TV-Tipp für den 16. Mai: Ein Fall für zwei: Mörderisches Vertrauen

Mai 16, 2014

ZDF, 20.15
Ein Fall für zwei: Mörderisches Vertrauen (Deutschland 2014)
Regie: Andreas Herzog
Drehbuch: Florian Oeller
Anwalt Benni Hornberg und sein Freund, der Irgendwie-Privatdetektiv Leo Oswald, haben einen neuen Fall: Amy Beck soll ihren Freund Tim Kortner erschlagen haben. Gemeinsam haben sie mit dem Klauen von Nobelkarossen ihr Geld verdient. Hornberg und Oswald glauben an ihre Unschuld.
Der zweite Fall des neuen „Ein Fall für zwei“-Teams ist immerhin etwas besser als ihr erster Fall „Verhängnisvolle Freundschaft“. Denn die Geschichte entwickelt sich halbwegs schlüssig und wir erfahren auch am Anfang, was Amy Beck vorgeworfen wird. Allerdings gibt es wieder ärgerliche Plotschlampereien (Gibt es wirklich neue Nobelkarossen ohne GPS? Gibt es in Frankfurt am Main kein Akteneinsichtsrecht des Verteidigers? Und warum bestehen die Ermittlungen von Oswald vor allem darin, ständig einzubrechen?). Die Zusammenarbeit zwischen Verteidigung und Anklage funktioniert in den falschen Momenten aus den falschen Gründen viel zu reibungslos. Die Aufklärung zieht sich, dank redundanter Dialoge und zäher Nebenplots, wie Kaugummi. Die Zahl der Verdächtigen ist mehr als überschaubar und der wahre Täter ist schon früh bekannt ist. Der entscheidende Hinweis erfolgt – unabhängig von einem Blick auf die Besetzung – bereits ganz am Anfang des zweiten Drittels.
Es gibt ungefähr einen Schnitt pro Sekunde und alles wird in einer Michael-Bay-“CSI: Miami“-Optik präsentiert. Das ist hier allerdings nicht cool oder hip, sondern einfach nur nervig.
mit Wanja Mues, Antoine Monot, Jr., Thomas Thieme, Christina Hecke, Anna Brüggemann, Marc Hosemann, Jan Hendrik Stahlberg, Pjotr Olev

Hinweise
ZDF über „Ein Fall für zwei“
Fernsehserien über „Ein Fall für zwei“
Wikipedia über „Ein Fall für zwei“

Meine Besprechung von „Ein Fall für zwei: Verhängnisvolle Freundschaft“ (Deutschland 2014)


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