Neu im Kino/Filmkritik: „Rambo: Last Blood“ – Das Ende, hoffentlich

September 19, 2019

Der Vietnam-Veteran John Rambo, der in den vergangenen Jahrzehnten durch die Welt reiste und Bösewichter ins Jenseits beförderte, lebt inzwischen auf einer Ranch in Arizona. Er schluckt Tabletten, wie andere Erdnüsse essen. Gabrielle, die Enkelin seiner Haushälterin, ist seine über alles geliebte Ziehtochter, die demnächst auf die Universität geht.

Eines Tages fährt sie nach Mexiko. Sie will dort ihren Vater, der sie vor Ewigkeiten verlassen hat, fragen, warum er sie verlassen hat. Kurz darauf ist sie in den Händen der Martinez-Brüder, die ihr Geld unter anderem mit Frauenhandel und Zwangsprostitution verdienen.

Als Rambo das erfährt, packt er sein Auto voll mit den Waffen, die man halt so in Mexiko benötigt, und fährt los.

Adrian Grunberg, der die kurzweilige Mel-Gibson-Actionkomödie „Get the Gringo“ inszenierte, ist hier ein reiner Erfüllungsgehilfe für Sylvester Stallone. Ohne erkennbare Ambitionen wird der Star ins rechte Licht gerückt, während aus allen Ritzen konservative und reaktionäre Ideologie tropft. Alle Mexikaner sind Verbrecher, Drogenhändler, Frauenhändler, Vergewaltiger oder treulose Familienväter. Halt menschlicher Abschaum, der nur auftritt, um von Rambo getötet zu werden. Dafür latschen sie bereitwillig in seine Fallen und leisten in direkten Konfrontationen keine Gegenwehr. Denn Sylvester Stallone ist nicht mehr der Jüngste. Sein Schauspiel beschränkt sich auf grimmige Blicke und grummelige Satzfragmente.

Alle Figuren in diesem Film verhalten sich dumm. Wenn sie die Wahl zwischen zwei dummen Alternativen haben, wählen sie zuverlässig die dümmste Option und sie entscheiden sich konsequent für die die gewalttätige Option. Es gibt nur „Gewalt“ und „noch mehr Gewalt“.

Bis es zu den Gewaltausbrüchen und den damit verbundenen wenigen, dafür sehr blutig-brutalen Actionszenen kommt, vergeht ziemlich viel Filmzeit mit peinlichen Erklärdialogen und Sonnenuntergängen. Spätestens wenn Rambo nach Mexiko aufbricht, verbindet der Film vollkommen ironie- und überraschungsfrei, die Dummheiten der Jugend mit der Sturheit des Alters. Der John Rambo in „Last Blood“ unterscheidet sich nicht von dem deutlich jüngeren John Rambo in „Rambo II – Der Auftrag“ oder in „Rambo III“. Er ist eine Ein-Mann-Kampfmaschine, die die gerade populären Gegner reaktionärer US-Amerikaner abschlachtet.

Das ist genau die strunzdumme Law&Order-Ideologie, die Stallone in den achtziger Jahren zu einem der größten Actionstars machte, die damals schon unbekömmlich war und die hier unverändert wieder präsentiert wird.

Rambo: Last Blood“ ist noch nicht einmal ärgerlich, weil alles genau so kommt, wie man es erwartet, wenn Stallone nicht nur die Hauptrolle übernimmt, sondern auch das Drehbuch schreibt. Der fünfte Rambo-Film ist einfach nur noch ein weiterer vergessenswerter Film mit John Rambo. Auch wenn dieser mit dem Titel „Last Blood“ und, im Abspann, Bildern aus den vorherigen Rambo-Filmen einen Bogen zu „First Blood“, dem Originaltitel des ersten Rambo-Films, schlagen soll.

In Grunbergs Film gibt es nirgendwo den Versuch, den Charakter John Rambo einer Neubetrachtung zu unterziehen oder einen Abschluss zu liefern. Das ist kein letztes Gefecht, sondern einfach nur das nächste Gefecht und, auch wenn Stallone in Interviews zum Filmstart nur von einem weiteren Rocky-Film mit ihm als Rocky redet, ist der nächste Rambo-Film schon am Horizont sichtbar.

Eine unbestrittene Qualität hat der vollkommen ironie- und humorfreie Actionfilm allerdings. „Rambo: Last Blood“ hat unzählige Momente, die sich für Parodien eigenen. Schon beim Ansehen des Films fielen mir mögliche Fake-Trailer und Memes (wie „John Rambo, Herzchirurg“) ein.

Rambo: Last Blood (Rambo: Last Blood, USA 2019)

Regie: Adrian Grunberg

Drehbuch: Matthew Cirulnick, Sylvester Stallone (nach einer Geschichte von Dan Gordon und Sylvester Stallone) (basierend auf der von David Morrell erfundenen Figur)

mit Sylvester Stallone, Paz Vega, Sergio Peris-Mencheta, Adriana Barraza, Yvette Monreal, Oscar Jaenada

Länge: 101 Minuten (der Abspann ist sehr lang)

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Rambo: Last Blood“

Metacritic über „Rambo: Last Blood“

Rotten Tomatoes über „Rambo: Last Blood“

Wikipedia über „Rambo: Last Blood“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Adrian Grunbergs „Get the Gringo“ (Get the Gringo, USA 2012)

Homepage von David Morrell (mit Informationen zu Rambo)

The Big Thrill: Porträt von David Morrell (August 2019)

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TV-Tipp für den 16. September: Die City-Cobra

September 16, 2019

Wenige Tage vor „Rambo: Last Blood“ können wir ein anderes Sylvester-Stallone-Massaker begutachten

Kabel 1, 22.05

Die City-Cobra (Cobra, USA 1986)

Regie: George Pan Cosmatos

Drehbuch: Sylvester Stallone

LV: Paula Gosling: A Running Duck; Fair Game, 1978 (Töten ist ein einsames Geschäft)

Ein Cop soll ein Model vor einem Mörder schützen.

In jeder Hinsicht brutales Cop-Movie mit Sylvester Stallone, Sonnenbrille und vielen Waffen.

Wolfgang Schweiger hält in „Der Polizeifilm“ die „City-Cobra“ für den wahrscheinlich miesesten Cop-Film aller Zeiten. Weil der Film FSK-18 ist, müsste heute Abend eine gekürzte Fassung gezeigt werden. Es könnte sein, dass eine um knapp zwei Minuten gekürzte Fassung gezeigt wird.

Paula Gosling schreibt lesenswerte Bücher. Wenn ihr einen ihrer Romane in einem Antiquariat entdeckt, könnt ihr ruhig zugreifen. Ihr hier erstmals verfilmtes Debüt „A running Duck“ wurde mit dem John Creasey Memorial Award als bestes Debüt ausgezeichnet. Die zweite Verfilmung „Fair Game“ (USA 1995) ist auch nicht viel besser.

Mit Sylvester Stallone, Brigitte Nielsen, Reni Santoni, Andrew Robinson, John Herzfeld, Val Avery, David Rasche

Wiederholung: Dienstag, 17. September, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die City-Cobra“

Wikipedia über „Die City-Cobra“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 25. Mai: Cop Land

Mai 24, 2019

ZDFneo, 21.40

Cop Land (Cop Land, USA 1997)

Regie: James Mangold

Drehbuch: James Mangold

Freddy Heflin hat als frühes Gnadenbrot eine Stelle als Sheriff in Garrison, New Jersey bekommen. Die Einwohner sind von ihm bewunderte New Yorker Polizisten. Als eines Tages ein Interner Ermittler aus New York ihn um Hilfe bei Ermittlungen gegen korrupte Polizisten bittet, muss Heflin sich zwischen seinem Job und dem polizeilichen Ehrenkodex entscheiden.

Gutes Schauspielerkino mit einem kräftigen Touch 70-Jahre-Kino und einem genießbaren Stallone, der in diesem Cop-Movie versuchte von seinem Rambo/Rocky-Image wegzukommen. Inzwischen ist er wieder bei „Rocky“ und „Rambo“ angekommen und drehte mit einer Action-All-Star-Besetzung „The Expendables“ (über Söldner, die tun, was Söldner tun).

Mit Sylvester Stallone, Robert De Niro, Harvey Keitel, Ray Liotta, Peter Berg, Michael Rapaport, Annabella Sciorra, Robert Patrick, Noah Emmerich

Hinweise

Wikipedia über „Cop Land“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Cop Land“

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)

Meine Besprechung von James Mangolds „Logan – The Wolverine“ (Logan, USA 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: Kreative Titelwahl, neueste Ausgabe: „Creed II“

Januar 24, 2019

Bei einem Blick auf die Credits, die erst am Filmende eingeblendet werden, wird deutlich, warum „Creed II“ so ist, wie er ist.

Wir erinnern uns: „Creed“ erzählte die Geschichte von Adonis Creed, dem Sohn von Apollo Creed. Er will Boxer werden und der Weg an die Spitze kann nur mit Apollos altem Freund Rocky Balboa gelingen. Adonis Creed überzeugt ihn, ihn zu trainieren und fortan gewinnt er Boxkämpfe.

Der kreative Kopf hinter „Creed“ war Ryan Coogler. Er schrieb das Drehbuch und überzeugte Sylvester Stallone seinen Charakter in einem Film zu spielen, für den er weder das Drehbuch geschrieben hatte, noch die Regie führen würde. Und er nur eine Nebenrolle haben würde. Stallone stimmte zu. Der Film war gleichzeitig ein gelungenes Ende der Rocky-Saga, eine Staffelübergabe von einer zu einer anderen Generation, eine Neuinterpretation der „Rocky“-Aufsteigergeschichte und einfach ein guter Film.

Anschließend inszenierte Ryan Coogler „Black Panther“, ein Welterfolg, der jetzt auch für den Oscar als bester Film des Jahres nominiert ist. In „Creed II“ ist er nur noch einer der zahlreichen Produzenten. D. h.: sein kreativer Input dürfte sich auf das Übermitteln seiner Bankverbindung beschränkt haben.

Stattdessen übernahm Sylvester Stallone wieder das Ruder und behielt es in der Hand. Er schrieb mit einem Neuling das Drehbuch. Die Regie übernahm Steven Caple Jr.. Bislang inszenierte er einige TV-Filme und einen niedrig budgetierten Spielfilm. Das muss jetzt nicht unbedingt schlecht sein. Schließlich können junge Autoren und Regisseure alten Serien einen neuen Dreh verleihen. In diesem Fall führt es dazu, dass Sylvester Stallone ungehindert seine Ego-Show abziehen kann.

Das beginnt schon mit der Story: Viktor Drago, der Sohn von Ivan Drago, fordert den Boxweltmeister Adonis Creed zum Kampf heraus. Nach kurzem Zögern nimmt Creed die Herausforderung an. Immerhin tötete Ivan Drago seinen Vater Apollo im Ring.

Das war in „Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts“ (Rocky IV, USA 1985). Sylvester Stallone war damals Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur.

Creed II“ ist jetzt ein Remake von diesem Machwerk. Nur ohne dessen Ideologie. Dabei verlieh gerade diese strunzdumme Ideologie, in der der Kampf zwischen Ost und West im Boxring ausgetragen und beendet wird, dem Polit-Trash eine bestimmte tagespolitische Relevanz und auch Kraft.

In „Creed II“ bleibt dagegen nur die altbekannte Dramaturgie eines Boxerfilms und Söhne, die, wie programmierte Roboter, noch einmal den Kampf ihrer Väter nachstellen.

Damit beraubt sich der Film jeder Möglichkeit, irgendetwas neu zu interpretieren oder der Geschichte irgendeinen interessanten oder überraschenden Aspekt abzugewinnen oder irgendein neueres Thema anzusprechen. Es gibt einfach nichts, was zum Nachdenken anregt.

Creed II“ ist einfach eine ziemlich farblose Wiederholung von „Rocky IV“.

Creed II (Creed II, USA 2018)

Regie: Steven Caple Jr.

Drehbuch: Juel Taylor, Sylvester Stallone (nach einer Geschichte von Sascha Penn und Cheo Hodari Coker)

mit Michael B. Jordan, Sylvester Stallone, Tessa Thompson, Wood Harris, Russell Hornsby, Phylicia Rashad, Dolph Lundgren, Florian ‚Big Nasty‘ Munteanu, Brigitte Nielsen

Länge: 130 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Creed II“

Metacritic über „Creed II“

Rotten Tomatoes über „Creed II“

Wikipedia über „Creed II“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ryan Cooglers „Creed“ (Creed, USA 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: Kreative Filmtitel, Teil ?: „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

April 27, 2017

Vor drei Jahren waren die Guardians of the Galaxy eine willkommene Abwechslung im Einerlei von Dystopien und Superheldenfilmen, die von Einzelfilmen immer mehr zu zeitintensiven Universen werden. Jedenfalls wenn man alle Spielfilme (okay, kein Problem), etwaige verlängerte Schnittfassungen und alle mehr oder weniger dazu gehörende TV-Serien und Comics genießen will. Da brachte „Guardians of the Galaxy“ mit ihrer kindlichen Neugierde auf fremde Welten, den ungewöhnlichen Figuren und dem spielerischen Umgang mit ihnen wieder den Zauber und die Naivität alter Science-Fiction-Filme ins Kino. Das war ein Mix, der auch in einem „Krieg der Sterne“-Film gut aufgehoben wäre. Wenn die selbsternannten Guardians of the Galaxy nicht eine Rasselbande latent unzurechnungsfähiger Outsider mit Hang zum Verbrechertum wären; – ach, eigentlich war „Guardians of the Galaxy“ der Han-Solo-Film, den wir nie sehen werden.

Das gefiel. Vor allem wie diese Gruppe höchst unterschiedlicher Charaktere in einem mehrere Welten ziemlich demolierendem Abenteuer zusammenfand und zu einer Patchwork-Familie wurde.

Der Film war auch an der Kinokasse enorm erfolgreich. Denn die Guardians of the Galaxy sind eine eher obskure Gruppe im Marvel-Universum, die bis dahin nur die Hardcore-Fans kannten.

Jetzt sind Star-Lord Peter Quill (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista), Waschbär Rocket (im Original Bradley Cooper) und, als Ersatz für Groot, Baby Groot (im Original Vin Diesel) zurück. Weil Rocket bei der endgültigen Vertragsabwicklung bei ihren Auftraggebern einige Batterien klaut, sind sie quer durch den Weltraum auf der Flucht. Nach einer Bruchlandung auf einem Planeten treffen sie Peter Quills biologischen Vater, der sie zu seinem Planeten mitnimmt.

Er nennt sich Ego (was schon misstrauisch machen sollte), benimmt sich wie ein von seiner eigenen Lehre erleuchteter Guru und er sieht zwar aus wie Kurt Russell, aber in Wirklichkeit ist er ein Planet. Quill und seine Freunde stehen gerade auf ihm. Wenn ihr jetzt schon verwirrt seid, werdet ihr am Schlusskampf verzweifeln, der, ähem, gegen Ego, auf und in dem Planeten Ego stattfindet und der, nun, eine Kombination aus frei flottierendem Luft- und Raumkampf und Wirtshausschlägerei in einer sich ständig verändernden Wirtschaft ist. Das ergibt, wenn man die Kampfchoreographie wirklich nachverfolgen will, wahrscheinlich absolut keinen Sinn, ist aber schön bunt mit all seinen CGI-Explosionen und Katastrophen.

Davor plätschert die Geschichte, nach dem furiosen ersten Akt, auf Egos Planeten vor sich hin. In diesen Minuten ist „Guardians of the Galaxy Vol. 2“, um noch einmal auf „Krieg der Sterne“ zurückzukommen, der Han-Solo-Film, vor dem wir uns fürchten. Quill verschwindet fast aus der Geschichte. Der von der Erde verschleppte Erdenjunge und Weltraumpirat wird zu einem seinen verloren geglaubten Vater abgöttisch bewundernden Sohn. Außerdem ist er, immerhin ist er der Anführer der Guardians, während des gesamten Films erstaunlich passiv. Dafür dürfen wir Drax bei seinen Liebeständeleien mit Mantis (Pom Klementieff), Egos telepathisch begabter Dienerin und Assistentin, beobachten. Gleichzeitig behandelt Gamora die Beziehungsprobleme mit ihrer Schwester Nebula (Karen Gillan), die sie umbringen will.

Und, immerhin geht es in dem Film um echte und falsche Familien, Quills Adoptivvater Yondu (Michael Rooker) hat auch eine wichtige Rolle in dem ganzen Beziehungsgeflecht, das sich doch eher auf dem Niveau einer Teenie-Soap bewegt. Auch wenn die Geschichte auf fremden Planeten spielt.

Am Ende ist „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ ein buntes, zu lang geratenes, leicht zerfasertes Science-Fiction-Abenteuer, das sich zu sehr auf vernachlässigbare Beziehungsgeschichten konzentriert. Es gibt wieder eine ordentliche Portion Humor. Auch wenn Baby Groot noch lange nicht die Statur von Groot hat und Rocket etwas sanfter erscheint. Es gibt epische Raumschlachten und Kämpfe. Es gibt neue Planeten und Rassen; wenn auch nicht so viele, wie in „Guardians of the Galaxy“.

Immer noch sind die Guardians-Filme – und das ist gut so – nicht verknüpft mit dem Marvel-Kosmos. D. h. es gibt keine Gastauftritte von irgendwelchen Avengers und es wird auch keine Avengers-Handlung weitererzählt. Dafür hat Stan Lee zwei Auftritte.

Und, erstmals im Marvel Cinematic Universe, gibt es mit Ego eine Bösewicht, der länger als der Abspann im Gedächtnis bleibt. Das liegt allerdings weniger an ihm als Charakter (seine Motivation ist doch eher rätselhaft), sondern an Kurt Russell. Er verleiht ihm als größenwahnsinniger Vater – ich meine, welcher Vater nennt sich schon Ego? – eine imposante Statur und er genießt sichtbar seine Rolle als abgespacter Guru und Planetenerschaffer, der sich jetzt endlich um seinen Sohn kümmern will. Außerdem wird der Bösewicht dieses Mal nicht von einem CGI-Effekt, sondern von einem Menschen, der immer mühelos als Mensch erkennbar bleibt, gespielt.

Schon vor dem Kinostart wurde bekannt, dass James Gunn auch den dritten „Guardians of the Galaxy“-Film schreiben und inszenieren wird. Natürlich wieder mit vielen gut abgehangenen Rock- und Popsongs, die, so der Plan, ab 2020 die Kinos beschallen werden.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (Guardians of the Galaxy Vol. 2, USA 2017)

Regie: James Gunn

Drehbuch: James Gunn

mit Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Vin Diesel (Stimme, im Original), Bradley Cooper (Stimme, im Original), Kurt Russell, Michael Rooker, Karen Gillan, Pom Klementieff, Elizabeth Debicki, Chis Sullivan, Sean Gunn, Tommy Flanagan, Laura Haddock, Sylvester Stallone (mehr Cameo als Rolle), Rob Zombie, Gregg Henry, Stan Lee

Länge: 136 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Facebook-Seite von Marvel Deutschland

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Metacritic über „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Rotten Tomatoes über „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Wikipedia über „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von James Gunns „Guardians of the Galaxy“ (Guardians of the Galaxy, USA 2014) und der DVD

Meine Besprechung von mehreren „Guardians of the Galaxy“-Comics

Bonushinweis

Wer sich auf intellektuellem Niveau dem ganzen Marvel Cinematic Universe nähern will, sollte einen Blick in dieses (von mir noch nicht gelesene und daher blind empfohlene) Buch werfen, in dem Peter Vignold die expandierenden Serienuniversen mit dem Konzept der multilinearen Hyperserie analytisch fassen will.

Peter Vignold: Das Marvel Cinematic Universe – Anatomie einer Hyperserie

(Marburger Schriften zur Medienforschung)

Schüren, 2017

176 Seiten

19,90 Euro


TV-Tipp für den 25. Oktober: Shootout – Keine Gnade

Oktober 25, 2016

Pro7 Maxx, 22.25

Shootout – Keine Gnade (Bullet to the Head, USA 2013)

Regie: Walter Hill

Drehbuch: Alessandro Camon

LV: Alexis Nolent: Du plomb dans la tête (Graphic Novel)

Feines Alterswerk von Walter Hill, der hier, wie schon in „Nur 48 Stunden“ und „Red Heat“, letztendlich einfach noch einmal die Geschichte von zwei gegensätzlichen Charakteren erzählt, die gegen einen Verbrecher zusammen arbeiten müssen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sylvester Stallone, Sung Kang, Sarah Shahi, Adewale Akinnouye-Agabje, Christian Slater, Jon Seda, Jason Momoa

Wiederholung: Mittwoch, 26. Oktober, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Film-Zeit über „Shootout – Keine Gnade“

Metacritic über „Shootout – Keine Gnade“

Rotten Tomatoes über „Shootout – Keine Gnade“

Wikipedia über „Shootout – Keine Gnade“ (deutsch, englisch) und  Walter Hill (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Walter Hills “Straßen in Flammen” (Streets on Fire, USA 1984)

Meine Besprechung von Walter Hills “Shoutout – Keine Gnade” (Bullet to the Head, USA 2013)

Walter Hill in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 9. Februar: Cop Land

Februar 9, 2016

RTLnitro, 20.15

Cop Land (USA 1997, Regie: James Mangold)

Drehbuch: James Mangold

Freddy Heflin hat als frühes Gnadenbrot eine Stelle als Sheriff in Garrison, New Jersey bekommen. Die Einwohner sind von ihm bewunderte New Yorker Polizisten. Als eines Tages ein Interner Ermittler aus New York ihn um Hilfe bei Ermittlungen gegen korrupte Polizisten bittet, muss Heflin sich zwischen seinem Job und dem polizeilichen Ehrenkodex entscheiden.

Gutes Schauspielerkino mit einem kräftigen Touch 70-Jahre-Kino und einem genießbaren Stallone, der in diesem Cop-Movie versuchte von seinem Rambo/Rocky-Image wegzukommen. Inzwischen ist er wieder bei „Rocky“ und „Rambo“ angekommen, drehte mit einer Action-All-Star-Besetzung „The Expendables“ (über Söldner, die tun, was Söldner tun), zwei Fortsetzungen und, als neuesten Film, “Creed”. Einen weiteren, 132 Minuten langen Rocky-Film, der verdammt gut ist.

Mit Sylvester Stallone, Robert De Niro, Harvey Keitel, Ray Liotta, Peter Berg, Michael Rapaport, Annabella Sciorra, Robert Patrick, Noah Emmerich

Wiederholung: Mittwoch, 10. Februar, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Cop Land“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Cop Land“

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)


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