TV-Tipp für den 5. Juni: Der Pianist

Juni 4, 2016

Arte, 20.15

Der Pianist (Frankreich/Deutschland/Polen/Großbritannien 2002, Regie: Roman Polanski)

Drehbuch: Ronald Harwood

LV: Wladyslaw Szpilman: Śmierć miasta, 1946 (Das wunderbare Überleben; Der Pianist – Mein wunderbares Überleben)

Ergreifendes, plumpe Emotionalisierungen und Pathos vermeidendes Drama über das Schicksal des polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman, der während des Zweiten Weltkriegs im Warschauer Ghetto war und sich danach bis zum Kriegsende in Warschau an verschiedenen Orten versteckte.

Für Roman Polanski, dessen Biographie Parallelen zu Szpilmans Biographie hat, war dieser Film auch eine Möglichkeit, mit seiner eigenen Vergangenheit, die er bislang in seinen Filmen nicht direkt ansprach, umzugehen.

Es ist ein filmisches Gebet für den Menschen. Und die Haltung des Künstlers können wir wohl als eine selbstbewusste Form der Demut bezeichnen.“ (Georg Seeßlen, Die Zeit, 24. Oktober 2002)

‚Der Pianist‘ ist, wie auch ‚Schindlers Liste‘ ein Referenzfilm für die Darstellung dieses entsetzlichen Kapitels der deutsch-polnischen Geschichte. Und das cineastische Anliegen eines Zeitzeugen.“ (Adrian Prechtel, AZ, 24. Oktober 2002)

Ein kühl inszenierter filmischer Triumph – und, wenn man sich den Film heute ansieht, eine eindrückliche Warnung vor dem Deutschland, das AFD und Pegida anscheinend gerne wieder hätten.

Anschließend, um 22.40 Uhr zeigt Arte „Roman Polanski: Mein Leben“.

Der Pianist“ ist der Beginn einer kleinen Roman-Polanski-Werkschau. Am Montag, den 6. Juni, zeigt Arte um 20.15 Uhr „Die neun Pforten“ und um 22.25 Uhr „Ekel“; am Mittwoch, den 8. Juni, zeigt Arte um 20.15 Uhr „Venus im Pelz“ (TV-Premiere) und um 22.40 Uhr „Der Tod und das Mädchen“; Eins Plus zeigt am Montag, den 6. Juni, um 21.45 Uhr, und am Donnerstag, den 9. Juni um 23.05 Uhr „Der Gott des Gemetzels“.

Mit Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Thomas Finlay, Maureen Lipman, Ed Stoppard, Julia Rayner, Jessica Kate Meyer, Emilia Fox, Axel Prahl

Wiederholung: Mittwoch, 8. Juni, 13.55 Uhr

Hinweise

Arte über die Roman-Polanski-Werkschau

Rotten Tomatoes über „Der Pianist“

Wikipedia über „Der Pianist“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “The Ghostwriter” (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)

Ein Telefoninterview mit Roman Polanski (geb. 18. August 1933) über seine Kindheit während des Zweiten Weltkriegs in Polen

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TV-Tipp für den 15. April: Chinatown

April 15, 2016

3sat, 22.35

Chinatown (USA 1974, Regie: Roman Polanski)

Drehbuch: Robert Towne

Los Angeles, 1937: Evelyn Mulwray beauftragt Privatdetektiv Jake Gittes, das Verschwinden ihres Mannes, dem Chef der Wasserwerke, aufzuklären. Schnell gerät der kleine Detektiv in ein Komplott, das er nie ganz durchschaut.

Sozusagen die Essenz der Schwarzen Serie. Georg Seeßlen hält „Chinatown“ für den definitiven private eye-Film der siebziger Jahre.

Mit Jack Nicholson, Faye Dunaway, John Huston, Perry Lopez, John Hillerman, Diane Ladd, Roman Polanski, Bruce Glover, James Hong, Burt Young

Hinweise

Wikipedia über „Chinatown“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über „Chinatown“

Old School Reviews (John Nesbit) über „Chinatown“

Noir of the Week: David N. Meyer über „Chinatown“

Thrilling Detective über Jake Gittes

Meine Besprechung von Roman Polanskis “The Ghostwriter” (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)


TV-Tipp für den 1. März: Der Ghostwriter

Februar 29, 2016

Pro7 Maxx, 20.15

Der Ghostwriter (Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010. Regie: Roman Polanski)

Drehbuch: Robert Harris, Roman Polanski

LV: Robert Harris: The Ghost, 2007 (Ghost, Der Ghostwriter)

Ein Autor soll innerhalb weniger Tage die Biographie des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang ghostwriten. Als Lang wegen Kriegsverbrechen im „Krieg gegen den Terror“ angeklagt wird, beginnt der gänzlich unpolitische Autor auf eigene Faust zu recherchieren.

Glänzend besetzter, grandioser Paranoia-Thriller, der an Polanskis frühere Filme, wie „Chinatown“ und „Der Mieter“, anknüpft. Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Olivia Williams (die eigentlich viel zu jung für ihre Rolle ist), Kim Cattrall, Tom Wilkinson, James Belushi, Timothy Hutton, Eli Wallach (die letzten drei haben nur Kleinstrollen)

Wiederholung: Mittwoch, 2. März, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Der Ghostwriter“

Metacritic über “Der Ghostwriter”

Rotten Tomatoes über “Der Ghostwriter”

Wikipedia über “Der Ghostwriter” (deutsch, englisch)

Tagesspiegel: Kurzes Interview mit Robert Harris zum Film (13. Februar 2010)

Die Welt: Interview mit Robert Harris zum Film (12. Februar 2010)

Krimi-Couch über Robert Harris

Wikipedia über Robert Harris (deutsch, englisch)

Drehbuch “The Ghostwriter” (aka The Ghost” von Robert Harris und Roman Polanski (nach dem Roman von Robert Harris)

Die Berlinale-Pressekonferenz zu “Der Ghostwriter” (12. Februar 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Der Ghostwriter“ (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)


TV-Tipp für den 15. März: Chinatown

März 15, 2015

Arte, 20.15

Chinatown (USA 1974, Regie: Roman Polanski)

Drehbuch: Robert Towne

Los Angeles, 1937: Evelyn Mulwray beauftragt Privatdetektiv Jake Gittes, das Verschwinden ihres Mannes, dem Chef der Wasserwerke, aufzuklären. Schnell gerät der kleine Detektiv in ein Komplott, das er nie ganz durchschaut.

Sozusagen die Essenz der Schwarzen Serie. Georg Seeßlen hält „Chinatown“ für den definitiven private eye-Film der siebziger Jahre.

Anschließend, um 22.20 Uhr, läuft „Die unglaubliche Geschichte des Hollywood-Produzenten Robert Evans“ (USA 2002), der auch „Chinatown“ produzierte.

Mit Jack Nicholson, Faye Dunaway, John Huston, Perry Lopez, John Hillerman, Diane Ladd, Roman Polanski, Bruce Glover, James Hong, Burt Young

Wiederholung: Dienstag, 17. März, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Chinatown“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über „Chinatown“

Old School Reviews (John Nesbit) über „Chinatown“

Noir of the Week: David N. Meyer über „Chinatown“

Thrilling Detective über Jake Gittes

Meine Besprechung von Roman Polanskis “The Ghostwriter” (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Venus im Pelz“ (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)


DVD-Kritik: James Toback und Alec Baldwin sind „Verführt und Verlassen“

November 12, 2014

Regisseur James Toback („Finger – Zärtlich und brutal“, Drehbuch für „Bugsy“) und Schauspieler Alec Baldwin („Jagd auf ‚Roter Oktober’“, TV-Serie „30 Rock“) fliegen 2012 nach Cannes, um einerseits Geld für einen Film zu sammeln und andererseits eine Dokumentation über ihre Suche nach Investoren zu machen und einen Blick hinter die Kulissen des Filmfestivals zu werfen.
Für diesen Blick hinter die Kulissen trafen sie sich auch mit Schauspielern und Regisseuren, die in ihren Erinnerungen an ihre Filme und Cannes schwelgen konnten. Es sind Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und Roman Polanski, die immer interessante Gesprächspartner sind, auch wenn sie zu dem von Toback und Baldwin geplanten Spielfilm nichts beitragen können.
Bernardo Bertolucci schon eher; in einer Arkandimension. Er erzählt viel über seinen Skandalfilm „Der letzte Tango in Paris“ in dem Marlon Brando und Maria Schneider ein Liebespaar spielen. Toback, so der Minimalpitch des Teams Baldwin/Toback bei den potentiellen Investoren, will ein Remake von „Der letzte Tango in Paris“ drehen. Mit Alec Baldwin und Neve Campbell („Scream“) in den Hauptrollen. Mit Sex und politischen Verwicklungen. Im Irak. Der Arbeitstitel ist daher „Der letzte Tango in Tikrit“.
Doch eigentlich ist dieses Projekt nur der Vorwand, um einen Blick hinter die Kulissen des Festivals und hinter den schönen Schein der Filmwelt zu werfen. Denn neben den Filmpremieren, dem Auftrieb der Stars und Sternchen, den vielen bunten Bildern, ist Cannes auch ein riesiger Filmmarkt, auf dem Projekte vorgestellt und verkauft werden. Manchmal nur mit ein, zwei Namen und einem Plakat. Diesen Blick auf die ökonomische Seite des Filmegeschäfts gibt es bei Gesprächen mit Investoren und bekannten Produzenten, wie Avi Lerner, der unter anderem die „The Expendables“-Filme und „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ (startet am Donnerstag) produzierte. Diese Geldgeber denken bei einem Projekt zuerst an die Verkaufsmöglichkeiten (also die Einnahmen) und wie hoch deshalb die Kosten sein dürfen, damit sie einen Gewinn haben. Ein wichtiger Punkt bei dieser Glechung ist dabei der Markwert der Stars. Und der von Baldwin und Campbell war, wie ein Blick auf ihre letzten Filme zeigte, damals nicht besonders hoch.
„Verführt und Verlassen“ ist vor allem, und daran ändert der rote Faden mit der Investorensuche nichts, eine Liebeserklärung an Cannes, das Kino und den Spielfilm, die immer wieder sympathisch konfus zwischen Verkaufsgesprächen, Hintergrundgesprächen zur Filmfinanzierung und Geschichten aus der Filmwelt schwankt, wenn die bekannten Regisseure und Schauspieler angenehm offen von ihren Erfahrungen erzählen. Da passt auch Tobacks Abschlussfrage bei den Interviews, ob man bereit zum Sterben sei, wunderbar in das offene Konzept des Films. Obwohl man in einem normalen Pitch diese Frage niemals stellen würde. Aber bei einem normalen Pitch laufen auch keine Kameras und es wird auch kein Film daraus gemacht.
Der exzessive Split-Screen-Einsatz in der Dokumentation lädt zum zweiten Ansehen auf einem großen Bildschirm ein. Denn auf den ersten Blick kann man all die Fotografien von früheren Cannes-Festivals und die Filmausschnitte aus Filmklassikern gar nicht erfassen.

Verführt und Verlassen - Plakat

Verführt und Verlassen (Seduced and Abandoned, USA 2013)
Regie: James Toback
Drehbuch: James Toback
mit Alec Baldwin, James Toback, Neve Campbell, Bernardo Bertolucci, Jeffrey Katzenberg, Bérénice Bejo, Martin Scorsese, Roman Polanski, Francis Ford Coppola, Avi Lerner, James Caan, Ryan Gosling, Jessica Chastain, Diane Kruger, Diablo Cody

DVD
Weltkino/Studiocanal
Bild: 2.40:1
Sprache: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial:
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Film-Zeit über „Verführt und Verlassen“
Moviepilot über „Verführt und Verlassen“
Metacritic über „Verführt und Verlassen“
Rotten Tomatoes über „Verführt und Verlassen“
Wikipedia über „Verführt und Verlassen“ 

James Toback und Alec Baldwin sprechen am 13. Oktober 2013 im 92Y-Talks über den Film (und das Gespräch ist fast länger als der Film)


TV-Tipp für den 18. Juni: Weekend of a Champion

Juni 18, 2014

Servus TV, 21.15
Weekend of a Champion (Großbritannien 1971, Regie: Frank Simon, Roman Polanski [ungenannt])
Drehbuch: Roman Polanski, Frank Simon
Fast nie gezeigte, von Roman Polanski produzierte spielfilmlange Dokumentation über den Formel-1-Rennfahrer Jackie Stewart und das Rennen von Monaco, der aus heutiger Sicht ein fast einzigartiger Blick in die Vergangenheit der Formel 1 ist, als sie noch wirklich gefährlich war.
„Langweilig inszenierter und montierter Pseudo-Dokumentarfilm voller Platitüden und Selbstbeweihräucherungen.“ (Lexikon des Internationalen Films)
mit Jackie Stewart, Helen Stewart, Roman Polanski, Nina Rindt, Graham Hill, Ringo Starr, Joan Collins
auch bekannt als „Weekend eines Champions“ (Kinotitel)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Weekend of a Champion“
Wikipedia über „Weekend of a Champion“

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Der Ghostwriter“ (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Venus im Pels“ (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)

 


Neu im Kino/Filmkritik: Roman Polanski lässt Emmanuelle Seigner die „Venus im Pelz“ spielen

November 21, 2013

 

Auch wenn Roman Polanski sagt, es seien nur Zufälle und es habe so in David Ives‘ Broadway-Erfolgsstück gestanden, beginnt man schon während des Ansehens des grandiosen Zwei-Personen-Stücks „Venus im Pelz“ die Filmhandlung, die in einem Theater lustvoll die Wirklichkeit mit der Fantasie verknüpft, mit Polanskis Werk und seinem Leben zu verbinden – und sicher hatte Polanski seinen diebischen Spaß daran, diese Ebene, die sicher mehr Fiktion und Spiel mit der Wirklichkeit als Wirklichkeit enthält, einzuflechten. Das beginnt schon mit der Besetzung. Immerhin spielt Polanskis Ehefrau Emmanuelle Seigner Vanda und Mathieu Amalric als Roman-Polanski-Lookalike den Autor und Regisseur Thomas, der in einem Theater seine Version von „Venus im Pelz“ inszenieren will. In dem Stück geht es um die sadomasochistische Beziehung zwischen dem jungen Severin von Kusiemski, der sich per Vertrag seiner schönen Despotin Fanny von Pistor, kurz Vanda, für eine gewisse Zeit wehrlos ausliefert. Die einzige Bedingung ist, dass die Herrin nichts von ihm verlangen darf, was ihn als Mensch und Bürger ehrlos mache.

Thomas hat den ganzen Tag Schauspielerinnen beim Vorsprechen ertragen und seine Traumbesetzung nicht gefunden. Jetzt will er nur noch zu seiner Frau zum Abendessen. Da schneit der Vamp Vanda herein. Sie ist unpünktlich, jung, naiv, anscheinend kulturell absolut ungebildet und absolut nicht vorbereitet. Sie glaubt, es gehe irgendwie um Lou Reeds „Venus in Furs“. Was nicht stimmt, weil Thomas Leopold von Sacher-Masochs1870 erschienene, skandalträchtige Novelle „Venus in Furs“ (so der englische Titel von „Venus im Pelz“) adaptierte. Und den Text habe sie, wie sie freimütig in ihrem knappen Outfit bekennt, vorher in der U-Bahn mal überflogen. Dennoch kann sie Thomas mit einer gehörigen Portion jugendlicher Unverschämtheit und der Macht einer Verzweifelten, die sich nicht mehr das Geld für ein U-Bahnticket leisten kann, überzeugen, sie wenigstens die ersten Sätze des Stücks vorspielen zu lassen – und sie verwandelt sich in die Traumbesetzung.

In den folgenden anderthalb Stunden entspinnt sich zwischen den beiden ein Spiel zwischen Realität und Fantasie, zwischen Diskussion über den Text, Probe und Stück (in der untertitelten Originalfassung werden die nahtlosen Textwechsel durch kursive Untertitel angezeigt), wobei immer auch unklar ist, wie sehr Vanda das naive Dummchen nur spielt. Später im Film, wenn sie Thomas auf sein Privatleben anspricht, scheint sie auch viel mehr über ihn zu wissen. Aber dieser Erzählstrang, der in einem Rachekomplott von Thomas‘ Frau münden könnte, wird, auch weil der Film in dem Moment schon immer weiter in eine Traumwelt gewandert ist, nicht weiterverfolgt. In „Venus im Pelz“ geht es, wie in Leopold von Sacher Masochs gleichnamiger Novelle um Macht und Unterwerfung, um Sadomasochismus, – und das in einem grandios gespieltem, herrlich pointiertem Stück, das sehr polanskiesk ist und bei dem Polanski-Fans genüsslich die „Venus im Pelz“ mit seinen früheren Werken, Themen und seinem Leben (auch wenn Polanski als Regisseur anscheinend das genaue Gegenteil von Thomas ist) vergleichen können bis der gute Mann als Trottel an einem Pfahl, der noch von der vorherigen Produktion auf der Bühne steht, gefesselt wird.

Es gibt nur einen Wermutstropfen: Emmanuelle Seigner, die hier grandios spielt, ist schon viel zu alt für die Rolle des naiven, etwa Zwanzigjährigen Dummchens. Denn, auch bei viel gutem Willen, kann ich mir Vanda nicht als Über-Dreißigjährige vorstellen.

Venus im Pelz - Plakat

Venus im Pelz (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)

Regie: Roman Polanski

Drehbuch: Roman Polanski, David Ives (nach seinem Theaterstück)

mit Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Venus im Pelz“

Moviepilot über „Venus im Pelz“

Metacritic über „Venus im Pelz“

Rotten Tomatoes über „Venus im Pelz“

Wikipedia über „Venus im Pelz“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Roman Polanskis „Der Ghostwriter“ (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

 

 


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