TV-Tipp für den 9. Februar: Victoria

Februar 8, 2019

3sat, 20.15

Victoria (Deutschland 2015)

Regie: Sebastian Schipper

Drehbuch: Sebastian Schipper, Olivia Neergaard-Holm, Eike Frederik Schulz

Eine Nacht in Berlin: vier Jungs treffen eine Spanierin. Sie zeigen ihr ihren Kiez, reden mit ihr, nehmen sie zu einem Banküberüberfall mit, der schiefgeht und müssen flüchten.

Inzwischen dürfte der große Clou von Schippers Film bekannt sein: er drehte die Liebes- und Gangstergeschichte ohne einen einzigen Schnitt.

Dafür hat Kameramann Sturla Brandth Grøvlen, der mit der schweren Kamera die Protagonisten an all die Orte begleiten musste, ein Extra-Lob verdient.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Laia Costa, Frederick Lau, Franz Rogowski, Burak Yigit, Max Mauff, André Hennicke

Hinweise
Homepage zum Fillm
Berlinale über „Victoria“
Filmportal über „Victoria“
Film-Zeit über „Victoria“
Moviepilot über „Victoria“
Wikipedia über „Victoria“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Sebastian Schippers „Victoria“ (Deutschland 2015)


TV-Tipp für den 18. November: Victoria

November 17, 2017

One, 21.45

Victoria (Deutschland 2015)

Regie: Sebastian Schipper

Drehbuch: Sebastian Schipper, Olivia Neergaard-Holm, Eike Frederik Schulz

Eine Nacht in Berlin: vier Jungs treffen eine Spanierin. Sie zeigen ihr ihren Kiez, reden mit ihr, nehmen sie zu einem Banküberüberfall mit, der schiefgeht und müssen flüchten.

Inzwischen dürfte der große Clou von Schippers Film bekannt sein: er drehte die Liebes- und Gangstergeschichte ohne einen einzigen Schnitt.

Dafür hat Kameramann Sturla Brandth Grøvlen, der mit der schweren Kamera die Protagonisten an all die Orte begleiten musste, ein Extra-Lob verdient.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Laia Costa, Frederick Lau, Franz Rogowski, Burak Yigit, Max Mauff, André Hennicke

Wiederholung: Montag, 20. November, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Homepage zum Fillm
Berlinale über „Victoria“
Filmportal über „Victoria“
Film-Zeit über „Victoria“
Moviepilot über „Victoria“
Wikipedia über „Victoria“

Meine Besprechung von Sebastian Schippers „Victoria“ (Deutschland 2015)


TV-Tipp für den 3. Mai: Victoria

Mai 3, 2017

Arte, 20.15

Victoria (Deutschland 2015)

Regie: Sebastian Schipper

Drehbuch: Sebastian Schipper, Olivia Neergaard-Holm, Eike Frederik Schulz

Eine Nacht in Berlin: vier Jungs treffen eine Spanierin. Sie zeigen ihr ihren Kiez, reden mit ihr, nehmen sie zu einem Banküberüberfall mit, der schiefgeht und müssen flüchten.

Inzwischen dürfte der große Clou von Schippers Film bekannt sein: er drehte die Liebes- und Gangstergeschichte ohne einen einzigen Schnitt.

Dafür hat Kameramann Sturla Brandth Grøvlen, der mit der schweren Kamera die Protagonisten an all die Orte begleiten musste, ein Extra-Lob verdient.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Laia Costa, Frederick Lau, Franz Rogowski, Burak Yigit, Max Mauff, André Hennicke

Hinweise
Homepage zum Fillm
Berlinale über „Victoria“
Filmportal über „Victoria“
Film-Zeit über „Victoria“
Moviepilot über „Victoria“
Wikipedia über „Victoria“

Meine Besprechung von Sebastian Schippers „Victoria“ (Deutschland 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „Victoria“ – ein Film ohne Schnitte

Juni 11, 2015

Zum Film gehört der Schnitt. Mit Schnitten werden Geschichten erzählt. Sie akzentuieren das Geschehen, sie stellen Zusammenhänge her, sie vermitteln Informationen. Und genau deshalb sind Filmemacher immer wieder von der Idee fasziniert, einen Film ohne einen einzigen Schnitt herzustellen. Solange das technisch unmöglich war, wurde mit Tricks gearbeitet. Das bekannteste Bespiel dürfte Alfred Hitchcocks „Rope – Cocktail für eine Leiche“ (USA 1948) sein. Ein verfilmtes Theaterstück, das schon deshalb die Einheit von Raum und Zeit hatte.
Fast unbekannt ist Josh Beckers „Running Time – Der fast perfekte Überfall“ (USA 1997), ein siebzigminütigr SW-Gangsterfilm mit Bruce Campbell, der zu einem großen Teil auf den Straßen von Los Angeles spielt und die Geschichte eines schief gehenden Überfalls erzählt. Eine sehr gelungene, fast unbekannte Fingerübung; wobei auch hier, wie bei „Rope“, etwas geschummelt wurde.
Ein jüngeres Beispiel ist Aleksandr Sokurovs „Russian Ark – Eine einzigartige Zeitreise durch die Eremitage“ (Russland/Deutschland 2002). In einer einzigen Kamerafahrt durch die Räume der Eremitage werden drei Jahrhunderte russischer Geschichte lebendig. Der Film war, wegen der 2000 beteiligten Schauspieler, eine logistische Herausforderung.
Vor einem halben Jahr kam Alejandro González Iñárritus „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ (USA 2014) in unsere Kinos. Ein mitreisender Film, der ohne einen erkennbaren Schnitt von den hektischen Stunden und den Ängsten des Regisseurs vor der Premiere eines Theaterstücks erzählt.
Und jetzt „Victoria“, ein einhundertvierzig-minütiger Brocken von einem Film, der die Geschichte eines schief gehenden Überfalls erzählt, der in Berlin spielt und der ohne einen einzigen Schnitt gedreht wurde, was vor allem für den Kameramann Sturla Brandth Grøvlen, der bei der ganzen Lauferei auch immer die Kamera schleppen musste, auch eine physische Herausforderung war.
Dabei beginnt die Nacht eigentlich ganz ruhig. Victoria (Laia Costa) aus Madrid tanzt selbstvergessen in einer Disco und will sich gerade auf den Heimweg machen, als sie Sonne (Frederick Lau), Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff) trifft und spontan beschließt, mit den vier Berliner Jungs noch etwas abzuhängen. Die Jungs blödeln, zeigen ihr ihre Welt, reden über Gott und die Welt und dass sie noch etwas vor haben.
Durch ein, zwei dumme Zufälle soll Victoria ihnen dann bei einem Banküberfall helfen.
Sebastian Schipper („Absolute Giganten“) erzählt hier in einer kurzen Zeitspanne einen großen emotionalen Bogen von jugendlicher Unbeschwertheit bis hin zu tiefster Verzweiflung und er scheut dabei niemals die großen Gefühle.
Mit 140 Minuten ist „Victoria“ allerdings auch zu lang geraten, was auch daran liegt, dass das Vorspiel ziemlich lange dauert, schon die Länge eines Spielfilms hat und als Nouvelle-Vague-artige Beobachtung einiger kleinkrimineller Jugendlicher der bessere Teil des Films ist. Hier lässt Schipper sich und den Schauspielern Zeit. Sie streunen angenehm ziellos durch die letzten Nachtstunden. Es sind die Stunden, in denen man noch nicht nach Hause gehen will. Auch wenn man es sollte.
Die Verbrechergeschichte wird erst spät wichtig und vor allem nach dem Banküberfall (den wir nicht sehen) werden einfach die bekannten Situationen aus einem Gangsterfilm abgespult. Es gibt Streit um die Beute, die Polizei verfolgt sie, es fallen Schüsse, Menschen sterben, andere Menschen werden verletzt, Wohngebäude werden abgeriegelt, eine Flucht funktioniert und am Ende sind fast alle Hauptdarsteller tot. Das hat dann nicht mehr die spielerische Leichtigkeit des ersten und längeren Teils, sondern ist das pflichtschuldige Abhaken aller Gangsterfilmklischees.
Nachvollziehbar, aber für uns deutsche Kinozuschauer problematisch, ist Schippers Entscheidung, die Geschichte fast ausschließlich auf Englisch zu erzählen. Das begünstigt sicher die internationale Verkäuflichkeit von „Victoria“, aber die deutschen Kinozuschauer müssen sich einen „Original mit Untertitel“-Film, mit wenigen, wie Fremdkörper wirkenden deutschen Sätzen ansehen und wir Berliner müssen glauben, dass eine Gruppe kleinkrimineller Jugendlicher, die wahrscheinlich kaum die Hauptschule geschafft hat, besser Englisch als ein Simultandolmetscher spricht.
Obwohl „Victoria“ eine deutsche Geschichte, eine Berliner Geschichte mit viel Berliner Flair, erzählt, fühlt man sich beim Ansehen des Films fremd im eigenen Land. Trotzdem ist der Film nicht nur als formales Experiment, sondern als emotional packendes Kino sehenswert. Erfrischend undeutsch, aber auch etwas maßlos in seiner Laufzeit.

Victoria - Plakat

Victoria (Deutschland 2015)
Regie: Sebastian Schipper
Drehbuch: Sebastian Schipper, Olivia Neergaard-Holm, Eike Frederik Schulz
mit Laia Costa, Frederick Lau, Franz Rogowski, Burak Yigit, Max Mauff, André Hennicke
Länge: 140 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Homepage zum Fillm
Berlinale über „Victoria“
Filmportal über „Victoria“
Film-Zeit über „Victoria“
Moviepilot über „Victoria“
Wikipedia über „Victoria“


%d Bloggern gefällt das: