Vorbereitende Lektüre: James Frys Filmroman „Star Wars: Die letzten Jedi“

Dezember 11, 2019

Wenige Tage vor dem Kinostart von „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“, dem abschließenden Film der aktuellen „Star Wars“-Trilogie und auch, so wird gesagt, dem Abschluss der Skywalker-Geschichte, die 1977 mit „Krieg der Sterne“ begann, sollte man sich schnell auf den aktuellen Stand bringen. Zum Beispiel mit der Lektüre von Jason Frys Filmroman „Star Wars: Die letzten Jedi“, der an einigen Stellen über Rian Johnsons Film hinausgeht und auch einige kleine, sehr kleine, vielfältig interpretierbare Hinweise auf die Geschichte von „Der Aufstieg Skywalkers“ liefert.

Die Geschichte von „Die letzten Jedi“ dürfte inzwischen ja bekannt sein. Jedenfalls gehe ich davon aus.

Nach den Ereignissen von „Das Erwachen der Macht“ ist Rey, ein Waisenkind mit unbekannter Herkunft und einer ungewöhnlich starken Verbindung zur Macht, auf dem Planeten Ahch-To. Dort versucht sie den als Eremiten lebenden Luke Skywalker zu überreden, wieder für den Widerstand zu kämpfen.

Währenddessen kämpft der von Lukes Schwester Leia Organa angeführte Widerstand gegen das diktatorische Regime der Ersten Ordnung. Sie stehen kurz davor, endgültig vernichtet zu werden.

Deshalb werden Finn, ein Ex-Sturmtruppler, und Rose, eine herzensgute Wartungsarbeiterin, die im Roman noch mehr Raum einnimmt als im Film, nach Canto Bight geschickt. Sie sollen den Meister-Codeknacker DJ finden. Er kann ihnen helfen, ein Ortungsgerät, das sich auf einem Raumschiff der Ersten Ordnung befindet und das die Rebellenschiffe jederzeit orten kann, zu zerstören.

Irgendwann sind Rey, Kylo Ren und Snoke, der Oberste Anführer der Ersten Ordnung, gemeinsam in einem Raumschiff der Ersten Ordnung, wo sie sich duellieren. Kylo Ren tötet Snoke. Rey gelingt die Flucht.

Auf dem Planeten Crait kommt es dann zur großen Schlacht zwischen der Ersten Ordnung und dem Widerstand. Luke Skywalker erscheint Kraft seiner Gedanken als eine für alle sichtbare Vision im Schlachtgetümmel. Er verwickelt Kylo Ren in einen Lichtschwertkampf. Damit kann er die Bösewichter so lange ablenken, bis den Guten die Flucht gelingt.

Danach sehen wir, wie auf einem anderen Planeten Lukes Umhang in sich zusammenfällt und uns wird, auch im Roman, nahe gelegt, dass er gestorben sei.

Als Filmroman folgt Jason Fry notgedrungen der Filmgeschichte. Aber er kann immer wieder Szenen vertiefen, Erklärungen einfügen und auch einige Erweiterungen vornehmen, die auf Rian Johnsons verschiedenen Entwürfen beruhen und die selbstverständlich alle von Disney abgesegnet sind. Denn jedes Wort, das Fry schreibt, hat Auswirkungen auf den nächsten Film. Insofern ist er hier noch stärker an den Film gebunden als die Autoren anderer Filmromane, die sich, wenn sie eine Szene einfügen, über die Auswirkungen für künftige Filme keine Gedanken machen müssen. Umgekehrt kann hier davon ausgegangen werden, dass jedes Informationskrümmelchen eine Bedeutung hat.

Das ändert aber nichts an den großen Problemen der Geschichte von „Die letzten Jedi“ als Verbindungsstück zwischen dem ersten und letzten Teil einer Trilogie und an den Problemen, die die Trilogie selbst hat. In meiner Filmbesprechung schrieb ich, dass Rian Johnson viele Angebote und Ideen für den dritten Teil liefere, aber der Regisseur des dritten Teil nach Belieben jedes Angebot und jede Idee umstandslos verwerfen könne. Der Grund dafür ist die Jump-the-Shark-Szene, in der Prinzessin Leia Organa nach einem Torpedoangriff aus dem Raumschiff in den Weltraum geschleudert wird und diesen Raumausflug ohne Hilfsmittel überlebt. Erklärt wird das mit ihrer Beziehung zur Macht. Weil eben diese Beziehung bislang unwichtig war, überzeugt diese Erklärung nicht. Es ist ein billiger Taschenspielertrick, der in diesem Moment benutzt wird. Einmal. Denn auch als Leia Organa sich später wieder am Kampf gegen die Erste Ordnung beteiligt, hat sie keine nennenswerte Beziehung zur Macht. Sie hat nur die sattsam bekannte starke geistige Beziehung zu ihrem Bruder Luke Skywalker.

In dem Moment war mir klar, dass ab jetzt wirklich alles möglich ist. Die Autoren des dritten Teils können alles was vorher geschehen ist, nach eigenem Gutdünken benutzen. Daher gibt es auch keinen Grund, warum Luke Skywalker am Ende von „Die letzten Jedi“ gestorben sein soll.

Ein anderes großes Problem ist, dass auch am Ende des zweiten Teils der Trilogie immer noch unklar ist, was der Hauptkonflikt ist. Also wer der Protagonist und wer der Antagonist ist und worum sie kämpfen.

In der originalen Trilogie war das der Kampf zwischen Luke Skywalker und Darth Vader, seinem Vater.

In der aktuellen Trilogie ist das nicht so klar. Auch wenn immer gesagt wird, dass Rey und Kylo Ren im Mittelpunkt stehen. Immer noch ist unklar, in welcher Beziehung sie genau zueinander stehen und Kylo Ren ist ein wenig charismatischer Bösewicht. Er ist ein Bösewicht, der wenig Macht hat, der von ständigen Selbstzweifeln geplagt ist und der wie ein ungeliebtes, nach Liebe suchendes Kind durch die Raumstation wandelt. Furchterregend ist das nicht.

Aber dieses Dilemma eröffnet die Möglichkeit, wie man die Geschichte abschließen kann. Dann, auch wenn es in „Das Erwachen der Macht“ und „Die letzten Jedi“ nicht so aussieht, wäre Kylo Ren die Hauptfigur der Trilogie. Er hat, im Gegensatz zu Rey und fast allen anderen Figuren, einen Konflikt, der die gesamte Trilogie hätte tragen können, wenn die Macher von Anfang an nicht an einer Nacherzählung der originalen „Star Wars“-Trilogie interessiert gewesen wären. Jason Fry deutet diese Möglichkeit in seinem Filmroman mehrmals an.

Danach ginge es in der aktuellen Trilogie nicht um Rey, sondern um Kylo Ren, einen jungen Mann, der sich von seinen als übermächtig empfundenen Eltern – Prinzessin Leia Organa und Han Solo – und seinem Onkel – dem edlen Luke Skywalker – emanzipieren will. Daher versucht er in die Fußstapfen seines Großvater Darth Vader zu treten. Aber er hadert mit seinem Weg. Er fragt sich, ob er weiter den Weg des Bösen beschreiten soll. Er fragt sich, welcher Mann er sein will. Er versucht seinen eigenen Weg zwischen den übermächtigen Eltern und Großeltern zu wählen. „Der Aufstieg Skywalker“ würde dann die Frage beantworten, welchen Weg Kylo Ren einschlägt.

Wahrscheinlich wird Kylo Ren auch in einer Nebengeschichte geläutert, während Rey und ihre Verbündeten im Mittelpunkt stehen, den Kampf gegen die Erste Ordnung gewinnen, Rey zur Herrscherin über das Universum ausrufen und sie, weil sie viel lieber auf irgendwelchen Wüstenplaneten voller Weltraumschrott herumturnt, wird ihre Macht sofort an das Volk abgeben. Die ersten freien Wahlen erfolgen in der weit, weit entfernten Galaxis ein halbes Jahr nach dem Abspann.

Welche Version dann näher an der Wahrheit liegt, kann ich dann in meiner Filmbesprechung andeuten. Dann habe ich auch den Film gesehen.

Jason Fry: Star Wars: Die letzten Jedi

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Blanvalet, 2019

448 Seiten

9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Penhaligon, 2018

Originalausgabe

Star Wars: The Last Jedi

DelRey, 2018

Die Vorlage

Star Wars: Die letzten Jedi (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Regie: Rian Johnson

Drehbuch: Rian Johnson

mit Mark Hamill, Carrie Fisher, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Lupita Nyong’o, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Gwendoline Christie, Kelly Marie Tran, Laura Dern, Benicio Del Toro , Anthony Daniels, Jimmy Vee, Frank Oz

Länge: 152 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Der galaktische „Krieg der Sterne“-YouTube-Kanal

Moviepilot über „Star Wars: Die letzten Jedi“

Metacritic über „Star Wars: Die letzten Jedi“

Rotten Tomatoes über „Star Wars: Die letzten Jedi“

Wikipedia über „Star Wars: Die letzten Jedi“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)


TV-Tipp für den 11. Dezember: Collateral

Dezember 10, 2019

Kabel Eins, 22.55

Collateral (Collateral, USA 2004)

Regie: Michael Mann

Drehbuch: Stuart Beattie

Max ist ein nett-harmloser Los-Angeles-Taxifahrer, der von einem eigenen Unternehmen träumt, aber seit zwölf Jahren sein Leben als Angestellter fristet. Da steigt Vincent ein und bietet ihm 600 Dollar, wenn er ihn in den kommenden Stunden zu fünf Freunden fährt. Nach dem ersten Stopp, weiß Max, dass Vincent ein Autragkiller ist und er ihn zu den nächsten Opfern bringen soll.

„Collateral“ ist ein kleiner, ökonomisch erzählter Neo-Noir-Thriller über das tödliche Aufeinandertreffen zweier Charaktere ihrer vollkommen gegensätzlichen Lebensauffassungen; ist ein grandios besetzter Schauspielerfilm; ist eine Liebeserklärung an das nächtliche Los Angeles und wahrscheinlich der beste Film von Michael Mann.

Mit Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo, Peter Berg (Regisseur von “Operation: Kingdom” und „Hancock“), Bruce McGill, Javier Bardem, Jason Statham (Miniauftritt auf dem Flughafen)

Wiederholung: Donnerstag, 12. Dezember, 03.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Collateral“

Wikipidia über „Collateral“ (deutsch, englisch)

IndieLondon: Interview mit Michael Mann

Sight & Sound: Interview mit Michael Mann

The Dialogue: Stuart Beattie: Tricks of the Trade (Teil eines Interview)

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont (12. September 2000) (und bereits teilweise von Michael Mann, Stand: 10. Juli 2003 – Änderung des Handlungsortes von New York nach Los Angeles)

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont und Michael Mann  (24. August 2003)

Meine Besprechung der von Michael Mann erfundenen Krimiserie “Vega$ – Staffel 1″ (Vega$, USA 1978/1979)

Meine Besprechung von Michael Manns “Blackhat” (Blackhat, USA 2014)

Michael Mann in der Kriminalakte


Cover der Woche

Dezember 10, 2019

Das Buch des Medien- und Kulturhistorikers erschien im Original bereits 1998. Die deutsche Übersetzung 1999.


TV-Tipp für den 10. Dezember: Unternehmen Capricorn

Dezember 10, 2019

Servus TV, 22.10

Unternehmen Capricorn (Capricorn One, USA 1978)

Regie: Peter Hyams

Drehbuch: Peter Hyams

Peter Hyams schildert die erste Marslandung, die allerdings, aufgrund von Sicherheitsproblemen, von den USA gefälscht wurde. Als beim Eintritt in den Erdorbit die Raumkapsel verglüht, ahnen die NASA-Astronauten, dass ihre Tage gezählt sind. Offiziell sind sie ja schon tot. Aber ein Journalist versucht das Komplott aufzudecken.

Kommerziell erfolgreicher, erzählerisch unbeholfener Science-Fiction-Verschwörungsthriller mit viel Action und einer Top-Besetzung. Inzwischen kann der Thriller durchaus als Kultfilm bezeichnet werden. Und nach dem Film wissen wir, wie das mit der gefakten Mondlandung war. Ehrlich!

„Unglücklicherweise wird die interessante Grundidee von Hyams Drehbuch (…) durch Hyams unausgeglichene Regie abgeschwächt.“ (Phil Hardy, Hrsg.): Die Science Fiction Filmenzyklopädie)

mit Elliott Gould, James Brolin, Karen Black, Brenda Vaccaro, Sam Waterston, O. J. Simpson, Hal Holbrook, Telly Savalas

Wiederholung: Mittwoch, 11. Dezember, 02.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Unternehmen Capricorn“

Wikipedia über „Unternehmen Capricorn“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Peter Hyams‘ „Gegen jeden Zweifel“ (Beyond a reasonable doubt, USA 2009)


(Un)eigennütziger Veranstaltungshinweis: Präsentation des Dokumentarfilms „XY Chelsea“ mit anschließender Diskussion

Dezember 9, 2019

Am Dienstagabend darf ich wieder ran als Moderator. Dann präsentieren wir von der Bürgerrechtsorganisationen „Humanistische Union“ im Rahmen der monatlichen Reihe „One World Berlin – Menschenrechte“ um 20.00 Uhr im Lichtblick-Kino (Kastanienallee 77, Berlin/Prenzlauer Berg) den beeindruckenden Dokumentarfilm „XY Chelsea“ (Originalfassung) über die Whistleblowerin Chelsea Manning, geborene Bradley Manning.

Nach dem Film unterhalten wir uns mit

Darnell Stephen Summers, ehemaliger US-Soldat, Friedensaktivist, Künstler

Daniel Lücking, Journalist (Der Freitag – Die Wochenzeitung)

Lennart Mühlenmeier, Journalist (netzpolitik.org)

über den Film.

Das dürfte die einzige Vorführung des Films in einem Berliner Kino sein. Jedenfalls ist es die einzige Vorführung mit diesem Programm. Und weil ich als Moderator da immer etwas subjektiv begeistert bin, gibt es jetzt die offizielle Ankündigung:

Zum Film „XY Chelsea“ (Großbritannien 2019, Regie: Tim Travers Hawkins)

Von manchen für ihren Mut verehrt, von anderen wegen Vaterlandsverrat verhasst: Chelsea Manning sollte 35 Jahre ihres Lebens im Gefängnis verbringen. Grund für das Urteil gegen den damals als Bradley Manning in der US-Armee in Irak tätigen Nachrichtendienst-Spezialisten war die Weitergabe von über 750.000 geheimen Dokumenten an Wiki-Leaks. Mannings Whistleblower-Tätigkeit enthüllte Operationen der US-Streitkräfte und Spionagedienste in Afghanistan und Irak, die teils mit erheblichen Bürgerund Menschenrechtsverletzungen einher gingen.

Im Gefängnis vollzog Manning gegen erhebliche Widerstände eine Geschlechtsanpassung vom Mann zur Frau. Anfang 2017 hob US-Präsident Barack Obama – als eine seiner letzten Amtshandlungen – die Strafe auf und gewährte Chelsea Manning nach sieben Jahren in Gefangenschaft die Freiheit.

Seitdem kämpft sie nicht nur für Anerkennung in der Gesellschaft, sondern vor allem beständig für Pressefreiheit und unbeschränkt zugängliche Informationen. Derzeit ist Chelsea Manning wieder in Haft, weil sie die Aussage gegen Julian Assange beim Verhör vor der Grand Jury verweigert hat.

Mannings Persönlichkeit steht für konsequente Zivilcourage und das Ausleben einer selbstbestimmten Identität.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Human Rights Film Festival Berlin

 

Zur „One World Berlin – Menschenrechte aktuell“-Filmreihe:

Die neue monatliche Filmreihe im Lichtblick-Kino, mit Dokumentarfilmen über Bürger- und Menschenrechte. Filmemacher*innen und Expert*innen diskutieren mit dem Publikum über Fragen, die Menschen in der Stadt bewegen, lokal und global.

Für das Recht auf Wohnraum, gegen Überwachung und Datenspeicherung, für Menschsein und Menschenrechte in der digitalen Welt.

Die Filmreihe versteht sich auch als Plattform für Berliner Bürger und Menschenrechts-Initiativen, die zu den in den Filmen verhandelten Fragen arbeiten.

Die Filmreihe wird organisiert von der Humanistischen Union, Deutschlands ältester Bürgerrechts-Organisation (mitbegründet von Fritz Bauer), One World Berlin – Human Rights Film Festival, das sich seit 2004 durch Menschenrechts-Filmarbeit engagiert, und dem Lichtblick-Kino.

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „XY Chelsea“

Metacritic über „XY Chelsea“

Rotten Tomatoes über „XY Chelsea“

Wikipedia über „XY Chelsea“ und Chelsea Manning (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 9. Dezember: Der Clou von Paris

Dezember 9, 2019

Arte, 22.10

Der Clou von Paris (Le Voyou, Frankreich/Italien 1970)

Regie: Claude Lelouch

Drehbuch: Claude Lelouch, Claude Pinoteau, Pierre Uytterhoeven

Ein sympathischer Berufsverbrecher entführt einen fünfjährigen Jungen. Während der Lösegeldverhandlungen bemerkt er, dass er sich sehr gut mit dem Jungen versteht. Und danach beginnen seine wirklichen Probleme.

Eine seit Ewigkeiten nicht mehr, falls überhaupt jemals im TV gezeigte Gaunerkomödie.

Erfrischend gespielte Krimi-Komödie mit einem hervorragenden Hauptdarsteller. Die eleganten formalen Spielereien können auf Dauer aber nicht die Banalität der Handlungs- und Typenklischees verdecken.“ (Lexikon des internationalen Films)

Lelouch ist vor allem für seine Liebesfilme bekannt. Er inszenierte u. a. „Ein Mann und eine Frau“, „Ein glückliches Jahr“, „Ein Hauch von Zärtlichkeit“, „Der Mann, der mir gefällt“ und „Die Entführer lassen grüßen“.

mit Jean-Louis Trintignant, Charls Denner, Danièle Delorne, Christine Lelouch, Yves Robert, Sacha Distel

alternative Titel: „Voyou – Der Gauner“, „Voyou oder ein Strolch in Paris“

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Clou von Paris“

Wikipedia über „Der Clou von Paris“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 8. Dezember: Don’t Breathe

Dezember 7, 2019

RTL II, 22.25

Don’t Breathe (Don’t Breathe, USA 2016)

Regie: Fede Alvarez

Drehbuch: Fede Alvarez, Rodo Sayagues

Schnell mal einen Einbruch begehen und mit der Kohle abhauen wollen die drei jugendlichen Kleinkriminellen. Dummerweise kehrt der Hausbesitzer zurück. Zum Glück ist er blind. Dummerweise hört er sehr gut und er ist extrem stinkig.

TV-Premiere. Fieser kleiner Spannungsthriller, der genau das hält, was er verspricht.

Danach drehte Fede Alvarez den Elisabeth-Salander-Thriller „Verschwörung“.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Stephen Lang, Jane Levy, Dylan Minnette, Daniel Zovatto, Emma Bercovici, Franciska Töröcsik

Wiederholung: Montag, 9. Dezember, 03.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Don’t Breathe“

Metacritic über „Don’t Breathe“

Rotten Tomatoes über „Don’t Breathe“

Wikipedia über „Don’t Breathe“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Fede Alvarez‘ „Don’t Breathe“ (Don’t Breathe, USA 2016)

Meine Besprechung von Fede Alvarez‘ „Verschwörung“ (The Girl in the Spider’s Web: A New Dragon Tattoo Story, USA 2018)


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