TV-Tipp für den 5. Mai: Der Manchurian Kandidat

Mai 4, 2019

Damals eine paranoide Phantasie.

Heute…

Sat.1, 00.10

Der Manchurian Kandidat (The Manchurian Candidate, USA 2004)

Regie: Jonathan Demme

Drehbuch: Daniel Pyne, Dean Georgaris

LV: Richard Condon: The Manchurian Candidate, 1959 (Botschafter der Angst, Der Manchurian Kandidat)

Der weltumspannende Konzern “Manchurian Global” hat einer Golfkrieg-I-Einheit falsche Erinnerungen implantiert. So wollen sie den vielversprechenden Politiker Raymond Shaw ins Weiße Haus bringen. Doch Shaws ehemaliger Vorgesetzter Ben Marco zweifelt an seinen Erinnerungen und will die Wahrheit herausfinden.

Gut besetztes Remake des Kalter Krieg-Klassikers „Botschafter der Angst“. Etliche der Nebendarsteller sind aus anderen Zusammenhängen oder aus verschiedenen hochkarätigen TV-Serien und Filmen bekannt. Der Film selbst ist gut – obwohl für mich die Prämisse heute schlechter funktioniert als vor über vierzig Jahren, als Frank Sinatra die Rolle von Denzel Washington spielte. Davon abgesehen gibt es zahlreiche grandiose Szenen (ich sage nur Meryl Streep), eine beeindruckende Vision des Informationsüberschusses, überraschende Verknüpfungen von Szenen und eine träumerische Stimmung. Fast immer könnte es sein, dass Ben Marco aus einem Alptraum aufwacht.

Insgesamt ist der Polit-Thriller „Der Manchurian Kandidat“ ein gelungenes, eigenständiges Remake, das besonders beim porträtieren der Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft ein gespenstisches Bild der USA entwirft.

Mit Denzel Washington, Meryl Streep, Liev Schreiber, Jon Voight, Kimberly Elise, Jeffrey Wright, Bruno Ganz, Vera Farmiga, Robyn Hitchcock (eigentlich Musiker), Al Franken (als TV-Interviewer fast als er selbst), Paul Lazar, Roger Corman, Zeljko Ivanek, Walter Mosley (eigentlich Krimiautor), Charles Napier, Jude Ciccolella, Dean Stockwell, Ted Levine, Miguel Ferrer, Sidney Lumet

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Dar Manchurian Kandidat“

Wikipedia über „Der Manchurian Kandidat“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „The Manchurian Candidate“ von Daniel Pyne und Dean Georgaris

Wikipedia über Richard Condon (deutsch, englisch)

Kirjasto über Richard Condon

Wired for Books: Don Swain redet mit Richard Condon (1982, 1986, 1990 – jeweils eine knappe halbe Stunde)

Meine Besprechung von Jonathan Demmes „Ricki – wie Familie so ist“ (Ricki and the Flash, USA 2015)

 

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TV-Tipp für den 6. März: Suffragette – Taten statt Worte

März 6, 2019

3sat, 20.15

Suffragette – Taten statt Worte (Suffragette, Großbritannien 2015)

Regie: Sarah Gavron

Drehbuch: Abi Morgan

Was für eine bescheuerte Idee: Frauen sollen das Wahlrecht erhalten. Vor über hundert Jahren sahen das einige Frauenrechtlerinnen in England anders und sie gingen auf die Straße, um gegen die Männer für gleiche Rechte zu kämpfen.

Suffragette – Taten statt Worte“ erzählt diese Geschichte überzeugend als kämpferisches Politdrama. Im Mittelpunkt steht eine Wäscherin, die 1912 in London die Suffragetten kennenlernte.

Anschließend zeigt 3sat eine Doku zum Frauenwahlrecht.

Mit Cary Mulligan, Helena Bonham Carter, Brendan Gleeson, Anne-Marie Duff, Ben Whishaw, Meryl Streep

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Suffragette“

Wikipedia über „Suffragette“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „Mary Poppins‘ Rückkehr“ zur Familie Banks in die Cherry Tree Lane 17

Dezember 21, 2018

Mary Poppins“ gehört zu den Filmen, die jeder gesehen hat und, wenn nicht, das dann jedenfalls behauptet. Das 1964 von Robert Stevenson inszenierte Musical mit Julie Andrews als resolutes Kindermädchen Mary Poppins, das der Familie Banks hilft, war einer der großen Disney-Hits und ist ein immer wieder gern gesehener Klassiker. Das liegt an den Songs und der überbordenden Fröhlichkeit des Films, im der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.

2013 inszenierte John Lee Hancock das, ebenfalls von Disney produzierte, sehenswerte Making-of „Saving Mr. Banks“. In dem Drama wird erzählt, wie Walt Disney jahrelang um die Verfilmungsrechte für Mary Poppins kämpfte. Ihre Erfinderin P. L. Travers wollte keine Verfilmung. Als sie dann aus ökonomischen Gründen zustimmte, erstritt sie sich umfangreiche Mitspracherechte, die die Produktion zu einer anstrengenden Erfahrung für die Beteiligten machte.

Damit war eigentlich alles über Mary Poppins gesagt.

Jetzt erzählt Rob Marshall („Chicago“, „Into the Woods“) in einer eigentümlichen Mischung aus Remake und Weitererzählung die Geschichte von „Mary Poppins“ als „Mary Poppins‘ Rückkehr“.

Inzwischen sind die Banks-Kinder erwachsen. Michael Banks (Ben Whishaw) lebt immer noch in der Cherry Tree Lane 17. Er arbeitet in der Fidelity Fiduciary Bank, in der bereits sein Vater arbeitete. Seine Schwester Jane (Emily Mortimer) ist, wie ihre Mutter, politisch engagiert. Michaels drei Kinder bräuchten, nach dem Tod ihrer Mutter, ein Kindermädchen. Und die finanziellen Probleme sind drückend. Michael, eigentlich ein Künstler und immer noch ein Kind, hat sich bei seinem Arbeitgeber verschuldet und das Haus als Sicherheit angeboten. Jetzt tauchen die Geldeintreiber der Fidelity Fiduciary Bank auf. Michael soll mit seiner Familie binnen weniger Tage das Haus räumen.

Als Michael in alten Unterlagen blättert, erinnert er sich an die schöne Zeit mit dem Kindermädchen Mary Poppins. Er wünscht sich, dass sie zurückkäme – und so geschieht es. Mary Poppins (Emily Blunt) schwebt aus dem Himmel herab und klopft an die Tür des Banks Anwesen.

Auch wenn die Macher sagen, in „Mary Poppins‘ Rückkehr“ hätten sie die anderen Mary-Poppins-Geschichten von P. L. Travers verarbeitet und sie erzählten eine ganz neue Geschichte, ist „Mary Poppins‘ Rückkehr“ ein Remake von Stevensons Musical mit neuen Songs (die für die deutsche Fassung synchronisiert wurden), einigen neuen Erlebnissen und Figuren und vielen, sehr vielen Motiven und Elementen aus dem 1964er Film.

Ein solches Remake mit einigen neuen Elementen wäre kein Problem, wenn die Macher nicht gleichzeitig behaupteten, sie würden die Geschichte weiter erzählen. Nur: warum soll Michael und Jane Banks ziemlich genau das gleiche zustoßen, was ihren Eltern zustieß? Mit, auch wenn sie andere Namen haben, all den aus „Mary Poppins“ bekannten Charakteren? Warum soll Michael sich sentimental an Mary Poppins erinnernd, sie zurückwünschen und dann nichts, aber auch absolut nichts über sie wissen? So freut er sich, dass Mary Poppins anklopft, aber an ihre besonderen Fähigkeiten, dem Alltag mehr als einen Hauch von Magie zu verleihen, erinnert er sich nicht mehr. Dabei ist das der Grund, weshalb er sie wieder in seinem Leben haben wollte.

Die Story, die „Life of Pi“-Autor David Magee um die ausgedehnten Musical-Nummern, erfand, ist nicht mehr als eine Abfolge von Episoden, die das Auge überwältigen sollen. Marc Shaiman und Scott Wittman, Tony-Gewinner für „Hairspray“, schrieben die Musik. Ob die Songs zu Gassenhauern werden, wie die Songs von Richard M. und Robert B. Sherman (remember „Chim-Chim-Cheere“, „A Spoonful of Sugar“, „Supercalifragilisticexpialigetisch“), wird die Zeit erweisen. Es gibt große Musical-Nummern mit viel Gesang und Tanz. Es gibt, wie in „Mary Poppins“, eine ausgedehnte Trickfilm-Sequenz. Alles spielt in einer bewusst künstlichen Welt, die auch in den Nicht-Trickfilm-Teilen, wie ein im Studio gedrehter Animationsfilm aussieht.

Das ist gut gemacht, aber Marshalls Musical hat niemals die auch heute noch packende Wirkung des Originals. Während „Mary Poppins“ wie eine Überportion Zucker ist, ist „Mary Poppins‘ Rückkehr“ die zuckerfreie Version.

Mary Poppins‘ Rückkehr (Mary Poppins return, USA 2018)

Regie: Rob Marshall

Drehbuch: David Magee (nach einer Geschichte von David Magee, Rob Marshall und John DeLuca) (basierend auf den Mary-Poppins-Geschichten von P. L. Travers)

mit Emily Blunt, Lin-Manuel Miranda, Ben Whishaw, Emily Mortimer, Julie Walters, Colin Firth, Meryl Streep, Pixie Davies, Joel Dawson, Nathanael Saleh, Dick Van Dyke, Angela Lansbury, David Warner .

Länge: 131 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Mary Poppins‘ Rückkehr“

Metacritic über „Mary Poppins‘ Rückkehr“

Rotten Tomatoes über „Mary Poppins‘ Rückkehr“

Wikipedia über „Mary Poppins‘ Rückkehr“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 23. Juni: Jenseits von Afrika

Juni 23, 2018

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Klaus Maria Brandauer! (Der war am 22. Juni. Aber da lief kein Brandauer-Film im TV.)

RTL II, 20.15

Jenseits von Afrika (Out of Africa, USA 1983)

Regie: Sydney Pollack

Drehbuch: Kurt Luedtke

LV: Isak Denisen (aka Karen Blixen): Out of Afrika; Shadows on Grass; Letters from Africa; Judith Thurman: Isak Denisen – The Life of a Storyteller; Errol Trzebinski: Silence will speak

Mit sieben Oscars (u. a. Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch), an der Kinokasse enorm erfolgreiche, vor Ort gedrehte Edelschmonzette über Karen Blixen, die zwischen 1913 und 1931 in Kenia lebte, mit dem ehebrechendem, geschäftsunfähigen Bror von Blixen-Fineckel verheiratet war, deshalb dessen Kaffeeplantage managte und in den Großwildjäger Denys Finch Hatton verliebt war.

mit Meryl Streep, Robert Redford, Klaus Maria Brandauer, Michael Kitchen, Malick Bowens

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Jenseits von Afrika“

Wikipedia über „Jenseits von Afrika“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „Die Verlegerin“ der Post und die Pentagon-Papiere

Februar 23, 2018

Als Katharine Graham nach dem Tod ihres Mannes 1963 die Leitung der „Washington Post“ übernahm, war sie die Tochter des Inhabers der „Washington Post“ (ihr Vater hielt sie für ungeeignet, die Zeitung zu führen, sie dachte das auch und hatte daher nichts gegen die Entscheidung ihres Vaters, ihren Ehemann zum Chef zu machen), eine ehemalige Journalistin und Mutter von vier Kindern, die sich, wie es dem damaligen Gesellschaftsbild entsprach, um Haushalt, Kindererziehung und das Gesellschaftsleben kümmerte. Sie war, so ihr Sohn Don Graham, „die Welthauptstadt der Selbstzweifel“.

Plötzlich stand sie, ohne echte Erfahrung im Zeitungsgeschäft und nur aus dem Gefühl einer Verpflichtung gegenüber dem Familienvermächtnis und ihren Kindern, als erste Frau an der Spitze eines großen Wirtschaftsunternehmen. Die Männer akzeptierten sie in ihren Männerzirkeln, den Clubs, Hinterzimmern und Vorstandszimmern nur, weil sie die Frau, die durch eine Erbschaft ihre aktuelle Position erhalten hatte, akzeptieren mussten. Aber eigentlich gehörte sie in das Damenzimmer, wo nicht über Politik, sondern über Frisuren geredet wurde.

Das Unternehmen, die „Washington Post“, war damals eine Tageszeitung mit finanziellen Problemen, deren größtes Problem – so sagt Steven Spielbergs neuer Film „Die Verlegerin“ – der Zugang zu verschiedenen Privatfeiern von US-Präsident Richard Nixon war. Zur Sanierung war ein Börsengang geplant, der möglichst störungsfrei verlaufen sollte. Skandalträchtige Geschichten und damit verknüpfte juristische Kalamitäten sollten in dem Moment unbedingt vermieden werden.

In diesem Moment schlug ihr ihr Chefredakteur Ben Bradlee eine Super-Story vor. Er war seit 1965 bei der „Washington Post“. Zwischen Bradlee und Graham herrschte eine vertrauenvolle Freundschaft. Die gegensätzlichen Charaktere hatten nämlich ein Ziel: aus der „Washington Post“ eine wichtige Tagezeitung zu machen. Sein Vorschlag war, nachdem die konkurrierende „New York Times“ am 13. Juni 1971 mit der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere begonnen hatte und kurz darauf, auf Antrag der Nixon-Regierung, eine einstweilige Verfügung erhielt, die ihr weitere Veröffentlichungen aus den Pentagon-Papieren untersagte, sich die Papiere zu besorgen und zu drucken.

Dabei handelte es sich um eine siebentausend Seiten umfassende Studie des einflussreichen Think-Tanks RAND Corporation mit dem prosaischen Titel „Geschichte US-amerikanischer Entscheidungsfindungen in Vietnam, 1945 – 1966“ (United States – Vietnam Relations, 1945–1967: A Study Prepared by the Department of Defense). Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass mehrere US-Präsidenten die Öffentlichkeit über ihr Vorgehen in Vietnam belogen hatten. Daniel Ellsberg, einer der Autoren der Studie, hatte die siebentausend Seiten der Studie in mühevoller Kleinarbeit aus dem RAND-Büro geschmuggelt und fotokopiert. Er wollte, dass in der Öffentlichkeit darüber gesprochen wird.

Dass die Regierung über eine weitere Veröffentlichung nicht erfreut wäre, war in dem Moment klar. Denn damals kämpften in Vietnam US-Soldaten, während in den USA gegen den Krieg protestiert wurde.

Graham wusste, dass sie mit einer falschen Entscheidung die Zukunft der Zeitung ruinieren könnte. Sie wusste auch, dass es um die Freiheit der Presse ging, die im wichtigen Ersten Zusatzartikel zur Verfassung erklärt wird. Und sie war, als Teil der High Society von Washington, mit einigen der Männer, die in den Pentagon-Papieren erwähnt werden, eng befreundet.

Spielberg erzählt, nach einem konzentrierten Drehbuch von Liz Hannah und Josh Singer („Spotlight“), die Geschichte von Katherine Graham. Aber, wie der Originaltitel „The Post“ andeutet, auch die Geschichte der „Washington Post“, vor allem natürlich der Reporter, die sich als investigative Journalisten hinter die Story klemmen, und die Geschichte von ihrem Informanten Daniel Ellsberg, der später als Landesverräter angeklagt wurde. Am 11. Mai 1973 erklärte der zuständige Richter das Verfahren aufgrund eines schweren Fehlverhaltens der Regierung (sie hatte den Auftrag erteilt, Ellsbergs Psychiater auszuspionieren) für ungültig. Die Vorwürfe gegen Ellsberg und seinen RAND-Kollegen Anthony Russo wurden fallengelassen.

Spielbergs „Die Verlegerin“ ist, im besten Sinn, packendes quasidokumentarisches bildungsbürgerliches Kino, in dem liberale Werte, Traditionen und die Verfassung hochgehalten werden. Vor allem natürlich der Wert einer freien Presse. Denn am 18. Juni 1971 druckte die „Washington Post“ ihren ersten Artikel über die Pentagon-Papiere und weil ein Bundesrichter die vom Justizminsterium beantragte einstweilige und dauerhafte Verfügung gegen die Zeitung ablehnte, begann auch andere Zeitungen Berichte über die Pentagon-Papiere zu drucken.

Aber in dem Moment war der Weg durch die Gerichte noch nicht ausgeschöpft.

Die Verlegerin“ zeigt, wie die „Washington Post“ durch die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere und die gerichtlichen Auseinandersetzungen von einer unbedeutenden Lokalzeitung zu einer vielfach preisgekrönten und geachteten investigativen Tageszeitung wurde, wie eine Verlegerin sich emanzipiert und wie wichtig eine freie Presse ist bei der Aufdeckung von Skandalen.

Das Drama ist auch eine Liebeserklärung an die gute alte Tageszeitung. Es ist eine Zeit, als es in Redaktionen noch laut hämmernde Schreibmaschinen und einen festen Redaktionsschluss gab, Druckvorlagen von Hand erstellt wurden, Zeitungen gedruckt, verteilt und beim Frühstück oder dem Weg zur Arbeit gelesen wurden. Sie waren dann Tagesgespräch. Heute stehen die Artikel zuerst auf der Homepage der Zeitung und erst danach in der gedruckten Ausgabe.

Der Film endet mit dem Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate-Hotel am 17. Juni 1972. Diese Geschichte, die durch die Recherche der „Washington Post“-Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward zum Rücktritt von Nixon führte, erzählt Alan J. Pakula 1976 in seinem Filmklassiker „Die Unbestechlichen“, den man sich nach „Die Verlegerin“ wieder ansehen kann. Beide Filme erzählen von Ereignissen und Konflikten, die heute wieder erschreckend aktuell sind.

Die Verlegerin (The Post, USA 2017)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Liz Hannah, Josh Singer

mit Meryl Streep, Tom Hanks, Sarah Paulson, Bob Odenkirk, Tracy Lettts, Bradley Whitford, Bruce Greenwood, Matthew Rhys, Alison Brie, Michael Stuhlbarg

Länge: 117 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Moviepilot über „Die Verlegerin“

Metacritic über „Die Verlegerin“

Rotten Tomatoes über „Die Verlegerin“

Wikipedia über „Die Verlegerin“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Die Verlegerin“

Tagespiegel über Katharine Graham

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Ein Gespräch mit Steven Spielberg, Meryl Streep, Tom Hanks, Bob Odenkirk und Bradley Whitford über den Film, organisiert von der Washington Post

Meryl Streep und Tom Hanks bei CBS This Morning

Das Teaserplakat, das mir besser als das Hauptplakat gefällt

P. S.: Nicht zu verwechseln mit diesem Film, der nichts, aber auch absolut nichts mit „Die Verlegerin“ zu tun hat

 


TV-Tipp für den 31. Januar: Machtlos

Januar 31, 2017

Vielleicht sollte ich mir den Film mal wieder ansehen. Und weil mal wieder ein US-Präsident von Folter schwafelt, ist Hoods Film jetzt wieder brennend aktuell.

Pro 7 Maxx, 20.15

Machtlos (USA 2007, Regie: Gavin Hood)

Drehbuch: Kelley Sane

Der arabischstämmige, in den USA lebender, glücklich verheiratete Ingenieur Anwar El-Ibrahimi verschwindet auf einem Flug spurlos. Seine schwangere Frau sucht ihn. Er wird währenddessen in einem nordafrikanischem Land, unter der Aufsicht eines jungen Geheimdienstlers, gefoltert. Denn die Amis glauben, dass er Kontakt zu einem gefährlichen Terroristen hat.

Die Besetzung ist hochkarätig. Das Anliegen, auf die menschenrechtsverachtende Praxis der Extraordinary Renditions und die damit verbundene Folterpraxis aufmerksam zu machen, ist ehrenwert.

Aber dennoch enttäuscht „Machtlos“. Denn Hood verirrt sich in diversen Subplots, nie wird das Verhältnis zwischen den einzelnen Plots geklärt (Was ist Hauptplot? Was ist Subplot?) und das Ende ist lächerlich. Jedenfalls das Ende für den Gefolterten. Die „geniale Konstruktion“ (jedenfalls dachten die Macher das, als sie uns die Auflösung der Geschichte des jungen Liebespaares präsentieren) ist eine ziemliche Verarschung des Zuschauer.

Auf der Habenseite kann „Machtlos“ letztendlich nur das Ensemble und die Bilder verbuchen. Oh, die Musik ist auch nicht schlecht.

Ansonsten, wenn man keine Doku sehen will, sollte man sich besser noch einmal einen der legendären Politthriller von Constantin Costa-Gavras ansehen. Zum Beispiel „Das Geständnis“ mit Yves Montand in der Hauptrolle.

Oder einen der neuen und wesentlich gelungeneren Politthriller wie „Sturm“, „Green Zone“, „Operation Kingdom“ und „Syriana“. Bei denen ist Folter allerdings, falls überhaupt, nur ein Randthema.

Wahrscheinlich läuft um 20.15 Uhr eine heftig gekürzte Version des FSK-16-Streifens.

mit Jake Gyllenhaal, Reese Witherspoon, Peter Sarsgaard, Omar Metwally, Yigal Naor, Alan Arkin, Meryl Streep, J. K. Simmons

Wiederholung: Mittwoch, 1. Februar, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „Machtlos“

Wikipedia über „Machtlos“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Machtlos“

Variety über Kelley Sane (Ten Screenwriters to watch, 22. Juni 2006)

Coming Soon: Interview mit Kelley Sane (18. Oktober 2007)

Meine Besprechung von Gavin Hoods „Ender’s Game – Das große Spiel“ (Ender’s Game, USA 2013)


TV-Tipp für den 24. Dezember: Jenseits von Afrika

Dezember 23, 2016

Besinnliche Feiertage wünscht die Kriminalakte mit

ZDFneo, 20.15

Jenseits von Afrika (USA 1983, Regie: Sydney Pollack)

Drehbuch: Kurt Luedtke

LV: Isak Denisen (aka Karen Blixen): Out of Afrika; Shadows on Grass; Letters from Africa; Judith Thurman: Isak Denisen – The Life of a Storyteller; Errol Trzebinski: Silence will speak

Mit sieben Oscars (u. a. Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch), an der Kinokasse enorm erfolgreiche, vor Ort gedrehte Edelschmonzette über Karen Blixen, die zwischen 1913 und 1931 in Kenia lebte, mit dem ehebrechendem, geschäftsunfähigen Bror von Blixen-Fineckel verheiratet war, deshalb dessen Kaffeeplantage managte und in den Großwildjäger Denys Finch Hatton verliebt war.

mit Meryl Streep, Robert Redford, Klaus Maria Brandauer, Michael Kitchen, Malick Bowens

Hinweise

3sat über die Robert-Redford-Reihe

Rotten Tomatoes über „Jenseits von Afrika“

Wikipedia über „Jenseits von Afrika“ (deutsch, englisch)


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