TV-Tipp für den 17. Juli: Das große Fressen

Juli 16, 2016

Arte, 21.45

Das große Fressen (Frankreich/Italien 1973, Regie: Marco Ferreri)

Drehbuch: Marco Ferreri, Rafael Azcona, Francis Blanche (Dialoge)

Vier in der Midlife-Crisis steckende, zum Bürgertum gehörende Männer treffen sich in einer Villa. Sie wollen dort ihren Trieben, nämlich Sex und Essen, bis zum Tod nachgehen.

3sat schrieb im Begleittext zu einer Ausstrahlung des Films „eine groteske schwarze Komödie“. Im „Großen Filmlexikon“ von TV Spielfilm steht „zügellose schwarze Satire“. Nur das „Lexikon des internationalen Films“ ist nicht amüsiert: „Die Allegorie auf eine nur am Konsum orientierten Gesellschaft geht in der vordergründigen Inszenierung unter.“

Einer der Skandalfilme der siebziger Jahre und deshalb der naturgegebene Beginn der Arte-Reihe „Summer of Scandals“.

Mit Philippe Noiret, Marcello Mastroianni, Ugo Tognazzi, Michel Piccoli, Andrea Ferréol

Hinweise

Arte über „Das große Fressen“

Rotten Tomatoes über „Das große Fressen“

Wikipedia über „Das große Fressen“

Bright Lights Film Journalüber „Das große Fressen“

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TV-Tipp für den 8. Juli: Topas/Frenzy

Juli 7, 2016

Heute endet die Hitchock-Woche mit

3sat, 20.15

Topas (GB 1969, Regie: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Samuel Taylor

LV: Leon Uris: Topaz, 1967 (Topas)

Kalter Krieg, Kuba, Castro, CIA, KGB und die Frage: Wer ist der Verräter?

Schwacher Agententhriller von Hitchcock.

Mit Frederick Stafford, Karin Dor, Michel Piccoli, Philippe Noiret, John Vernon, Roscoe Lee Browne, John Forsythe

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Topas“

Wikipedia über „Topas“ (deutsch, englisch)

Cinematic: Plakate und Aushangfotos zu “Topas”

Parallax View: Richard T. Jameson über “Topas”

3sat, 22.15

Frenzy (GB 1972, Regie: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Anthony Shaffer

LV: Arthur La Bern: Goodbye Piccadilly, Farewell Leicester Square, 1966 (Frenzy)

Ein Frauenmörder versetzt ganz London in Panik. Die Polizei tappt im Dunkeln. Und ein Unschuldiger kennt den richtigen Täter: seinen besten Freund.

Oder in Hitchcocks Worten: „Frenzy ist die Geschichte eines Mannes, der impotent ist und sich deshalb durch Mord ausdrückt.“

Hitchcocks vorletzter Film, seine Rückkehr nach London und seine Rückkehr in die Kritikerherzen, nachdem er seit „Die Vögel“ (1963) nichts wirklich weltbewegendes präsentierte. Zum Beispiel: „wunderbar komisches Drehbuch“ (New York Times), „Der strahlende Beweis, dass jeder, der einen spannenden Film macht, immer noch ein Lehrling dieses Meisters ist“ (Time Magazine), „Frenzy ist das reine Hitchcock-Festival“ (Harris/Lasky) – Ich konnte diese Euphorie nie teilen. Denn alle Beziehungen sind steril oder enden mit Mord. „Frenzy ist bis zum letzten Bild eine hermetische und kalt negative Vision des menschlichen Daseins.“ (Donald Spoto)

Mit Jon Finch, Barry Foster, Barbara Leigh-Hunt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Frenzy“

Wikipedia über „Frenzy“ (deutsch, englisch) und Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2“

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks „Mr. und Mrs. Smith“

Meine Besprechung von Thilo Wydras „Alfred Hitchcock“

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

Meine Besprechung von Henry Keazors (Hrsg.) “Hitcock und die Künste” (2013)

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 23. November: Masken

November 23, 2014

Tele5, 00.55

Masken (Frankreich 1987, Regie: Claude Chabrol)

Drehbuch: Odile Barski, Claude Chabrol

Der Pariser Journalist Roland Wolf will den berühmten, für seine Wohltätigkeit bekannten Showmaster Christian Legagneur auf dessen Landsitz interviewen. Dabei blickt er hinter Legagneurs Fassade. Außerdem will Wolf herausfinden, was dort mit seiner Schwester geschah.

„Die Deformation beim Tanz um das goldene Kalb, die behaglich rosa getönte Fassade von Habgier und rücksichtsloser Menschenverachtung, die Verlogenheit in den Unterhaltungsmedien. Typische Themen in Chabrols Oeuvre, das mit diesem Film um ein unterhaltsames Meisterwerk reicher geworden ist.“ (Fischer Film Almanach 1988)

…das nur alle Jubeljahre im Fernsehen gezeigt wird.

Mit Philippe Noiret, Robin Renucci, Bernadette Lafont, Monique Chaumette

Hinweise

Wikipedia über Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 10. September: Der Saustall

September 9, 2014

HR, 23.15

Der Saustall (Frankreich 1981, Regie: Bertrand Tavernier)

Drehbuch: Jean Aurenche, Bertrand Tavernier

LV: Jim Thompson: Pop. 1280, 1964 (Zwölfhundertachtzig schwarze Seelen, 1280 schwarze Seelen)

Wirklich gelungene Verfilmung eines der besten Thompson-Bücher: ein Haufen Menschen geht ihren niederen Trieben (Sex, Ehebruch, Mord) nach und fühlt sich dabei von moralischen Gesetzen nicht gebunden.

Tavernier verlegte die Handlung von einem Südstaaten-Kaff nach Französisch-Westafrika, blieb aber der Seele des Buches treu.

Mit Philippe Noiret, Isabelle Huppert, Stéphane Audran, Guy Marchand

Hinweise

Kriminalakte über „The Killer inside me“

Mordlust über Jim Thompson

Crimetime über Jim Thompson

Wikipedia über Jim Thompson (Englisch)

Kirjasto über Jim Thompson

Popsubculture über Jim Thompson

Meine Besprechung von Jim Thomspsons “Jetzt und auf Erden” (Now and on Earth, 1942)

Meine Besprechung von Michael Winterbottoms Jim-Thompson-Verfilmung “The Killer inside me” (The Killer inside me, USA 2010)

Kriminalakte über Jim Thompson

Meine Besprechung von Bertrand Taverniers Georges-Simenon-Verfilmung “Der Uhrmacher von St. Paul” (L’horloger de Saint-Paul, Frankreich 1974)

Meine Besprechung von Bertrand Tavernier James-Lee-Burke-Verfilmung „In the electric mist“ (In the electric mist, USA 2009)

Meine Besprechung von Bertrand Taverniers „Die Prinzessin von Montpensier“ (La Princesse de Montpensier, Frankreich 2010)


TV-Tipp für den 23. Februar: Der Uhrmacher von St. Paul

Februar 23, 2014

Arte, 20.15

Der Uhrmacher von St. Paul (F 1974, R.: Betrand Tavernier)

Drehbuch: Jean Aurenche, Pierre Bost, Georges Simenon, Bertrand Tavernier

LV: Georges Simenon: L’Horloger d’Everton, 1954 (Der Uhrmacher von Everton)

Ist sein Sohn ein Mörder? Uhrmacher Michel Descombes will seinen Sohn verstehen.

Hochgelobtes, selten gezeigtes Debüt von Tavernier – psychologisch dicht und packend. Dafür erhielt Tavernier den Silbernen Bären.

Im Anschluß, um 21.55 Uhr, gibt es die einstündige Doku „Das Jahrhundert des Georges Simenon“ (Frankreich 2013).

Mit Philippe Noiret, Jean Rochefort, Jacques Denis, Sylvain Rougerie, Christine Pascal

Wiederholung: Montag, 24. Februar, 14.00 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Der Uhrmacher von St. Paul“ (deutsch, englisch, französisch)

Deutsche Georges-Simenon-Fanseite

Senses of Cinema: Carloss James Chamberlin über Bertrand Tavernier (August 2003)

Meine Besprechung der von Bertrand Tavernier inszenierten James-Lee-Burke-Verfilmung „In the electric mist“ (In the electric mist, USA 2009)

Meine Besprechung von Bertrant Taverniers „Die Prinzessin von Montpensier“ (La Princesse de Montpensier, Frankreich 2010)

Meine ausführliche Besprechung von „Der Uhrmacher von St. Paul“


TV-Tipp für den 17. Juni: Topas/Der zerrissene Vorhang

Juni 17, 2013

Heute gibt es ein Hitchcock-Double-Feature und, um 00.25 Uhr, den Essayfilm „Double Take“ von Johan Grimonprez über Alfred Hitchcock

Arte, 20.15

Topas (GB 1969, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Samuel Taylor

LV: Leon Uris: Topaz, 1967 (Topas)

Kalter Krieg, Kuba, Castro, CIA, KGB und die Frage: Wer ist der Verräter?

Schwacher Agententhriller von Hitchcock.

Mit Frederick Stafford, Karin Dor, Michel Piccoli, Philippe Noiret, John Vernon, Roscoe Lee Browne, John Forsythe

Wiederholung: Donnerstag, 20. Juni, 14.00 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Topas“ (deutsch, englisch)

Cinematic: Plakate und Aushangfotos zu “Topas”

Parallax View: Richard T. Jameson über “Topas”

Arte, 22.15

Der zerrissene Vorhang (USA 1966, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Brian Moore, Keith Waterhouse (ungenannt), Willis Hall (ungenannt)

Ein Physiker läuft in den Osten über. Allerdings nicht, um sein Land zu verraten, sondern um von einem Ost-Kollegen wichtige Informationen zu erhalten.

In den Sechzigern drehte Hitchcock zwei Spionagefilme. Doch „Der zerrissene Vorhang“ und „Topas“ zählen zu seinen schwächsten Werken: zu viele Charaktere, zu lahme Geschichte, einfach zu wenig Hitchcock und zu viel von einem starbesetzten Spionagefilm, für Menschen, die Filme gerne mit einer Flipchart ansehen.

Aus heutiger Sicht bietet „Der zerrissene Vorhang“ immerhin einige bekannte deutsche Schauspieler in einem Hitchcock-Film und einen hübschen Mord. Das ist für zwei Stunden aber zu wenig.

Brian Moore schrieb später unter anderem „Hetzjagd“, „Die Farbe des Blutes“ und „Es gibt kein anderes Leben“.

Mit Paul Newman, Julie Andrews, Lila Kedrova, Hansjörg Felmy, Wolfgang Kieling, Günther Strack

Wiederholung: Sonntag, 23. Juni, 01.20 Uhr (Taggenau! – Davor läuft, ab 00.00 Uhr, Alfred Hitchcocks „Cocktail für eine Leiche“)

Hinweise

Wikipedia über Brian Moore

Alfred Hitchcock redet mit Francois Truffaut über “Der zerrissene Vorhang”

Senses of Cinema über Alfred Hitchcock

Kriminalakte über Paul Newman

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2″

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (Mr. and Mrs. Smith, USA 1941)

Meine Besprechung von Thilo Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Sacha Gervasis Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)


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