TV-Tipp für den 22. Juli: Chicago-Massaker

Juli 21, 2019

Arte, 22.05

Chicago-Massaker (The St. Valentine’s Day Massacre, USA 1967)

Regie: Roger Corman

Drehbuch: Howard Browne

Ein beim breiten Publikum unbekannter Klassiker des Gangsterfilms, der reportagehaft den Krieg zwischen Gangsterbossen Al Capone und Bugs Moran schildert. Am 14. Februar 1929, dem Valentinstag, lockt Capone seinen Konkurrenten in eine Falle.

cinema’s most forensic, accurate account of Capone’s life“ (Lloyd Hughes: The Rough Guide to Gangster Movies)

Howard Browne (1908 – 1999) war ein Journalist in Chicago (der auch über das legendäre Valentinstag-Massaker schrieb), ein Noir-Autor und ein gut beschäftigter TV-Serienautor (u. a. „Mission: Impossible“, „77 Sunset Strip“, „Mannix“, „Maverick“).

mit Jason Robards, George Segal, Ralph Meeker, Jean Hale, Clint Ritchie, Frank Silvera, Joseph Campanella, Richard Bakalyan, David Canary, Bruce Dern, Jack Nicholson (Minirolle als Fluchtwagenfahrer, die Nicholson annahm, weil die andere Rolle, die ihm für den Film angeboten wurde, mehr Leinwand-, aber weniger Drehzeit bedeutet hätte)

auch bekannt als „Chikago-Massaker“ (Kinotitel mit einer inzwischen nicht mehr benutzten Schreibweise)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Chicago-Massaker“

TCM über „Chicago Massaker“

Wikipedia über „Chicago-Massaker“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Roger Cormans „Die Folterkammer des Hexenjägers“ (The haunted palace, USA 1963)

 


TV-Tipp für den 9. November: Wege zum Ruhm

November 9, 2018

3sat, 22.25

Wege zum Ruhm (Paths of Glory, USA 1957)

Regie: Stanley Kubrik

Drehbuch: Jim Thompson, Stanley Kubrik, Calder Willingham

LV: Humphrey Cobb: Paths of glory, 1935 (Wege zum Ruhm)

Erster Weltkrieg: Colonel Dax muss einen aussichtslosen Sturm auf einen unbedeutenden Hügel durchführen. Nachdem der Angriff scheitert, lässt Dax‘ Vorgesetzter drei Soldaten auswählen und will sie wegen „Feigheit vor dem Feind“ erschießen lassen. Colonel Dax versucht in einer Verhandlung deren Leben zu retten.

Krasser Antikriegsfilm.

In Frankreich wurde der Film erst 1975 gezeigt. Bis dahin hatte kein Verleiher den Mut gehabt „Wege zum Ruhm“ zu präsentieren.

„Die Intensität von Paths of Glory ist eine spezifische filmische Intensität: Sie resultiert aus dem Umgang mit der Kamera, dem genauen Timing, dem Blick für Details. (…) Paths of Glory ist eine Studie über die Macht. Kubrik zeigt eine Welt, in der die Mächtigen die Untergebenen zu Schachfiguren degradieren, in der aber auch jeder, der in der Hierarchie weiter oben steht, mit dem Wissen leben muss, selbst nur eine Schachfigur zu sein.“ (Christoph Haas in Andreas Kilb, Rainer Rother u. a.: Stanley Kubrik, film: 8, 1999)

mit Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menou, George Macready, Richard Anderson

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Wege zum Ruhm“

Wikipedia über „Wege zum Ruhm“ (deutsch, englisch)

Stanley Kubrik in der Kriminalakte


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