Cover der Woche

Mai 30, 2017


TV-Tipp für den 16. November: Capote

November 16, 2016

Arte, 20.15

Capote (USA 2005, Regie: Bennett Miller)

Drehbuch: Dan Futterman

LV: Gerald Clarke: Capote: A Biography, 1988

Sehr sehenswertes Biopic über Truman Capote und seine Recherchen für “Kaltblütig”.

Philip Seymour Hoffman erhielt für seine Darstellung Capotes zahlreiche Preise, unter anderem den Oscar und Golden Globe als bester Darsteller.

Danach, um 22.00 Uhr, läuft die brandneue einstündige Doku „Truman Capote“.

Mit Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Clifton Collins jr., Chris Cooper, Bob Balaban, Bruce Greenwood, Mark Pellegrino, Amy Ryan

Wiederholung: Freitag, 18. November, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Capote“ (deutsch, englisch) und Truman Capote (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Capote“

Moviepilot über „Capote“

Metacritic über „Capote“

Rotten Tomatoes über „Capote“

Meine Besprechung von Bennett Millers „Foxcatcher“ (Foxcatcher, USA 2014)

Meine Besprechung von Ande Parks/Chris Samnee Bildergeschichte „Capote in Kansas“ (Capote in Kansas, 2005) (Yep, ebenfalls über die Arbeit an „Kaltblütig“)


TV-Tipp für den 30. November: Der Stadtneurotiker

November 30, 2015

Arte, 20.15

Der Stadtneurotiker (USA 1977, Regie: Woody Allen)

Drehbuch: Woody Allen, Marshall Brickman

Der vierzigjährige, neurotische Komiker Alvy Singer erzählt von seinem Leben und seiner Beziehung zu Annie Hall.

Woody Allens bekanntester Film. Hier ist für uns Zuschauer kein Unterschied zwischen Woody Allen und dem von ihm erfundenen Alvy Singer zu spüren – und dabei ist letztendlich doch alles erfunden. Jedenfalls irgendwie.

„Annie Hall“ erhielt die Oscars für den besten Film, Regie, Drehbuch und Hauptdarstellerin (Diane Keaton) und zahlreiche weitere Preise.

Danach, um 21.45 Uhr, läuft „Woody Allen: A Documentary“ (sehenswert!) und in den kommenden Tagen zeigen alle Sender Woody-Allen-Filme, weil Woody Allen am Dienstag einen runden Geburtstag hat, den er wahrscheinlich mit Dreharbeiten für seinen nächsten Film verbringt.

Mit Woody Allen, Diane Keaton, Tony Roberts, Carol Kane, Paul Simon, Janet Margolin, Shelley Duvall, Christopher Walken, Marshall McLuhan (als er selbst), Jeff Goldblum (Partygast), Walter Bernstein (Annies Date vor dem Theater), Sigourney Weaver (Alvys Date vor dem Theater), Truman Capote (Capote Look-Alike)

Wiederholung: Dienstag, 1. Dezember, 13.55 Uhr (VPS 13.45)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Stadtneurotiker“

Wikipedia über „Der Stadtneurotiker“ (deutsch, englisch)

Homepage von Woody Allen

Deutsche Woody-Allen-Seite

Meine Besprechung von Robert B. Weides „Woody Allen: A Documentary“ (Woody Allen: A Documentary, USA 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “To Rome with Love” (To Rome with Love, USA/Italien 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “Blue Jasmine” (Blue Jasmine, USA 2013)

Meine Besprechung von Woody Allens “Magic in the Moonlight” (Magic in the Moonlight, USA 2014)

Meine Besprechung von John Turturros “Plötzlich Gigolo” (Fading Gigolo, USA 2013 – mit Woody Allen)

Meine Besprechung von Woody Allens „Irrational Man“ (Irrational Man, USA 2015)

Woody Allen in der Kriminalakte  


TV-Tipp für den 5. September: Eine Leiche zum Dessert

September 5, 2015

Servus TV, 20.15

Eine Leiche zum Dessert (USA 1976, Regie: Robert Moore)

Drehbuch: Neil Simon

Ein Millionär lädt die berühmtesten Detektive der Welt ein. Er behauptet, sie könnten einen Mord nicht aufklären, der um Mitternacht stattfinden wird. Die Detektive sehen das anders.

Neil Simon zieht in seiner Krimikomödie die Images der bekanntesten, literarischen Detektive der Welt (hier: Miss Marple, Hercule Poirot, Sam Spade, Nick Charles aka Der dünne Mann mit Gattin Nora, Charlie Chan) und die Prinzipien des Whodunits durch den Kakao. Ein köstlicher Spaß – nicht nur für Genre-Fans.

Verkörpert werden die Meisterdetektive und Tatverdächtige u. a. von Truman Capote, Peter Falk, Alec Guiness, David Niven, Peter Sellers

Wiederholung: Sonntag, 6. September, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Thrilling Detective über „Murder by Death“ (Eine Leiche zum Dessert)

Turner Classic Movies über “Murder by Death”

Wikipedia über Neil Simon

Rotten Tomatoes über “Eine Leiche zum Dessert”


„Capote in Kansas“ erzählt das Making-of zu „Kaltblütig“

Juli 27, 2014

Parks - Capote in Kansas - 2

1959 fährt Truman Capote nach Kansas. Er hat in der Zeitung von dem bestialischen Mord an der Farmerfamilie Clutter in Holcomb am 15. November 1959 gelesen. Er, der in New York gefeierte, homosexuelle Bestsellerautor von Werken wie „Frühstück bei Tiffany“, wollte ein Buch über das wahre Leben und die Auswirkungen eines Verbrechens auf die Gemeinschaft schreiben. Seine Recherchen, bei der er von seiner Kollegin Harper Lee („Wer die Nachtigall stört“) begleitet wird, gestalten sich zunächst schwierig. Denn die Landbewohner wollen nichts mit dem Paradiesvogel aus der Großstadt zu tun haben. Dennoch erlangt er ihr Vertauen und als die beiden Täter Perry Edward Smith und Richard Eugene Hickock sechs Wochen nach ihrer Tat verhaftet werden, kann er sich auch mit ihnen unterhalten. Sie werden zum Tod verurteilt. Am 14. April 1965 wird das Urteil vollstreckt.

1966 veröffentlicht Capote den Tatsachenroman „Kaltblütig“ (In cold blood), der zum Bestseller und Sachbuch-Klassiker wird. Es war sein letztes längeres Werk.

Das Buch wird zweimal verfilmt. Die Richard Brooks‘ Verfilmung von 1967 ist ein Klassiker. Jonathan Kaplans TV-Zweiteiler von 1996 ist dagegen wesentlich unbekannter, soll aber auch gelungen sein.

Die Entstehungsgeschichte des Buches wurde 2005 fast zeitgleich von Bennett Miller und Douglas McGrath in zwei Spielfilmen behandelt. Millers „Capote“ mit Philip Seymour Hoffman in der Hauptrolle überzeugte Kritik und Publikum. McGraths „Kaltes Blut“ (Infamous), immerhin mit Toby Jones und Sandra Bullock in den Hauptrollen, wurde dagegen als zweites Werk zum gleichen Thema innerhalb weniger Wochen weitgehend ignoriert.

Mit seiner zeitgleich entstandenen Graphic Novel „Capote in Kansas“, die erst jetzt auf Deutsch erschien, erzählt Autor Ande Parks seine Version der Recherchen von Truman Capote in Kansas, die sich natürlich an den inzwischen weithin bekannten Fakten orientiert. Aber auch er nimmt sich einige Freiheiten,

Bei der Geschichte setzte Parks das Wissen über das Verbrechen, die Aufklärung und das Gerichtsverfahren voraus. Denn im Mittelpunkt steht, wie der Titel verrät, Truman „Capote in Kansas“ und seine Versuche, das Material in den Griff zu bekommen. Dabei hilft ihm auch der Geist von Nancy Clutter, was die größte und entscheidende Veränderung gegenüber den anderen Annäherungen an die Geschichte ist.

Stilistisch orientieren Parks und Zeichner Chris Samnee in seinen SW-Panels sich an alten Zeitungscomics und Noir- und Kriminalgeschichten, was dann auch wieder an die eindrückliche SW-Fotografie von Brooks‘ Film erinnert.

Capote in Kansas“ ist ein spannender Einblick in die Entstehungsgeschichte von „Kaltblütig“ und eine konzentrierte Auseinandersetzung mit einem Thema. Im Nachwort sagt Parks dazu: „Die allumfassende Thematik von ‚Capote in Kansas‘ ist, dass große Kunst dem Künstler große Mengen Blut kosten kann. Um es einfacher auszudrücken: Genialität verbrennt.“ Dieses Thema formulierte Parks schon im ersten Vorschlag für den Comic, der im umfangreichen Anhang von „Capote in Kansas“ abgedruckt ist. Dort findet man auch eine gestrichene Szene und mehrere Seiten mit Skizzen von Chris Samnee.

Dieser informative Anhang rundet das rundum gelungene Buch und Parks‘ interessante Interpretation der Arbeit von Truman Capote an seinem bekanntesten Buch (neben „Frühstück bei Tiffany“) ab.

Ande Parks/Chris Samnee: Capote in Kansas

(übersetzt von Monja Reichert)

Panini, 2014

164 Seiten

19,99 Euro

Originalausgabe

Capote in Kansas

Oni Press, 2005

Für die Übersetzung wurde die Neuauflage von 2014 genommen.

Hinweise

Blog von Ande Parks

Wikipedia über Ande Parks, Truman Capote (deutsch, englisch) und „Kaltblütig“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 29. März: Eine Leiche zum Dessert

März 29, 2014

Servus TV, 20.15

Eine Leiche zum Dessert (USA 1976, R.: Robert Moore)

Drehbuch: Neil Simon

Ein Millionär lädt die berühmtesten Detektive der Welt ein. Er behauptet, sie könnten einen Mord nicht aufklären, der um Mitternacht stattfinden wird. Die Detektive sehen das anders.

Neil Simon zieht in seiner Krimikomödie die Images der bekanntesten, literarischen Detektive der Welt (hier: Miss Marple, Hercule Poirot, Sam Spade, Nick Charles aka Der dünne Mann mit Gattin Nora, Charlie Chan) und die Prinzipien des Whodunits durch den Kakao. Ein köstlicher Spaß – nicht nur für Genre-Fans.

Verkörpert werden die Meisterdetektive und Tatverdächtige u. a. von Truman Capote, Peter Falk, Alec Guiness, David Niven, Peter Sellers

Wiederholung: Sonntag, 30. März, 03.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Thrilling Detective über „Murder by Death“ (Eine Leiche zum Dessert)

Turner Classic Movies über “Murder by Death”

Wikipedia über Neil Simon

Rotten Tomatoes über „Eine Leiche zum Dessert“


%d Bloggern gefällt das: