TV-Tipp für den 3. April: Schauplatz des Verbrechens

April 2, 2019

Arte, 20.15

Schauplatz des Verbrechens (Le lieu du crime, Frankreich 1986)

Regie André Téchiné

Drehbuch: André Téchiné, Pascal Bonitzer, Oliver Assayas

Eine alleinerziehende, in der Provinz lebende Tanzlokalbetreiberin verliebt sich in einen flüchtigen Verbrecher.

So zusammengefasst klingt das nach einer Schmonzette und Catherine Deneuve hat auch in einigen Schmonzetten mitgespielt. Aber die Namen André Téchiné und Olivier Assayas (noch ganz am Anfang seiner Karriere) weisen in eine andere Richtung.

Drehbuch und Inszenierung sind ein steter Drahtseilakt über den Abgründen von Glaubhaftigkeit und Realitätstreue, den Téchiné indes brillant meistert. Er analysiert in der ausgeklügelten Konstruktion seiner Geschichte die ‚France profonde‘ mit ihren verlogenen Konventionen, die den Menschen die Luft zum Atmen nehmen.“ (Fischer Film Almanach 1989)

Téchiné inszenierte auch „Barocco“ (1976), „Die Schwestern Brontë“ (Les sœurs Brontë, 1979), „Meine liebste Jahreszeit“ (Ma saison préférée, 1993), „Wilde Herzen“ (Les roseaux sauvages, 1994) und „Diebe der Nacht“ (Les voleurs, 1996).

mit Catherine Deneuve, Wadeck Stanczak, Danielle Darrieux, Victor Lanoux, Nicholas Giraudi, Jacques Nolot

auch bekannt als „Der Schauplatz des Verbrechens“

Hinweise

AlloCinè über „Schauplatz des Verbrechens“

Rotten Tomatoes über „Schauplatz des Verbrechens“

Wikipedia über „Schauplatz des Verbrechens“ (deutsch, englisch, französisch)

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TV-Tipp für den 10. Juni: Adieu Bulle

Juni 10, 2018

Arte, 20.15

Adieu Bulle (Adieu Poulet, Frankreich 1975)

Regie: Pierre Granier-Deferre

Drehbuch: Francis Veber

LV: Raf Vallet: Adieu Poulet!, 1974 (Adieu, Bulle)

Kommissar Verjeat ermittelt, mitten im tobenden Provinzwahlkampf, gegen einen einflussreichen Politiker, der wahrscheinlich auch ein Mörder ist.

Der „perfekte Actionfilm“ (Lexikon des internationalen Films) bot Lino Ventura, nach einigen untypischen Rollen, wieder eine Glanzrolle. „Fast alle Ingredienzien der von Regisseuren wie Becker, Melville, Sautet und Enrico geprägten Gattung kommen vor, auch jene spröde Männerfreundschaft, die den französischen Unterweltfilm schon immer als europäisches Gegenstück zum Western auswies.“ (Hans Christoph Blumenberg, Kölner Stadt-Anzeiger) Für die Verfilmung wurde die Story kräftig geändert. Daher lohnt sich die Lektüre von Vallets Roman durchaus. Wenn man in einem Antiquariat ein Exemplar auftreibt.

Mit Lino Ventura, Patrick Dewaere, Victor Lanoux, Julien Guiomar, Francoise Brion, Claude Rich

Wiederholung: Montag, 11. Juni, 14.00 Uhr

Hinweise

AlloCiné über „Adieu Bulle“

Rotten Tomatoes über „Adieu Bulle“

Wikipedia über „Adieu Bulle“ (deutsch, englisch, französisch)


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