TV-Tipp für den 13. Oktober: Appaloosa

Oktober 13, 2017

Kabel 1 Doku, 20.15/23.00

Appaloosa (USA 2008, Regie: Ed Harris)

Drehbuch: Robert Knott, Ed Harris

LV: Robert B. Parker: Appaloosa, 2005 (Appaloosa)

Die Gesetzeshüter Virgil Cole und Everett Hitch sollen in Appaloosa für Recht und Ordnung sorgen. Denn Farmer Bragg terrorisiert die Einwohner und er hat auch den vorherigen Marshall erschossen.

Gelungene, werkgetreue Verfilmung eines Westerns von Robert B. Parker, dem Autor der Spenser- und Jesse-Stone-Kriminalromane, der seine bekannten Themen von Freundschaft, Loyalität, Recht und Gesetz in einem anderen Setting ausprobiert.

„Appaloosa“ erhielt beim Boston Film Festival den Preis für den besten Film und das beste Drehbuch.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung des Romans.

mit Ed Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons, Lance Henriksen

 Der Roman

Parker - Appaloosa - Europa Verlag 2

Robert B. Parker: Appaloosa

(übersetzt von Emanuel Bergmann)

Europa Verlag AG Zürich, 2012

208 Seiten

22 Euro

Hinweise

Homepage von Robert B. Parker

Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Die blonde Witwe“ (Widow’s walk, 2002)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Alte Wunden” (Back Story, 2003)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der gute Terrorist“ (Now & Then, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Hundert Dollar Baby” (Hundred Dollar Baby, 2006)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Trügerisches Bild“ (Painted Ladies, 2010)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Bitteres Ende” (The Professional, 2009)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Wildnis“ (Wilderness, 1979)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (Appaloosa, 2005) (Übersetzung)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Das dunkle Paradies” (Night Passage, 1997)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Miese Geschäfte“ (Bad Business, 2004)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Resolution“ (Resolution, 2008)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Mord im Showbiz“ (High Profile, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der Killer kehrt zurück“ (Stranger in Paradise, 2008)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Brimstone“ (Brimstone, 2009)

Mein Nachruf auf Robert B. Parker

Robert B. Parker in der Kriminalakte

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Nicht Spenser, sondern Jesse Stone, Virgil Cole und Everett Hitch – und immer Robert B. Parker

Mai 19, 2015

Parker - Mord im ShowbizParker - Der Killer kehrt zurück

Bekannt wurde Robert B. Parker mit dem Boston-Privatdetektiv Spenser, der in den Siebzigern zu einer Neuerfindung des Privatdetektiv-Romans betrug und in den folgenden Jahren die Blaupause für alle Privatdetektive wurde. Denn Parker gab dem Privatdetektiv ein Gewissen, einen gewalttätig-loyalen Freund (der die Schmutzarbeit vom Verprügeln bis Töten erledigte) und eine Freundin, eine feste Partnerin, und damit ein deutlich eingeschränktes Sexualleben. Spenser ist halt kein Mike Hammer.
Außerdem integrierte Parker Themen in den Privatdetektivroman, die dort in den frühen Siebzigern (und teilweise auch in der restlichen Literatur) nicht beachtet wurden und die uns heute selbstverständlich erscheinen.
Fast bis zur Jahrtausendwende schrieb Parker Spenser-Romane und einige Einzelromane, die lange nicht so populär wie die Serie um seinen Privatdetektiv sind.
Seine kurzlebige Serie mit der Privatdetektivin Sunny Randall war dann auch nur eine weibliche Ausgabe von Spenser. In „Mord im Showbiz“ hat sie nach sechs Romanauftritten (die fast alle nicht übersetzt wurden) auch ihren ersten Auftritt in einem Jesse-Stone-Roman.
Jesse Stone ist, obwohl sich sein Spenser-tum nicht verleugnen lässt, ein Gegenentwurf zu Spenser. Stone war Kriminalpolizist in Los Angeles, ist Alkoholiker, hat eine problematische On/Off-Beziehung zu seiner Ex-Frau Jenn, besucht regelmäßig einen Psychiater (er hat halt keine Susan Silverman) und ist der Polizeichef von Paradise, Massachusetts, einem Küstenort in Sichtweite von Boston.
In acht TV-Filmen wurde er kongenial von Tom Selleck verkörpert. Danach beendete CBS die Reihe, weil ihnen die Zuschauer zu alt waren. Für September 2015 ist mit „Lost in Paradise“ ein neuer Jesse-Stone-Film, wieder mit dem bewährten Team vor und hinter der Kamera, angekündigt, der dann vom Hallmark Channel präsentiert wird.
Bis dahin (und bis der Film im deutschen TV läuft) ist mehr als genug Zeit, um die beiden bei uns neuen Jesse-Stone-Romane „Mord im Showbiz“ und „Der Killer kehrt zurück“ zu lesen, die sich im Guten wie im Schlechten nicht von Robert B. Parkers anderen, in den letzten Jahren geschriebenen Romanen unterscheiden. Das Plotting ist eher schlampig (vor allem in „Mord im Showbiz“ passiert lange nichts: kein Ermittlungsansatz, keine heiße Spur, kein Verdächtiger), die Charaktere und die Gespräche sind, trotz wechselndem Setting, vertraut, aber Parkers Sprache gefällt und der lakonische Humor, vor allem in den zahlreichen Dialogen, ist gewohnt treffend. Eigentlich bestehen seine Romane nur aus Dialogen und einigen spärlichen Regieanweisungen.
In „Mord im Showbiz“ wird die in einem Park an einem Baum hängend die Leiche des bekannten, verheirateten Talkshow-Moderators und Schürzenjägers Walton Weeks entdeckt. Kurz darauf wird die Leiche seiner Assistentin Carey Longley in einem Müllcontainer im Hof von Daisys Restaurant entdeckt. Sie war von ihm schwanger. Aber die üblichen Verdächtigen haben ein Alibi oder kein Motiv.
Gleichzeitig behauptet Jesse Stones Exfrau, dass sie vergewaltigt wurde. Er bittet, trotz Zweifel, seine derzeitige Freundin, die Privatdetektivin Sunny Randall, sich um Jenn zu kümmern. Kurz darauf entdeckt Sunny einen Stalker. Aber Jenn, die weiterhin an ihrer TV-Karriere arbeitet, behauptet, ihn nicht zu kennen.
„Der Killer kehrt zurück“ beginnt mit der Rückkehr von einem alten Bekannten und einer typischen Western-Situation.
Wilson „Crow“ Cromartie, der indianisch-stämmige Killer aus dem zweiten Stone-Roman „Terror auf Stiles Island“ (Trouble in Paradise“, 1998), ist wieder in Paradise. Als erstes besucht er Jesse Stone im Polizeirevier, um ihm zu sagen, dass er zurückgekommen ist und jemand suchen soll.
Crow ist natürlich ein zweiter Hawk, wie Spensers loyaler, gewalttätiger Freund und Frauenheld heißt. Entsprechend schnell entwickelt sich aus dem professionellen Respekt zwischen Jesse und Crow eine Quasi-Freundschaft. Vor allem nachdem Crow sein Ziel entdeckt hat und sich weigert Frances Franklin zu töten und ihre vierzehnjährige Tochter Alice, eigentlich Amber, zu ihrem Vater zurückzubringen. Louis Francisco ist ein Florida-Mafiosi, der, nachdem er erfährt, dass Crow den Auftrag nicht ausführen will, seine Männer losschickt, um den Auftrag und Crow zu erledigen.
Währenddessen stachelt Amber ihren Freund Esteban Carty, den Kopf einer Latino-Gang an, ihren Vater auszunehmen.
Und schon entwickelt sich ein veritabler leichengesättigter Gegenwarts-Western.

Parker - Brimstone
Nach dem Quasi-Western „Der Killer kehrt zurück“ wenden wir uns dem echten Western zu: „Brimstone“, das dritte Abenteuer von Virgil Cole und Everett Hitch.
Nach einer einjährigen Suche finden die beiden Revolermänner Coles Freundin Allie French in einem Freudenhaus, aus dem sie sie sofort herausholen. Weil ihre Ersparnisse fast aufgebraucht sind, nehmen Cole und Hitch in Brimstone, einem kleinen, rasch wachsendem Ort, einen Job als Gesetzeshüter an und geraten in den Kampf zwischen Kneipenbesitzer Pike, der ganz Texas will, und Bruder Percival, einem religiösen Eiferer, der in Brimstone sein „Neues Bethelem“ errichten möchte. Natürlich ohne Alkohol und käuflichen Sex.
Bis dieser Konflikt zwischen Pike und Percival für die Romangeschichte wirklich wichtig wird, vergeht viel Zeit, die Robert B. Parker durchaus kurzweilig mit Allies Bemühungen als Hausfrau und religiös bekehrte Kirchenmusikerin und den üblichen Konflikten, die es in einer kleinen Stadt mit schießwütigen Betrunkenen und ebenso schießwütigen, aber nüchternen Indianern gibt. Das ist nicht besonders aufregend oder innovativ, aber es ist eine angenehme Lektüre, die auch den Staub des Wilden Westens atmet.
In den USA werden nach dem Tod von Robert B. Parker einige seiner Serien von anderen Autoren weitererzählt. Ace Atkins schreibt neue Spenser-Romane. Michael Brandman, der auch die Stone-Filme produzierte und die meisten Drehbücher verfasste, schrieb drei Jesse-Stone-Romane, ehe er den Stab an den dreifachen Shamus-Gewinner Reed Farrel Coleman (den könnte ein deutscher Verlag mal übersetzen) weiterreichte. Robert Knott, Schauspieler und Drehbuchautor der Parker-Verfilmung „Appaloosa“, schreibt neue Cole/Hitch-Western.
Und im Juli veröffentlicht Pendragon mit „Drei Kugeln für Hawk“ (Cold Service, 2005) einen neuen Spenser-Roman.

Nachtrag (21. März 2015): Wer die alten Spenser-Romane (die natürlich vieeel besser als die Neuen sind) lesen will, kann sich jetzt als E-Book „Wetten gegen den Tod“ (Mortal Stakes, 1975 – Betrug bei den Boston Red Sox. Nicht mit Spenser.), „Bodyguard für Rachel Wallace“ (Looking for Rachel Wallace, 1980 – Spenser spielt den Bodyguard für eine lesbische Feministin – und wir erleben eine erste Diskussion über Spensers Machotum und den Feminismus. Grandios!) und „Neun Mörder “ (The Judas Goat, 1978 – Spenser auf Terroristenjagd; den fand ich zu episodisch und zu Spenser-untypisch) besorgen.

Robert B. Parker: Mord im Showbiz
(übersetzt von Bernd Gockel)
Pendragon, 2015
304 Seiten
11,99 Euro

Originalausgabe
High Profile
G. P. Putnam’s Sons, 2007

Robert B. Parker: Der Killer kehrt zurück
(übersetzt von Bernd Gockel)
Pendragon, 2015
312 Seiten
11,99 Euro

Originalausgabe
Stranger in Paradise
G. P. Putnam’s Sons, 2008

Robert B. Parker: Brimstone
(übersetzt von Emanuel Bergman)
Europa Verlag, Zürich, 2015
224 Seiten
20,00 Euro

Originalausgabe
Brimstone
G. P. Putnam’s Sons, 2009

Hinweise

Homepage von Robert B. Parker

Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Die blonde Witwe“ (Widow’s walk, 2002)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Alte Wunden” (Back Story, 2003)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der gute Terrorist“ (Now & Then, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Hundert Dollar Baby” (Hundred Dollar Baby, 2006)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Trügerisches Bild“ (Painted Ladies, 2010)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Bitteres Ende” (The Professional, 2009)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Wildnis“ (Wilderness, 1979)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (Appaloosa, 2005) (Übersetzung)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Das dunkle Paradies” (Night Passage, 1997)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Miese Geschäfte“ (Bad Business, 2004)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Resolution“ (Resolution, 2008)

Mein Nachruf auf Robert B. Parker

Robert B. Parker in der Kriminalakte

 


Robert B. Parker bietet ein „Miese Geschäfte“ und „Resolution“ an

Februar 17, 2014

Parker - Resolution - 2Parker - Miese Geschäfte - 2

Wie üblich beginnt auch „Miese Geschäfte“, der für uns neue Spenser-Roman (in den USA erschien er bereits 2004), ohne eine Vorrede. Marlene Rowley beauftragt Spenser, Beweise für die Untreue ihres Mannes zu finden. Der Privatdetektiv nimmt den Fall an – und kurz darauf ist das Ziel seiner Beobachtungen tot. Trent Rowley wurde, nach dem Feierabend, in seinem Büro erschossen. Der Täter konnte entkommen. Spenser, der während der Tatzeit vor dem Firmensitz des Energiekonzerns Kinergy auf Rowley wartete, will jetzt natürlich den Täter finden.

Außerdem möchte er herausfinden, warum Rowleys Arbeitskollege Bernie Eisen einen Privatdetektiv für die Beobachtung seiner Frau Ellen engagierte. Sie ist die Geliebte von Rowley. Gleichzeitig engagierte Rowley einen Detektiv, der seine Frau Marlene beschatten soll. Wirklich neugierig wird Spenser, als er herausfindet, dass die beiden Männer die Aufträge niemals vergaben. Und was hat ein windiger Sex-Berater und Radiomoderator, bei dem alle in den Fall involvierten Personen mehr oder weniger in Therapie waren, damit zu tun?

Es gibt viele Fragen in „Miese Geschäfte“ und Robert B. Parker entwickelt ziemlich wenig Ehrgeiz, daraus eine stringente Geschichte zu stricken. Er lässt Spenser, seine Freundin Susan Silverman und seinen Freund Hawk durch einen labyrinthischen bis chaotischen Plot, bei dem es um Partnertausch und Finanzmanipulationen geht, schlendern.

Bei mir stellte sich jedenfalls nie das bekannt-wohlige Robert-B.-Parker-Lesegefühl ein. Das kann auch an der Übersetzung liegen. Denn „Miese Geschäfte“ wurde nicht von seinem Stammübersetzer Emanuel Bergmann, sondern von Marcel Keller übersetzt und bei dem von Bergmann übersetzten Western „Resolution“ stellt sich das wohlige Parker-Lesegefühl schon auf der ersten Seite ein.

In „Resolution“ nimmt Everett Hitch in dem Kaff Resolution (zwei Holzhütten, vier Saloons, kein Sheriff) einen Job als Aufpasser in dem Lokal von Amos Wolfson an. Schnell wird er zu dem inoffiziellen Stadtsheriff und er gerät zwischen die Fronten. Denn Wolfson bekämpft sich mit O’Malley, dem Besitzer einer Mine, und den lose organisierten Viehzüchtern. Der Konflikt verschärft sich, als er das Land der Rancher als Bezahlung für ausstehende Schulden will. Dabei gewährte er ihnen den Kredit mit der Absicht an ihr Land zu kommen. Sie wollen sich gegen diese Enteignung wehren.

Und O’Malley engagiert einige Revolvermänner, die es mit Hitch aufnehmen können.

Da ist es gut, dass Virgil Cole inzwischen ebenfalls in Resolution aufgetaucht ist. Allerdings ist er, nachdem er einen Liebhaber seiner Freundin erschoss, von Selbstzweifel geplagt. Bislang tötete er nämlich immer im Auftrag des Gesetzes und deshalb unterschied er sich – so seine lauwarme Rechtfertigung – von gewöhnlichen Revolvermännern.

Trotz Coles Selbstzweifel mutiert er in „Resolution“ zur Western-Ausgabe von Hawk. Genau wie Spensers unbesiegbarer Freund ist er der schnellste Schütze in der Gegend und er hält loyal zu seinem Freund. Deshalb nimmt er auch den ihm angebotenen Job nicht an. Und wenn Cole Hawk ist, ist Hitch Spenser.

Der Roman selbst, der öfters die Ereignisse in „Appaloosa“, dem ersten Abenteuer von Everett Hitch und Virgil Cole, anspricht, ist wieder ein kurzweiliges Western-Best-of, erzählt in Robert B. Parkers angenehm ruhigen Stil, gewürzt mit Humor, moralischen Erörterungen und einigen Einzeilern.

Robert B. Parker: Miese Geschäfte

(übersetzt von Marcel Keller)

Pendragon, Bielefeld 2013

240 Seiten

10,99 Euro

Originalausgabe

Bad Business

G. P. Putnam’s Sons, 2004

Robert B. Parker: Resolution

(übersetzt von Emanuel Bergmann)

Europa Verlag, Zürich 2013

224 Seiten

20 Euro

Originalausgabe

Resolution

G. P. Putnam’s Sons, 2008

Hinweise

Homepage von Robert B. Parker

Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Die blonde Witwe“ (Widow’s walk, 2002)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Alte Wunden” (Back Story, 2003)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der gute Terrorist“ (Now & Then, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Hundert Dollar Baby” (Hundred Dollar Baby, 2006)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Trügerisches Bild“ (Painted Ladies, 2010)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Bitteres Ende” (The Professional, 2009)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Wildnis“ (Wilderness, 1979)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (Appaloosa, 2005) (Übersetzung)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Das dunkle Paradies” (Night Passage, 1997)

Mein Nachruf auf Robert B. Parker

Robert B. Parker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 2. März: Appaloosa

März 2, 2013

ARD, 22.15

Appaloosa (USA 2008, R.: Ed Harris)

Drehbuch: Robert Knott, Ed Harris

LV: Robert B. Parker: Appaloosa, 2005 (Appaloosa)

Die Gesetzeshüter Virgil Cole und Everett Hitch sollen in Appaloosa für Recht und Ordnung sorgen. Denn Farmer Bragg terrorisiert die Einwohner und er hat auch den vorherigen Marshall erschossen.

Gelungene, werkgetreue Verfilmung eines Westerns von Robert B. Parker, dem Autor der Spenser- und Jesse-Stone-Kriminalromane, der seine bekannten Themen von Freundschaft, Loyalität, Recht und Gesetz in einem anderen Setting ausprobiert.

Appaloosa“ erhielt beim Boston Film Festival den Preis für den besten Film und das beste Drehbuch.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung des Romans.

Fast im Anschluss, um 01.05 Uhr, läuft „Spurlos – Die Entführung der Alice Creed“. Ein sehenswerter Thriller mit Gemma Arterton und Eddie Marsan.

mit Ed Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons, Lance Henriksen

Wiederholung: Sonntag, 3. März, 02.40 Uhr (Taggenau!)

 Der Roman

Parker - Appaloosa - Europa Verlag 2

Robert B. Parker: Appaloosa

(übersetzt von Emanuel Bergmann)

Europa Verlag AG Zürich, 2012

208 Seiten

22 Euro

Hinweise

Homepage von Robert B. Parker

Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Die blonde Witwe“ (Widow’s walk, 2002)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Alte Wunden” (Back Story, 2003)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der gute Terrorist“ (Now & Then, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Hundert Dollar Baby” (Hundred Dollar Baby, 2006)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Trügerisches Bild“ (Painted Ladies, 2010)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Bitteres Ende” (The Professional, 2009)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Wildnis“ (Wilderness, 1979)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (Appaloosa, 2005) (Übersetzung)

Mein Nachruf auf Robert B. Parker

Robert B. Parker in der Kriminalakte

 


Verfilmte Bücher: „Appaloosa“ ist „Appaloosa“

Februar 25, 2013

Parker - Appaloosa - Europa Verlag 2

Ich gebe zu: damit hatte ich vor einem Jahr nicht gerechnet. Dass bei uns mal wieder ein waschechter Westernroman veröffentlicht wird. Und dann auch noch als Hardcover. Jedenfalls hat der Europa Verlag, mit etwas Hilfe von Robert B. Parkers deutschem Verlag Pendragon, jetzt „Appaloosa“ veröffentlicht und ich kann einfach (aber nach kritischer Durchsicht und mit kleinen Änderungen) meine alte Besprechung von „Appaloosa“ reposten:

Obwohl Robert B. Parker in seinen erfolgreichen Romanen mit dem Privatdetektiv Spenser immer wieder Western-Motive aufgreift, wandte er sich erst 2001 dem Western zu. Da erschienen der Spenser-Roman „Potshot“, ein Quasi-Western, und „Gunman’s Rhapsody“ über Wyatt Earp, seine Liebe zu dem Revuemädchen Josie Marcus und wie es zu der Schießerei am O. K. Corral kam.

2005 folgte „Appaloosa“, der erste Roman mit Virgil Cole und Everett Hitch, die als Revolvermänner ihre Art von Recht und Gesetz durchsetzen. Denn gerade Coles Selbstrechtfertigung, dass er sich immer an das Gesetz halte, wenn er jemand erschieße und ihn das von anderen Revolvermännern, die für Geld jeden erschießen, wird immer fadenscheiniger, weil Cole sich nur an die von ihm propagierten Gesetze hält.

Jetzt werden sie nach Appaloosa gerufen. Dort erschoss der Ranchbesitzer Randall Bragg kaltblütig den City Marshal. Virgil Cole, der in der Vergangenheit bereits mehrere Städte mit Everett Hitch (der die Geschichte erzählt) befriedete, wird von den Stadtoberen als sein Nachfolger eingestellt. Als erstes hängt Cole seine Gesetze aus – und wer sich nicht an sie hält, wird, nachdem er freundlich darauf hingewiesen wurde, erschossen. Das bekommt auch Bragg zu spüren, den sie, nachdem ein Zeuge für den Mord an dem City Marshal auftaucht, verhaften.

Appaloosa“ nimmt selbstverständlich die bekannten Themen von Freundschaft, Ehre und Verantwortung auf, die wir aus Robert B. Parkers anderen Romanen kennen und die Gespräche zwischen Cole und Hitch sind gar nicht so weit entfernt von den Gesprächen zwischen Spenser und seinem skrupellosen Freund Hawk oder ihm und seiner Freundin Susan. Entsprechend vertraut klingen sie für langjährige Parker-Leser.

Die Geschichte liest sich wie ein Best-of der aus zahlreichen anderen Western bekannten Motive und Situationen. So verhaften Cole und Hitch Bragg, sperren ihn im Gefängnis ein, müssen das Gefängnis gegen die Gefolgsleute von Bragg verteidigen, Bragg wird später aus einem Zug befreit, es gibt eine Verfolgungsjagd durch die Wildnis, eine Belagerung von Indianern, ein Shoot Out in einem Kaff und Bragg, der später versucht, die Stadt mit seinem Geld zu kaufen.

Insofern überzeugt „Appaloosa“ durchaus als zünftiger Western, der den Eindruck hinterlässt, dass Robert B. Parker sich hier beim Schreiben etwas mehr Gedanken über die Handlung gemacht hat, als bei seinen letzten Spenser-Romanen: – was vielleicht auch daran liegt, dass „Appaloosa“, nachdem sie sich bei dem TV-Western „Monte Walsh“ (USA 2003) kennen lernten, als Drehbuch für einen Western mit Tom Selleck begann und, via Romanveröffentlichung, zu einem gelungenen Western mit Ed Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons und Lance Henriksen wurde, der dem Buch bildgewaltig ohne große Änderungen folgt.

Trotzdem hatte ich beim Lesen von „Appaloosa“ den Eindruck, dass mehr möglich gewesen wäre. So ist es nur ein flott zu lesender Western, in dem Robert B. Parker seine vertrauten Themen in einem anderen Setting behandelt.

Die ARD zeigt den Western „Appaloosa“ am Samstag, den 2. März, um 22.15 Uhr (Wiederholung einige Stunden später, nach dem ebenfalls sehenswertem Thriller „Spurlos – Die Entführung der Alice Creed“ um 02.40 Uhr).

Ihr habt also noch genug Zeit, vorher den Roman zu lesen.

Robert B. Parker: Appaloosa

(übersetzt von Emanuel Bergmann)

Europa Verlag AG Zürich, 2012

208 Seiten

22 Euro

Originalausgabe

Appaloosa

G. P. Putnam’s Sons, 2005

Verfilmung

Appaloosa (Appaloosa, USA 2008)

Regie: Ed Harris

Drehbuch: Robert Knott, Ed Harris

mit Ed Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons, Lance Henriksen

(Boston Film Festival: Preis für bester Film und bestes Drehbuch)

Hinweise

Homepage von Robert B. Parker

Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Die blonde Witwe“ (Widow’s walk, 2002)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Alte Wunden” (Back Story, 2003)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Der gute Terrorist“ (Now & Then, 2007)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Hundert Dollar Baby” (Hundred Dollar Baby, 2006)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Trügerisches Bild“ (Painted Ladies, 2010)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers “Bitteres Ende” (The Professional, 2009)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Wildnis“ (Wilderness, 1979)

Meine Besprechung von Robert B. Parkers „Appaloosa“ (2005)

Mein Nachruf auf Robert B. Parker

Robert B. Parker in der Kriminalakte


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