TV-Tipp für den 24. November: Du kannst anfangen zu beten

November 24, 2018

RBB, 00.15

Du kannst anfangen zu beten (Adieu l’ami, Frankreich/Italien 1968)

Regie: Jean Herman

Drehbuch: Sébastien Japrisot, Jean Herman

LV/Buch zum Film: Sébastien Japrisot: Adieu l’Ami, 1968 (Weekend im Tresor)

Dino Barran (Alain Delon) und Franz Propp (Charles Bronson), zwei Veteranen des Algerienkrieges, die nichts voneinander wissen wollen, rauben notgedrungen an einem langen Wochenende in einem Bürohaus einen Safe aus.

Ein bei uns, trotz der Besetzung, fast unbekannter Klassiker des Caper-Films, in dem Blicke mehr als Worte sagen. Sowieso wird hier nicht besonders viel geredet, was bei den begnadeten Schweigern Alain Delon und Charles Bronson okay ist.

mit Alain Delon, Charles Bronson, Olga Georges-Picot, Bernard Fresson, Brigitte Fossey

auch bekannt als „Bei Bullen singen Freunde nicht“

Hinweise

Wikipedia über „Du kannst anfangen zu beten“ (deutsch, englisch) und  Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Meine Besprechung von Joann Starrs Sébastien-Japrisot-Verfilmung „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“ (La dame dans l’auto avec des lunettes et un fusil, Frankreich/Belgien 2015)

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 19. Juni: Ein mörderischer Sommer

Juni 19, 2018

Servus TV, 22.00

Ein mörderischer Sommer (L’éte meurtrier, Frankreich 1983)

Regie: Jean Becker

Drehbuch: Sébastien Japrisot

LV: Sébastien Japrisot: L’été meurtrier, 1977 (Blutiger Sommer)

Isabelle Adjani macht eine Bauernfamilie in der Haute-Provence kirre. Natürlich nicht ohne – mörderische – Hintergedanken.

Spannender, erotischer, französischer Psychothriller.

„Melodram, Psycho-Thriller, Groschenheft-Tragödie – der Film ist all das und all das nicht schlecht; vor allem aber hat es der Zuschauer hier mit einem filmisch raffniert umgesetzten erzählerischen Puzzle zu tun, dessen unzählgen Schlenkern und Wendungen zu folgen großen Spaß macht.“ (Robert Fischer, epd Film 5/1984)

Andere Kritiker gingen erheblich ungnädiger mit dem mit vier Césars ausgezeichneten Publikumserfolg (jedenfalls in Frankreich) um. Aber keiner vergaß, auf die Hauptdarstellerin hinzuweisen.

Mit Isabelle Adjani, Alain Souchon, Michel Galabru

Wiederholung: Mittwoch, 20. Juni, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Ein mörderischer Sommer“

Wikipedia über „Ein mörderischer Sommer“ (deutsch, englisch, französisch) und Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Meine Besprechung von Joann Starrs Sébastien-Japrisot-Verfilmung „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“ (La dame dans l’auto avec des lunettes et un fusil, Frankreich/Belgien 2015)

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 15. März: Mord im Fahrpreis inbegriffen

März 15, 2017

Arte, 20.15

Mord im Fahrpreis inbegriffen (Frankreich 1965, Regie: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras

LV: Sébastien Japrisot: Compartiment tueurs, 1962 (Mord im Fahrpreis inbegriffen)

In einem Schlafwagen wird eine junge Frau ermordet. Inspektor Grazziani sucht den Täter, während dieser munter die Verdächtigen ermordet.

Das heute fast unbekannte Spielfilmdebüt von Costa-Gavras, der danach mit seinen Polit-Thrillern das Publikum begeisterte. Hier wandelt er noch auf den Pfaden des Rätselkrimis.

Aber: „Bereits dieser erste Film deutete Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen an.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von „Che“ bis „Z“ – Polit-Thriller im Kino, 1991) Das zeigt sich auch an dem Täter (wird nicht verraten) und den damit verbundenen Problemen bei den Dreherlaubnissen für bestimmte Orte durch die Polizei.

mit Yves Montand, Simone Signoret, Michel Piccoli, Pierre Mondy, Charles Denner, Jean-Louis Trintignant, Bernadette Lafont

Wiederholungen

Freitag, 17. März, 13.35 Uhr

Dienstag, 21. März, 13.35 Uhr

Dienstag, 28. März, 13.40 Uhr

Hinweise

Arte über den Film

Rotten Tomatoes über „Mord im Fahrpreis inbegriffen“

Wikipedia über „Mord im Fahrpreis inbegriffen“ (deutsch, englisch, französisch)


Cover der Woche

Januar 10, 2017

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DVD-Kritik: Die neue Japrisot-Verfilmung „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“

Januar 4, 2017

Da hat sich Sébastien Japrisot vor Jahrzehnten einen genialen Titel – „Porträt einer Dame im Auto mit Brille und Gewehr“ (alter deutscher Romantitel) oder „Die Dame im Auto mit Brille und Gewehr“ (deutscher Titel der ziemlich verschollenen Erstverfilmung von 1970) – und eine geniale Prämisse ausgedacht.

Denn die titelgebende Dame, die Anfang-Zwanzigjährige Sekretärin Dany (Freya Mavor), soll den Thunderbird ihres Chefs vom Flughafen zurück in die Garage fahren. Spontan entschließt sie sich, in Richtung Süden zu fahren. Sie war noch niemals am Mittelmeer und jetzt, mit dem Sportwagen ihres Chefs und einer kleinen Extra-Entlohnung in der Tasche, will sie ihren Traum verwirklichen. Während der Fahrt sprechen sie mehrere Leute an, die behaupten, sie vom Vortag zu kennen. Aber das ist unmöglich. Dann zu dem Zeitpunkt war sie in Paris in der Werbeagentur.

Ein Unbekannter überfällt sie im Waschraum einer typisch französischen Tankstelle und verstaucht ihre Hand. Aber niemand hat den Unbekannten gesehen.

Ein aufdringlicher, aber auch charmanter Anhalter, Typ „der junge Belmondo“, steigt ungefragt zu ihr in den Thunderbird. Immerhin behauptet er nicht, sie von früher zu kennen. Dafür belügt er sie, verführt sie, lässt sich von ihr aushalten und klaut das Auto.

Und, als ab das alles noch nicht genug sei, entdeckt Dany im Kofferraum des Thunderbird eine Leiche. Der Ermordete muss irgendwo zwischen Paris und seiner Entdeckung in südlichen Gefilden in den Kofferraum gelegt worden sein.

Dany fragt sich, in welchen Alptraum sie geraten ist. Dabei ist sie mit ihren Selbstgesprächen und ihrer blühenden Fantasie, der Archetyp des unzuverlässigen Erzählers.

Joann Sfar („Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte“, „Die Katze des Rabbiners“) verfilmte Sébastien Japrisots Kriminalroman nach einem Drehbuch von Gilles Marchand („Lemming“, „Black Heaven“ [auch Regie]) und Patrick Godeau (Produzent mehrerer Claude-Chabrol-Filme) als flirrenden Psycho-Thriller mit viel Siebziger-Jahre-Flair in der Mode und der Ausstattung. Er lässt die Geschichte auch damals spielen. Einerseits weil der Roman bereits 1966 erschien, andererseits weil einige wichtige Teile des, zugegeben, ziemlich weit hergeholten Komplotts heute so nicht mehr funktionieren. Wer, um nur ein Beispiel zu nennen, benutzt heute noch Schreibmaschinen und lässt Sekretärinnen seitenlange Berichte abtippen?

Auch stilistisch orientieren Sfar und sein Kameramann Manuel Dacosse („Amer“, demnächst „Axolotl Overkill“) sich an den französischen Krimis der sechziger und siebziger Jahre. Allerdings schneidet Sfar schneller und er erzählt auch freizügiger als es in Sechzigern möglich war.

Neben all den seltsamen Ereignissen, mit denen Dany auf ihrer sommerlichen Fahrt in den Süden konfrontiert wird, geht es auch immer um ihre Sexualität, ihre sexuellen Wünsche, ihre Fantasien und ihre psychische und physische Unterdrückung durch die Männer, denen sie auf ihrer Reise begegnet. Sie selbst ist als extrem kurzsichtige Person. Ohne ihre Brille (mit riesengroßen Gläsern, die fast größer als ihr Gesicht sind) ist sie blind. Im Finale wird das ignoriert; was ärgerlich wäre, wenn man „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“ als strickt realistischen Film betrachten würde. Bis dahin wirkt Dany wie eine mehr oder weniger verpeilte junge Frau, die sich nach der starken Hand eines sie führenden Mannes sehnt und kaum zwischen Jungmädchenschwärmereien und Realität trennen kann. Im Finale ändert sich das. Sie hat jetzt den Durchblick und braucht deshalb keine Brille mehr.

Sfar folgt Japrisots Geschichte bis zum Finale, das im Film anders als im Roman ist, sehr genau. Teilweise übernimmt er sogar die Dialoge aus dem Roman. Im Gegensatz zum Roman erzählt er Danys Geschichte chronologisch, aber mit zahlreichen Flashbacks, deren Stellung zwischen Fantasie, Realität, Vergangenheit und Zukunft, erst rückblickend deutlich wird (was zur irrealen Stimmung beiträgt) und kunstvollen Überblendungen, die mal etwas enthüllen, mal verschleiern.

The Lady in the Car with Glasses and a Gun“ ist ein feiner, extrem stylischer Franco-Retro-Krimi, bei dem man letztendlich nicht zu sehr auf die Logik achten sollte. Das gilt allerdings auch für Japrisots Roman.

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The Lady in the Car with Glasses and a Gun (La dame dans l’auto avec des lunettes et un fusil, Frankreich/Belgien 2015)

Regie: Joann Sfar

Drehbuch: Gilles Marchand, Patrick Godeau

LV: Sébastien Japrisot: La Dame dans l’auto avec les lunettes et un fusil, 1966 (Porträt einer Dame im Auto mit Brille und Gewehr, Die Dame im Auto im Sonnenbrille und Gewehr)

mit Freya Mavor, Benjamin Biolay, Elio Germano, Stacy Martin

DVD

Tiberius Film

Bild: 2,35:1 (16:9)

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Französisch (

Untertitel: –

Bonusmaterial: Trailer

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

AlloCiné über „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“

Moviepilot über „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“

Metacritic über „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“

Rotten Tomatoes über „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“

Wikipedia über „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“ (englisch, französisch) und Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. Juni: Du kannst anfangen zu beten

Juni 26, 2016

3sat, 23.55
Du kannst anfangen zu beten (Frankreich/Italien 1968, Regie: Jean Herman)
Drehbuch: Sébastien Japrisot, Jean Herman
LV/Buch zum Film: Sébastien Japrisot: Adieu l’Ami, 1968 (Weekend im Tresor)
Dino Barran (Alain Delon) und Franz Propp (Charles Bronson), zwei Veteranen des Algerienkrieges, die nichts voneinander wissen wollen, rauben notgedrungen an einem langen Wochenende in einem Bürohaus einen Safe aus.
Ein bei uns, trotz der Besetzung, fast unbekannter Klassiker des Caper-Films, in dem Blicke mehr als Worte sagen. Sowieso wird hier nicht besonders viel geredet, was bei den begnadeten Schweigern Alain Delon und Charles Bronson okay ist.
mit Alain Delon, Charles Bronson, Olga Georges-Picot, Bernard Fresson, Brigitte Fossey
auch bekannt als „Bei Bullen singen Freunde nicht“

Hinweise

Wikipedia über „Du kannst anfangen zu beten“ (deutsch, englisch) und  Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 8. Mai: Ein mörderischer Sommer

Mai 8, 2016

Arte, 20.15

Ein mörderischer Sommer (Frankreich 1983, Regie: Jean Becker)

Drehbuch: Sébastien Japrisot

LV: Sébastien Japrisot: L’Été meurtrier, 1977 (Blutiger Sommer)

Isabelle Adjani macht eine Bauernfamilie in der Haute-Provence kirre. Natürlich nicht ohne – mörderische – Hintergedanken.

Spannender, erotischer, französischer Psychothriller.

„Melodram, Psycho-Thriller, Groschenheft-Tragödie – der Film ist all das und all das nicht schlecht; vor allem aber hat es der Zuschauer hier mit einem filmisch raffniert umgesetzten erzählerischen Puzzle zu tun, dessen unzählgen Schlenkern und Wendungen zu folgen großen Spaß macht.“ (Robert Fischer, epd Film 5/1984)

Andere Kritiker gingen erheblich ungnädiger mit dem mit vier Césars ausgezeichneten Publikumserfolg (jedenfalls in Frankreich) um. Aber keiner vergaß, auf die Hauptdarstellerin hinzuweisen.

Mit Isabelle Adjani, Alain Souchon, Michel Galabru

Hinweise

Arte über „Ein mörderischer Sommer“

Wikipedia über Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot


TV-Tipp für den 7. November: Vier im roten Kreis/Du kannst anfangen zu beten

November 7, 2015

Während ich meine erste Wintererkältung pflege, können wir gemeinsam mit zwei seiner schönsten Filme in den runden Geburtstag von Alain Delon hineinfeiern:

RBB, 23.50 (auch MDR 00.20)

Vier im roten Kreis (Frankreich 1970, Regie: Jean-Pierre Melville)

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

Nach einer Haftstrafe plant Einbrecher Corey (Alain Delon) gleich seinen nächsten Coup. Den Einbruch in ein gut gesichertes Juweliergeschäft. Mit zwei Kumpanen (Gian Maria Volonté, Yves Montand) will er das Ding durchziehen. Ein Kommissar (André Bourvil) jagt sie.

Mehr Story braucht Jean-Pierre Melville in seinem vorletzten Film „Vier im roten Kreis“ nicht, um ein weiteres Meisterwerk zu inszenieren. Der Gangsterfilm ist nur deshalb bei der breiten Masse unbekannter, weil Melvilles „Der eiskalte Engel“ und sein letzter Film „Der Chef“ (beide ebenfalls mit Alain Delon) bekannter sind. Denn „Vier im roten Kreis“ hat alles, was Melville-Fans lieben und auf der großen Leinwand wirkt der Film noch besser.

Legendär und in die Kinogeschichte eingegangen ist der Einbruch in das Juweliergeschäft: eine gute halbe Stunde verfolgen wir atemlos den Einbruch, bei dem keiner der Einbrecher ein Wort sagt. Großes Kino

mit Alain Delon, André Bourvil, Yves Montand, Gian Maria Volontè, Francois Périer, Paul Crauchet

Hinweise

Homepage von Alain Delon

Wikipedia über Alain Delon (deutsch, englisch, französisch)

Kriminalakte zum 75. Geburtstag von Alain Delon

Meine Besprechung von “Der Leopard” (mit Alain Delon und Burt Lancaster)

Meine Besprechung von “Die Abenteurer” (mit Alain Delon und Lino Ventura)

Alain Delon in der Kriminalakte

Wikipedia über Jean-Pierre Melville (deutsch, englisch, französisch)

Senses of Cinema (Adrian Danks) über Jean-Pierre Melville (September 2002)

Guardian: Peter Lennon über Jean-Pierre Melville (27. Juni 2003)

Jean-Pierre Melville in der Kriminalakte

RBB, 02.05
Du kannst anfangen zu beten (Frankreich/Italien 1968, Regie: Jean Herman)
Drehbuch: Sébastien Japrisot, Jean Herman
LV/Buch zum Film: Sébastien Japrisot: Adieu l’Ami, 1968 (Weekend im Tresor)
Dino Barran (Alain Delon) und Franz Propp (Charles Bronson), zwei Veteranen des Algerienkrieges, die nichts voneinander wissen wollen, rauben notgedrungen an einem langen Wochenende in einem Bürohaus einen Safe aus.
Ein bei uns, trotz der Besetzung, fast unbekannter Klassiker des Caper-Films, in dem Blicke mehr als Worte sagen. Sowieso wird hier nicht besonders viel geredet, was bei den begnadeten Schweigern Alain Delon und Charles Bronson okay ist.
mit Alain Delon, Charles Bronson, Olga Georges-Picot, Bernard Fresson, Brigitte Fossey
auch bekannt als „Bei Bullen singen Freunde nicht“

Wiederholung: BR, Mittwoch, 11. November, 23.15 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Du kannst anfangen zu beten“ (deutsch, englisch) und  Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 8. August: Du kannst anfangen zu beten

August 8, 2014

3sat, 22.35
Du kannst anfangen zu beten (Frankreich/Italien 1968, Regie: Jean Herman)
Drehbuch: Sébastien Japrisot, Jean Herman
LV/Buch zum Film: Sébastien Japrisot: Adieu l’Ami, 1968 (Weekend im Tresor)
Dino Barran (Alain Delon) und Franz Propp (Charles Bronson), zwei Veteranen des Algerienkrieges, die nichts voneinander wissen wollen, rauben notgedrungen an einem langen Wochenende in einem Bürohaus einen Safe aus.
Ein bei uns, trotz der Besetzung, fast unbekannter Klassiker des Caper-Films, in dem Blicke mehr als Worte sagen. Sowieso wird hier nicht besonders viel geredet, was bei den begnadeten Schweigern Alain Delon und Charles Bronson okay ist.
mit Alain Delon, Charles Bronson, Olga Georges-Picot, Bernard Fresson, Brigitte Fossey
auch bekannt als „Bei Bullen singen Freunde nicht“
Hinweise
Wikipedia über „Du kannst anfangen zu beten“ (deutsch, englisch) und  Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 30. Juni: Du kannst anfangen zu beten

Juni 29, 2014

Hessen, 01.10 (VPS 01.05 Uhr)
Du kannst anfangen zu beten (Frankreich/Italien 1968, Regie: Jean Herman)
Drehbuch: Sébastien Japrisot, Jean Herman
LV/Buch zum Film: Sébastien Japrisot: Adieu l’Ami, 1968 (Weekend im Tresor)
Dino Barran (Alain Delon) und Franz Propp (Charles Bronson), zwei Veteranen des Algerienkrieges, die nichts voneinander wissen wollen, rauben notgedrungen an einem langen Wochenende in einem Bürohaus einen Safe aus.
Ein bei uns, trotz der Besetzung, fast unbekannter Klassiker des Caper-Films, in dem Blicke mehr als Worte sagen. Sowieso wird hier nicht besonders viel geredet, was bei den begnadeten Schweigern Alain Delon und Charles Bronson okay ist.
mit Alain Delon, Charles Bronson, Olga Georges-Picot, Bernard Fresson, Brigitte Fossey
auch bekannt als „Bei Bullen singen Freunde nicht“
Hinweise
Wikipedia über „Du kannst anfangen zu beten“ (deutsch, englisch) und  Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 8. Juni: Mathilde – Eine große Liebe

Juni 8, 2014

Als Vorbereitung für den neuen, grundsympathischen Film von Jean-Pierre Jeunot, „Die Karte meiner Träume“, der am 10. Juli startet (Besprechung gibt es zum Filmstart), empfehle ich

Arte, 20.15

Mathilde – Eine große Liebe (F/USA 2004, R.: Jean-Pierre Jeunet)

Drehbuch: Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurant, Guillaume Laurant

LV: Sébastien Japrisot: Un long dimanche de fiancailles, 1991 (Die Mimosen von Hosssegor, Mathilde – Eine große Liebe)

Erster Weltkrieg und die ersten Nachkriegsjahre: Mathilde Donnay glaubt nicht, dass ihr Geliebter im Krieg gestorben ist. Obwohl alle ihr davon abraten, sucht sie ihn.

„Mathilde – Eine große Liebe“ ist, wie der Titel verrät, eine Liebesgeschichte, inszeniert von dem Macher von „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Aber die Vorlage stammt von einem renommierten Krimiautor.

Der Film, erhielt neben anderen Preisen, zahlreiche Cesars und, für das Drehbuch, den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Mit Audrey Tautou, Gaspar Ulliel, Jean-Pierre Becker, Tchéky Karyo, André Dussollier, Denis Lavant, Jodie Foster (Nebenrolle)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mathilde – Eine große Liebe“

Wikipedia über „Mathilde – Eine große Liebe“ (deutsch, englisch, französisch) und  Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Film-Zeit über „Mathilde – Eine große Liebe“

Ach ja, der Trailer:


TV-Tipp für den 3. Juni: Ein mörderischer Sommer

Juni 3, 2014

Bei „Trailers from Hell“ ist Mark Helfrich heute schwer begeistert von „Ein mörderischer Sommer“. Er sagt:

Der ziemlich freizügige deutsche Trailer (Cheesy!) ist inzwischen auch online

Servus TV, 22.10

Ein mörderischer Sommer (Frankreich 1983, Regie: Jean Becker)

Drehbuch: Sébastien Japrisot

LV: Sébastien Japrisot: L’Été meurtrier, 1977 (Blutiger Sommer)

Isabelle Adjani macht eine Bauernfamilie in der Haute-Provence kirre. Natürlich nicht ohne – mörderische – Hintergedanken.

Spannender, erotischer, französischer Psychothriller.

„Melodram, Psycho-Thriller, Groschenheft-Tragödie – der Film ist all das und all das nicht schlecht; vor allem aber hat es der Zuschauer hier mit einem filmisch raffniert umgesetzten erzählerischen Puzzle zu tun, dessen unzählgen Schlenkern und Wendungen zu folgen großen Spaß macht.“ (Robert Fischer, epd Film 5/1984)

Andere Kritiker gingen erheblich ungnädiger mit dem mit vier Césars ausgezeichneten Publikumserfolg (jedenfalls in Frankreich) um. Aber keiner vergaß, auf die Hauptdarstellerin hinzuweisen.

Mit Isabelle Adjani, Alain Souchon, Michel Galabru

Wiederholung: Mittwoch, 4. Juni, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Ein mörderischer Sommer“

Wikipedia über Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot


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