TV-Tipp für den 7. Oktober: Im Tal von Elah

Oktober 7, 2016

3sat, 22.35

Im Tal von Elah (USA 2007, Regie: Paul Haggis)

Drehbuch: Paul Haggis (nach einer Geschichte von Mark Boal und Paul Haggis)

Ex-Militärpolizist und Vietnamveteran Hank Deerfield erfährt, dass sein Sohn Mike sich nach seiner Rückkehr aus dem Irak fahnenflüchtig ist. Kurz darauf wird seine verbrannte Leiche gefunden. Deerfield beginnt mit einer Polizistin Mikes Mörder zu suchen. Dabei werden sie vom Militär behindert.

Haggis benutzt in seinem feinen Thriller das Genre, um auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen. Denn der auf einem wahren Fall basierende, hochgelobte Thriller beschäftigt sich mit den seelischen Kosten von Kriegseinsätzen für den Einzelnen und die Gesellschaft.

Der Titel spielt auf die David-und-Goliath-Geschichte in der Bibel an. Deren Kampf fand im Valley of Elah, bei uns je nach Bibelübersetzung bekannt als Eichgrund, Elberfelder oder Terebinthental, statt.

Mit Tommy Lee Jones, Charlize Theron, Susan Sarandon, Jason Patric, James Franco, Josh Brolin, Jonathan Tucker

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Im Tal von Elah“

Metacritic über “Im Tal von Elah”

Rotten Tomatoes über “Im Tal von Elah”

Wikipedia über “Im Tal von Elah” (deutschenglisch)

Das Drehbuch „In the Valley of Elah“ von Paul Haggis

About com: Interview mit Paul Haggis und Charlize Theron über „Im Tal von Elah“ (mit weiterführenden Links)

Future Movies: Interview mit Paul Haggis über „Im Tal von Elah“

Bayerisches Fernsehen: Interview mit Paul Haggis über „Im Tal von Elah“

Meine Besprechung von Paul Haggis‘ „Dritte Person“ (Third Person, Großbritannien/USA/Deutschland/Belgien 2013)

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TV-Tipp für den 16. Juli: Thelma & Louise

Juli 15, 2016

ZDFneo, 23.25

Thelma & Louise (USA 1991, Regie: Ridley Scott)

Drehbuch: Callie Khouri

Hausfrau Thelma und ihre Freundin, die Kellnerin Louise, brechen zu einem Wochenende ohne Männer auf. In einer Bar wird ein Mann zudringlich. In Notwehr erschießt Louise ihn. Weil ihnen das aber niemand glaubt, fliehen Thelma und Louise nach Mexiko. Verfolgt von der Polizei.

Ein feministisches Roadmovie, ein Kassen- und Kritikererfolg und inzwischen ein Klassiker.

Callie Khouri erhielt für ihr Drehbuch unter anderem den Oscar, einen Golden Globe und den Preis der Writers Guild of America. In ihren späteren Werken konnte sie an diesen Erfolg nicht anknüpfen.

mit Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt

Wiederholung: Sonntag, 17. Juli, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Thelma & Louise“

Wikipedia über „Thelma & Louise“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Thelma & Louise“ (Final shooting script, 5. Juni 1990) von Callie Khouri

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Prometheus” (Prometheus, USA 2012)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Exodus – Götter und Könige (Exodus – Gods and Kings, USA 2014)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” (The Martian, USA 2015)

Ridley Scott in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Mit besten Absichten“ nervt Susan Sarandon ihre Filmtochter Rose Byrne

Juli 15, 2016

It’s the story of someone we should all be so lucky to be annoyed with sometimes: a mother who loves us a little to much.“ (Lorne Scafaria über ihren Film)

Eltern und ihre Kinder – nachdem „Toni Erdmann“ den Feelbad-Weg wählte, wählte Lorene Scafaria bei ihrem zweiten Spielfilm „Mit besten Absichten“ den Feelgood-Weg. Susan Sarandon (die wegen des für sie unverständlichen Drehbuchs eine Rolle in „Independence Day: Wiederkehr“ ablehnte) spielt Marnie Minervini, die sich immer noch ungefragt in das Leben ihrer Tochter Lori (Rose Byrne) einmischt. Dass sie inzwischen kein fünfjähriges Kind, sondern Mitte Dreißig ist und an der Westküste in Hollywood als erfolgreiche TV-Autorin arbeitet, stört Marnie nicht. Immerhin ist ihr Ehemann gerade gestorben und in ihrer Heimatstadt New Jersey hält sie nichts mehr. Also zieht sie um nach Los Angeles – und mischt sich zuerst in das Leben ihrer allein lebenden Tochter ein, die davon nicht besonders begeistert ist.

Daneben hilft sie anderen Menschen, die ihre Einmischung erheblich freudiger aufnehmen. Da sind ein junger afroamerikanischer Telefonverkäufer, den sie auf eine Abendschule schickt, und die Freundinnen ihrer Tochter, von denen eine heiraten möchte. Marnie beginnt gleich die Hochzeit zu organisieren. Mit allem Drum und Dran. Immerhin hat sie nach dem Tod ihres Mannes keine Geldsorgen mehr.

Und dann trifft sie Zipper (J. K. Simmons), einen überaus verständigen und geduldigen Ex-Polizisten, der jetzt an Filmsets für die Security zuständig ist und bei seiner Arbeit auf Marnie trifft. Denn Marnie spazierte zufällig in ein Filmset.

Die Inspiration für Scafarias zweiten Spielfilm war der Tod ihres Vaters und der Umzug ihrer Mutter Gail während der Dreharbeiten für ihr Regiedebüt „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“. Die aus New Jersey nach Los Angeles umgezogene Gail mischte sich in alles ein und als typische italienische Mutter half sie, wo sie konnte. Gefragt und ungefragt. Für den Film änderte Scafaria selbstverständlich die Geschichte bis sie zu einer Liebeserklärung an alle Mütter wurde. Dabei ist Marnie, auch wenn sie es nur gut meint, eine Helikoptermutter mit ausgeprägtem Helfersyndrom. Also genau die Person, die man zum Therapeuten schicken möchte, damit sie sich endlich einmal um sich kümmert. Auch wenn man in Lori einiges von sich selbst und in Marnie einiges von seiner Mutter erkennt.

Dank der feinfühligen Regie von Scafaria, die nicht über Marnie urteilt oder sie verurteilt, sondern ihre positive Weltsicht einnimmt, steht man auf Marnies Seite, wenn sie ungefragt Fremden hilft und sich nachhaltig in deren Leben einmischt. Nur bei ihrer ganz gut auf eigenen Füßen stehenden Tochter sollte sie weniger tun. Obwohl das die komödiantischsten Teile der liebenswert-warmherzigen Komödie sind.

Mit besten Absichten“ ist auch eine weitere Traumrolle für Susan Sarandon die Marnie als zuletzt an sich selbst denkende, überaus coole Glücksfee spielt. Kein Wunder, dass Zipper sie zu sich nach Hause einlädt.

Mit besten Absichten - Plakat

Mit besten Absichten (The Meddler, USA 2015)

Regie: Lorene Scafaria

Drehbuch: Lorene Scafaria

mit Susan Sarandon, Rose Byrne, J. K. Simmons, Jerrod Carmichael, Cecily Strong, Lucy Punch, Casey Wilson

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Mit besten Absichten“

Metacritic über „Mit besten Absichten“

Rotten Tomatoes über „Mit besten Absichten“

Wikipedia über „Mit besten Absichten“

Meine Besprechung von Lorene Scafarias „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“ (Seeking a Friend for the End of the World, USA 2012)

Lorene Scafaria bei DP/30 über den Film und den ganzen Rest

Lorene Scafaria, Susan Sarandon und Rose Byrne über den Film

Lorene Scafaria und Susan Sarandon über den Film

Schon von 2014: ein gut neunzigminütiges Gespräch mit Lorene Scafaria bei Writers on Writing


TV-Tipp für den 25. Februar: Thelma & Louise

Februar 25, 2016

3sat, 22.25

Thelma & Louise (USA 1991, Regie: Ridley Scott)

Drehbuch: Callie Khouri

Hausfrau Thelma und ihre Freundin, die Kellnerin Louise, brechen zu einem Wochenende ohne Männer auf. In einer Bar wird ein Mann zudringlich. In Notwehr erschießt Louise ihn. Weil ihnen das aber niemand glaubt, fliehen Thelma und Louise nach Mexiko. Verfolgt von der Polizei.

Ein feministisches Roadmovie, ein Kassen- und Kritikererfolg und inzwischen ein Klassiker.

Callie Khouri erhielt für ihr Drehbuch unter anderem den Oscar, einen Golden Globe und den Preis der Writers Guild of America. In ihren späteren Werken konnte sie an diesen Erfolg nicht anknüpfen.

mit Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Thelma & Louise“

Wikipedia über „Thelma & Louise“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Thelma & Louise“ (Final shooting script, 5. Juni 1990) von Callie Khouri

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Prometheus” (Prometheus, USA 2012)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Exodus – Götter und Könige (Exodus – Gods and Kings, USA 2014)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” (The Martian, USA 2015)

Ridley Scott in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 24. Dezember: Cloud Atlas

Dezember 23, 2015

Nach der Bescherung, auf der Sinnsuche

Eins Festival, 21.40

Cloud Atlas – Der Wolkenatlas (USA/Deutschland 2012, Regie: Lana & Andy Wachowski, Tom Tykwer)

Drehbuch: Lana & Andy Wachowski, Tom Tykwer

LV: David Mitchell: Cloud Atlas, 2004 (Der Wolkenatlas)

„Cloud Atlas“ ist ein dreistündiger, auf sechs Zeitebenen zwischen 1849 und 2346 spielender Trip, bei dem sechs miteinander verwobene Geschichten, die auch alle unterschiedliche Genres bedienen, zu einer Vision verbunden werden, die auch den Eindruck von viel Lärm um Nichts hinterlässt. Aber die Wachowski-Geschwister und Tom Tykwer liefern einen kurzweiligen, immer interessanten und sehenswerten Film ab, bei dem die Stars, teils kaum erkennbar, in verschiedenen Rollen auftreten.

In meiner Besprechung gehe ich ausführlicher auf die Probleme ein, die ich mit dem Film habe. Dort gibt es auch etliche Clips mit Hintergrundinformationen.

mit Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Doona Bae, Ben Whishaw, James D’Arcy, Zhou Xun, Keith David, Susan Sarandon, Hugh Grant, David Gyasi, Martin Wuttke, Götz Otto, David Mitchell (Cameo als Spion)

Wiederholung: Sonntag, 27. Dezember, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Cloud Atlas“

Metacritic über „Cloud Atlas“

Rotten Tomatoes über „Cloud Atlas“

Wikipedia über „Cloud Atlas“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lana & Andy Wachowski/Tom Tykwers „Cloud Atlas“ (Cloud Atlas, USA/Deutschland 2012)

Meine Besprechung von Lana & Andy Wachowskis „Jupiter Ascending“ (Jupiter Ascending, USA 2015)


TV-Tipp für den 19. Oktober: The Company You Keep – Die Akte Grant

Oktober 19, 2015

ZDF, 22.15
Die Akte Grant (The Company you keep, USA 2013)
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Lem Dobbs
LV: Neil Gordon: The Company you keep, 2003
Nachdem eine Weathermen-Kampfgefährtin verhaftet wird und ein neugieriger Jungspund-Journalist seine vierzig Jahre zurückliegende terroristische Vergangenheit enthüllt, taucht der angesehene Bürgerrechtsanwalt Jim Grant unter. Um, wie der Journalist vermutet, seine Unschuld zu beweisen.
Spannender, im positiven Sinn altmodischer, vor allem auf die Dialoge setzender Polit-Thriller, bei dem der Polit-Teil eher eine Beigabe ist und die vielen bekannten Gesichter, denen Robert Redford (als Grant) auf seiner Flucht vor dem FBI begegnet, erfreuen zuerst das Auge des gestandenen Kinofans und sorgen dann für eine angenehme Verunsicherung. Denn bei diesem All-Star-Ensemble ist schnell vollkommen unklar, wer nur einen kurzen Gastauftritt hat und wer nicht.
Seit einigen Tagen haben Robert Redford und Nick Nolte im Kino ein „Picknick mit Bären“.
mit Robert Redford, Shia LaBeouf, Julie Christie, Susan Sarandon, Nick Nolte, Terrence Howard, Anna Kendrick, Stanley Tucci, Chris Cooper, Richard Jenkins, Brendan Gleeson, Brit Marling, Sam Elliott, Stephen Root, Jackie Evancho
auch bekannt als „The Company you keep – Die Akte Grant“ (Kinotitel)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Die Akte Grant“
Wikipedia über „Die Akte Grant“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 24. Juli: Thelma & Louise

Juli 24, 2015

3sat, 22.00

Thelma & Louise (USA 1991, Regie: Ridley Scott)

Drehbuch: Callie Khouri

Hausfrau Thelma und ihre Freundin, die Kellnerin Louise, brechen zu einem Wochenende ohne Männer auf. In einer Bar wird ein Mann zudringlich. In Notwehr erschießt Louise ihn. Weil ihnen das aber niemand glaubt, fliehen Thelma und Louise nach Mexiko. Verfolgt von der Polizei.

Ein feministisches Roadmovie, ein Kassen- und Kritikererfolg und inzwischen ein Klassiker.

Callie Khouri erhielt für ihr Drehbuch unter anderem den Oscar, einen Golden Globe und den Preis der Writers Guild of America. In ihren späteren Werken konnte sie an diesen Erfolg nicht anknüpfen.

mit Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Thelma & Louise“

Wikipedia über „Thelma & Louise“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Thelma & Louise“ (Final shooting script, 5. Juni 1990) von Callie Khouri

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Prometheus” (Prometheus, USA 2012)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Exodus – Götter und Könige (Exodus – Gods and Kings, USA 2014)

Ridley Scott in der Kriminalakte


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