TV-Tipp für den 12. November: The World’s End

November 12, 2017

Nein, das ist nicht das Ende des WochenENDEs, sondern

RTL II, 22.30

The World’s End (The World’s End, Großbritannien 2013)

Regie: Edgar Wright

Drehbuch: Simon Pegg, Edgar Wright

Zwei Jahrzehnte nachdem sie Newton Haven verlassen haben, kann Gary King seine alten Schulkumpels überzeugen, die damals vorzeitig abgebrochene Sauftour endlich zu beenden. Aber schon vor dem ersten Bier kommen ihnen die Dorfbewohner seltsam vor.

„The World’s End“ ist die neueste Komödie der Macher von „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“ und ist eigentlich ein Remake von „Shaun of the Dead“ mit zombiehaft angreifenden Aliens anstatt Zombies. Dazu gibt es etwas Midlife-Crisis-Komödie – und viele Anspielungen.

Der Film ist wie ein Pubbesuch mit einigen guten Freunden, plus einer grandiosen Methode, die Aliens zu besiegen, die eindeutig aus der „Dr. Who“-Schule stammt, und einem unpassendem Epilog, der ungefähr so witzig wie der Kater nach der Sauftour ist. Aber bis dahin…

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Simon Pegg, Nick Frost, Paddy Considine, Martin Freeman, Eddie Marsan, Rosamund Pike, David Bradley, Pierce Brosnan

Wiederholung: Montag, 13. November, 04.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The World’s End“

Moviepilot über „The World’s End“

Metacritic über „The World’s End“

Rotten Tomatoes über „The World’s End“

Wikipedia über „The World’s End“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „The World’s End“ (The World’s End, Großbritannien 2013)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „Baby Driver“ (Baby Driver, USA 2017)

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TV-Tipp für den 18. Juni: Mission: Impossible – Rogue Nation

Juni 18, 2017

Pro7, 20.15

Mission: Impossible – Rouge Nation (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)

Regie: Christopher McQuarrie

Drehbuch: Christopher McQuarrie (nach einer Geschichte von Christopher McQuarrie und Drew Pearce) (basierend auf der von Bruce Geller erfundenen TV-Serie)

IMF-Agent Ethan Hunt kämpft gegen die Verbrecherorganisation Das Syndikat und gegen seine Vorgesetzten, die die IMF auflösen wollen, weil deren vorherige Aktionen spektakulär aus dem Ruder liefen. Oder will Das Syndikat die IMF auflösen, weil sie ihnen gefährlich wird?

Feiner Actionfilm, dieses Mal mit einer ordentlichen Portion James Bond, gelungenen Anspielungen, viel Humor und atemberaubender Action.

Alles weitere in meiner ausführlichen Besprechung über den fünften Einsatz von Tom Cruise als Ethan Hunt.

mit Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Ving Rhames, Sean Harris, Alec Baldwin

Wiederholung: Montag, 19. Juni, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
„Mission: Impossible – Rouge Nation“-YouTube-Kanal
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Moviepilot über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Metacritic über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Rotten Tomatoes über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Wikipedia über „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Brad Birds „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ (Mission: Impossible – Phantom Protocoll, USA 2011)
Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)


TV-Tipp für den 20. August: The World’s End

August 20, 2016

RTL, 22.00

The World’s End (The World’s End, Großbritannien 2013)

Regie: Edgar Wright

Drehbuch: Simon Pegg, Edgar Wright

Zwei Jahrzehnte nachdem sie Newton Haven verlassen haben, kann Gary King seine alten Schulkumpels überzeugen, die damals vorzeitig abgebrochene Sauftour endlich zu beenden. Aber schon vor dem ersten Bier kommen ihnen die Dorfbewohner seltsam vor.

The World’s End“ ist die neueste Komödie der Macher von „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“ und ist eigentlich ein Remake von „Shaun of the Dead“ mit zombiehaft angreifenden Aliens anstatt Zombies. Dazu gibt es etwas Midlife-Crisis-Komödie – und viele Anspielungen.

Der Film ist wie ein Pubbesuch mit einigen guten Freunden, plus einer grandiosen Methode, die Aliens zu besiegen, die eindeutig aus der „Dr. Who“-Schule stammt, und einem unpassendem Epilog, der ungefähr so witzig wie der Kater nach der Sauftour ist. Aber bis dahin…

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Simon Pegg, Nick Frost, Paddy Considine, Martin Freeman, Eddie Marsan, Rosamund Pike, David Bradley, Pierce Brosnan

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The World’s End“

Moviepilot über „The World’s End“

Metacritic über „The World’s End“

Rotten Tomatoes über „The World’s End“

Wikipedia über „The World’s End“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „The World’s End“ (The World’s End, Großbritannien 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Star Trek Beyond“ absolviert erfolgreich die dritte Runde

Juli 22, 2016

Als Gene Rodenberry vor fünfzig Jahren das Raumschiff Enterprise mit seiner Multikulti-Besatzung auf die Reise zu unerforschten Welten schickte, hätte er nicht gedacht, dass das Raumschiff heute immer noch fliegt in einem ständig expandierendem Universum, das einige Male vor dem Ende stand.

Damals war „Star Trek“ eine Utopie, die heute teilweise Wirklichkeit ist und es war die erste Science-Fiction-TV-Serie, die SF-Fans sich ohne Krampfanfälle ansehen konnten. Es ging immer wieder um ernste und wichtige Themen, Logik und Physik wurden beachtet, während andere SF-Serien sie galant mit einem Fausthieb vollständig ignorierten. Konflikte wurden nicht mit Gewalt, sondern mit friedlichen Mitteln gelöst. Und ernstzunehmende Science-Fiction-Autoren wie Theodore Sturgeon, Harlan Ellison, Norman Spinrad, James Blish, Joe Haldeman und Alan Dean Foster schrieben Drehbücher und Romane für die Serie. Das war und ist deutlich ernsthafter als Flash Gordon oder Kampfstern Galactica (das Original).

2009, als die Serie im Kino und Fernsehen wieder einmal abgeschrieben war und die Fans sich an Wiederholungen und diversen DVD-Ausgaben erfreuten, wagte J. J. Abrams einen Neustart, der von den Trekkies misstrauisch beäugt wurde. Der Film „Star Trek“ wurde ein Erfolg, der die Welt von Raumschiff Enterprise einem neuen, jüngerem und auch größerem Publikum erschloss. Auch J. J. Abrams zweiter, ziemlich misslungener „Star Trek“-Film „Into Darkness“ lief gut. Danach übernahm Abrams beim neuen „Star Wars“-Film die Regie. Justin Lin, der vor allem für seine „Fast & Furious“-Filme bekannt ist, übernahm die Regie bei dem flotten, actionreichen und bildgewaltigen Science-Fiction-Abenteuerfilm, der es mit friedlichen Konfliktlösungen nicht so hat. Im Zweifel ersetzen Kinnhaken und Schusswaffen Argumente.

Das liegt aber auch an Krall (Idris Elba, gut versteckt hinter einer Maske), der unbedingt ein historisches Artefakt will und dafür die Enterprise in eine Falle lockt. Nach einem kurzem Gefecht, muss sie auf dem Planeten Altamid notlanden. Bei der Bruchlandung wird die Enterprise vollständig zerstört. Die meisten Besatzungsmitglieder (die wir vorher in einigen kurzen Szenen aus dem langweiligen Raumschiffleben kennen lernten) sterben. Die bekannte Hauptcrew der Enterprise – Captain James T. Kirk (Chris Pine), Spock (Zachary Quinto), Doktor McCoy (Karl Urban), Lieutenant Uhura (Zoe Saldana), Scotty (Simon Pegg), Sulu (John Cho) und Chekov (Anton Yelchin) – findet sich verstreut auf dem erdähnlichem Planeten, der sich auch gut als Kulisse für einen „Mad Max“-Endzeitfilm eignen würde. Zu Yorktown, dem nächstgelegenem Außenposten der Föderation, haben sie keinen Kontakt und auch untereinander gibt es keine Funkverbindung.

Auf dem Planeten trifft Scotty Jaylah (Sofia Boutella; naja, eher umgekehrt) und die Alien-Kämpferin, die den Planeten in und auswendig kennt, hilft kurz darauf Kirk und seiner Mannschaft im Kampf gegen Krall, der diktatorisch über Altamid herrscht.

Die von Simon Pegg und Doug Jung geschriebene Geschichte liegt zwar nicht über dem Niveau einer x-beliebigen TV-Folge, aber sie wird schwungvoll und mit Anspielungen auf den „Star Trek“-Kosmos, vor allem natürlich auf die Originalserie aus den Sechzigern, präsentiert. In einem durchgehend humorvoll-optimistischer Tonfall, der Lust auf Abenteuer im Weltraum und auf fremden Welten macht.

Und es gibt reichlich Action. Auch mit, da schlägt Lins „Fast & Furious“-Schule durch, einem Motorrad/-rädern auf Altamid und einem epischen Schlusskampf, der in Yorktown endet, dieser fantastisch aussehenden Weltraumstation, die als lichtdurchflutete Metropole ein vertraut-fremdes Escher-Gefühl hervorruft. Es gibt auch einige Worte zu Kralls Motivation, die früher (also in der Original-TV-Serie) sicher ausführlicher thematisiert worden wäre. In „Star Trek Beyond“ ist sie nur das Sahnehäubchen eines humorvollen, niemals langweiligen Actionfilms mit einer erfreulich stringenten Handlung.

Im Abspann wird sich von Original-„Spock“-Darsteller Leonard Nimoy, dessen Tod im Film sanft angesprochen wird, und „Chekow“-Darsteller Anton Yelchin, verabschiedet. Yelchin starb am 19. Juni 27-jährig bei einem absurden Autounfall. Deshalb wird er in dem bereits jetzt angekündigtem vierten „Star Trek“-Film mit dieser Besatzung nicht dabei sein.

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Star Trek Beyond (Star Trek Beyond, USA 2016)

Regie: Justin Lin

Drehbuch: Simon Pegg, Doug Jung (basierend auf der TV-Serie „Star Trek“ von Gene Roddenberry)

mit Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Zoe Saldana, Simon Pegg, John Cho, Anton Yelchin, Idris Elba, Sofia Boutella, Joe Taslim, Lydia Wilson, Jeff Bezos (Yep, genau der)

Länge: 123 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Star Trek Beyond“

Metacritic über „Star Trek Beyond“

Rotten Tomatoes über „Star Trek Beyond“

Wikipedia über „Star Trek Beyond“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furious Five“ (Fast Five, USA 2011)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furios 6“ (Furios Six; Fast & Furious Six, USA 2013)

Meine Besprechung von Justin Lins „True Detective – Die komplette zweite Staffel“ (True Detective – Season 2, USA 2015; Lin führte bei zwei Folgen die Regie)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Trek“ (Star Trek, 2009 – Roman zum Film)

Pressekonferenz zum Film, bestehend aus zwei Podien. Zuerst mit den Schauspielern Chris Pine, Simon Pegg, Zachary Quinto, Zoe Saldana, John Cho und Karl Urban; dann mit den Machern J.J. Abrams (Produktion), Justin Lin (Regie), Simon Pegg (Drehbuch), Doug Jung (Drehbuch) und Lindsey Weber (Produktion)


Neu im Kino/Filmkritik: „Mission: Impossible – Rouge Nation“ – Terrorismusbekämpfung mit James-Bond-Retro-Vibe

August 6, 2015

Bis zum nächsten James-Bond-Film, für den schon eifrig die Werbetrommel gerührt wird, dauert es noch einige Wochen, aber Ethan Hunt (einer dieser kulturlosen Amis) empfiehlt sich als mehr als vollwertiger Ersatz.
Ethan Hunt, für alle, deren popkulturelle Bildung im negativen Bereich ist, ist er beste Agent der supergeheimen IMF (Impossible Mission Force), die irgendwie zum US-Geheimdienst gehört. Ihre ersten Einsätze hatte sie in der legendären TV-Serie „Mission: Impossible“ (Kobra, übernehmen Sie. USA 1966 – 1973). Von 1988 bis 1990 gab es eine TV-Neuauflage, die bei uns als „In geheimer Mission“ lief, und 1996 den ersten Spielfilm: „Mission: Impossible“ von Brian De Palma mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Seitdem baute Cruise die Serie in mehreren Filmen, immer mit verschiedenen Regisseuren (John Woo, J. J. Abrams, Brad Bird und jetzt Christopher McQuarrie) aus. Und, auch wenn die Stories schwächelten, die Actionszenen waren immer überzeugend, weil sie handgemacht waren und sind und Tom Cruise gerne auch die Rolle des Stuntmans übernimmt. Auch in dem inzwischen fünften „Mission: Impossible“-Film „Rogue Nation“. Deshalb gehören die zahlreichen Actionszenen, die wesentlich mitreisender als die computergenerierten Superheldenkämpfe der anderen Blockbuster, zu den Höhepunkten des Films.
Dieses Mal ist, dank des cleveren Christopher McQuarrie („Jack Reacher“, „Operation Walküre“ und das Drehbuch für „Edge of Tomorrow“), auch die Story gelungen und die zahlreichen filmischen Anspielungen erfreuen das Herz des Filmfans. Erwähnt sei nur die in der Wiener Oper spielende Konzertszene, die deutlich auf Alfred Hitchcocks legendäre Konzertszene in „Der Mann, der zuviel wusste“ anspielt, ihr aber, weil wir alle Hitchcocks Suspense-Szene kennen, einen eigenen Dreh verleiht.
Sowieso führt McQuarrie, der wie zu seinen vorherigen Filmen auch das Drehbuch schrieb, die Geschichte gelungen fort. Weil sich seit den Sechzigern die Zeiten geändert haben und die unauffälligen Aktion der IMF bedenkliche Kollateralschäden aufweisen, soll die geheime Abteilung geschlossen werden. CIA-Direktor Alan Hunley (Alec Baldwin) will diesen unkontrollierbaren Störfaktor seiner Geheimdienstarbeit auflösen.
Aber nicht nur er hat seine Rechnung ohne Ethan Hunt (Tom Cruise), der spurlos verschwunden ist, und seine Vertrauten – es sind wieder Computernerd Benji (Simon Pegg), Luther Stickell (Ving Rhames) und William Brandt (Jeremy Renner) – gemacht. Denn Hunt hat jetzt die Beweise, dass das „Syndikat“ existiert. Es ist eine Art Anti-IMF. Eine von Solomon Lane (Sean Harris) geführte Gruppe von Geheimagenten, die alle angeblich tot sind und die ihre Missionen nicht für die freie Welt, sondern für den Meistbietenden, vulgo die Bösen, durchführen.
Hunt verfolgt ihn, globetrottend, nach Wien, verschiedenen Orten in Marokko und London, das am Ende altmodischer als das viktorianische London Sherlock Holmes‘ aussieht. Immerhin ist Lane ein ehemaliger britischer Geheimagent und, nun, die Ursprünge von dem „Syndikat“ sind sehr britisch. Begleitet wird Hunt bei seiner Hatz, mal mehr, mal weniger eng, von der geheimnisvollen Ilsa Faust (Rebecca Ferguson), deren Loyalitäten unklar sind.
Nachdem ich von dem vorherigen „Mission: Impossible“-Film „Phantom Protokoll“ wegen der holprigen und wenig durchdachten Story enttäuscht war, hat mir „Rogue Nation“ dank der schlüssigen Story, den gelungenen Anspielungen, dem Humor, den guten Schauspielern, ihrem unverkrampft-lässigem Zusammenspiel und der realistischen Actionszenen (die auch, weil man ja den Star bei der Arbeit zeigen will, selten geschnitten wurden, gut gefallen.
Auch Paramount Pictures hat der Film gefallen. Schon jetzt kündigten sie einen sechsten „Mission: Impossible“-Film an. Die Dreharbeiten könnten schon nächstes Jahr beginnen.
P. S.: Demnächst in Cruise-Land: Im Moment dreht Tom Cruise mit Doug Liman den Thriller „Mena“. Danach spielt er in „Never go Back“ wieder Jack Reacher. Die Regie übernimmt dieses Mal Edward Zwick (Ausnahmenzustand, Last Samurai).
„Jack Reacher“ war, laut Presseheft, „eine der profitabelsten Produktionen des Jahres 2012“. Das weltweite Einspiel betrug 218 Millionen Dollar.

Mission Impossible 5 - Plakat - 4

Mission: Impossible – Rouge Nation (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)
Regie: Christopher McQuarrie
Drehbuch: Christopher McQuarrie (nach einer Geschichte von Christopher McQuarrie und Drew Pearce) (basierend auf der von Bruce Geller erfundenen TV-Serie)
mit Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Ving Rhames, Sean Harris, Alec Baldwin
Länge: 132 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
„Mission: Impossible – Rouge Nation“-YouTube-Kanal
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Moviepilot über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Metacritic über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Rotten Tomatoes über „Mission: Impossible – Rouge Nation“
Wikipedia über „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Brad Birds „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ (Mission: Impossible – Phantom Protocoll, USA 2011)
Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Ein Filmgespräch mit den Beteiligten


DVD-Kritik: „Doc of the Dead“ und die Zombies

Dezember 1, 2014

Zombies – seit einigen Jahren, naja, ziemlich genau seit Danny Boyles „28 Days Later“ (2002), den ersten „The Walking Dead“-Comicheften (in den USA ab Oktober 2003) und Edgar Wrights Zombie-Parodie „Shaun of the Dead“ (2004) sind Zombies anscheinend überall in der Popkultur, im US-TV sogar in der Werbung, und, bei Zombie Walks, auch auf der Straße.

Höchste Zeit also für eine Dokumentation. Alexandre O. Philippe, der bekannt für „The People vs. George Lucas“ ist, in der er sich mit den Fans von „Krieg der Sterne“ und ihrem Ärger über George Lucas beschäftigte, lieferte sie jetzt mit „Doc of the Dead“. Die Doku richtet sich gleichzeitig an Neueinsteiger, die einen ersten, aber ziemlich umfassenden Einblick in das Zombie-Phänomen bekommen wollen, und Fans, die sich über die Statements wichtiger Zombie-Schöpfer freuen.

Alexandre O. Philippe verortet, wenig überraschend, den Ursprung der heutigen Zombies in George A. Romeros „Die Nacht der lebenden Toten“ (Night of the Living Dead, 1968) und dem Nachfolger „Zombie“ (Dawn of the Dead, 1978), der in einem Einkaufzentrum spielt,bei uns in Dario Argentos europäischer Schnittfassung bekannt ist und in zahlreichen, mehr oder weniger lieblosen Ausgaben in verschiedenen Schnittfassungen auf Video, DVD und Blu-ray erschien.

Philippe erwähnt in seiner Dokumentation auch die filmischen Vorläufer, wie „White Zombie“, und die realen Ursprünge. Aber im Mittelpunkt von Philippes Doku stehen Romeros Zombie-Filme, die Comicserie „The Walking Dead“, aus der eine erfolgreiche TV-Serie wurde, die Zombiefilme der letzten Jahre und die damit verbundenen Entwicklungen („World War Z“ als PG-13-Zombie-Film mit Blockbuster-Budget [bei uns FSK-16], „Warm Bodies“ als Zombie-Date-Movie), die Frage, ob Zombies schlurfen oder rennen, warum Zombies für uns Menschen so furchtbar sind und wie die Filme die Wirklichkeit beeinflussen. Denn abgesehen vom Zombie-Fantum gibt es auch – absurd, aber wahr – Beratungs- und Sicherheitsfirmen, die einem erklären, was man im Fall eines Zombie-Angriffs tun muss, inclusive Überlebenswochenenden und Übungsausstattung. Dazu gibt es noch einige überflüssige Mockumentary-Sequenzen.

Doc of the Dead“ gibt einen kurzweiligen, kundigen und informativen Einblick in das Zombie-Phänomen, der allerdings auch, wie man es von anderen US-Dokumentationen kennt, den Zuschauer mit einem Dauerfeuer aus Bild und Ton bombardiert. So darf kaum ein Interviewter mehr als drei Sätze am Stück sagen.

Es ist auch ein sehr amerikanischer Blick, der den europäischen Zombiefilm (ich sage nur „Ein Zombie hing am Glockenseil“) komplett ignoriert und, angesichts der präsentierten Stofffülle, notgedrungen an der Oberfläche bleibt.

Doc of the Dead - DVD-Cover 4

 

Doc of the Dead (Doc of the Dead, USA 2014)

Regie: Alexandre O. Philippe

Drehbuch: Chad Herschberger, Alexandre O. Philippe

mit Charlie Adlard, Max Brooks, Robert Kirkman, Greg Nicotero, Simon Pegg, George A. Romero, Russ Streiner, Bruce Campbell, Tom Savini, John A. Russo, Alex Cox

DVD

Entertainment One

Bild: 2,35:1

Ton: Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: –

Länge: 77 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „Doc of the Dead“

Wikipedia über „Doc of the Dead“

Publikumsgespräch nach der Weltpremiere am 27. April 2014 in Toronto mit Regisseur Alexandre O. Philippe und Thea Munster (Toronto Zombie Walk)

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“ oder Die Suche nach tiefschürenden Erkenntnissen

August 14, 2014

Hector ist ein erfolgreicher Psychiater in London, glücklich verheiratet und in einer ausgewachsenen Sinnkrise. Denn er glaubt, dass er seine Patienten nicht wirklich glücklich macht. Aber was ist „Glück“? Um das Herauszufinden, macht sich Hector auf den Weg um den Globus. Seine Gattin lässt er in London zurück. Seine Erkenntnisse notiert er in einer Kladde. Gerne mit einer niedlichen Zeichnung.

Na, das ist doch eine hübsche Idee, die schon als Roman ein Bestseller war und als Feelgood-Movie nur dann funktioniert, wenn man keine Fragen stellt, sich naiver als ein Fünfjähriger gibt und sich nicht an den Klischees und Kalendersprüchen stört, die noch nicht einmal ein vulgärphilosophisches Niveau erreichen. Denn Hectors ekletische Erkenntnisse über das Glück passen auf alles und nichts, regen höchstens zum zustimmenden Nicken, aber nie zum Nachdenken, geschweige denn zum Widerspruch oder zu einer Diskussion über den Begriff „Glück“ ein.

Und die Erlebnisse, die der für einen erfolgreichen Psychiater arg naive Hector hat und die ihn zu Glückskeks-Erkenntnissen wie „Unglück vermeiden ist nicht der Weg zum Glück“ oder „Glück ist, wenn man sich rundum lebendig fühlt“ führen, sind keine netten kleine Episoden, sondern eine einzige Klischeeparade, die man sich aus banalen Komödien der fünfziger und sechziger Jahre zusammensuchte und die wohlig vertraut, aber doch ziemlich antiquiert sind.

So trifft der vollkommen lebensuntüchtig wirkende Hector (Simon Pegg, liebenswert) auf dem Flug nach Shanghai Edward, einen Investmentbanker, der nur ans Geldverdienen denkt und Hector (was im wirklichen Leben nie passiert) großmütig durch das pulsierende Nachtleben führt. In der Nacht bandelt Hector mit Ying Li an, verliebt sich sofort in diese junge, überaus willige Schönheit und muss am nächsten Tag – Überraschung! – feststellen, dass sie eine Prostituierte ist. Seine Erkenntnis aus diesem Erlebnis: „Manchmal bedeutet Glück, etwas nicht zu wissen.“

Dann wandert Hector zu tibetanischen Mönchen, die den Errungenschaften der Moderne nicht abgeneigt sind. In Südafrika trifft er einem befreundeten Arzt, der jetzt Bedürftigen hilft und mit seinem Freund zusammen lebt. Unser Hans im Glück gerät in typisch afrikanische Kriegswirren und er befreundet sich mit einem gefürchteten kolumbianischen Drogenhändler. Auf seiner letzten Reisestation, in Los Angeles, trifft Hector seine großer Liebe wieder, zu der er seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte und die jetzt eine glücklich verheiratete Mutter ist.

Aber diese Ortswechsel führen nie zu tieferen Erkenntnissen oder einer sich auf ein bestimmtes Ende hin bewegenden Geschichte. Sie sind nur die weitgehend austauschbare Kulisse für die Auftritte bekannter Schauspieler wie Veronica Ferres (im Original mit einem schönen deutsch-englischem Sprachmischmasch), Stellan Skarsgard, Jean Reno, Toni Colette und Christopher Plummer.

Man kann dem Film nicht wirklich böse sein, weil er so harmlos, nett und gefällig wie ein Heinz-Erhardt-Film ist. Aber gerade diese durchaus gut präsentierte durchgehende Ambitionslosigkeit verärgert auch. Immerhin drehte Regisseur Peter Chelsom unter anderem „Hear my Song“ und „Funny Bones“.

Dagegen ist „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“ nur das filmische Äquivalent zu einem Buch, das man jemand schenkt, den man nicht kennt.

Mein Tipp: Besser noch einmal Ben Stillers fantastisches „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ über dessen Suche nach der Essenz des Lebens ansehen.

Hectors Reise - Plakat

 

Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück (Hector and the Search for Happiness, Kanada/Deutschland 2014)

Regie: Peter Chelsom

Drehbuch: Maria von Heland, Peter Chelsom, Tinker Lindsay

LV: Francois Lelord: Le voyage d’Hector ou la recherche du bonheur, 2002 (Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück)

mit Simon Pegg, Toni Collette, Rosamund Pike, Stellan Skarsgard, Jean Reno, Veronica Ferres, Christopher Plummer, Ming Zhao, Barry Atsma

Länge: 119 Minuten

FSK: ab 12 Jahre (keine Ahnung warum es keine FSK-6 wurde)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Hectors Reise“

Moviepilot über „Hectors Reise“

Metacritic über „Hectors Reise“

Rotten Tomatoes über „Hectors Reise“

Wikipedia über „Hectors Reise“ 

Perlentaucher über den Roman „Hectors Reise“

 


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