TV-Tipp für den 9. August: Der Chef

August 9, 2018

Schlaflos? Da hilft

ARD, 02.10

Der Chef (Un Flic, Frankreich/Italien 1972)

Regie: Jean-Pierre Melville

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

Polizist Coleman jagt den Nachtclubbesitzer Simon, mit dem er befreundet ist und der Überfälle begeht. Zwischen den beiden Männern steht Simons Freund Cathy.

Nach „Der eiskalte Engel“ und „Vier im roten Kreis“ war „Der Chef“ die dritte Zusammenarbeit von Alain Delon und Jean-Pierre Melville und zum ersten Mal spielte Delon einen Polizisten. Aber weil es Melville in „Der Chef“ auch um die Austauschbarkeit von Gangstern und Polizisten ging, unterschied Delons Rolle sich kaum von seinen vorherigen Rollen als Gangster. Denn Melville räumt Coleman und Simon etwa gleich viel Leinwandzeit ein.

„Melvilles letzter Film (…) ist ein würdiger Abschluss im Werk eines seines Metiers und seiner Liebe zum Kino sicheren Ultra-Professionellen, der die düstersten und unheimlichsten, aber auch ästhetisch vollkommendsten und menschlichsten Filme schuf, die in Frankreich je gedreht worden sind.“ (Hans Gerhold: Un Flic in „Jean-Pierre Melville, Hanser Reihe Film 27, 1982)

„‘Un Flic’ ist vermutlich der kälteste Film Melvilles, und Alain Delon gelingt als Chef-Fahnder Edouard Coleman der Pariser Kriminalpolizei eine brillante Charakterstudie über die Einsamkeit und Isolation des professionellen Menschenjägers.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)

Mit Alain Delon, Catherine Deneuve, Richard Crenna, Riccardo Cucciolla, Michel Conrad

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Chef“

Wikipedia über „Der Chef“ (deutsch, englisch, französisch) und Jean-Pierre Melville (deutschenglischfranzösisch)

Senses of Cinema (Adrian Danks) über Jean-Pierre Melville (September 2002)

Guardian: Peter Lennon über Jean-Pierre Melville (27. Juni 2003)

Jean-Pierre Melville in der Kriminalakte

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TV-Tipp für den 14. Juni: Kanonenboot am Yangtse-Kiang

Juni 14, 2018

Tele 5, 20.15

Kanonenboot am Yangtse-Kiang (The Sand Pebbles, USA 1966)

Regie: Robert Wise

Drehbuch: Robert Anderson

LV: Richard McKenna: The Sand Pebbles, 1962 (Die Sandjacken, Das Kanonenboot vom Yangtse-Kiang)

China, 1926: ein US-Kanonenboot gerät zwischen die Fronten des beginnenden chinesischen Bürgerkriegs.

Dreistündiges (mit Werbung gut vierstündiges), damals bei der Kritik und dem Publikum erfolgreiches, für je acht Oscars und Golden Globes nominiertes Epos, das seit Ewigkeiten nicht im TV lief.

Eine technisch perfekte, eindrucksvolle Großproduktion mit guten Schauspielern.“ (Lexikon des internationalen Films)

Wise hat den Film so gedreht und den Stoff in so besonders exemplarische Situationen umgesetzt, dass er – sozusagen als Lehrstück – auf Vietnam übertragbar ist. (…) Es gelingt Wise hervorragend, das Lehrstückhafte des Films durch die überzeugende Charakterisierung aller Gestalten, durch einen bestechenden Realismus im Milieu und durch eine völlig entkrampfte Dramaturgie, die nicht von Lehrstück-Situation zu Lehrstück-Situation hastet, mit Leben zu füllen.“ (Eckhart Schmidt, Film 5/1967)

Die nächsten Filme von Steve McQueen waren „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ und „Bullit“.

mit Steve McQueen, Richard Attenborough, Richard Crenna, Candice Bergen, Marayat Andriano, Mako, Larry Gates, Charles Robinson, Simon Oakland, Ford Rainey

Wiederholung: Samstag, 16. Juni, 02.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Kanonenboot am Yangtse-Kiang“

Wikipedia über „Kanonenboot am Yangtse-Kiang“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Robert Wises „Vorposten in Wildwest“ (Two Flags West, USA 1950)

Meine Besprechung von Robert Wises „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ (The Andromeda Strain, USA 1971)


TV-Tipp für den 20. April: Jade

April 20, 2018

3sat, 22.25

Jade (Jade, USA 1995)

Regie: William Friedkin

Drehbuch: Joe Eszterhas

Staatsanwalt Corelli soll den Mord an einem Kunstsammler aufklären. Der verdiente sein Geld, zusammen mit dem verschwundenen Callgirl Jade, als Erpresser. Eine heiße Spur führt Corelli zu seiner jetzt mit einem Studienkollegen verheirateten College-Liebe. Einer Psychologin.

Jade“ ist im Endeffekt ein schlechtes Remake von „Basic Instinct“, das auch „French Connection“-Regisseur William Friedkin nicht retten kann.

enttäuschender Abklatsch früherer Erfolge, mit viel Aufwand allerdings auf Hochglanzformat gebracht.“ (Fischer Film Almanach 1997)

Eszterhas und Caruso waren für jeweils einen Razzie nominiert.

Joe Eszterhas war damals der höchstbezahlte Drehbuchautor. „Flashdance“, „Das Messer“, „Verraten“, „Music Box, „Basic Instinct“ (sein bekanntester Film), „Sliver“ und „Showgirls“ sind seine bekanntesten Werke. Seit über zwanzig Jahren wurde, abgesehen von „Children of Glory“ (wo er sich den Drehbuchcredit mit drei anderen Autoren teilt), keines seiner Drehbücher mehr verfilmt.

David Caruso war damals mit „NYPD Blue“ zum Star geworden und verließ die Polizeiserie (die nach seinem Ausstieg noch viele, viele Jahre sehr erfolgreich im US-TV lief) zugunsten einer Kinokarriere. „Jade“ sollte der Beginn sein. Der Thriller war kein Erfolg. Die Kinokarriere ebenfalls nicht. 2002 kehrte er ins Fernsehen zurück. Zehn Jahre spielte er in „CSI: Miami“ Horatio Caine. Seit dem Ende der Serie 2012 ist er im Ruhestand.

mit David Caruso, Linda Forentino, Chazz Palminteri, Michael Biehn, Richard Crenna

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Jade“

Wikipedia über „Jade“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 6. März: Der Chef

Mai 6, 2016

BR, 23.15

Der Chef (Frankreich/Italien 1972, Regie: Jean-Pierre Melville)

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

Polizist Coleman jagt den Nachtclubbesitzer Simon, mit dem er befreundet ist und der Überfälle begeht. Zwischen den beiden Männern steht Simons Freund Cathy.

Nach „Der eiskalte Engel“ und „Vier im roten Kreis“ war „Der Chef“ die dritte Zusammenarbeit von Alain Delon und Jean-Pierre Melville und zum ersten Mal spielte Delon einen Polizisten. Aber weil es Melville in „Der Chef“ auch um die Austauschbarkeit von Gangstern und Polizisten ging, unterschied Delons Rolle sich kaum von seinen vorherigen Rollen als Gangster. Denn Melville räumt Coleman und Simon etwa gleich viel Leinwandzeit ein.

„Melvilles letzter Film (…) ist ein würdiger Abschluss im Werk eines seines Metiers und seiner Liebe zum Kino sicheren Ultra-Professionellen, der die düstersten und unheimlichsten, aber auch ästhetisch vollkommendsten und menschlichsten Filme schuf, die in Frankreich je gedreht worden sind.“ (Hans Gerhold: Un Flic in „Jean-Pierre Melville, Hanser Reihe Film 27, 1982)

„‘Un Flic’ ist vermutlich der kälteste Film Melvilles, und Alain Delon gelingt als Chef-Fahnder Edouard Coleman der Pariser Kriminalpolizei eine brillante Charakterstudie über die Einsamkeit und Isolation des professionellen Menschenjägers.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)

Mit Alain Delon, Catherine Deneuve, Richard Crenna, Riccardo Cucciolla, Michel Conrad

Hinweise

Wikipedia über Jean-Pierre Melville (deutschenglischfranzösisch)

Senses of Cinema (Adrian Danks) über Jean-Pierre Melville (September 2002)

Guardian: Peter Lennon über Jean-Pierre Melville (27. Juni 2003)

Jean-Pierre Melville in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 5. Juni: Rambo

Juni 4, 2015

RTL II, 22.50

Rambo (USA 1982, Regie: Ted Kotcheff)

Drehbuch: Michael Kozoll, William Sackheim, Sylvester Stallone

LV: David Morrell: First Blood, 1972 (Rambo)

Vietnam-Veteran John Rambo wird in einem Provinzkaff der Landstreicherei verdächtigt und von der Polizei gedemütigt. Er bricht aus und flüchtet in den Wald – verfolgt von einem riesigen Polizeiaufgebot. Rambo beginnt sich zu verteidigen. Und davon versteht der ehemalige Elitesoldat und Dschungelkämpfer etwas.

Das auch heute noch sehenswerte, harte Actiondrama mit gesellschaftskritischen Tendenzen machte Sylvester Stallone endgültig zum Star, sorgte in den Achzigern für zwei überflüssige Fortsetzungen und eine Welle von inzwischen – glücklicherweise – fast vollständig vergessenen Vietnam-Filmen. 2008 folgte dann, nach einer zwanzigjährigen Pause, der vierte Rambo-Film, der vor allem als kurzer, altmodischer Brutalo-Film für Aufsehen sorgte.

Für den ersten Rambo-Film wurde das Buchende geändert.

Mit Sylvester Stallone, Richard Crenna, Brian Dennehy, David Caruso

Wiederholung: Samstag, 6. Juni, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Rambo”

Wikipedia über “Rambo” (deutsch, englisch)

Homepage von David Morrell

Meine Besprechung von David Morrell „Level 9“ (Scavenger, 2007)

Meine Besprechung von David Morrells „Creepers“ (Creepers, 2005)

Meine Besprechung von David Morrells “Captain America: Der Auserwählte” (Captain America: The Chosen, 2007/2008)


TV-Tipp für den 4. Dezember: Rambo

Dezember 4, 2014

Vox, 22.00

Rambo (USA 1982, Regie: Ted Kotcheff)

Drehbuch: Michael Kozoll, William Sackheim, Sylvester Stallone

LV: David Morrell: First Blood, 1972 (Rambo)

Vietnam-Veteran John Rambo wird in einem Provinzkaff der Landstreicherei verdächtigt und von der Polizei gedemütigt. Er bricht aus und flüchtet in den Wald – verfolgt von einem riesigen Polizeiaufgebot. Rambo beginnt sich zu verteidigen. Und davon versteht der ehemalige Elitesoldat und Dschungelkämpfer etwas.

Das auch heute noch sehenswerte, harte Actiondrama mit gesellschaftskritischen Tendenzen machte Sylvester Stallone endgültig zum Star, sorgte in den Achzigern für zwei überflüssige Fortsetzungen und eine Welle von inzwischen – glücklicherweise – fast vollständig vergessenen Vietnam-Filmen. 2008 folgte dann, nach einer zwanzigjährigen Pause, der vierte Rambo-Film, der vor allem als kurzer, altmodischer Brutalo-Film für Aufsehen sorgte.

Für den ersten Rambo-Film wurde das Buchende geändert.

Mit Sylvester Stallone, Richard Crenna, Brian Dennehy, David Caruso

Wiederholung: Freitag, 5. Dezember, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Rambo“

Wikipedia über „Rambo“ (deutsch, englisch)

Homepage von David Morrell

Meine Besprechung von David Morrell „Level 9“ (Scavenger, 2007)

Meine Besprechung von David Morrells „Creepers“ (Creepers, 2005)

Meine Besprechung von David Morrells “Captain America: Der Auserwählte” (Captain America: The Chosen, 2007/2008)


TV-Tipp für den 19. März: Der Chef

März 19, 2014

Jaja, schon wieder, aber die Uhrzeit ist unschlagbar

Arte, 20.15

Der Chef (Fr/I 1972, R.: Jean-Pierre Melville)

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

Polizist Coleman jagt den Nachtclubbesitzer Simon, mit dem er befreundet ist und der Überfälle begeht. Zwischen den beiden Männern steht Simons Freund Cathy.

Nach „Der eiskalte Engel“ und „Vier im roten Kreis“ war „Der Chef“ die dritte Zusammenarbeit von Alain Delon und Jean-Pierre Melville und zum ersten Mal spielte Delon einen Polizisten. Aber weil es Melville in „Der Chef“ auch um die Austauschbarkeit von Gangstern und Polizisten ging, unterschied Delons Rolle sich kaum von seinen vorherigen Rollen als Gangster. Denn Melville räumt Coleman und Simon etwa gleich viel Leinwandzeit ein.

„Melvilles letzter Film (…) ist ein würdiger Abschluss im Werk eines seines Metiers und seiner Liebe zum Kino sicheren Ultra-Professionellen, der die düstersten und unheimlichsten, aber auch ästhetisch vollkommendsten und menschlichsten Filme schuf, die in Frankreich je gedreht worden sind.“ (Hans Gerhold: Un Flic in „Jean-Pierre Melville, Hanser Reihe Film 27, 1982)

„‘Un Flic’ ist vermutlich der kälteste Film Melvilles, und Alain Delon gelingt als Chef-Fahnder Edouard Coleman der Pariser Kriminalpolizei eine brillante Charakterstudie über die Einsamkeit und Isolation des professionellen Menschenjägers.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)

Mit Alain Delon, Catherine Deneuve, Richard Crenna, Riccardo Cucciolla, Michel Conrad

Wiederholung: Montag, 31. März, 13.55 Uhr

Hinweise

Wikipedia über Jean-Pierre Melville (deutschenglischfranzösisch)

Senses of Cinema (Adrian Danks) über Jean-Pierre Melville (September 2002)

Guardian: Peter Lennon über Jean-Pierre Melville (27. Juni 2003)

Jean-Pierre Melville in der Kriminalakte


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