TV-Tipp für den 24. Mai: Wild Tales – Jeder dreht mal durch!

Mai 24, 2018

3sat, 22.25

Wild Tales – Jeder dreht mal durch! (Relatos Salvajes, Argentinien/Spanien 2014)

Regie: Damián Szifrón

Drehbuch: Damián Szifrón

Es gibt diese Tage, an denen man einfach genug hat und zurückschlägt. Damián Szifrón erzählt in seinem argentinischen Kinohit sechs solcher Geschichte, die alle überzeugen und nicht nachgeahmt werden sollten. „Wild Tales“ ist ein großer Spaß, der heute zum ersten Mal im Fernsehen läuft.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ricardo Darin, Dario Grandinetti, Oscar Martinez, Leonardo Sbaraglia, Érica Rivas, Rita Cortese, Julieta Zylberberg, Maria Marull, Mónica Villa, César Bordón, Walter Donado, Ricardo Darín, Nancy Dupláa, María Onetto, Alan Daicz, Osmar Núnez, German de Silva, Diego Gentile

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Wild Tales“
Moviepilot über „Wild Tales“
Metacritic über „Wild Tales“
Rotten Tomatoes über „Wild Tales“
Wikipedia über „Wild Tales“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Damián Szifróns „Wild Tales – Jeder dreht mal durch!“ (Relatos Salvajes, Argentinien/Spanien 2014)

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TV-Tipp für den 23. Mai: Son of Saul

Mai 23, 2018

Arte, 22.10

Son of Saul (Saul fia, Ungarn 2015)

Regie: László Nemes

Drehbuch: László Nemes, Clara Royer

Saul Ausländer ist 1944 einer der Juden im Sonderkommando im KZ Auschwitz-Birkenau. Als ein Junge zunächst die Gaskammer überlebt, möchte er ihn später nach jüdischem Ritus beerdigen.

Beeindruckendes, aufwühlendes Drama, das zahlreiche Preise erhielt: unter anderem den FIPRESCI und den Großen Preis der Jury in Cannes und den Bafta, Golden Globe und Oscar als bester ausländischer Film. „Son of Saul“ gelingt es das Grauen des KZ zu zeigen, ohne es zu zeigen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Géza Röhrig, Levente Molnár, Urs Rechn, Todd Charmont, Sándor Zsótér, Marcin Czarnik, Jerzy Walczak

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Moviepilot über „Son of Saul“
Metacritic über „Son of Saul“
Rotten Tomatoes über „Son of Saul“
Wikipedia über „Son of Saul“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von László Nemes‘ „Son of Saul“ (Saul fia, Ungarn 2015)


TV-Tipp für den 22. Mai: Mel Brooks‘ Spaceballs

Mai 22, 2018

Zur schnellen Vorbereitung auf „Solo: A Star Wars Story“

Disney Channel, 20.15

Spaceballs (SpaceballsUSA 1987)

Regie: Mel Brooks

Drehbuch: Mel Brooks, Thomas Meehan, Ronny Graham

Mel Brooks verarscht „Krieg der Sterne“ – und den ganzen Rest.

George Lucas las vor dem Dreh das Buch und er gab Mel Brooks sein Okay.

Mit Mel Brooks, John Candy, Rick Moranis, Bill Pullman, Daphne Zuniga, Dick Van Patten, Michael Winslow, John Hurt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Spaceballs“

Wikipedia über „Spaceballs“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 21. Mai: Inside Llewyn Davis

Mai 20, 2018

Arte, 20.15

Inside Llewyn Davis (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich 2013)

Regie: Ethan Coen, Joel Coen

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Meisterwerk der Coen-Brüder über den erfolglosen Folkmusiker Llewyn Davis und die New Yorker Folkmusikszene der frühen Sechziger. Kurz bevor ein Mann in Greenwich Village auftauchte, der 2016 den Literaturnobelpreis erhielt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung. Mit mehreren Interviews.

mit Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Garrett Hedlund, Justin Timberlake, Adam Driver, Max Casella, F. Murray Abraham

Wiederholung: Mittwoch, 23. Mai, 14.10 Uhr

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Inside Llewyn Davis“

Moviepilot über „Inside Llewyn Davis“

Metacritic über „Inside Llewyn Davis“

Rotten Tomatoes über „Inside Llewyn Davis“

Wikipedia über „Inside Llewyn Davis“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans „Gambit – Der Masterplan“ (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung ces Coen-Films „Hail, Caesar! (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 20. Mai: Geheimwaffe Jazz

Mai 19, 2018

Arte, 22.10

Geheimwaffe Jazz (The Jazz Ambassadors, USA 2018)

Regie: Hugo Berkely

Drehbuch: Hugo Berkely

Spielfilmlange Doku über die Jazz Ambassadors. Das war ein Mitte der fünfziger Jahre begonnenes Kulturprogramm, in dem die US-Regierung Jazzmusiker als Botschafter der USA und der Werte der USA in die Welt schickte. Die Musiker, darunter Größen wie Louis Armstrong, Dizzy Gillespie, Duke Ellington und Dave Brubeck standen dabei vor dem Dilemma, in der Welt das Bild einer multikulturellen Gesellschaft zu zeigen, während in den Südstaaten noch eine strikte Rassentrennung herrschte. Auf ihren Auslandsgastspielen sprachen sie auch darüber.

mit Quincy Jones, Darius Brubeck, Bill Crow, Charlie Persip, Leslie Odom Jr. (Erzähler, im Original)

Hinweise

Arte über die Doku (bis zum 18. Juni auch in der Mediathek)

PBS über die Doku

Rotten Tomatoes über „Geheimwaffe Jazz“

Wikipedie über die „Jazz Ambassadors“


TV-Tipp für den 19. Mai: Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones

Mai 19, 2018

ZDFneo, 22.20

Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones (A Walk among the Tombstones, USA 2014)

Regie: Scott Frank

Drehbuch: Scott Frank

LV: Lawrence Block: A Walk among the Tombstones, 1992 (Endstation Friedhof, Ruhet in Frieden)

Matt Scudder, Ex-Polizist, Ex-Alkoholiker und Privatdetektiv ohne Lizenz, soll für den Dealer Kenne Kristo die Mörder seiner Frau suchen. Dass Kristo sie umbringen will, stört ihn nicht sonderlich.

Feine Verfilmung eines gewohnt feinen Matt-Scudder-Romans.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Liam Neeson, Dan Stevens, Boyd Holbrook, Brian ‘Astro’ Bradley, Ólafur Darri Ólafson, David Harbour, Adam David Thompson

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Ruhet in Frieden“
Moviepilot über „Ruhet in Frieden“
Metacritic über „Ruhet in Frieden“
Rotten Tomatoes über „Ruhet in Frieden“
Wikipedia über „Ruhet in Frieden“ (deutsch, englisch)
Kriminalakte über „Ruhet in Frieden“ und Scott Frank

Meine Besprechung von Scott Franks „Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones“ (A Walk among the Tombstones, USA 2014) und DVD

Thrilling Detective über Matt Scudder


Neu im Kino/Filmkritik: „Nach einer wahren Geschichte“ ist keine wahre Geschichte

Mai 18, 2018

Delphine (Emmanuelle Seigner) ist eine erfolgreiche Autorin, die von dem Rummel um ihr neues Buch, in dem sie ihre Beziehung zu ihrer Mutter schildert, zunehmend geschlaucht ist. Während einer Signierstunde und einem anschließenden Empfang trifft sie auf Elle (Eva Green). Sie ist ebenfalls Autorin. Ghostwriterin. Und sie sieht schon bei ihrer ersten Begegnung wie Glenn Close im Finale von „Eine verhängnisvolle Affäre“ aus. Elle ist die schon auf den ersten Blick leicht durchgeknallte Person, zu der man im realen Leben einen wohltuenden Abstand hält. Nicht so Delphine. Sie freut sich, in ihrem größten Fan endlich eine verständnisvolle Gesprächspartnerin gefunden zu haben. Elle versteht sie besser, als sie sich selbst versteht. Elle will ihr auch bei ihrem neuem Buch, das nach Elles Ansicht noch persönlicher und radikaler als ihr letztes Buch werden sollte, helfen und sie sei bereit einen beratenden Blick auf das Manuskript zu werfen.

Schnell wird Elle für Delphine zu der Freundin, die auch die Aufgaben einer persönlichen Sekretärin und Beraterin übernimmt. Delphine verlässt sich immer mehr auf Elle, während wir Zuschauer das für einen gewaltigen Fehler halten. Denn Elle wirkt immer, als spiele sie nur die gute Freundin, während sie einen ganz anderen Plan verfolgt.

Roman Polanskis neuer Film „Nach einer wahren Geschichte“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Delphine de Vigan. Als das Buch vor drei Jahren in Frankreich erschien, wurde heftig darüber diskutiert, wie autobiographisch de Vigans Geschichte ist. Denn es gibt frappierende Parallelen zwischen ihrem Leben und dem Romangeschehen. Und der Buchtitel heizte die Spekulationen an. Sie selbst sagt dazu: „Es ist ein Buch, das sich liest, wie ein Buch nach wahren Begebenheiten, ein Roman, der sich an wirkliche Begebenheiten anlehnt, aber in dem doch fast alles ausgedacht ist.“

Es geht, wie im Film, um die Beziehung zwischen einer Erfolgsautorin und ihrer Freundin, die von einer Vertrauten zur Fanatikerin wird. Als Leser soll man auch an die Romanverfilmungen „Weiblich, ledig, jung sucht…“, „Shining“ und „Misery“ denken.

Im Film denkt man mehr an die Filme von Claude Chabrol und seine kalten Bestandsaufnahme der Bourgeoisie. Auch wenn „Nach einer wahren Geschichte“ weniger ein Psychothriller und mehr eine langsam erzählte Studie über eine ausgewachsene Schreibblockade und den Schaffensprozess des Künstlers ist. Im Presseheft sagt Polanski: „Ich leide sehr, wenn ich schreibe. Ich weiß aus Erfahrung, dass es nichts Schrecklicheres gibt als eine leere Seite. Man fühlt sich dann schon besser, wenn man irgendetwas zu Papier gebracht hat.“

Sein Co-Drehbuchautor Olivier Assayas beschäftigte sich in seinen letzten beiden Spielfilmen „Die Wolken von Sils Maria“ und „Personal Shopper“ mit der Arbeit einer Künstlerin und der für seine Protagonistinnen verschwimmenden Grenze zwischen Realität und, wertfrei und sehr breit verstanden, Fantasie und Wahn.

Und Delphines Geschichte ist, wie öfter bei Polanski, vor allem in „Ekel“ und „Der Mieter“, die Geschichte einer Reise in den Wahnsinn. Denn Delphine wird immer abhängiger von Elle. Die Ghostwriterin bestimmt immer mehr über das Leben der Schriftstellerin, die sogar Elles Geschichte erzählen will.

Das funktioniert als langsam erzähltes Kammerspiel ganz gut. Auch wenn die Beschränkung auf zwei Personen arg reduziert ist und eine verzweifelt auf einen leeren Bildschirm (vulgo „das leere Blatt“) starrende Schriftstellerin doch eher ein Arthaus-Publikum anspricht, das von langen statischen Bildern auf bewegungslose Menschen angesprochen wird.

Nach einer wahren Geschichte“ ist ein guter und, wenn man beginnt ihn zu analysieren, komplexer Film, der allerdings nie wirklich packt. Dafür ist die Geschichte etwas zu künstlich und Delphine verhält sich, für eine erfolgreiche Autorin, doch zu unvorsichtig und vertrauensselig.

Nach einer wahren Geschichte (D’après une histoire vraie, Frankreich 2017)

Regie: Roman Polanski

Drehbuch: Olivier Assayas, Roman Polanski

LV: Delphine de Vigan: D’après une histoire vraie, 2015 (Nach einer wahren Geschichte)

mit Emmanuelle Seigner, Eva Green, Vincent Perez, Josée Dayan, Camille Chamoux, Brigitte Roüan, Dominique Pinon

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Nach einer wahren Geschichte“

Metacritic über „Nach einer wahren Geschichte“

Rotten Tomatoes über „Nach einer wahren Geschichte“

AlloCiné über „Nach einer wahren Geschichte“

Wikipedia über „Nach einer wahren Geschichte“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “The Ghostwriter” (The Ghost Writer, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2010)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)


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