TV-Tipp für den 28. April: Supernova

April 27, 2020

Nitro, 22.30

Supernova (Supernova, USA/CH 2000)

Regie: Thomas Lee (Pseudonym von Walter Hill, Francis Ford Coppola, Jack Sholder)

Drehbuch: David C. Wilson, William Malone (Geschichte), Daniel Chuba (Geschichte)

Das intergalaktische Rettungsschiff „Nightingale 229“ erhält aus einer entfernten, nicht mehr bewohnten Galaxie einen Notruf. Mit einem Dimensionssprung fliegen sie dahin und finden den verunglückten Astronauten Karl. Der schleppt eine außerirdische Lebensform in ihr Raumschiff und es geschieht das, was immer geschieht, wenn Menschen und Aliens sich begegnen.

Die drei Regisseure verraten eingefleischten Filmfans, dass „Supernova“ ein weiterer Alan Smithee-Film ist, der hier allerdings Thomas Lee heißt und weil Walter Hill, Jack Sholder und Francis Ford Coppola in ihrem Metier durchaus ihre Meriten erworben haben, ist „Supernova“ ein nicht vollkommen uninteressanter Torso.

Die Reise von „Supernova“ begann 1988 als „Dead Star“ unter der Federführung von William Malone. Damals war’s „Hellraiser im Weltall“. Kurz vor Drehbeginn verließ Regisseur Geoffrey Wright wegen künstlerischer Differenzen das Projekt. „Alien“-Produzent Walter Hill sprang ein. Er versuchte einen guten Film zu drehen. Während dem Dreh wurde unter der Aufsicht von MGM-Angestellten das Drehbuch umgeschrieben. MGM war mit dem von Hill abgelieferten Schnitt sehr unzufrieden. Jack Sholder drehte einige Szenen nach. Dann kam Francis Ford Coppola dazu und versuchte eine Version zu erstellen, die dem Studio und Walter Hill gefiel. Hill zog seinen Namen zurück. An der Kinokasse ging der offiziell 70 Millionen Dollar teuere Film (Lou Diamond Phillips meinte in einem Interview, der Film habe eher 100 Millionen Dollar gekostet) gnadenlos unter.

Zu Recht. Denn „Supernova“ ist ein 08/15-Science-Fiction-Film, der allein wegen seiner desaströsen Produktionsgeschichte, der ansehnlichen Besetzung und der schwindlig machenden Wackelkamera (die Neuauflage von „Kampfstern Galactica“ wird dagegen mit einer statischen Kamera gedreht) kurze Zeit in Erinnerung bleibt.

„The film never got a chance to have a clear vision.” (Lou Diamond Phillips)

Mit James Spader, Angela Bassett, Robert Forster, Lou Diamond Phillips, Peter Facinelli, Robin Tunney

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Supernova“

Wikipedia über „Supernova“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Walter Hills “Straßen in Flammen” (Streets on Fire, USA 1984)

Meine Besprechung von Walter Hills “Shoutout – Keine Gnade” (Bullet to the Head, USA 2013)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now: The Final Cut“ (USA 1979/2019) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)


TV-Tipp für den 16. März: Confidence – Coup in L. A.

März 15, 2019

One, 21.45

Confidence – Coup in L. A. (Confidence, USA/Kanada/Deutschland 2003)

Regie: James Foley

Drehbuch: Doug Jung

Weil Profidieb Jake zufällig einen Mafiosi beklaut hat, bietet er ihm bei seinem nächsten Trickbetrug einen Teil der Beute an. Nur: wer kann hier wem trauen und wer betrügt wen?

Gelungener Neo-Noir-Gangsterkrimi mit einer prächtig gelaunten Starbesetzung, die sich gegenseitig übers Ohr haut.

„mehr David Mamet als Ocean’s Eleven“ (Gerald Jung, Zitty 2/2004)

mit Edward Burns, Rachel Weisz, Andy Garcia, Dustin Hoffman, Paul Giamatti, Donal Logue, Luis Guzmán, John Carroll Lynch, Morris Chestnut, Robert Forster

Wiederholung: Montag, 18. März, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Confidence“

Wikipedia über „Confidence“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 26. September: Der Don ist tot

September 25, 2016

Arte, 22.45

Der Don ist tot (USA 1973, Regie: Richard Fleischer)

Drehbuch: Marvin H. Albert, Michael Philip Butler (Adaption), Christopher Trumbo (Adaption)

LV: Marvin H. Albert: The Don is Dead, 1972

Ewig nicht mehr gezeigter Mafiathriller in dem die Mafiosi sich nicht wegen strittiger Gebietsansprüche, sondern wegen einer Frau umbringen.

Richard Fleischers Gangsterfilm entstand im Nachgang zu dem Sensationserfolg „Der Pate“.

Routiniert inszenierter, harter Kriminalreißer mit melodramatischen Zügen.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Anthony Quinn, Frederic Forrest, Robert Forster, Al Lettieri, Angel Tompkins, Charles Cioffi, Jo Anne Meredith

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Don ist tot“

Wikipedia über „Der Don ist tot“


Neu im Kino/Filmkritik: „London has fallen“, aber Präsidenten-Bodyguard Banning ist vor Ort

März 10, 2016

In „Stirb langsam 2“ konstatiert John McClane leicht ungläubig: „How can the same shit happen to the same guy twice?“ (oder in der deutschen Übersetzung: „Dieselbe Scheiße passiert dem selben Mann zum zweiten mal.“) Denn schon wieder muss er sich an Weihnachten mit Terroristen, die zwecks einer Gefangenenbefreiung einen Flughafen kapern, herumschlagen. Und das ist, auch wenn es mehr Action und mehr Tote gibt und der Spielplatz größer ist, nur eine Variation der Geschichte des ersten Films. In „Stirb langsam“ war es ja nur ein Hochhaus.

In „London has fallen“ weist Mike Banning, den wir aus dem 2013er Actionfilm „Olympus has fallen“ kennen, nicht auf diese Parallelität der Ereignisse hin. Denn Banning (Gerald Butler) ist immer noch der Bodyguard des Präsidenten der USA und mögliche Attentate auf ihn sind ein Teil der Jobbeschreibung.

„Olympus has fallen“ war – zur Erinnerung und damit ihr ihn nicht mit „White House Down“ verwechselt – der Film in dem in einem „Stirb langsam“-Szenario, Terroristen das Weiße Haus zerdeppern und nur Bodyguard Banning Präsident Benjamin Asher (Aaron Eckhart) retten kann.

Der Präsident der Vereinigten Staaten ist immer noch Asher. Sein aus „Olympus has fallen“ bekanntes Gefolge ist ebenfalls immer noch im Amt, weshalb wir auch, oft nur kurz, wieder viele bekannte Gesichter, die uns am Filmanfang arg länglich vorgestellt werden, sehen dürfen: Morgan Freeman als Vizepräsident Trumbull, Melissa Leo als Verteidigungsministerin McMillan, Angela Bassett als Secret-Service-Chefin Jacobs und Robert Forster als General Clegg. Bannings Frau Leah (Radha Mitchell) ist auch wieder dabei und hochschwanger; was für die Filmgeschichte unwichtig ist.

Dieses Mal muss Präsident Asher kurzfristig London besuchen. Der britische Premierminister verstarb überraschend in seinem Bett und jetzt gibt es ein großes Staatsbegräbnis, zu dem alle wichtigen und weniger wichtigen Staatsoberhäupter kommen. Die Gefahr eines Anschlages ist hoch. Die Sicherheit ist hoch – und dennoch gelingt es Terroristen, in einer Abfolge von präzise geplanten Anschlägen, halb London und seine allseits bekannten Wahrzeichen innerhalb weniger Minuten in ein Trümmerfeld zu verwandeln.

Banning kann Asher bei dem Anschlag vor der St. Paul Cathedral beschützen. Sie versuchen, verfolgt von einer Hundertschaft schießwütiger Attentäter, an einen sicheren Ort zu flüchten. Denn der Organisator der Anschläge, der Waffenhändler Aamir Barkawi (Alon Moni Aboutboul), hat es eigentlich nur auf den US-Präsidenten, der seine Familie mit einem Drohnenangriff während einer Hochzeitsfeier tötete, abgesehen.

„London has fallen“ hat die allseits bekannte und gefürchtete Fortsetzungskrankheit. Es wird einfach alles genommen, was wir aus dem ersten Teil kennen, inclusive dem Cast, und alles noch einmal, aber viel größer erzählt. Also mit mehr Explosionen, mehr Toten, mehr Angreifern und nicht mehr in einem Gebäude, sondern in einer Millionenstadt. Es gibt mehr CGI, weil dieses Mal die Terroristen nicht mehr nur ein Gebäude, sondern gleich mehrere Wahrzeichen zerstören. Und aus einem kleinen, harten Thriller wird eine erschreckend unglaubwürdige Actionplotte, die sich keinen Deut um auch nur ein Minimum an Plausibilität schert. Vor allem nicht bei dem Plan der Terroristen.

Das beginnt schon mit dem ersten Angriff, der mehrere Minuten vor der Trauerfeier in der St. Paul’s Cathedral beginnt: plötzlich verwandeln sich alle Polizisten, die die Trauerfeier bewachen sollen, in schießwütige Terroristen, die wild auf die ankommenden Staatsoberhäupter ballern. Die echte Polizei und alle westlichen Sicherheitsdienste haben von dieser Unterwanderung nichts mitbekommen. Auch nicht von den abertausend anderen schießfreudigen Terroristen und Söldnern, die sich schneller als ein Computervirus verbreiten und flugs ganz London bei ihrer Jagd nach Banning und Asher bevölkern.

Gleichzeitig greifen die Bösewichter mehrere Wahrzeichen an und die Staatsoberhäupter, die noch an anderen, oft sehr touristischen Orten sind, werden ebenfalls angegriffen. Immerhin spielen die Macher in diesen Szenen durchaus humorvoll mit einigen Klischeevorstellungen über verschiedene europäische Länder und auch die deutsche Kanzlerin hat einen kurzen Auftritt.

Aber insgesamt ist der Plan der Terroristen absurd und vollkommen realitätsfern. Denn es hätte viele andere Möglichkeiten gegeben, einfacher und schneller zum Ziel zu kommen. Und jede dieser Pläne hätte schon im Planungsstadium weniger Risiken für eine Entdeckung gehabt.

Zum Beispiel hätten sie warten können, bis alle Staatsoberhäupter in der Kirche sind und sie dann angreifen können (was natürlich sehr an „Olympus has fallen“ erinnern würde) oder sie hätten nur ein Staatsoberhaupt töten wollen.

Dabei haben die Terroristen dieses Mal sogar ein ziemlich gutes Motiv, aus dem das Drehbuchautorenkollektiv (vier Autoren!) deutlich mehr hätte machen können. Der Drahtzieher ist Aamir Barkawi, der sich an den USA für einen Drohnenangriff, bei dem, während einer Hochzeitsfeier fast seine gesamte Familie starb, rächen will.

Zwar ist Barkawi als Waffenhändler der besonders skrupellosen Art auch kein Unschuldslamm, aber ausgehend von diesen Motiven hätten die Macher einige Grauzonen ausloten können. Grau sind allerdings höchstens die Anzüge. Der Rest ist altbekannte Schwarz-Weiß-Malerei mit eindimensionalen Charakteren (was auch für die aus „Olympus has fallen“ bekannte US-Administration gilt) in einem typischen B-Movie-Actionplot, in dem Kugeln Argumente ersetzen.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger und natürlich sehr patriotisch.

London has fallen - Plakat

London has fallen (London has fallen, USA 2016)
Regie: Babak Najafi
Drehbuch: Creighton Rothenberger, Katrin Benedikt, Christina Gudegast, Chad St. John
mit Gerald Butler, Aaron Eckhart, Morgan Freeman, Alon Moni Aboutboul, Angela Bassett, Robert Forster, Jackie Earle Haley, Melissa Leo, Radha Mitchell, Sean O’Bryan, Charlotte Riley, Waleed F. Zuaiter
Länge: 99 Minuten
FSK: ab 16 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Englische Homepage zum Film
Moviepilot über „London has fallen“
Metacritic über „London has fallen“
Rotten Tomatoes über „London has fallen“
Wikipedia über „London has fallen“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 28. April: Human Nature – Die Krone der Schöpfung

April 28, 2015

ZDFkultur, 20.15/23.50

Human Nature (USA/Frankreich 2001, Regie: Michel Gondry)

Drehbuch: Charlie Kaufman

Ein Verhaltensforscher und dessen haarige Freundin wollen einen Affenmenschen zivilisieren. Das ist leichter gesagt, als getan.

Damals, nach dem grandios abgedrehtem „Being John Malkovich“, war Charlie Kaufman Hollywoods Lieblingsautor für schräge Drehbücher und mit „Vergiss mein nicht“ (ebenfalls von Gondry verfilmt), „Adaption“ und „Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“ festigte er seinen Ruf. Auch das etwas schwächere „Human Nature“ passt vorzüglich in diese Reihe.

mit Tim Robbins, Patricia Arquette, Rhys Ifan, Miranda Otto, Rosie Perez, Robert Forster

Hinweise

Metacritic über “Human Nature”

Rotten Tomatoes über “Human Nature”

Wikipedia über „Human Nature“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 2. März: The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten

März 2, 2014

Pro 7, 20.15

The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (USA 2011, Regie: Alexander Payne)

Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash

LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)

Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.

Paynes Film ist eine feine, warmherzige und lebenskluge Komödie über Familien und andere alltägliche Probleme. Sein neuester Film „Nebraska“ läuft gerade im Kino.

mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Descendants“

Rotten Tomatoes über „The Descendants“

Wikipedia über „The Descendants“ (deutschenglisch)

The Wall Street Journal: Interview mit Kaui Hart Hemmings über “The Descendants” (23. November 2011)

Stuttgarter Zeitung: Mein Interview mit Alexander Payne über „The Descendants“

Meine Besprechung von Alexander Paynes „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (The Descendants, USA 2011, mit George Clooney)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Nebraska“ (Nebraska, USA 2013)

Alexander Payne in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Nat Faxon/Jim Rashs „Ganz weit hinten“ (The Way Way Back, USA 2013)


TV-Tipp für den 6. August: Human Nature – Die Krone der Schöpfung

August 6, 2013

ZDFkultur, 21.45

Human Nature (USA/Fr 2001, R.: Michel Gondry)

Drehbuch: Charlie Kaufman

Ein Verhaltensforscher und dessen haarige Freundin wollen einen Affenmenschen zivilisieren. Das ist leichter gesagt, als getan.

Damals, nach dem grandios abgedrehtem „Being John Malkovich“, war Charlie Kaufman Hollywoods Lieblingsautor für schräge Drehbücher und mit „Vergiss mein nicht“ (ebenfalls von Gondry verfilmt), „Adaption“ und „Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“ festigte er seinen Ruf. Auch das etwas schwächere „Human Nature“ passt vorzüglich in diese Reihe.

mit Tim Robbins, Patricia Arquette, Rhys Ifan, Miranda Otto, Rosie Perez, Robert Forster

Wiederholung: Mittwoch, 7. August, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Human Nature“

Rotten Tomatoes über „Human Nature“

Wikipedia über „Human Nature“ (deutsch, englisch)

Michel Gondrys neuer Film, die Boris-Vian-Verfilmung „Der Schaum der Tage“, startet am 3. Oktober und der Trailer verspricht einen grandios-abgedrehten Film


TV-Tipp für den 21. Juli: Jackie Brown

Juli 21, 2013

Arte, 20.15

Jackie Brown (USA 1997, R.: Quentin Tarantino)

Drehbuch: Quentin Tarantino

LV: Elmore Leonard: Rum Punch, Jackie Brown, 1992 (Jackie Brown)

Stewardess Jackie Brown hat Probleme mit der Polizei und dem Gangster Ordell, der sein Schwarzgeld-Konto mit Jackies Hilfe auflösen will.

Tarantinos sehr werkgetreue Huldigung von Leonard und Pam Grier: cool (Leonards Dialoge!), etwas langatmig (Warum muß jedes Lied ausgespielt werden? Warum bemüht sich Tarantino so krampfhaft, die Antithese zu Pulp Fiction zu drehen? Warum nicht 20 Minuten kürzer?) und mit Starbesetzung (Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Bridget Fonda, Robert Forster, Michael Keaton, Chris Tucker)

Von Leonards Homepage: „When Quentin Tarantino was a kid, he stole a copy of Elmore Leonard’s The Switch and got caught. Unrepentant, he later went back to the same store and stole the book again. Elmore Leonard was a beacon, lighting the direction that he would soon take in his films. He wrote a movie directed by Tony Scott called True Romance which he said was “an Elmore Leonard novel that he didn’t write.” It certainly was an homage; it even opens in Detroit. After Reservoir Dogs came out, Elmore wrote Rum Punch which reprises the three main characters from Tarantino’s shoplifted book, The Switch. Tarantino read it and wanted to buy it but didn’t have the money. Elmore and his agent, Michael Siegel, offered to hold it for him. When he finally did acquire the book and moved forward on the Rum Punch film project, Tarantino did not contact Elmore Leonard for a long time. When he did, he confessed a reluctance to call sooner. Elmore said, “Why, because you changed the name of my book and cast Pam Grier in the lead?” No worry. Elmore was down with that. He said, “That’s Ok, just make a good movie.” And Quentin did.

Jackie Brown is Elmore Leonard on the screen. Taking nothing away from Get Shorty and Out of Sight, Tarantino’s manic absorption of Elmore’s essence comes through in a way that only he could pull off especially for a long movie. The acting, the direction, the dialog are all great. There are so many great bits, especially with Jackson, De Niro, Chris Tucker and Bridget Fonda; and then there’s Hattie Winston as Simone the Supreme. Jackie Brown is the Elmore Leonard experience.“

Wiederholung: Mittwoch, 24. Juli, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über “Jackie Brown”

Rotten Tomatoes über “Jackie Brown”

Wikipedia über “Jackie Brown” (deutschenglisch)

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos “Django Unchained” (Django Unchained, USA 2012)

Kriminalakte über Quentin Tarantino und „Django Unchained“ (Bilder,Pressekonferenz)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 28. Juni: Jackie Brown

Juni 28, 2013

3sat, 22.35

Jackie Brown (USA 1997, R.: Quentin Tarantino)

Drehbuch: Quentin Tarantino

LV: Elmore Leonard: Rum Punch, Jackie Brown, 1992 (Jackie Brown)

Stewardess Jackie Brown hat Probleme mit der Polizei und dem Gangster Ordell, der sein Schwarzgeld-Konto mit Jackies Hilfe auflösen will.

Tarantinos sehr werkgetreue Huldigung von Leonard und Pam Grier: cool (Leonards Dialoge!), etwas langatmig (Warum muß jedes Lied ausgespielt werden? Warum bemüht sich Tarantino so krampfhaft, die Antithese zu Pulp Fiction zu drehen? Warum nicht 20 Minuten kürzer?) und mit Starbesetzung (Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Bridget Fonda, Robert Foster, Michael Keaton, Chris Tucker)

Von Leonards Homepage: „When Quentin Tarantino was a kid, he stole a copy of Elmore Leonard’s The Switch and got caught. Unrepentant, he later went back to the same store and stole the book again. Elmore Leonard was a beacon, lighting the direction that he would soon take in his films. He wrote a movie directed by Tony Scott called True Romance which he said was “an Elmore Leonard novel that he didn’t write.” It certainly was an homage; it even opens in Detroit. After Reservoir Dogs came out, Elmore wrote Rum Punch which reprises the three main characters from Tarantino’s shoplifted book, The Switch. Tarantino read it and wanted to buy it but didn’t have the money. Elmore and his agent, Michael Siegel, offered to hold it for him. When he finally did acquire the book and moved forward on the Rum Punch film project, Tarantino did not contact Elmore Leonard for a long time. When he did, he confessed a reluctance to call sooner. Elmore said, “Why, because you changed the name of my book and cast Pam Grier in the lead?” No worry. Elmore was down with that. He said, “That’s Ok, just make a good movie.” And Quentin did.

Jackie Brown is Elmore Leonard on the screen. Taking nothing away from Get Shorty and Out of Sight, Tarantino’s manic absorption of Elmore’s essence comes through in a way that only he could pull off especially for a long movie. The acting, the direction, the dialog are all great. There are so many great bits, especially with Jackson, De Niro, Chris Tucker and Bridget Fonda; and then there’s Hattie Winston as Simone the Supreme. Jackie Brown is the Elmore Leonard experience.“

Wiederholung: Samstag, 29. Juni, 02.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Jackie Brown“

Rotten Tomatoes über „Jackie Brown“

Wikipedia über „Jackie Brown“ (deutsch, englisch)

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos “Django Unchained” (Django Unchained, USA 2012)

Kriminalakte über Quentin Tarantino und „Django Unchained“ (Bilder, Pressekonferenz)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Good old „Die Hard“-Action in „Olympus has fallen“

Juni 13, 2013

Das ist jetzt schon etwas Pech: gleich zweimal rummst es dieses Jahr gewaltig im Weißen Haus; mit einer ziemlich ähnlichen Geschichte. Jedenfalls liest sich die Synopse von Roland Emmerichs „White House Down“, das am 5. September bei uns startet, wie die von Antoine Fuquas heute startendem Action-Thriller „Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr“. Beide Filme spielen „’Stirb langsam‘ im Weißen Haus“ und wir können abwarten, wer am Ende nach welcher Rechnung Sieger bleibt. Den poetischeren Titel hat jedenfalls Fuquas Werk.

In „Olympus has fallen“ besetzen die Nordkoreaner das Weiße Haus, zerstören dabei halb Washington, töten viele, viele Menschen und nehmen den Präsidenten im unterirdischen Bunker des Hauses gefangen. Zum Glück ist Mike Banning (Gerard Butler), ehemaliger Bodyguard des Präsidenten, der nach einem Unfall, bei dem die Frau des Präsidenten starb und für den er sich verantwortlich fühlt, den Dienst quittierte, auch im Weißen Haus und er tut, was halt so echte Kerle in dieser Situation tun: er vermasselt den Bösewichtern ihren tollen Plan.

Beginnen wir mit den störenden Aspekten von „Olympus has fallen“: die Computertricks, vor allem wenn Flugzeuge abstürzen und Teile des Weißen Hauses in die Luft gejagt werden, sind schlecht. Wahrscheinlich hätten die Macher sich einfach mal wieder auf die gute alte Trickfilmschule mit Modellen und echten Explosionen besinnen sollen.

Auch die Story gewinnt nach „Stirb langsam“ (Hochhaus), „Alarmstufe: Rot“ (Schiff) und den zahlreichen Fortsetzungen und Rip-Offs wahrlich keinen Innovationspokal.

Dass die Gegner dieses Mal Nordkoreaner sind, ist der aktuellen weltpolitischen Lage geschuldet, nach der Russen und Araber gerade etwas out sind und, wenn schon das Weiße Haus attackiert und besetzt wird, gibt es natürlich auch eine ordentliche Portion Patriotismus.

Aber Antoine Fuqua, der auch „Training Day“, „Shooter“ und „Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest“ inszenierte, erzählt diese Geschichte flott, mit einer ordentlichen Portion Schmackes und ziemlich handfesten Action-Szenen, wenn Kugeln und Fäuste fliegen. „Panic Room“-Kameramann Conrad W. Hall setzte sie leinwandfüllend in Szene.

Den Rest besorgen die erstaunlich hochkarätigen Schauspieler. Gerard Butler als Tough Guy. Aaron Eckhart als tapferer Präsident. Morgan Freeman als sehr präsidentialer Interimspräsident. Angela Bassett, die viel zu selten eine gute Rolle erhält, als Chefin des Secret Service. Melissa Leo, Ashley Judd, Dylan McDermott und Robert Forster sind auch immer eine Bereicherung.

Und so ist „Olympus has fallen“ gut inszeniertes, gut besetztes, absolut okayes und kurzweiliges Actionfutter für den Genrefan, das auf die Buddy-Humor-Komponente verzichtet. Die scheint es, wenn wir den Trailern glauben, demnächst in Roland Emmerichs „White House Down“ zu geben.

Olympus has fallen - Plakat

Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr (Olympus has fallen, USA 2013)

Regie: Antoine Fuqua

Drehbuch: Creighon Rothenburger, Katrin Benedikt

mit Gerard Butler, Aaron Eckhart, Morgan Freeman, Angela Bassett, Dylan McDermott, Melissa Leo, Ashley Judd, Rick Yune, Radha Mitchell, Cole Hauser, Robert Forster

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Film-Zeit über „Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr“

Metacritic über „Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr“

Rotten Tomatoes über „Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr“

Wikipedia über „Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr“ (deutsch, englisch)

Schon etwas älter: ein Interview mit Antoine Fuqua anlässlich „Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest“


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