TV-Tipp für den 27. September: Die Frau in Gold

September 26, 2017

RBB, 23.00

Die Frau in Gold (Woman in Gold, GB/USA 2015)

Regie: Simon Curtis

Drehbuch: Alexi Kaye Campbell

Die im Zweiten Weltkrieg in die USA geflohene Jüdin Maria Altmann hätte gerne wieder das titelgebende Klimt-Gemälde von ihre Tante Adele. Dummerweise ist das Jugendstilgemälde inzwischen zu einer Ikone der österreichischen Identität geworden und Österreich denkt gar nicht daran, Altmann das Gemälde zurückzugeben.

Gutes, gefällig inszeniertes, auf einem wahren Fall basierendes britisches Schauspielerkino mit entsprechend pointierten Dialogen und einem noblen Anliegen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Tatiana Maslany, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Charles Dance, Jonathan Pryce, Frances Fisher, Moritz Bleibtreu

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Frau in Gold“
Moviepilot über „Die Frau in Gold“
Metacritic über „Die Frau in Gold“
Rotten Tomatoes über „Die Frau in Gold“
Wikipedia über „Die Frau in Gold“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Die Frau in Gold“
Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „My Week with Marilyn“ (My Week with Marilyn, GB 2011)

Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „Die Frau in Gold“ (Woman in Gold, GB/USA 2015)

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TV-Tipp für den 16. Juli: Die Frau in Gold

Juli 15, 2017

Wer den Film am Mitwoch verpasste

One, 20.15

Die Frau in Gold (Woman in Gold, GB/USA 2015)

Regie: Simon Curtis

Drehbuch: Alexi Kaye Campbell

Die im Zweiten Weltkrieg in die USA geflohene Jüdin Maria Altmann hätte gerne wieder das titelgebende Klimt-Gemälde von ihre Tante Adele. Dummerweise ist das Jugendstilgemälde inzwischen zu einer Ikone der österreichischen Identität geworden und Österreich denkt gar nicht daran, Altmann das Gemälde zurückzugeben.

Gutes, gefällig inszeniertes, auf einem wahren Fall basierendes britisches Schauspielerkino mit entsprechend pointierten Dialogen und einem noblen Anliegen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Tatiana Maslany, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Charles Dance, Jonathan Pryce, Frances Fisher, Moritz Bleibtreu

Wiederholung: Samstag, 22. Juli, 10.00 Uhr

Hinweise
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Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Frau in Gold“
Moviepilot über „Die Frau in Gold“
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Rotten Tomatoes über „Die Frau in Gold“
Wikipedia über „Die Frau in Gold“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Die Frau in Gold“
Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „My Week with Marilyn“ (My Week with Marilyn, GB 2011)

Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „Die Frau in Gold“ (Woman in Gold, GB/USA 2015)


TV-Tipp für den 12. Juli: Die Frau in Gold

Juli 11, 2017

ARD, 20.15

Die Frau in Gold (Woman in Gold, GB/USA 2015)

Regie: Simon Curtis

Drehbuch: Alexi Kaye Campbell

Die im Zweiten Weltkrieg in die USA geflohene Jüdin Maria Altmann hätte gerne wieder das titelgebende Klimt-Gemälde von ihre Tante Adele. Dummerweise ist das Jugendstilgemälde inzwischen zu einer Ikone der österreichischen Identität geworden und Österreich denkt gar nicht daran, Altmann das Gemälde zurückzugeben.

TV-Premiere. Gutes, gefällig inszeniertes, auf einem wahren Fall basierendes britisches Schauspielerkino mit entsprechend pointierten Dialogen und einem noblen Anliegen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Tatiana Maslany, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Charles Dance, Jonathan Pryce, Frances Fisher, Moritz Bleibtreu

Wiederholung: Donnerstag, 13. Juli, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
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Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Frau in Gold“
Moviepilot über „Die Frau in Gold“
Metacritic über „Die Frau in Gold“
Rotten Tomatoes über „Die Frau in Gold“
Wikipedia über „Die Frau in Gold“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Die Frau in Gold“
Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „My Week with Marilyn“ (My Week with Marilyn, GB 2011)

Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „Die Frau in Gold“ (Woman in Gold, GB/USA 2015)


DVD-Kritik: „Orphan Black“ geht in die vierte Runde

März 22, 2017

Jeder glaubt, dass er einzigartig sei. Aber ein Blick in verschiedene Statistiken zeigt, dass man dann doch nicht so einzigartig ist. Es kann auch passieren, dass man in einer Menschenmenge jemand sieht, der einem auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sieht. Normalerweise ist das kein großes Drama.

Für Sarah Manning ist die erste Begegnung mit ihrem ‚Zwilling‘ schon unangenehmer. Denn ihr ‚Zwilling‘ springt vor einen fahrenden Zug.

In der ersten Staffel der grandiosen Science-Fiction-TV-Serie „Orphan Black“ nahm die Teilzeit-Mutter, Betrügerin und kleine Drogenhändlerin Sarah Manning dann, in der Hoffnung auf etwas Geld, die Identität der Toten an. Schnell erfuhr sie, dass die tote Polizistin ihr nicht zufällig zum Verwechseln ähnlich sah. Sie ist ein Klon und es gibt noch über zwei Dutzend Klone von ihr, die irgendwo auf der Welt herumlaufen. Mit einigen ihrer Klonschwestern will sie herausfinden, wer sie warum erzeugte und jetzt töten will.

Inzwischen ist die vierte Staffel der mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten BBC-America-Serie auf DVD erschienen. Sie beginnt mit einer fast die gesamte erste Folge einnehmenden Rückblende, in der wir mehr über die Ereignisse erfahren, die zum Suizid der Kriminalpolizistin Beth Childs führten. Dieser Plot wird in der vierten Staffel immer wieder aufgenommen, während im Hauptplot Sarah versucht herauszufinden, was die Neolution plant. Sie experimentiert inzwischen mit biotechnischen Implantate und leitet eine Geburtsklinik, die einwandfreie Babys garantiert.

Nach der hoffnungslos vergurkten dritten Staffel, die in ihren zahllosen Subplots ertrank, ohne den Hauptplot erkennbar zu befruchten, haben die „Orphan Black“-Macher sich jetzt wieder auf die Sarah-Klone konzentriert. Die männlichen Castor-Klone, die Teil eines geheimen Militärprojektes waren/sind, wurden ersatzlos aus der Geschichte gestrichen. Nur ein Castor-Klon, der nie Teil des Militärprojekts war, ist Teil der Geschichte der vierten Staffel. Er pflegt auf einer Insel Sarahs skrupellose Klonschwester Rachel, die sich langsam von ihren Verletzungen erholt und eine wichtige Position bei den Neolutionisten übernehmen möchte.

Die vierte Staffel konzentriert sich – und das ist gut so – auf Machtkämpfe innerhalb der Neolution, den damit zusammenhängenden geheimen Forschungen und, auf der Seite von Sarah und ihren Klon-Schwestern, auf ihre Versuche, mehr über ihre Vergangenheit herauszufinden und die Angriffe der Neolution zu überleben. Die hat anscheinend überall Verbündete.

Auch durch die Rückblenden tauchen in der vierten Staffel viele altbekannte, teils schon verstorbene Charaktere, wie Dyad-Chef und bekennender Neolutionist Aldous Leekie, wieder auf.

Im Mittelpunkt der Serie steht immer und in fast jeder Szene Hauptdarstellerin Tatiana Maslany, die alle weiblichen Klone spielt; teilweise in der gleichen Szene. Mit ihrem facettenreichen Spiel (und Kleidung und Frisur) porträtiert sie die verschiedenen Klone so unterschiedlich, dass man sie nicht miteinander verwechselt und sie immer als individuelle Charaktere begreift. Das gilt natürlich auch für die neuen Sarah-Klone.

Die Serie selbst entwickelt in der vierten, teils sehr elliptisch erzählten Staffel wieder den Sog, den man aus den ersten beiden Staffeln kennt, in denen sich die Geschichte unerbittlich fortbewegte. Deshalb sollte man sich vor der vierten Staffel auch die erste und zweite Staffel ansehen. Die dritte Staffel, so meine derzeitige Meinung, kann man dagegen getrost ignorieren.

Die finale fünfte, wieder aus zehn Episoden bestehende Staffel wird in Kanada und den USA ab dem 10. Juni 2017 ausgestrahlt. Ein deutscher Sendetermin steht noch nicht fest.

Das Bonusmaterial ist dieses Mal mit einer Stunde Laufzeit deutlich umfangreicher als bei den vorherigen Staffeln ausgefallen. Es ist, mit ganz wenigen Überschneidungen (insgesamt zwei, drei Minuten), unterteilt in drei längere Features und zehn kurze Featurettes, in den über bestimmte Details jeder Episode gesprochen wird und in denen wichtige Details der Handlung verraten werden.

Orphan Black – Ein Klon ist niemals allein: Staffel 4 (Orphan Black, Kanada 2016)

Regie: John Fawcett, Ken Girotti, Peter Stebbins, David Wellington, Grant Harvey, David Frazee, Aaron Morton

Drehbuch: Graeme Manson, Russ Cochrane, Aubrey Nealon, Alex Levine, Kate Melville, Chris Roberts, Nikolijne Troubetzkoy, Peter Mohan

Erfinder: John Fawcett, Graeme Manson

Mit Tatiana Maslany (Sarah Manning/Alison Hendrix/Cosima Niehaus/Rachel Duncan/Helena/Elizabeth ‚Beth‘ Childs/Krystal Goderitch/Veera ‚M. K.‘ Suominen), Dylan Bruce (Paul Dierden), Jordan Gavaris (Felix Dawkins), Kevin Hanchard (Detective Art Bell), Evelyne Brochu (Delphine Cormier), Maria Doyle Kennedy (Mrs. S), Ari Millen (Ira), Skyler Wexler (Kira Manning), Kristian Bruun (Donnie Hendrix), James Frain (Ferdinand Chevalier), Rosemary Dunsmore (Susan Duncan), Lauren Hammersley (Adele), Alison Steadman (Kendall Malone), Jessalyn Wanlin (Evie Cho), Gord Rand (Detective Duko), Matt Frewer (Dr. Aldous Leekie)

DVD

Polyband

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bonusmaterial (60 Minuten): Back to the Beginning, Body Horror, Closer Looks

Länge: 420 Minuten (10 x 42 Minuten, 3 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

BBC über „Orphan Black“

BBC America über “Orphan Black”

Space über “Orphan Black”

ZDF über “Orphan Black”

Moviepilot über “Orphan Black”

Rotten Tomatoes über “Orphan Black” (bei Serien ist die Bewertung einfach zu positiv)

Wikipedia über „Orphan Black“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Orphan Black – Ein Klin ist niemals allein: Staffel 1“ (Orphan Black, Kanada 2013)

Meine Besprechung von „Orphan Black – Ein Klon ist niemals allein: Staffel 2“ (Orphan Black, Kanada 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: Helen Mirren ist nicht „Die Frau in Gold“

Juni 4, 2015

Wem gehört das Bild „Adele Bloch-Bauer I“ (auch „Goldene Adele“) von Gustav Klimt? Viele Jahre war es in Wien in der Österreichischen Galerie Belvedere ausgestellt. 1998 behauptete eine alte, in Kalifornien lebende Dame, die rechtmäßige Besitzerin des Gemäldes zu sein. Die 1916 geborene Maria Altmann war während der Nazi-Diktatur mit ihrem Mann Fritz Altmann, einem Opernsänger, aus Wien in die USA geflüchtet.
Als ihre Schwester stirbt, findet sie in ihren Briefen Hinweise, dass ihr, neben weiteren Klimt-Werken, das Bild, ein Porträt ihrer über alles geliebten Tante Adele, gehört.
Zusammen mit dem jungen Anwalt Randy Schoenberg (ein Enkel von Arnold Schönberg) nimmt sie den Kampf auf. Dabei will er, weil er gerade am Anfang einer Karriere als Anwalt in einer großen Kanzlei steht, mit dieser alten und auf den ersten Blick hoffnungslosen Geschichte nichts zu tun haben. Dennoch verbeißt er sich zunehmend in den Fall; ohne zu ahnen, dass er über mehrere Jahre und durch alle Instanzen und mit allen juristischen Finessen um die Rückgabe der Kunstwerke an ihre rechtmäßige Besitzerin kämpfen muss. Denn der österreichische Staat spekuliert in einer perfiden Hinhaltetaktik auf den Tod der betagten Klägerin. Immerhin geht es für Österreich nicht nur um ein wichtiges Werk von Klimt, sondern auch um eine Ikone der österreichischen Identität und die gibt man nicht so einfach weg in die Hände einer im Ausland lebenden Privatperson.
Simon Curtis‘ „Die Frau in Gold“ erzählt diese wahre Geschichte als David-gegen-Goliath-Kampf, in dem die Rollen entsprechend klar verteilt sind. Mit den elegant in die Erzählung eingefügten Rückblenden verleiht er der Geschichte eine zusätzliche emotionale Dimension. So erfahren wir, welche Erinnerungen Maria Altmann an dieses Bild hat, wie wohlhabend sie als Tochter einer kunstinteressierten Großbürgertumfamilie war und wie begeistert die Österreicher sich Hitler-Deutschland anschlossen und bei der Unterdrückung und Verfolgung der Juden mitmachten.
Vor diesem historischen Hintergrund wird die Politik Östereichs, die in der Öffentlichkeit vollmundig behauptete, Raubkunst ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben, noch unmoralischer. Denn Österreich will aus rein egoistischen Motiven so ein wertvolles und identitätsstiftendes Gemälde keinesfalls ihrer Besitzerin zurückgeben, von der ein sehr altruistisches Bild gezeichnet wird.
Getragen wird der Film von den vielen guten, teilweise nur in kleinen Rollen auftretenden Schauspielern. Im Zentrum stehen dabei die beidne Hauptdarsteller: Ryan Reynolds als junger, pausbäckiger Anwalt und Helen Mirren als resolute alte Dame, die ihn zurecht weist und ihm auch schon einmal ungefragt die Brille putzt, wenn sie nach ihrer Ansicht schmutzig ist.
Das ist gutes, gefällig inszeniertes britisches Schauspielerkino mit entsprechend pointierten Dialogen und einem noblen Anliegen. Allerdings ist „Die Frau in Gold“ auch, in bester Hollywood-Tradition, immer einen Tick zu eindeutig und damit ist die Geschichte zu fein säuberlich in Gut und Böse getrennt.
P. S.: Ich empfehle die Originalfassung. In ihr wird deutsch (bei den in der Vergangenheit in Wien spielenden Teilen) und englisch (fast durchgängig bei den in der Gegenwart spielenden Teilen) gesprochen. Diese Zweisprachigkeit macht die Geschichte authentischer.
P. P. S.: Ja, es wurden einige Details geändert. „Die Frau in Gold“ ist ein Spielfilm, der von der BBC-Dokumentation „Stealing Klimt“ inspiriert ist.

Die Frau in Gold - Plakat

Die Frau in Gold (Woman in Gold, GB/USA 2015)
Regie: Simon Curtis
Drehbuch: Alexi Kaye Campbell
mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Max Irons, Elizabeth McGovern, Katie Holmes, Tatiana Maslany, Antje Traue, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Charles Dance, Jonathan Pryce, Frances Fisher, Moritz Bleibtreu
Länge: 110 Minuten
FSK: ab 6 Jahre

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die Frau in Gold“
Moviepilot über „Die Frau in Gold“
Metacritic über „Die Frau in Gold“
Rotten Tomatoes über „Die Frau in Gold“
Wikipedia über „Die Frau in Gold“ (deutsch, englisch)
History vs. Hollywood über „Die Frau in Gold“
Meine Besprechung von Simon Curtis‘ „My Week with Marilyn“ (My Week with Marilyn, GB 2011)

Die Doku „Art of the Heist: The Lady in Gold“ (2007) über die wahren Hintergründe

Ein Intervies mit Simon Curtis über den Film (bescheidener Ton)


DVD-Kritik: „Orphan Black“ geht in die zweite Runde

März 5, 2015

Am Ende der ersten Staffel der Science-Fiction-Serie „Orphan Black“ verschwanden Sarah Mannings Tochter Kira und ihre Pflegemutter, Mrs. S, spurlos.
Die zweite Staffel beginnt wenige Sekunden später und, nachdem die erste Staffel öfter etwas ziellos vor sich hin plätscherte, thrillt die zweite Staffel von der ersten Sekunde an. Sarah Manning ist – für alle, die die erste Staffel nicht gesehen oder meine Besprechung nicht gelesen haben – ein Klon. Das erfährt sie zufällig, als sie auf einem Bahnsteig einen Suizid beobachtet, die Tasche ihrer Doppelgängerin klaut und deren Identität annimmt. Kurz darauf trifft sie auf eine weitere Doppelgängerin und, ehe sie komplett den Überblick über ihre Zwillinge verliert, erfährt sie von einer der Doppelgängerinnen, dass sie alle Klone sind und in verschiedenen Städten auf verschiedenen Kontinenten leben. Eigentlich hätten sie sich niemals begegnen dürfen. Sie wollen jetzt herausfinden, wer ihr Erzeuger ist und warum sie geklont wurden. Es gibt einige Hinweise, die alle zum Dyad-Konzern und Doktor Leekie führen.
Diese Hinweise werden in der zweiten Staffel konkreter, es gibt einige überraschende Enthüllungen, Sarah Manning trifft auch auf ihren Erzeuger und sie und ihre geklonten Schwestern müssen sich mit einer christlichen Sekte herumschlagen, während die Hintergründe, inklusive den Verwicklungen zwischen privater Wirtschaft und Militär, immer komplexer werden.
Und weil Klone gleich aussehen, werden sie alle von Tatiana Maslany gespielt, die hier eindrücklich ihr Können zeigt. Nicht nur, dass es immer wieder Szenen gibt, in denen die Klone im gleichen Raum miteinander diskutieren, was dann schon einmal ein halbes Dutzend Frauen sind. Das ist vor allem eine logistische Herausforderung beim Dreh. Viel beeindruckender ist, wie Maslany die verschiedenen Klone spielt. Sie sind sofort klar unterscheidbare, glaubwürdige Charaktere, die man nie miteinander verwechselt: die Straßengöre, die Vorstadtmutter, die Wissenschaftlerin, die Psychopathin und neue Klone, wie die eiskalte Geschäftsfrau und der Transgender-Klon. Und sicher habe ich jetzt einige von ihr gespielte Klone vergessen.
Nachdem die erste Staffel öfters seltsam ziellos vor sich hin plätscherte, haben die Macher in der zweiten Staffel ihren Rhythmus gefunden, in dem sie vor allem auf Thriller-Spannung setzen und pausenlos zwischen den verschiedenen Handlungssträngen (vulgo Klonen) hin und her wechseln und jeder Klon vor der Frage steht, wem sie vertrauen kann. Das führt dann zu einigen grandiosen Wendungen, die hier nicht verraten werden.
Jedenfalls machen sie neugierig auf die dritte „Orphan Black“-Staffel, die in Kanada und den USA am 18. April anläuft.

Orphan Black - Staffel 2 - DVD-Cover 4

Orphan Black – Ein Klon ist niemals allein: Staffel 2 (Orphan Black, Kanada 2014)
Regie: John Fawcett, T. J. Scott, David Frazee, Helen Shaver, Brett Sullivan, Ken Girotti
Drehbuch: Graeme Manson, Karen Walton, Alex Levine, Russ Cochrane, Tony Elliott, Chris Roberts, Aubrey Nealon
Erfinder: John Fawcett, Graeme Manson
Mit Tatiana Maslany (Sarah Manning/Alison Hendrix/Cosima Niehaus/Rachel Duncan/Helena), Dylan Bruce (Paul Dierden), Jordan Gavaris (Felix Dawkins), Kevin Hanchard (Detective Art Bell), Evelyne Brochu (Delphine Cormier), Maria Doyle Kennedy (Mrs. S), Matt Frewer (Dr. Aldous Leekie), Skyler Wexler (Kira), Kristian Bruun (Donnie Hendrix), Inga Cadranel (Detective Angela DeAngelis)

DVD
Polyband
Bild: 1,78:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bonusmaterial: Featurette „A look inside“
Länge: 450 Minuten (10 Folgen à 45 Minuten) (3 DVDs)
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

BBC über „Orphan Black“

BBC America über “Orphan Black”

Space über “Orphan Black”

ZDF über “Orphan Black”

Moviepilot über “Orphan Black”

Rotten Tomatoes über “Orphan Black” (bei Serien ist die Bewertung einfach zu positiv)

Wikipedia über „Orphan Black“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Orphan Black – Ein Klin ist niemals allein: Staffel 1“ (Orphan Black, Kanada 2013)

Und so geht es weiter


TV-Tipp für den 25. November: Orphan Black: Flucht nach vorn/Glaube und Verstand

November 25, 2014

ZDFneo, 22.45
Orphan Black: Flucht nach vorn/Glaube und Verstand (Kanada 2014)
Regie: John Fawcett
Drehbuch: Graeme Manson, Karen Walton
Erfinder: John Fawcett, Graeme Manson
Am Ende der ersten Staffel verschwanden Kira, Sarahs Tochter, und Mrs. S, Sarahs Pflegemutter, spurlos. Auch Sarah ist auf der Flucht, während die anderen Klonen, die ihre Zwillingsschwestern sind, sich arrangiert haben.
Der große Pluspunkt der in der Gegenwart spielenden Science-Fiction-Fiction „Orphan Black“ ist Tatiana Maslany, die ein gutes Dutzend Klone spielen muss und das bravourös meistert.
Und während bei der ersten Staffel die Geschichte öfters vor sich hin plätscherte, thrillt die erste Episode der zweiten Staffel ordentlich. Denn Sarah versucht sofort, ihre Tochter und Mrs. S zu finden, legt sich dabei mit Dr. Leekies Konzern an (vulgo ihrem Erzeuger), wird von der Polizei und einer seltsamen Gruppe junger Männer (von denen einer die erste Begegnung mit ihr nicht überlebt) verfolgt.
„Flucht nach vorn“ ist der furiose Auftakt der zweiten, wieder aus zehn Folgen bestehenden Staffel, die wirklich neugierig auf die weiteren Folgen macht. ZDFneo zeigt sie in Doppelfolgen dienstags.
Die dritte Staffel ist für 2015 angekündigt.
Mit Tatiana Maslany (Sarah Manning/Alison Hendrix/Cosima Niehaus/Rachel Duncan/Helena), Dylan Bruce (Paul Dierden), Jordan Gavaris (Felix Dawkins), Kevin Hanchard (Detective Art Bell), Evelyne Brochu (Delphine Cormier), Maria Doyle Kennedy (Mrs. S), Matt Frewer (Dr. Aldous Leekie), Skyler Wexler (Kira), Kristian Bruun (Donnie Hendrix), Inga Cadranel (Detective Angela DeAngelis)
Hinweise

BBC über „Orphan Black“

BBC America über “Orphan Black”

Space über “Orphan Black”

ZDF über “Orphan Black”

Moviepilot über “Orphan Black”

Rotten Tomatoes über “Orphan Black” (bei Serien ist die Bewertung einfach zu positiv)

Wikipedia über „Orphan Black“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Orphan Black – Ein Klin ist niemals allein: Staffel 1“ (Orphan Black, Kanada 2013)


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