TV-Tipp für den 15. März: Mord im Fahrpreis inbegriffen

März 15, 2017

Arte, 20.15

Mord im Fahrpreis inbegriffen (Frankreich 1965, Regie: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras

LV: Sébastien Japrisot: Compartiment tueurs, 1962 (Mord im Fahrpreis inbegriffen)

In einem Schlafwagen wird eine junge Frau ermordet. Inspektor Grazziani sucht den Täter, während dieser munter die Verdächtigen ermordet.

Das heute fast unbekannte Spielfilmdebüt von Costa-Gavras, der danach mit seinen Polit-Thrillern das Publikum begeisterte. Hier wandelt er noch auf den Pfaden des Rätselkrimis.

Aber: „Bereits dieser erste Film deutete Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen an.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von „Che“ bis „Z“ – Polit-Thriller im Kino, 1991) Das zeigt sich auch an dem Täter (wird nicht verraten) und den damit verbundenen Problemen bei den Dreherlaubnissen für bestimmte Orte durch die Polizei.

mit Yves Montand, Simone Signoret, Michel Piccoli, Pierre Mondy, Charles Denner, Jean-Louis Trintignant, Bernadette Lafont

Wiederholungen

Freitag, 17. März, 13.35 Uhr

Dienstag, 21. März, 13.35 Uhr

Dienstag, 28. März, 13.40 Uhr

Hinweise

Arte über den Film

Rotten Tomatoes über „Mord im Fahrpreis inbegriffen“

Wikipedia über „Mord im Fahrpreis inbegriffen“ (deutsch, englisch, französisch)

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TV-Tipp für den 15. Mai: Police Python 357

Mai 14, 2016

Arte, 20.15

Police Python 357 (Frankreich/Deutschland 1976, Regie: Alain Corneau)

Drehbuch: Daniel Boulanger, Alain Corneau

Die Story erinnert (unhöfliche Leute sagen: der Plot ist abgekupfert) natürlich an den Noir-Klassiker „Spiel mit dem Tod“: Die einsame Polizist Marc Ferrot verliebt sich in Sylvia, die Geliebte seines Vorgesetzten Ganay. Als der eifersüchtige Ganay sie ermordet, setzt er seinen besten Mann darauf an, den Nebenbuhler, der als Mörder hängen soll, zu finden. Erst langsam begreift Ferrot, dass er der gesuchte Nebenbuhler ist und alle Beweise auf ihn als Mörder deuten.

„Geschickt in Szene gesetzter Polizeithriller.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

„Police Python 357 ist eine stilistische Neuerung im Genre und beschwört zugleich dessen Traditionen. (…) Es ist der melancholische Rückblick des Genres auf seinen mythischen Helden, von dem es weiß, dass er nicht mehr zu retten ist.“ (Georg Seesslen: Copland)

Mit Yves Montand, Simone Signoret, Francois Périer, Stefania Sandrelli Mathieu Carrière, Vadim Glowna, Claude Bertrand

Wiederholung: Mittwoch, 18. Mai, 13.45 Uhr

Hinweise

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Wahl der Waffen“ (Le choix des armes, Frankreich 1981)

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Love Crime (Crime d’amour, Frankreich 2010)

Mein Nachruf auf Alain Corneau

Alain Corneau in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 10. Februar: Das Geständnis

Februar 10, 2016

Arte, 20.15
Das Geständnis (Frankreich/Italien 1969, Regie: Constantin Costa-Gavras)
Drehbuch: Jorge Semprún
LV: Artur London, Lise London: L’Aveu (Ich gestehe – Der Prozess um Rudolf Slansky)
CSSR, fünfziger Jahre: der stellvertretende Außenminister Anton Ludvik wird vom Geheimdienst verhaftet. Obwohl er unschuldig ist, soll er Verbrechen gegen den kommunistischen Staat gestehen.
„Man dient der Sache des Sozialismus nicht, indem man die Prozesse, Intrigen und Irrtümer, die ihn degradieren und entstellen, unter den Tisch fallen lässt. Ich weiß, dass ‚L’Aveu‘ die Gemüter erregen wird. Aber darf man, im Namen der Disziplin und Loyalität einer Partei gegenüber zulassen, dass dem Menschen seine Würde genommen wird?“ (Constantin Costa-Gavras zum Fillmstart)
Grandioser Polit-Thriller von Costa-Gavras, der abseits von seinen realen historischen Bezügen (das Vorbild für Ludvik war Artur London), immer noch aktuell ist.
„Die internationale Filmkritik bezeichnete ‚Das Geständnis‘ als eine allgemein gültige und fast dokumentarisch wirkende Darstellung politischen Terrors und totalitärer Willkür.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von ‚Che‘ bis ‚Z‘ – Polit-Thriller im Kino, 1991)
mit Yves Montand, Simone Signoret, Gabrielle Ferzetti
Wiederholung: Freitag, 19. Februar, 13.35 Uhr
Hinweise
Arte über die Costa-Gavras-Filmreihe
Rotten Tomatoes über „Das Geständnis“
Wikipedia über „Das Geständnis“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 13. September: Die Teuflischen

September 12, 2015

Arte, 20.15

Die Teuflischen (Frankreich 1955, Regie: Henri-Georges Clouzot)

Drehbuch: Henri-Georges Clouzot, Jérôme Geronimi, René Masson (Mitarbeit), Frédéric Grendel (Mitarbeit)

LV: Pierre Boileau/Thomas Narcejac: Les diaboliques: Celle qui n´etait pas, 1952 (Die Teuflischen; Tote sollen schweigen)

Privatschullehrer Delasse quält mit sadistischer Freude seine herzkranke Frau und seine Geliebte. Da beschließen die beiden Frauen, das Ekelpaket umzubringen.

Eher selten gezeigter Klassiker, der einem auch heute noch den Atem raubt.

Das Drehbuch gewann einen Special Edgar.

Anschließend, um 22.05 Uhr, läuft Chris Markers einstündige Doku „Erinnerungen an Simone – Eine Hommage an Simone Signoret“ von 1986.

mit Simone Signoret, Véra Clouzot, Paul Meurisse, Charles Vanel, Michel Serrault

Wiederholung: Montag, 14. September, 14.05 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Teuflischen“

Arte über die Henri-Georges-Clouzot-Reihe und die heutige Hommage an Simone Signoret

Wikipedia über Henri-Georges Clouzot (deutsch, englisch)

 


TV-Tipp für den 14. Oktober: Die Katze

Oktober 14, 2013

 

Arte, 20.15

Die Katze (F/I 1971, R.: Pierre Granier-Deferre)

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin

LV: Georges Simenon: Le chat, 1966 (Der Kater; Die Katze)

Clémence Bouin will ihren gleichgültigen Mann Julien an sich binden. Der Versuch endet in einer Tragödie.

Schonungslose, Mitleid erweckende Eheträgodie; ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären.

Im Anschluss läuft „Erinnerungen an Simone“ (Frankreich 1986) von Chris Marker.

Mit Jean Gabin, Simone Signoret

Wiederholungen

Montag, 21. Oktober, 13.55 Uhr

Dienstag, 5. November, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Die Katze“

Wikipedia über „Die Katze“ (deutsch, englisch, französisch)

Deutsche Georges-Simenon-Fanseite

Meine Besprechung von Bertrand Taverniers Georges-Simenon-Verfilmung „Der Uhrmacher von St. Paul“ (L’horloger de Saint-Paul, Frankreich 1974)


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