Roth, James Marsden und Danny Strong gedrehten Szenen, die für die Kinofassung vollständig herausgeschnitten wurden, gezeigt werden.

Once upon a Time in…Hollywood (Once upon a Time in…Hollywood, USA 2019)

Regie: Quentin Tarantino

Drehbuch: Quentin Tarantino

mit Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Emile Hirsch, Margaret Qualley, Timothy Olyphant, Dakota Fanning, Bruce Dern, Mike Moh, Damian Lewis, Al Pacino, Rafal Zawierucha, Damon Herriman, Lena Dunham, Rumer Willis, Clu Gulager, Kurt Russell, Zoë Bell, Michael Madsen, James Remar

Länge: 161 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

alternative Schreibweisen: „Once upon a Time in Hollywood“, „Once upon a Time…in Hollywood“

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Once upon a Time in…Hollywood“

Metacritic über „Once upon a Time in…Hollywood“

Rotten Tomatoes über „Once upon a Time in…Hollywood“

Wikipedia über „Once upon a Time in…Hollywood“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood erklärt einige Anspielungen

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Django Unchained“ (Django Unchained, USA 2012)

Kriminalakte über Quentin Tarantino und „Django Unchained“ (Bilder,Pressekonferenz und Comic)

Meine Bespechung von Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ (The Hateful Eight, USA 2015)

 Quentin Tarantino in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Neid und Missgunst in königlichen Gemächer: „Maria Stuart, Königin von Schottland“ und „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ bei Königin Anne

Januar 24, 2019

Für die Fans des britischen Königshauses, die es gerne mit der rosaroten Brille haben, dürften beide Filme nichts sein. Einmal wird Maria Stuart durch die feministische Brille neu betrachtet, einmal gibt es Neid und Missgunst am Hofe von Königin Anne und die Männer stehen, hübsch geschminkt und kostümiert, am Spielfeldrand. Yorgos Lanthimos‘ „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ ist eine grandiose, tiefschwarze Komödie. Josie Bourkes „Maria Stuart, Königin von Schottland“ wirkt dagegen wie ein Lore-Roman.

Als Achtzehnjährige kehrt Maria Stuart (Saoirse Ronan) 1561 als Witwe aus Frankreich nach Schottland zurück. Sie präsentiert sich als freigeistige Herrscherin. Anstatt ihrem Volk die Religion vorzugeben, dürfen sie Protestanten bleiben, während sie Katholikin ist. Für sie ist Schottland nur eine Station auf dem Weg nach London. Denn sie ist, nach der Erbfolge, die rechtmäßige Herrscherin des englischen Königreichs. Ein Anspruch, der während des gesamten Films nie ernsthaft bestritten wird.

Trotzdem will Königin Elizabeth I (Margot Robbie) die Krone nicht abgeben.

Während in den kitschigen Adelsschmonzetten die Liebe im Mittelpunkt steht, geht es in „Maria Stuart, Königin von Schottland“ um die weltliche Macht. Heirat ist dabei nur ein Arrangement, um einen Thronnachfolger zu zeugen. Dafür braucht Maria Stuart einen Mann (den sie als Friedensangebot gegenüber Königin Elizabeth heiratet) und seinen Samen. Dass er homosexuell ist, ist ihr egal. Sowieso geht es an ihrem Hof in jeder Beziehung sehr leger zu.

Das sind in einem Kostümdrama schon einige neue Töne. Aber Theaterregisseurin Josie Rourke gelingt es in ihrem Filmdebüt nicht, daraus mehr als eine längliches Drama zu machen. Der Konflikt zwischen Maria Stuart und Königin Elizabeth stagniert, die Intrigen zwischen weltlicher und geistlicher Macht (bzw. Mächten) und die Heiratspolitik interessiert höchstens Historiker, die diesen Historienstreifen zum Anlass genommen haben, über die richtige Interpretation von Maria Stuart zu streiten. Die können sicher auch sofort erklären, ob der Hofstaat von Mary Stuart wirklich ethisch so divers wie im Film war.

The Favourite“ ist dagegen grandioses Schauspielerkino, das den Königshof als einziges Intrigantenstadl zeichnet und fröhlich die historische Korrektheit ignoriert. Im Gegensatz zu anderen Filmen, in denen ständig die historische Genauigkeit betont und dann von Fachleuten bestritten wird, werden die Macher von „The Favourite“ nicht müde zu betonen, dass sie sich viele Freiheiten erlaubten. Dem Film schadete es nicht. Es ist ein sehr zeitgenössisches Werk, in dem zwei Frauen um ihre Stelle bei der Königin kämpfen.

Königin Anne (Olivia Colman, grandios!!!) ist die Herrscherin des Königreichs, als es zum Königreich Großbritannien wird und zur Weltmacht aufsteigt. Sie ist kränklich, hat schwere Gicht und ist übergewichtig. Trotz 17 Geburten zeugt sie keinen Thronfolger. Sie war die letzte Regentin aus dem Hause Stuart.

Sie gilt als schwach und manipulierbar. Ihre Cousine und Vertraute Lady Sarah Churchill, Herzogin von Marlborough (Rachel Weisz), übernimmt dagegen die Regierungsgeschäfte.

Ungefähr um 1700 taucht Abigail Masham (Emma Stone) am königlichen Hof auf. Also genaugenommen wird sie mit einem Tritt aus der Kutsche in den Matsch vor dem Palast gestoßen. Schon in dem Moment ist klar, dass Lanthimos Film kein Heile-Welt-Film wird. Mit Abigail ändert sich das Machtgefüge am Hof. Zunächst muss die arme Verwandte der Königin als Magd den Küchenboden schrubben. Doch schnell schleimt sie sich bei der Königin ein.

Lanthinos („The Lobster“, „The Killing of a sacred Deer“) inszeniert einen herrlich dekadenten Zickenkrieg, in dem immer wieder unklar ist, wer hier gerade wen manipuliert und drei Schauspielerinnen brillieren dürfen.

In den vergangenen Wochen wurde der Film zu recht mit Lob, Nominierungen und Preisen überschüttet. Der aktueller Höhepunkt sind die zehn Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“ (Ceci Dempsey, Ed Guiney, Yorgos Lanthimos, Lee Magiday), „Beste Regie“ (Yorgos Lanthimos), „Bestes Originaldrehbuch“ (Deborah Davis, Tony McNamara), „Beste Hauptdarstellerin“ (Olivia Colman), „Beste Nebendarstellerin“ (Emma Stone), „Beste Nebendarstellerin“ (
Rachel Weisz), „Beste Kamera“ (Robbie Ryan), „Bester Schnitt“ (Yorgos Mavropsaridis), „Bestes Szenenbild“ (Fiona Crombie, Alice Felton) und „Bestes Kostümdesign“ (Sandy Powell).

The Favourite“ ist ein früher Höhepunkt des diesjährigen Kinojahrs.

Maria Stuart, Königin von Schottland (Mary, Queen of Scots, Großbritannien 2018)

Regie: Josie Rourke

Drehbuch: Beau Willimon

LV: John Guy: Queen of Scots: The True Life of Mary Stuart, 2004

mit Saoirse Ronan, Margot Robbie, Jack Lowden, Joe Alwyn, David Tennant, Guy Pierce, Gemma Chan, Martin Compston, Ismael Cruz Cordova, Brendan Coyle, Ian Hart, Adrian Lester

Länge: 125 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „Maria Stuart, Königin von Schottland“

Metacritic über „Maria Stuart, Königin von Schottland“

Rotten Tomatoes über „Maria Stuart, Königin von Schottland“

Wikipedia über „Maria Stuart, Königin von Schottland“ (deutsch, englisch)

The Favourite – Intrigen und Irrsinn (The Favourite, USA 2018)

Regie: Yorgos Lanthimos

Drehbuch: Deborah Davis, Tony McNamara

mit Olivia Colman, Emma Stone, 
Rachel Weisz, Nicholas Hoult, Joe Alwyn, Mark Gattis, James Smith

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „The Favourite“

Metacritic über „The Favourite“

Rotten Tomatoes über „The Favourite“

Wikipedia über „The Favourite“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Yorgos Lanthimos‘ „The Killing of a sacred Deer (The Killing of a sacred Deer, Großbritannien/Irland 2017)

 


Neu im Kino/Filmkritik: „I, Tonya“ Harding, Eiskunstläuferin – und das ist meine Geschichte

März 23, 2018

Tonya Harding, geboren am 12. November 1970 in Portland, Oregon, Eiskunstläuferin.

Seit 1986 nimmt sie mehrmals erfolgreich an nationalen Eiskunstlauf-Meisterschaften teil. 1991 wird sie US-Meisterin.

Am 16. Februar 1991 springt sie als erste Frau in einem Wettbewerb den dreifachen Axel. Der schwierige Sprung gelingt ihr auf der United States National Figure Skating Championships in Minneapolis. Einen Monat später wiederholt sie den Sprung in München auf der World Figure Skating Championship. Bei diesem internationalen Wettbewerb wird sie Vizeweltmeisterin. Später nimmt sie an weiteren internationalen Wettbewerben teil.

1994 nimmt sie vom 12. bis 27. Februar an den Olympischen Spielen in Lillehammer teil.

Aber viel bekannter ist sie, – jedenfalls, wenn man sie kennt -, für eine andere Geschichte, die „Lars und die Frauen“-Regisseur Craig Gillespie jetzt in seinem neuesten Film „I, Tonya“ erzählt.

Tonya Harding wird schon als Kind erbarmungslos von ihrer White-Trash-Mutter LaVona Harding (Allison Janney, die für ihre Rolle einen Oscar erhielt) auf das Eis getrieben. Härte ist für sie die Methode, um ihre Tochter zu Höchstleistungen anzuspornen.

Später kann Tonya in Wettbewerben reüssieren. Aber von der Eiskunstlauf-Gemeinschaft wird sie nicht für voll genommen. Ihre Leistungen sind sehr gut, aber ihr Benehmen ist viel zu proletarisch und vulgär für diesen Sport. Ihrem Stil fehlt das von den Juroren geforderte elegante. Sie ist nicht in der Lage, sich auch nur minimal anzupassen. Und sie hört die falsche Musik.

Ihre ärgste Konkurrentin bei Wettbewerben ist Nancy Kerrigan (Caitlin Carver), die Eisprinzessin, die alles das verkörpert, was die Eiskunstlauf-Gemeinschaft liebt. Als sie Tonyas US-Meistertitel und ihre Fahrt zu den Olympischen Spielen gefährdet, beschließen Tonyas Ex-Mann Jeff Gillooly (Sebastain Stan) und sein Freund Shawn Eckardt (Paul Walter Hauser), ihr zu helfen. Am 6. Januar 1994 zertrümmern sie in einem von einer Videokamera überwachten Flur der Cobo Arena in Detroit, Michigan, Nancy Kerrigan die Kniekehlen. Sie führen ihr Attentat so schlampig aus, dass Kerrigan letztendlich fast nichts passiert. Einen Monat später nimmt sie erfolgreich an den Olympischen Spielen teil. Die Polizei kann die Täter schnell verhaften und bei dem Gerichtsverfahren ist dann unklar, was Tonya Harding von dem Attentat wusste, das von den größten Idioten des Landes durchgeführt wurde.

Für diese Geschichte eines missglückten Attentats ist sie, jedenfalls in den USA, noch heute viel bekannter als für ihre sportlichen Leistungen.

Craig Gillespie inszenierte Tonya Hardings Geschichte als schwarze Satire im Stil eines Dokumentarfilms, der, schnell geschnitten und pointiert, zwischen aktuellen Statements der damals Beteiligten und Aufnahmen von den damaligen Ereignissen erzählt. So ergibt sich aus den unterschiedlichen Erinnerungen der mehr oder weniger unzuverlässigen Erzähler und satirischen Pointierungen ein für Interpretationen offenes Bild der damaligen Ereignisse, das denn Hauptverantwortlichen ein schlechtes Zeugnis ausstellt. Sie sind als White Trash in ihrer allumfassenden Blödheit und Sturheit gerade intelligent genug, um für den unglücklichen Verlauf der Ereignisse und ihr eigenes Scheitern verantwortlich zu sein. Denn sie wählen bei Problemen zielsicher genau die Lösungen, die am Ende für sie die Situation noch schlimmer machen. Weil „I, Tonya“ eine Komödie ist, ist das natürlich sehr komisch, aber auch tragisch.

Diese Tragik, auch das Wissen um die eigenen Grenzen, blitzt immer wieder durch. LaVona ist dann hinter ihrer abweisenden Fassade doch als Mutter, die das Beste für ihr Kind will und es eigentlich lieben möchte, erkennbar. Sie kann es nur nicht gegenüber ihrer Tochter ausdrücken.

Gillespie erzählt eine Aufstiegsgeschichte, die in einem tiefen Fall mündet. So wurde Tonya Harding nach den Olympischen Spielen lebenslang von allen Eiskunstlaufmeisterschaften gesperrt. Neben ihrer Sportkarriere nehmen ihre Beziehung zu ihrer Mutter und ihrer ersten und großen Liebe Jeff Gillooly einen großen Teil des Films ein. Hier zeichnet Gillespie das Bild einer dysfunktionalen Familie und gewalttätiger Beziehungen. So wird Tonya von ihrer Mutter und später ihrem Mann geschlagen. Aber sie bleibt dann doch bei ihm. Denn Schläge kennt sie.

Dieses Porträt ist, auch wenn man letztendlich wenig über das Eiskunstlaufen erfährt, herrlich unterhaltsam und erfrischend respektlos.

I, Tonya (I, Tonya, USA 2017)

Regie: Craig Gillespie

Drehbuch: Steven Rogers

mit Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, Julianne Nicholson, Paul Walter Hauser, Bobby Cannavale, Bojana Novakovic, Caitlin Carver, Maizie Smith, Mckenna Grace

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „I, Tonya“

Metacritic über „I, Tonya“

Rotten Tomatoes über „I, Tonya“

Wikipedia über „I, Tonya“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „I, Tonya“

Meine Besprechung von Craig Gillespies „Fright Night“ (Fright Night, USA 2011)

SAG-AFTRA bittet die Hauptverantwortlichen auf die Bühne

Times Talk unterhält sich mit Craig Gillespie, Margot Robbie und Sebastian Stan (ab Minute 6:52)

DP/30 unterhält sich mit ‚Harley Quinn‘ Margot Robbie über den Film

 

 


TV-Tipp für den 3. Oktober: The Wolf of Wall Street

Oktober 3, 2016

ZDF, 22.00

The Wolf of Wall Street (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Terence Winter

LV: Jordan Belfort: The Wolf of Wall Street, 2007 (Der Wolf der Wall Street)

An seinem ersten Arbeitstag an der Wall Street crasht die Börse. Also zieht der nun arbeitslose, selbsternannte „Wolf of Wall Street“ Jordan Belfort 1987 eine Straße weiter und mit dem Verkauf von Pennystocks verdient er ein Vermögen.

Knapp gesagt: „GoodFellas“ und „Casino“ in der Finanzwelt, niemals langweilig und grandios von Martin Scorsese inszeniert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung – und noch mehr im Bonusmaterial zum Film.

mit Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Margot Robbie, Matthew McConaughey, Kyle Chandler, Rob Reiner, Jon Favreau, Jean Dujardin, Jon Bernthal

Wiederholung: Mittwoch, 5. Oktober, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage

Belfort - Der Wolf der Wall-Street - Movie-Tie-In - 4

Jordan Belfort: Der Wolf der Wall Street – Die Geschichte einer Wall-Street-Ikone

(übersetzt von Egbert Neumüller)

Goldmann Taschenbuch, 2014

640 Seiten

9,99 Euro

Die Originalausgabe erschien 2007.

Die deutsche Erstausgabe 2008 im Verlag Börsenmedien AG.

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Wolf of Wall Street“

Moviepilot über „The Wolf of Wall Street“

Metacritic über „The Wolf of Wall Street“

Rotten Tomatoes über „The Wolf of Wall Street“

Wikipedia über „The Wolf of Wall Street“ (deutsch, englisch)

Hollywood vs. Reality über „The Wolf of Wall Street“

Kriminalakte: Tonnen weitergehender Informationen über den Film

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


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